Archiv der Kategorie: Asia-Küche

Chinesische Grillsauce: sweet, hot, spicy!

Vorbereitung

Süß, scharf und würzig ist diese Marinade, die zu Spareribs und Chicken Wings gleich gut paßt. Sie verbrennt allerdings leicht, deshalb gart man die Fleischteilchen im Backofen vor. Da ist nichts weiter dabei, einfach auf ein Backblech legen und bei 220 Grad insgesamt 20 Minuten garen, dabei einmal umrehen. Die Fleischteile abkühlen lassen und in einen Gefrierbeutel stecken, Marinade zugeben, fest verschließen und mindestens zwei Stunden oder besser über Nacht ziehen lassen. Gut abgetropft auf den Holzkohlen- oder Elektro-Grill legen und rundum kusprig braten, das dauert sowas wie 10 Minuten, je nachdem wie heiß der Grill ist.

Zutaten

Ausreichend für 4-6 Portionen:
5 El. helle Sojasauce, 2 El. Honig, 2 El. Johannisbeergelee, 2 oder mehr Knoblauchzehen, durch die Presse gedrückt, reichlich frischgemahlener Pfeffer, 1 Schuß Tabasco, je 1 gestr. Teel. Fünfgerwürzpulver und Curry (oder mehr), Cayennepfeffer nach Geschmack oder scharfe Chilisauce, ebenfalls nach Belieben.

Zubereitung

Alle Zutaten gut miteinander verrühren, das geht am schnellsten mit dem Pürierstab, oder man schüttet alles in ein Glas mit Deckel und schüttelt kräftig, Honig und Johannisbeergelee müssen sich komplett auflösen.
Die Marinade verträgt ordentlich Gewürz, mit Chilisauce und/oder Cayennepfeffer nicht zu sparsam sein! Man kann auch ein Löffelchen probieren, das sollte deutlich süß und angenehm scharf schmecken, beim Grillen geht nämlich ein Teil der Schärfe verloren. Also, mutig würzen, dann schmeckts nachher so richtig lecker!

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Sojasprossen gebraten: Vom schlichten Charme der Sprosse

Einleitung

Frische Sojasprossen gibt es seit einigen Jahren auch im Supermarkt immer wieder mal zu kaufen. Das heißt, eigentlich sind es Mungobohnen-Sprossen, weil echte Sojabohnen roh von europäischen Mägen nicht so gut vertragen werden. Lassen Sie sich also nicht irritieren, wenn Mungobohnen draufsteht, das ist schon OK. Und lassen Sie sich nicht dazu verführen, konservierte Ware aus Glas oder Dose zu kaufen, die schmeckt scheußlich!
Und wie schmecken die frischen Sprossen? Vor allem sind sie knackig und bleiben es auch in der Pfanne. Dann schmecken sie noch leicht nach Spargel und Kohlrabi, nach frischem Gemüse eben. Wenn Sie den Geschmack einmal pur probieren möchten, probieren Sie folgendes schlichte, aber sehr wohlschmeckende Rezept.

Zutaten

200 g frische Mungobohnen-Sprossen, 1 El. Sesamöl + 1 El. neutrales Öl, etwas Salz. Sojasauce nach Geschmack.

Zubereitung

Die Sprossen müssen nicht gewaschen werden, die wachsen ja nicht in Erde.
Öl in einer schweren (möglichst beschichteten) Pfanne richtig heiß werden lassen, das darf schon anfangen zu rauchen. Trockene Sprossen zugeben und unter ständigem Wenden 1-2 Minuten braten, sie dürfen ein wenig Röststellen kriegen. Pfanne von der Kochstelle nehmen, mit einem beherzten Schuß Sojasauce ablöschen, dabei nochmal gut umrühren. Salzen (vorsichtig, die Sojasauce ist ja schon salzig!) und gleich servieren.

Tipp 1:

Gebratene Sprossen kann man gut als zweites Gericht neben einer pfannengerührten Spezialität wie dem Hähnchen mit buntem Gemüse servieren,

Tipp 2:

Die Sprossen bekommen durch das rasche Braten bei grosser Hitze einen besonders delikaten Geschmack, der mich persönlich an leicht gebräunten Rosenkohl erinnert, so wie ich ihn am liebsten mag.

