Archiv der Kategorie: Echt Bairisch

Bairischer Döner – für Singles auch aus dem Vorrat

Einleitung

Der Witz an einem guten Döner ist, daß das warme Fleisch mit kalten Zutaten kombiniert in ein Brot geklemmt wird, und daß definitiv mehr als nur ein Hauch Knoblauch dran sein darf. Damit die reichliche Belegung beim Essen nicht auf den Seiten herausrutscht, muss der Döner in ein Blatt Alufolie gewickelt werden, die man beim Abbeissen nach und nach wegpellt. Da das Original-Dönerfleisch vom Drehspieß zuhause kaum herzustellen ist, nehme ich stattdessen Fleischpflanzerl nach diesem Rezept, entweder frisch gebraten oder eingefroren aus dem Vorrat und kurz im Microwave wieder heißgemacht. Und statt dem Pide-Fladenbrot nehme ich Laugenstangerl, die gibt es in hervorragender Qualität zum Selberbacken aus der Tiefkühltruhe. Für das Knoblaucharoma sorgt der duftende Kräuterquark nach diesem Rezept, wenns schnell gehen muss kann man auch fertigen Frühlingsquark aus dem Kühlregal nehmen und noch mit ein bisschen durchgepresstem Knofi anreichern.

Zutaten

Für einen bairischen Döner (reicht für eine Person als kleines Abendessen):
1 Laugenstangerl, 2 Fleischpflanzerl, 1/2 Tomate, 2-3 Salatblätter, 3-4 El. Kräuterquark mit Knoblauch, wenn man mag ein paar sehr dünn geschnittene Zwiebelringerl.

Zubereitung

Wenn die Fleischpflanzerl nicht frisch gebraten und noch warm sind, zwei Minuten in der Microwelle nochmal heiß machen. Laugenstangerl halbieren, untere Hälfte mit einem Teil vom Kräuterquark bestreichen und die Salatblätter darauflegen. Heisse Fleischpflanzerl in zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden, auf die Salatblätter legen und den restlichen Kräuterquark darauf verteilen. Mit in dünne Scheiben geschnittener Tomate belegen, wenn man mag noch Zwiebelringerl daraufgeben. Mit der oberen Hälfte des Laugenstangerls abdecken und die ganze Sache mit einem Blatt Alufolie einschlagen, damit die Füllung beim Essen nicht herausrutscht.

Tipp für Singles:

Ich mache von den Fleischpflanzerln immer das ganze Rezept von 500 Gramm Hackfleisch, das ergibt ca. 10 Stück,  und friere ein, was nicht gleich gegessen wird. Dann ist schnell ein kleines, feines Abendessen gemacht!

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Möhrchen-Kartoffel-Gemüse wie bei Oma

Einleitung

Es gibt jetzt leckere frische Möhrchen zum günstigen Preis, und da koche ich mir eine Single-taugliche Gemüsebeilage daraus, die sich auch prima auf Vorrat einfrieren lässt. Weil die Kartoffeln schon mit dabei sind, braucht man keine extra-Beilage mehr, das schmeckt so schon prima zu einem schnellen Schnitzel oder zu Fleischpflanzerln, auch zu Bratwürstln ist es eine prima Ergänzung.

Zutaten

für ca. 4-6 Portionen:
500 Gramm frische Möhrchen, 500 Gramm festkochende Kartoffeln, 3/4 l Gemüsebrühe (geht auch Instant).

2 Esslöffel Butter, 2 gestrichene Esslöffel Mehl, 1/4 l Milch. Salz, Pfeffer, eine gute Prise Zucker, einige Spritzer Zitronensaft oder ein Schuß Weißwein, feingehackte Petersilie.

Zubereitung

Möhrchen und Kartoffeln waschen, schälen und putzen. Möhrchen quer in 1 cm Rädchen, Kartoffeln in 2 cm Würfel schneiden. In der Gemüsebrühe bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten lang kochen, dabei aber nach 15 Minuten schon mal probieren. Die Kartoffeln sollen nicht zerfallen und die Möhrchen nicht matschig werden. Wenn das Gemüse gar, aber noch bissfest ist abgiessen, die Brühe auffangen. Butter im Topf zerlassen, Mehl darin unter fleissigem Umrühren anschwitzen, dann mit der Milch und etwa 1/3 Liter von der Gemüsebrühe aufgiessen und ca. 10 Minuten leise blubbernd kochen lassen, damit die Sauce schön bindet. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Zitronensaft oder Wein abschmecken. Gemüse wieder zugeben und warm werden lassen, nicht mehr kochen. Unmittelbar vor dem Servieren die frischgehackte Petersilie zugeben.