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Schweinefleisch süßsauer

Einleitung

Das ist eines von den Rezepten, die Sie in China wahrscheinlich nie bekommen, weil es für den europäischen Geschmack angepaßt wurde und nur hier bei uns in Chinarestaurants serviert wird. Es ist aber trotzdem sehr lecker und wird auch von Kindern gern gegessen. Man braucht zartes Schweinefleisch dafür, ideal ist Filet, man kann zwar auch Lendchen oder Schnitzel nehmen, die sollten aber von sehr (!) guter Qualität sein, sonst wirds zäh.

Zutaten

Für 4 Portionen:

300 g zartes Schweinefleisch, quer zur Faser in dünne Streifen geschnitten.
Marinade: 2 El. helle Sojasauce, 2 El. Fischsauce, je 1 Teel. feingehackter Knoblauch und Ingwer, 1 El. Honig, Pfeffer, nach Geschmack etwas Sambal Oelek (vorsicht scharf!)
Sweet&Sour Sauce: 1 El. Apfel- oder Reisessig, 1 Teel. Sojasauce, 1 El. Zucker, 1 Teel. Oyster Sauce, 1 Teel. Sesamöl, 1 El Stärkemehl, 125 ml Wasser oder leichte Brühe.
Gemüse z.B.: 1 Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten, 1 kleine Stange Lauch in dünne Ringe geschnitten, 1 kl. rote Paprikaschote in dünnen Streifen, 100 g frische Champignons in dünnen Scheiben.
Neutrales Öl zum Braten.

Zubereitung

Alle Zutaten für die Marinade gut mischen, Fleisch mindestens eine Stunde oder über Nacht damit marinieren. Kurz vor dem Kochen die Sweet&Sour-Sauce zusammenrühren. Das Fleisch auf Küchenpapier abtupfen, bei starker Hitze kräftig anbraten, bis es seine rohe Farbe verloren hat. Herausnehmen, Gemüse in die Pfanne geben und 3-4 Minuten bei starker Hitze pfannenrühren. Sweet&Sour-Sauce zugeben, rasch umrühren, so daß sich keine Klümpchen bilden. Das Fleisch wieder zugeben und einmal aufkochen lassen, mit Sojasauce, Salz und Pfeffer abschmecken und sofort servieren.

Tipp:

Die Oyster Sauce an der Sweet&Sour-Sauce bringt ein „gewisses etwas“ an Geschmack und läßt sich schwer ersetzen. Kaufen Sie sich ruhig einmal ein Fläschchen (Die Marke Tiparos ist prima), Oyster Sauce hält ewig und ist vielseitig zu verwenden. Sie ist auch nicht teuer.

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Frühlingsröllchen – die machen Spaß!

Einleitung

Und zwar sowohl zum Zubereiten als auch zum Essen. Meine Frühlingsrollen sind Thai, nicht so groß wie man sie vom Chinarestaurant kennt, sondern nur etwa männerdaumengroß. Die Würzung habe ich für europäische Gaumen sehr abgemildert, denn Thai lieben es scharf, und zwar richtig scharf. Man braucht nur wenig Fleisch, aber es sollte schon Filet sein, anderes wird zäh und trocken. Bei den Gemüsen kann man nach Lust und Laune variieren, nur Sojasprossen gehören unbedingt mit rein.
Für die kleinen Frühlingsrollen braucht man auch kleine Teigblätter, ich nehme die ca. 12×12 cm grossen, die im Asienladen in der TK-Truhe als “Wan Tan Pastry” zu finden sind. Das sind meist 40 Stück in einer Packung und sehr preiswert, und was man nicht auf einmal verbraucht kann man ohne Schaden wieder einfrieren, der Teig besteht nur aus Mehl und Wasser.

Zutaten

Für 15 Stück:
15 Blätter Wan-Tan-Pastry, auftauen und unter einem nassen Tuch feucht halten, Rest der Packung wieder einfrieren.
100 g Schweinefilet, 2 El. Stärkemehl, 3 El. Sake oder Sherry, ersatzweise halb Fischsauce, halb Zitronensaft. Fleisch in dünne Scheibchen schneiden, diese in 1 cm breite Streifen teilen, mit Stärkemehl und Sake oder Ersatz marinieren, bis die anderen Vorbereitungen erledigt sind.
z.B. 300 g Sojasprossen, 4 Frühlingszwiebeln das Weiße und Grüne getrennt, 1-5 Knoblauchzehen, 1 Stückchen frischer Ingwer (wie man ihn mag, von Daumennagelgroß bis zur Größe von 2,3 Walnüssen) 100 g Champignons, 1 kleine rote oder gelbe Paprikaschote, einige getrocknete Mu-Err oder Tongupilze, ca. 1 Tasse Glasnudeln, in heißem Wasser eingeweicht. Salz, Pfeffer, Soja- und Fischsauce zum Würzen, Sesamöl und neutrales Öl zum Anbraten.
Mehl und Wasser zum Kleben.
Neutrales Öl zum Fritieren.

Zubereitung

Mu-Err oder Tongupilze mit heissem Wasser überbrühen, 1/2 Std ziehen lassen, dann ausdrücken und kleinschneiden, von den Tongupilzen die Stiele nicht verwenden, die sind nämlich zäh.
Champignons in dünne Scheiben, Paprika in Würfelchen schneiden.
Das Weiße der Frühlingszwiebeln, grobgehackt, feingehackten Knoblauch und Ingwer in einer Mischung aus Sesam- und neutralem Öl anrösten. Das abgetupfte Fleisch dazugeben, mitbraten bis es seine rosa Farbe verlorenhat. Herausheben, wenn nötig noch ein wenig Öl in die Pfanne gießen. Gemüse dazugeben und unter ständigem umrühren 4-5 Min. braten. Pfanne vom Feuer nehmen, Pilze, abgetropfte Glasnudeln zugeben. Falls jetzt in der Pfanne noch Flüssigkeit herumschwappt, auf höchste Stufe schalten und unter ständigem Rühren einkochen, bis die Massse fast trocken ist. Fleisch erst jetzt wieder dazutun. Abschmecken mit Salz, Pfeffer, Soja- und Fischsauce (zunächst mal 1 El. von jedem) das feingehackte Lauchzwiebelgrün unterrühren.
Jetzt geht die Bastelei los: Man rührt aus ein paar Esslöffeln Mehl und etwas Wasser einen dicken Kleister. Dann macht man es so:

  • 1 Eßlöffel Füllung auf die untere Mitte eines Teigblatts setzen.
  • Untere Kante über die Füllung klappen
  • Seitenränder links und rechts 1 cm breit einklappen
  • Ränder rundum mit Mehlkleister bestreichen und alles zu einem Röllchen aufrollen.

Hier noch eine Illustration dazu:

Handgemalte Illustration: so rollt man frühlingsröllchen

Handgemalte Illustration: so rollt man frühlingsröllchen

Fritieren

Sehr gut gelingen die Frühlingsröllchen in der Friteuse, ich hab aber keine und mache es so: in einen kleinen hohen Topf ca. 3 Fingerbreit neutrales Öl geben, so heiß werden lassen dass ein hineingeworfenes Teigfizelchen gleich aufschäumt und bräunt. Dann die Frühlingsröllchen in kleinen Portienen (2-4 Stück) herausbacken, sie sollen rundum schön goldbraun werden. Auf Küchenkrepp abtropfen und vor dem Servieren noch etwas abkühlen lassen, man verbrennt sich nämlich leicht das Schnäuzelchen dran!

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Shrimp Toast Thailändisch

Einleitung

Diese leckeren Mundbissen werden in heißem Öl fritiert, und da scheuen manche davor zurück, weil sie Bedenken haben dass es spritzt und stark riecht, und womöglich verbrennt.
Ist alles halb so wild! Man nehme einen kleinen, hohen Topf zum Fritieren und nicht mehr als drei Fingerbreit hoch Öl, das man gut erhitzt, aber nicht auf höchster Stufe, sondern etwas darunter. Und man tut nicht zu viele Stückchen auf einmal in den Topf, drei, vier ist völlig ausreichend. Ausserdem kann man die Shrimp Toast ein paar Stunden vorher fertig vorbereiten, die können gut eine Weile im Kühlschrank stehenbleiben, bevor man sie frisch herausbäckt.

Zutaten

Für 40 Stück:
1 Tasse (200-250 g) rohes Krabben- oder Garnelenfleisch, 1 Eiweiß, 1/2 El. feinst gehackter Knoblauch, 1 El. feinst gehackte Zwiebel, 1/4 Teel. gem. weisser Pfeffer, 1/4 Teel. Salz, 1 Tasse Sesamsamen (aus dem Asienladen), 10 Scheiben Toastbrot, neutrales Öl zum Fritieren.