Tipp:

Zum Einfrieren die Petersilie lieber weglassen und erst dem aufgetautem und wieder erhitzten Gemüse frisch beigeben, die kann sonst den Geschmack verändern und schmeckt dann komisch.

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Schwammerlbrüh‘ mit Semmelknödel

Einleitung

Mein Opa war ein grosser Pilzkenner und brachte in der Saison immer reichlich Beute nachhause. Steinpilze und Maronen wurden immer getrocknet, aus den restlichen Mischpilzen kochte die Oma dann leckere Schwammerlbrühe, und dazu gab es auf jeden Fall Semmelknödel. Da vermisste niemand die Fleischbeilage!

Da man heutzutage selten an frische Waldpilze kommt, und wenn dann nur für ziemlich teures Geld, muss man sich da ein wenig behelfen. Braune Champignons oder Egerlinge bringen von selber recht guten Geschmack mit, und wenn man dann noch ein paar getrocknete Steinpilze mit hineingibt, schmeckt das schon ganz ordentlich.

Zutaten

für 2 grosse Portionen:
400 g braune Champignons oder Mischpilze, 1 kleines Päckchen (20 g) getrocknete Steinpilze, 2 El. Butter, 1 kleine Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1/2 Tasse Fleisch- oder Gemüsebrühe, 1/2 Tasse Sahne, Salz und Pfeffer, evtl. etwas abgeriebene Zitronenschale, 2 El. frisch gehackte Petersilie.

Zubereitung

Steinpilze mit kochendem Wasser überbrühen und ca. 1/2 Stunde zugedeckt ziehen lassen, dann etwas ausdrücken und in kleine Stückchen schneiden. Champignons putzen und in 1/2 cm Scheibchen schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein hacken, in einer grossen Pfanne in der Butter hellgelb braten. Champignons und Steinpilze zugeben, bei guter Hitze fleissig umschaufeln, bis die Pilze etwas angebräunt sind und anfangen weich zu werden. Brühe und Sahne zugiessen, einmal kräftig aufkochen lassen, dann Hitze reduzieren und noch ein bisschen köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, vor dem Servieren gehackte Petersilie und wenn man hat Zitronenschale zugeben, dann nicht mehr kochen lassen und gleich zu Tisch geben. Dazu gibt es unbedingt Semmelknödel!

Tipp:

Ein ganzes Rezept Semmelknödel ergibt 5-6 Knödel, das ist für zwei Personen ein bisschen viel. Aber Semmelknödel lassen sich hervorragend einzeln einfrieren und im Microwave nach Bedarf auftauen, machen sie ruhig die ganze Portion, dann kommt was in den Vorrat.

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Fingernudeln (gebratene Kartoffelnudeln)

Einleitung

Dieses bairische Traditionsrezept steht und fällt mit der Wahl der richtigen Kartoffeln. Mehlig müssen sie sein, und schon etwas abgelagert, damit der Teig schön bindet. Wenn die Kartoffeln zu feucht sind, braucht man nämlich wesentlich mehr Mehl, und das bekommt den Nudeln gar nicht, die werden dann fest und glitschig statt locker und delikat. Wenn man aber ordentliche Kartoffeln hat, ist das ein richtiges Schmankerl! Man kann die Fingernudeln als Mehlspeise mit Apfelkompott oder Preiselbeeren und Sauerrahm servieren, oder als Beilage zum Beipiel zur Schlachtschüssel. Auch zu mit Sauce gekochtem Gemüse passen sie hervorragend und sind bestens für ein vegetarisches Hauptericht geeignet.

Zutaten

400-500 g mehlige Kartoffeln, 1 gute Prise Salz, 1 Eigelb, ca. 1 Tasse Mehl. 2 El. Butterschmalz zum Braten, oder eine Mischung aus halb Butter, halb neutralem Pflanzenöl. Evtl. noch ein Ei und 2 El Milch.