Zubereitung

Krabbenfleisch mit Eiweiß, Knoblauch, Zwiebel und Gewürzen im Mixer oder mit dem Pürierstab fein zerkleinern. Sesam auf einen Teller geben.Toastscheiben vierteln, gleichmäßig mit der Krabbenmasse bestreichen. Bestrichene Seite in den Sesam drücken. Dann herausbacken, bestrichene Seite zuerst: aber aufpassen, daß der Sesam nicht verbrennt. Insgesamt brauchen die Shrimp Toeasts nicht länger als 2 Minuten. Aus dem Fett heben, auf Küchenpapier abtropfen lassen und sofort servieren.

Tipp:

Wenn man keinen Mixer oder Purierstab hat: kann man trotzdem Shrimp Toast machen. Dann das Garnelenfleisch auf ein Brett geben, Eiweiß und Würzutaten darüberschütten und alles mit einem grossen Messer fein hacken, dabei arbeitet man das Eiweiß mit ein. Ist auch kein großer Aufwand, das dauert nur wenige Minuten. Und es hat den Vorteil, daß keine Garnelenmasse im Mixer hängenbleibt, die Tierchen sind ja nicht billig.

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Asien-Küche aus dem Supermarkt: und woher nehm ich das Fleisch?

Rind oder Lamm

Das ist zuallererst eine Frage des Geldbeutels. Mittlerweile gibt es auch im Supermarkt Rind- und Lammfleisch bester Qualität aus Irland (klasse Rindfleisch), Neuseeland (besonders gutes Lamm), Argentinien usw., aber die Qualität hat ihren Preis. Klar braucht man für die traditionelle  Asienküche nicht solche Mengen an Fleisch wie in der europäischen Küche üblich, aber so 100 g pro Portion dürfen es schon sein. Ich kaufe dafür frisches Irish Beef beim real,- und schau dabei immer nach Sonderangeboten. Es muß nicht immer Filet sein, ein schönes Hüftsteak eignet sich auch sehr gut und ist deutlich preiswerter.
Lamm wird in der nordchinesischen und mongolischen Küche viel verwendet, wir schauen dafür in die Tiefkühltruhe nach gefrorener Steakhüfte aus Neuseeland, oder nach einem Lammlachs, das ist das ausgelöste Kotelettstück und auch sehr schön zart.

Schweinefleisch

Schwieriger wird es schon beim Schweinefleisch. Für die meisten Pfannengerichte wird in den Rezepten Schweineschnitzel-Fleisch aus der Oberschale vorgeschlagen, aber das wird leider hundsmiserabel zäh, wenn es nicht von allerbester Qualität ist. Auch Minutensteaks aus dem Schweinerücken sind nur bedingt geeignet, die werden auch gern trocken. Wenn man also diese Stücke nicht in erster (und sündteurer) Qualität beim Metzger seines Vertrauens erstehen kann, lieber die Finger davon lassen. Ja, aber was dann? Im China-Restaurant bekommen Sie fast immer zartes Filet auf den Teller, wenn Sie ein Schweinefleisch-Gericht bestellen, und da kann man auch auf preiswerte Sonderangebote zurückgreifen, eventuell auch aus der Tiefkühltruhe. Ganze Schweinefilets in annehmbarer Qualität gibts sowohl beim Aldi als auch beim Netto und beim Lidl, schauen Sie auch hier mal nach den Sonderangeboten. Das Fleisch hat zwar nicht besonders viel Eigengeschmack, aber das kann man mit pikanter Würzung und durch Marinieren mit Sojasauce und Gewürzen ganz gut ausgleichen. Die Hauptsache ist, daß es beim schnellen Pfannenrühren saftig und zart bleibt, und beim Filet sind sie da auf der sicheren Seite.

Geflügel

Ähnlich sieht es beim Geflügel aus: frische Hähnchenbrust und Putenbrustfilet kann man auch aus dem Supermarkt nehmen, es schmeckt halt sehr neutral und braucht sorgfältige Würze, dann wird das schon. Echt OK sind auch Chicken Wings und die kleinen Hähnchen-Unterkeulen, die kann man gut nach BBQ-Art zubereiten. Nur mit gefrorenem Hühnchen hab ich schon schlechte Erfahrungen gemacht, das taugt noch am ehesten um eine Suppe damit zu kochen. Ganz hervorragend dagegen kann man gefrorene Ente verwenden, ich kaufe die beim real,- für 5-6 € das Stück, taue sie schonend auf und zerlege sie sorgfältig. Die Brustfilets werden geschnetzelt und pfannengerührt, aus den Keulen mache ich ein Schmorgericht, und aus dem restlichen Gerippe koche ich eine würzige Suppe nach Thai-Art (Tom Yam Gai).

Fisch und Meeresfrüchte

Darfs auch mal etwas Meer sein? Fisch kann ich guten Gewissens leider gar nicht empfehlen, allenfalls noch im ganzen gefrorene Forellen für die hervorragenden Forellen mit schwarzen Bohnen. Und selbst die sind sehr teuer und lange nicht so gut wie frische Ware. Da werden Sie noch am ehesten auf einem Wochenmarkt fündig, halten Sie Ausschau nach einem Fischhändler aus der Region und kaufen Sie ihre Festtagsforellen dort. Leider kriegt man im Supermarkt kaum noch essbare Fischfilets (TK). Früher gabs oft Seelachs oder Kabeljau in Blöcken gefroren, die waren recht schmackhaft. Heutzutage findet man nur noch sowas wie Pangasius, Tilapia oder Victoriabarsch, und ich hab schon mehrere Marken und Sorten probiert, die meisten waren gruselig. Schwammig, wässrig und einige Male mit deutlichem Muff- oder Fischkuttergeschmack. Da hab ich leider schon ganze Packungen nach dem ersten Versuch weggeschmissen.
Besser sieht es da schon mit großen Garnelen aus, da kann man auch TK-Ware nehmen. Beim Aldi zum Besipiel gibt es Bio-Garnelen für um die 5 € ca. 250 g , die sind ganz hervorragend. Und beim Rewe und beim Edeka gibt es Black Tiger Prawns mit der Schale im Ganzen gefroren für 5-6 €, die sind auch prima. Wichtig ist nur, daß die leckeren Tierchen roh und unbedingt ungewürzt (!) eingefroren wurden, alles was schon gegart, mariniert oder sonstwie zubereitet ist lieber liegen lassen. Aber die roh gefrorene Ware (schonend über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen) kann man echt prima verwenden und z.B. Garnelen oder Shrimps mit 7 Kostbarkeiten oder auch Shrimp Toast daraus machen, und viele andere Köstlichkeiten.

Fazit

Sie sehen, es gibt doch recht viele Möglichkeiten auch mit preiswerteren Zutaten lecker asiatisch zu kochen. Natürlich ist ein körndlgefüttertes Freilandhähnchen ungleich köstlicher als der Flattermann aus dem Supermarkt, das will ich nicht bestreiten. Es ist halt wirklich eine Preisfrage, aber beim Chinesen an der Ecke kommt auch kein Bio-Hähnchen in den Wok, da muß man einfach Kompromisse machen. Achten Sie auf sorgfältige Zubereitung und nutzen Sie die schier endlose Gewürzvielfalt der asiatischen Küche, dann gelingt ihre Chinapfanne auch mit preiswerterem Fleisch!

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Asien-Zutaten aus dem Supermarkt: ein völlig subjektiver Erfahrungsbericht

Einleitung

Seit ich in den hohen Norden von München gezogen bin, habe ich leider keinen einzigen Asien-Shop mehr in der Nähe. Da ich aber wahnsinnig gern asiatisch koche und esse, bin ich ständig auf der Suche nach alternativen Einkaufsquellen. Inzwischen hat ja jeder Supermarkt, der auf sich hält, ein mehr oder weniger wohlsortiertes Asienregal und man möchte meinen, da bekäme man alles was man für die fernöstliche Kocherei braucht.

Fertigprodukte und Saucen

Stimmt leider so nicht ganz. Die meisten dieser Produkte sind in Europa für den mitteleuropäischen Geschmack hergestellt und haben mit ihren asiatischen Originalen nur den Namen gemein, schmecken aber total anders und meistens nicht besonders gut. Besonders schlechte Erfahrungen habe ich da mit den Würzsaucen gemacht, seien es nun Sojasaucen, Fischsaucen oder andere flüssige Würzzutaten. Diese sind durchweg zu dunkel, zu klebrig und zu zuckerig und haben kaum den typischen Eigengeschmack. Da hilft nur eins: halten Sie Ausschau nach echt asiatischen Würzsaucen! Beim Netto zum Beispiel gibt es Original Kikkoman Sojasauce zu einem vernünftigen Preis, nehmen Sie die und keine Experimente.
Ebenfalls beim Netto gibt es eine Sweet Chili Sauce (Marke:Satori Asian Style), die schmeckt wie bei ihrem Lieblingschinesen, holen Sie sich da mal ein Fläschchen! Ist zum Dippen von Frühlingsröllchen und anderen Leckereien genauso gut geignet wie zum Abschmecken von süßsauren Gerichten.