Zubereitung

Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen, etwas ausdampfen lassen, schälen und noch warm durch die Kartoffelpresse drücken, auskühlen lassen. Achtung! Den Teig erst unmittelbar vor dem Braten zubereiten, der verträgt das Rumliegen nicht! Abgekühlte Kartoffeln mit dem Eigelb und  Mehl zu einem lockeren Teig vermengen, dabei nicht zuviel kneten, sonst wird der Teig klebrig. Zu einer Rolle formen, in gleichmässige Stücke schneiden und diese zu etwa männerdaumengrossen Nudeln drehen. Nudeln in einer beschichteten Pfanne im mittelheissen Fett rundum unter öfterem Wenden goldbraun braten, das dauert so etwa zehn Minuten. Dabei sollen die Nudeln nebeneinander in der Pfanne liegen, nicht übereinander, sonst bappen sie zusammen. Wenn nicht alle Nudeln nebeneinander Platz haben, lieber in zwei Portionen braten und die erste Portion fertig gebratener Nudeln im Backofen bei 50 Grad warmhalten, bis der zweite Teil fertig ist.

Wenn man die Nudeln solo als süsses Hauptgericht servieren möchte, am Schluss noch das mit Milch verklopfte Ei darüber geben und unter Wenden stocken lassen. Gleich servieren!

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Geschmorter Wirsing mit Kartoffeln

Einleitung

Dies ist die vegetarische Variante des Wirsingtopf mit Speck und Schweinefleisch, wesentlich weniger mächtig und kalorienhaltig als der traditionelle Eintopf, aber trotzdem ein sehr zufriedenstellendes und herzhaftes Gemüse-Hauptgericht. Man kann es auch in einer Single-Variante von 1/4 Wirsing herstellen, dann nimmt man halt einen entsprechend kleineren Topf. Der Topf oder die Pfanne sollte einen sehr gut schliessenden Deckel haben, damit das Gemüse auch wirklich im eigenen Saft schmort und nicht zuviel Flüssigkeit verdunstet.

Zutaten

für ca. 4 Portionen:
1 mittelgrosser Wirsing, 4 Zwiebeln, 4 mehligfestkochende Kartoffeln, 2 Eßlöffel neutrales Öl, 1 Eßlöffel Butter, Salz, Pfeffer, Paprika Edelsüss, gemahlener Kümmel, frischgeriebener Muskat, 8 Eßlöffel Sauerrahm, ca. 1/4 l oder mehr Gemüsebrühe (geht auch Instant), je nach Topfgrösse.

Zubereitung

Wirsing grosszügig von allen harten dunkelgrünen Aussenblättern befreien, achteln und den Strunk herausschneiden. Zwiebeln schälen und in Achtel schneiden, Kartoffeln schälen und der Länge nach vierteln. In einem sehr breiten Topf oder einer hohen grossen Pfanne die Zwiebeln im Fett kräftig anbraten, sie dürfen hellbraune Röststellen bekommen. Kartoffeln zugeben und ein bißchen mit anrösten, dann die Wirsing-Achtel nebeneinander in den Topf auf die Kartoffeln und Zwiebeln obendrauf geben und die Hitze herunterschalten. Einen Fingerbreit hoch Gemüsebrühe in den Topf geben, Wirsing mutig mit den angegebenen Gewürzen bestreuen (Kümmel wenn man ihn mag kann reichlich, Muskat auch) und jedes Wirsingstück mit einem Eßlöffel saurer Sahne bestreichen. Deckel drauf und bei ganz kleiner Flamme ca. 1/2 Stunde leise köcheln lassen, dabei möglichst den Deckel nicht aufmachen, damit das Gemüse schön im Dampf gart. Wenn man es richtig macht, ensteht beim sanften Schmoren eine würzige Sauce, die von den Kartoffeln aufgesaugt wird und diesen einen ganz besonders feinen Geschmack gibt!

 

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Schlachtschüssel – so gelingts auch Anfängern

Einleitung

Eine herzhafte, wärmende Schlachtschüssel mit Blut- und Leberwürsten, Salzfleisch und Sauerkraut ist bei dem nasskalten Wetter eine gern gegessene deftige Mahlzeit, die keine grossen Kochkünste verlangt. Die Hauptsache ist, man holt die Würste bei einem guten Metzger, der sie fein abwürzt und frisch zubereitet. Je nach Grösse reichen zwei Blutwürste und zwei Leberwürste für 4 Personen, es gibt ja auch noch Fleisch dazu.

Für das Salzfleisch nimmt man Kassler Ripperl (Kotelett) oder Kassler Nacken am Stück, wer es gern sehr herzhaft mag kann auch ein Stück roh geräuchertes Wammerl nehmen. Und fragen sie gleich beim Metzger mal, ob der auch offenes, rohes Sauerkraut vom Fass hat, nicht vorgekocht, das ist wichtig weil es mit dem Fleisch zusammen noch relativ lang gegart wird, und vorgekochtes Sauerkraut wird dann leicht matschig und unappetitlich. Oder holen sie sich im Supermarkt das ganz einfache, ungewürzte Sauerkraut aus dem Beutel, das eignet sich auch gut, und man kann es nach eigenem Geschmack abwürzen.