Kokosnusscreme

Wenig falsch machen kann man bei Kokoscreme aus der Dose oder aus kleinen Tetrapacks, schauen Sie nur genau auf die Zutatenliste: möglichst ohne Verdickungsmittel und ohne zusätzlichen Zucker, dann paßts schon. Muß man nur noch auf den Preis achten, der variiert je nach Angebot um mehrere € pro Packerl oder Dose! Beim real,- kostet eine 0,2er Dose so ca. einen €, das ist OK. Wenn der Aldi mal wieder Asienwoche hat, gibt es die kleinen Tetrapacks oft für unter einen €, dann decken Sie sich ein! Hält ewig, ist vielseitig verwendbar, und man kann auch mal einen leckeren Cocktail damit mixen.

Sambas und Curryzubereitungen

Sambals und Currypasten aus dem Glas oder Beutel: ehrlich, lieber nicht. Man möchte meinen, bei einem höllenscharfen Sambal Oelek kann man nicht viel verkehrt machen, aber viele der Supermarktprodukte schmecken nicht nur scharf, sondern ganz komisch sauer und können ihr ganzes Gericht verderben. Dann lieber mit frischen Chilies schärfen, oder mit etwas Tabasco nachhelfen, das schmeckt viel besser.

Gemüsekonserven

Gemüse und Gemüsemischungen aus dem Glas oder aus der Dose: Finger weg, die sind fast durchwegs völlig unbrauchbar! Das Gemüse ist durch die Konservierung bereits labberig geworden und hat keinen nenneswerten Eigengeschmack mehr. Einzige Ausnahmen: Strohpilze (Straw Mushrooms), Wasserkastanien und Bambussprossen, die kommen auch beim Chinesen aus der Konserve, die sind OK.

Asiatische Gemüsemischungen aus der Tiefkühltruhe: sind fast durchwegs grottenschlecht. Erstens sind die verwendeten Gemüseteile oft nicht schön geschnitten, strunkig und holzig (bei Billigprodukten) und zweitens sind die Gewürzmischungen meistens ganz furchtbar. Greifen Sie wenn es schnell gehen muß lieber zu „naturell“ gefrorenem Gemüse (ohne Würzmischungen) wie Erbsen, Broccoli, Spargel etc, und würzen Sie es selber, das ist auch nicht schwer und schmeckt um Längen besser!

Sprossen

Sojasprossen: bloß nicht aus der Konserve, weder Dose noch Glas! Die sind schlabberig und undelikat und schmecken bestenfalls nur komisch säuerlich, nicht frisch-gemüsig und süß wie frische Sprossen. Schauen Sie mal beim Rewe oder Tengelmann in die Kühltheke, wo auch die frischen Ananas, Himbeeren  und Melonen liegen, da gibt es oft auch frische Sprossen, die nehmen wir! Nur darauf achten, daß sie nicht schon Tage alt sind und braune Stellen haben, sonst schmecken sie muffig und sind eigentlich nicht mehr zu verwenden. Gut dagegen sind frische Erbsen- Radieschen- und sonstige Gemüsesprossen, die bereichern jede Chinapfanne, wenn sie frisch sind.

Ingwer

Frischen Ingwer bekommt man mittlerweile in jeder gut sortierten Gemüseabteilung, ebenso Limetten und kleine scharfe Chilischoten. Schauen Sie danach auch mal beim Griechen, Türken oder Italiener, da läßt sich oftmals ein Schnäppchen machen!

Gewürzpulver

Gewürzpulver: Five-Spices-Powder (Fünfgewürzpulver) kaufe ich einmal im Jahr beim Asienmarkt, dafür fahre ich extra in die Stadt. Erstens ist es da von hervorragender Qualität, zweitens hält es ewig und drittens kostet es nur wenig. Was ich bisher aus dem Asienregal im Supermarkt probiert habe, war sündteuer und sehr würzschwach, das nimmt man lieber nicht. Dann schon eher mit einer Prise Lebkuchengewürz (Neunerlei) improvisieren, das ist gar kein schlechter Ersatz.
Currypulver dagegen kann man auch von europäischen Herstellern kaufen, ich finde das von Ostmann recht brauchbar. Finger weg allerdings vom Billig-Curry beim Discounter! Damit kann man allemal eine Currywurst abschmecken, zu mehr ist es nicht wirklich geeignet.

Fazit

So, das war es erstmal aus der Asienecke im Supermarkt. Frisches Gemüse gibt es ja mittlerweile an jeder Ecke in brauchbarer Auswahl, darüber muß ich Ihnen nichts erzählen. Kaufen Sie ihren Broccoli, Lauch, Paprika, Chinakohl, Möhrchen etc. pp. da wo Sie sie immer kaufen, und seien Sie kreativ mit der asiatischen Würzung und Zubereitung!

Und das Fleisch? Das wird ein eigener Beitrag. Nicht jeder hat einen guten (Bio-)Metzger an der Hand, und nicht jeder kann astronomische Summen für ein Stückchen erstklassiges Schwein, Rind oder Hühnchen hinlegen. Dazu demnächst mehr!

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Curry-Bananen-Dip

Einleitung

Zum Fondue, oder auch zu Gegrilltem. Man braucht dafür eine richtig reife Banane, am Besten schon ein paar Tage vorher kaufen und reifen lassen, bis sie schön weich ist und cremig wird.

Zutaten

1 reife Banane, Saft 1 Limette, wenig Salz, 1-2 Teel. gutes Currypulver.

Zubereitung

Banane mit dem Limettensaft mit einer Gabel fein zermusen, Salz und soviel Currypulver darangeben daß es deutlich scharf, aber noch angenehm schmeckt. Sofort servieren, oder den Dip mit zusätzlich etwas Limettensaft beträufeln, er verfärbt sich sonst braun.

Tipp:

Nach einem guten, würzigen aber nicht penetranten Currypulver muß man ein wenig suchen, die aus dem Supermarkt sind meistens nicht so überragend. Wenn man kein anderes kriegt, eher weniger Currypulver verwenden und die nötige Schärfe mit ein paar Tropfen Tabasco oder etwas Sambal Oelek herbeizaubern.

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Putencurry: Thai light

Einleitung

Für den europäischen Gaumen (Wolfi) etwas abgewandelt, eigentlich gehört noch Ingwer und Chilipaste mit dran, aber es schmeckt auch ohne sehr lecker.

Zutaten

Für 3-4 Portionen:

400 g Putenbrust, in grosse Würfel geschnitten. 2-4 Knoblauchzehen feinst gehackt, 1 Zwiebel, fein gewürfelt, 3 El. neutrales Öl, 1 El. Sesamöl, 200 g Zuckerschoten halbiert, 1-3 kleine frische Chilies feinst gehackt, 1/8 l Hühner- oder Gemüsebrühe, 2-3 El. gutes Currypulver, Chilipaste oder Sambal Oelek nach Geschmack (kann man auch weglassen, wenn man es nicht so scharf liebt), 1 mittlere Dose (400g) Kokosmilch, 1/2 Dose Ananas in Stücken, gehackte Petersilie, eine Handvoll geröstete Cashewkerne.

Zubereitung

Zwiebel und Knoblauch in beiden Ölsorten hellgelb anrösten, die Putenwürfel dazugeben und unter rühren rundum anbraten, bis sie ihre rosa Farbe verloren haben. Dann aus der Pfanne nehmen, dabei Zwiebeln und Knoblauch so gut wie möglich mit rausfischen. Die Zuckerschoten mit den Chilies zusammen kräftig anrösten, mit Gemüse- oder Hühnerbrühe ablöschen. Fleisch wieder zugeben, mit Curry und evtl. Chilipaste kräftig würzen, die Kokosmilch zugeben und das ganze leise blubbernd eine Viertelstunde lang offen einkochen lassen. Die letzten fünf Minuten die abgetropfte Ananas mit warm werden lassen, am Schluss die Cashewnüsse und die Petersilie darüber streuen.

Dazu Reis, natürlich.

Tipp:

Man kann dieses Rezept auch mit vielen anderen Gemüsesorten machen, Broccoli schmeckt so sehr gut, Bohnensprossen werden auch lecker – experimentieren Sie nach Lust und Laune!