Zutaten

für mindestens 4 Portionen:
400 g Kassler Ripperl, Nacken oder Wammerl am Stück,  2 El. neutrales Öl, 1 Zwiebel, ca. 500 g rohes, ungewürztes Sauerkraut, 1 Tasse Fleischbrühe (geht auch Instant, aber selbstgekocht ist natürlich feiner), 2 Lorbeerblätter, einige Wacholderbeeren, Pfeffer, 1 kleingewürfelter geschälter Apfel oder die selbe Menge kleingeschnittene Ananasstückchen (aus der Dose).

2 Blutwürste, 2 Leberwürste, 1 l Instant-Fleischbrühe, 1 Zwiebel, einige Wacholderbeeren und Pfefferkörner, ein Teel. Senfkörner, einige Körner Piment.

Beilage

Pro Person 2 mittelgrosse mehlige Kartoffeln, als Pellkartoffeln gekocht.

Zubereitung

Kassler in einem großen Topf im Öl rundherum anbraten, herausnehmen. Im verbliebenen Fett eine feingewürfelte Zwiebel glasig dünsten, nicht bräunen, nur schön gelb werden lassen. Sauerkraut, Brühe und Apfel oder Ananas zugeben, mit Lorbeerblatt und Wacholderbeeren würzen, ruhig kräftig Pfeffern und alles gut vermischen. Das Kassler Fleisch in das Sauerkraut betten, Deckel drauf und bei ganz kleiner Flamme mindestens eine Stunde leise köcheln lassen. Falls die Flüssigkeit zu sehr verkocht, etwas Wasser nachgießen, dann war die Platte zu heiß und man muss die Temperatur noch weiter herunterregeln. Köcheln lassen bis das Fleisch gar ist, wenn es sich mit einer Gabel leicht anstechen lässt ist es gut. Man kann auch zur Probe ein Eckerl abschneiden und probieren, es sollte schon zart sein, aber nicht auseinander fallen. Wenn das Fleisch so gut wie fertig ist, kann man schon mal die Pellkartoffeln hinstellen.

In einem kleineren Topf Instant-Brühe mit der in Ringe geschnittenen Zwiebel und den Gewürzen aufkochen, Hitze reduzieren und die Würste in den Topf geben, ab jetzt nicht mehr sprudelnd kochen, sondern nur noch ganz sanft ziehen lassen, so verhindert man dass die Würste platzen. Die Würste brauchen etwa eine halbe Stunde, in der Zeit sollten auch die Pellkartoffeln fertig sein.

Tipp

Bei uns in Bayern wird zur Schlachtplatte immer Bier getrunken, aber bei den Badenser und Württemberger Feinschmeckern trinkt man dazu Wein. Ein kräftiger „stählerner“ Riesling zum Beispiel harmonisiert ganz ausgezeichnet mit dem deftigen Essen, dann geben sie auch ein Glas davon mit ans Sauerkraut.

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Hühnerbeindl wie bei Oma – mit Knödel und Soß‘

Einleitung

Kinder lieben knusprige, saftige Hühnerbeindl, und Kinder lieben auch Knödel mit viel Soße. Man kann beides haben, wenn man die Beindl auf traditionelle Art in der Bratrein zubereitet und nicht am Grill. Der ganze Trick an der Sache ist der, dass man mit einer Zwiebel einen kräftigen Bratensatz herstellt, der die Grundlage für die schmackhafte Soße bildet.

Man muss beim Braten dabeibleiben und öfter mal nachschauen, dass der Bratensatz nicht verbrennt, aber die kleine Mühe lohnt sich, es gibt eine wirklich schmackhafte Bratensoße.

Zutaten

für 4 Portionen:
1 Rezept Grillhendl-Würzmischung a la Inselfisch, dafür braucht man: 1 El Zwiebelgranulat, 1 El. Paprika rosenscharf, 1 El. Paprika edelsüß, 1/2 Teel. gemahlener Pfeffer, 1/4 geriebene Muskatnuß, 1/2 Teel. Salz.
1 kleine Zwiebel, 2 El. Butter, 2 El. neutrales Öl.
4 Hühnerbeindl (ganze Hähnchenkeulen), 1/2 l heiße Fleisch- oder Geflügelbrühe (geht auch Instant), Salz, Pfeffer, evtl. ein Bratensaftwürfel.