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Asienküche für Anfänger: Hähnchen mit buntem Gemüse

Einleitung

Das ist ein ideales Einsteiger-Rezept, wenn man mal selber asiatisch kochen möchte. Das Fleisch wird garantiert zart, und beim Gemüse kann man sich die Mischung selbst nach eigenem Geschmack zusammenstellen. Die Hauptarbeit hierbei ist das Gemüse-Schnippeln, gekocht ist dann schnell!

Handgemalte Illustration haehnchen-mit-buntem-gemuese

Handgemalte Illustration haehnchen-mit-buntem-gemuese

Zutaten

Für 4 Portionen:

300-400 g Hähnchenbrustfilet, etwa 600-800 g frisches geputztes Gemüse (Eine schöne anfängergeeignete Kombination ist: Zwiebel, Paprika, Broccoli), frischer Knoblauch nach Geschmack, frischer Ingwer (für den Anfang genügt ein daumennagelgrosses Stückchen), frische Chilischoten (eine reicht erstmal), 1 Limette oder Zitrone, 1 Teel. Fünfgewürzpulver..

Sesamöl und neutrales Pflanzenöl zum Braten, Fischsauce, Sojasauce,Zucker, Salz und Pfeffer zum abschmecken, 1 Tasse Brühe (Fleisch oder Gemüse, kann auch Instant sein), wenn man mag eine Tasse Ananasstückchen.

Zubereitung

Man schneidet das Hähnchenfleisch in gleichmäßige Würfel von ca 1,5 cm Größe und mariniert es mit dem Saft 1/2 Limette oder Zitrone und 2 El. Fischsauce oder Sojasauce sowie 1 Teel. Fünfgewürzpulver. Man kann auch noch in hauchfeine Ringe geschnittene Chili dazutun, aber lieber erstmal vorsichtig mit der Schärfe.

Solange das Fleisch vor sich hin mariniert, putzt und schneidet man das Gemüse. Zwiebeln in halbe Ringe, Paprika in 1 cm breite Streifen, Broccoli teilt man in kleine Röschen, Chilischoten in Ringe. Knoblauch und Ingwer schält man und schneidet sie in winzig kleine Würfel. Wenn alles Gemüse geputzt ist, geht es los mit dem Pfannenrührbraten, so heißt es auf Küchenchinesisch.

Man gibt 1 El. Sesamöl und 2 El. neutrales Pflanzenöl in eine große, schwere Pfanne (beschichtet geht gut) und läßt es ordentlich heiß werden. Inzwischen tupft man die marinierten Fleischstückchen mit Küchenkrepp trocken. Nun kommen zuerst Ingwer und Knoblauch in die Pfanne und werden unter ständigem Rühren angebraten, bis sie leicht gebräunt sind. Dann gibt man das Fleisch dazu und rührt und schaufelt fleißig um, bis es seine hellrosa rohe Farbe rundum verloren hat und schon ein wenig bräunt. Das geht fix, in drei, vier Minuten ist das Fleisch schon gut, wenn die Pfanne heiß genug ist. Deshalb: die Platte auf höchste Stufe stellen! Es brennt schon nichts an, wenn man fleißig genug umrührt.
Dann nimmt man das Fleisch heraus und wischt die Pfanne mit einem Stück Küchenkrepp sauber. Jetzt kommen noch einmal 1 El. Sesamöl und 2 El. neutrales Öl hinein und werden gut erhitzt. Dann gibt man die Gemüse hinzu und brät sie unter ständigen Umschaufeln 4-5 Minuten lang, bis sie gar, aber noch sehr knackig sind. Die Gemüse dürfen ruhig braune Röststellen bekommen, das schmeckt sogar besonders gut! Wenn das Gemüse fertig ist, gießt man eine Tasse Brühe an – das dampft kräftig! – und gibt das Fleisch wieder hinzu. Jetzt kommen auch die Ananas hinein, wenn man welche hat, wenn nicht etwa 1 El. brauner Zucker. Man läßt das Ganze noch einmal aufkochen, dann würzt man mit Zitronen-oder Limettensaft, Fisch- oder Sojasauce (je 1-2 El.), Fünfgewürzpulver und Salz und Pfeffer. Fertig! Und bitte gleich zu Tisch bringen! Pfannengerührte Gerichte vertragen Rumstehen und Warmhalten gar nicht, das Gemüse wird schlapp und das Fleisch trocken.

Tipp:

Den Reis, der zu so einem Gericht gehört, kann man schon vorher kochen und bei 50 Grad im geschlossenen Topf im Backofen warmhalten, dem macht das gar nichts aus.

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