Zubereitung

Zwiebel schälen und sehr fein würfeln, in der Bratrein in Öl und Butter auf dem Herd goldgelb anbraten. Hühnerbeindl mit der Hautseite nach unten nebeneinander drauflegen, mit der Hälfte der Würzmischung bestreuen. 1/2 cm hoch Brühe angießen, bei 200 Grad im Backofen auf der mittleren Schiene eine gute halbe Stunde braten. Dabei immer wieder die Beindl mit dem Bratensaft bepinseln und darauf achten dass die Zwiebelwürfelchen anbräunen, aber nicht verbrennen. Wenn die Zwiebel schön braun (aber nicht schwarz!) geröstet ist, ein Zentimeter hoch Brühe nachgießen, mit dem Backpinsel die Zwiebelwürfel gleichmäßig auf dem Boden der Bratrein verteilen, damit nichts verbrennt. Immer wenn der Bratensatz austrocknet, wieder etwas Brühe nachgießen.

Nach einer guten halben Stunde die Hühnerbeindl wenden, mit der restlichen Gewürzmischung bestreuen und unter häufigerem Bepinseln mit dem Bratensaft in 10-15 Minuten fertigbraten, bis die Haut schön knusprig ist. Aus der Bratrein nehmen, den Bratensatz mit der restlichen Brühe angießen  und aufkochen, dabei mit dem Backpinsel die Röststoffe lösen und aufrühren. Soße mit Salz (wenig, die Brühe ist schon salzig) und Pfeffer abschmecken, wenn sie zu lätschert schmeckt kann man auch einen Bratensaftwürfel zugeben und in der kochenden Soße auflösen. Dazu serviert man Knödel, je nach Geschmack rohe oder gekochte Kartoffelknödel oder auch Semmelknödel. Als Beilage passt ein gemischter Salat ausgezeichnet.

Tipp

Man kann auch ein ganzes Brathendl auf diese Art zubereiten, das braucht insgesamt ca. 1 Stunde 10 Minuten, man wendet es nach etwa 50 Minuten Bratzeit. Immer schön mit dem Bratensatz bepinseln, damit es schön knusprig-würzig wird!

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Gemüseeintopf mit Fleischbrühe

Einleitung

Diesen schmackhaften Eintopf hat die Oma oft gekocht, wenn es danach ein süßes Hauptgericht geben sollte, Pfannkuchen etwa oder Zwetschgenknödel. Dann war der größte Hunger schon mal weg, und man hatte eine komplette Mahlzeit.

Die Grundlage für den Eintopf ist eine selber gekochte Fleisch- oder Hühnerbrühe, die gibt der Sache Geschmack und Gehalt. Dann muss auch nicht noch extra eine Fleischeinlage dran, das Suppenfleisch vom Kochen der Rindssuppe zum Beispiel hat die Oma immer zu einem Tellerfleisch verwendet, das gab es ein andermal. Ein Rezept für eine gutes Rindersiedfleisch finden sie hier, frieren sie sich die Brühe in 1-Liter-Portionen ein, dann haben sie immer eine Grundlage für eine feine Suppe.

Zutaten

für 4 Portionen:
1 l selbstgekochte Fleischbrühe, 2-3 Möhrchen, 2-3 mittelgrosse Kartoffeln, ein Stück Sellerie oder Petersilienwurzel, 1/4 Kopf Wirsing, 1 Tasse grüne Erbsen (TK), Salz, Pfeffer, ein Schuß Maggi.

Zubereitung

Fleischbrühe zum Sieden bringen, sie soll allerdings nicht sprudelnd kochen, sondern nur sanft wallend simmern. Kartoffeln und Möhrchen schälen und in 2 cm Würfel schneiden, Sellerie oder Petersilienwurzel ebenfalls schälen und winzig klein würfeln. Gemüse in die Brühe geben und ca. 20 Minuten leise köcheln lassen. Wirsing einstweilen in 1 cm Streifchen schneiden, zugeben wenn die Kartoffeln und Möhrchen fast schon gar sind, 5 Minuten mitkochen lassen. Grüne Erbsen erst ganz am Schluss dazutun, die brauchen nur ein, zwei Minuten. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken, zur Abrundung einen Schuß Maggi drangeben. Andere Gewürze braucht man nicht, die Fleischbrühe schmeckt ja selber schon kräftig und bekommt durch das viele Gemüse auch noch mal extra Geschmack.

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Die besten Alkoholfreien – Alternativen nicht nur für Autofahrer

Einleitung

Ich koche gerne mit Wein (Mittelmeerküche) oder auch mal mit Bier (Bairische Spezialitäten), und ich trinke auch zum Essen gern einen guten Tropfen. Aber es muss nicht immer mit Alkohol sein, sei es dass Kinder mitessen, oder sei es dass die Gäste noch Autofahren müssen oder einfach keinen Alkohol trinken möchten.

Das heißt aber nicht, dass man auf den Schuß Wein an der Sauce oder das Glas Bier zum Schweinsbraten verzichten muss! Inzwischen gibt es für fast jeden Geschmack alkoholfreie Alternativen, sowohl zum Kochen als auch als Getränk zum Essen. Ich habe mir inzwischen ein richtiges Gourmet-Sortiment alkoholfreier Getränke zugelegt, da bin ich ein richtiger Feinschmecker und mag wirklich nicht alles, aber es gibt erfreulicherweise auch sehr, sehr gute alkoholfreie Alternativen. Ich schreibe hier mal meine persönliche Hitliste auf, probieren müssen sie selber was ihnen am besten schmeckt,

Aperitiv

Der italienische San Bitter oder Ben’s von San Benedetto ist eine hervorragende Alternative zum Campari, den können sie sowohl pur auf Eis, oder mit Orangensaft als Cocktail reichen. Auch mit (bleifreiem) Sekt aufgegossen ist er ein klasse Drink! Ich kaufe ihn beim Feinkost Spina, da ist er auch sehr preiswert, 6 Fläschchen kosten nur 1,98. Schauen sie mal bei ihrem italienischen Feinkost-Fachhändler, da kriegen sie ihn bestimmt!

Sekt

Ich trinke am liebsten den Rosé Sekt von Light Live, den nehme ich auch sehr gerne zum Kochen, überall da wo ich auch einen Schluck Roséwein oder Proseccco drantun würde. Gut gekühlt ein prickelnder Genuss! Auch der weisse Sekt von Light Live ist sehr gut, und der Hugo ist auch prima. Ich kaufe ihn beim Rewe, es gibt ihn aber auch in anderen Supermärkten.

Wein

Einen guten alkoholfreien Weiss- und Roséwein gibt es von Schloss Sommerau, den gibt es zum Beispiel beim Kaufmarkt. Sowohl zum Kochen als auch zum Trinken sehr zu empfehlen!

Der alkoholfreie Rotwein allerdings schmeckt nur wie Traubensaft, der ist zum Kochen weniger ideal, weil er allzu süßlich-fruchtig ist, da suche ich noch eine gute Alternative.

Bier

Da ist die Auswahl am größten, jeder Getränkefachmarkt führt heute viele Sorten alkoholfreies und leichtes Bier. Ich mag die längst nicht alle, aber ich hab auch meine Lieblingssorten, die verrate ich ihnen jetzt:

Pils

Das beste alkoholfreie Pils ist das Jever Fun, das ist wirklich friesisch herb und ein großartiger Durstlöscher. Nicht ganz so herb, aber auch nach Norddeutscher Art gebraut ist das Becks Blue, auch eine herbe Erfrischung. Ich trinke es gerne mit Zitronenlimo gespritzt als Radler, das ist nicht so süss und schmeckt besonders im Sommer ganz hervorragend erfrischend.

Helles

Beim hellen Bier hab ich noch nicht so ganz das Richtige gefunden, die meisten alkoholfreien Hellen haben einen seltsam süßlichen Nachgeschmack, das mag ich gar nicht. Am ehesten schmeckt mir noch das Clausthaler extra herb, das nehme ich auch wenn ich einen Schweinsbraten mit Biersosse machen möchte. Aber sonst bin ich noch am Probieren, das einzig wahre alkoholfreie Helle habe ich noch nicht gefunden.

Weißbier

Alkoholfreies Weißbier gibt es in reicher Auswahl, und viele davon sind sehr gut. Meine Top-Favoriten sind das Erdinger und das Unertl, auch das Franziskaner ist nicht schlecht. Von Franziskaner gibt es auch witzige alkoholfreie Biercocktails, mit Grapefruit- oder mit Holundergeschmack zum Beispiel, die sind auch ganz pfiffig.

Leichtes Weizen

Halb soviel Alkohol, ganzer Geschmack mit feiner Hefenote, das ist mein Top-Favorit, das leichte Weizen von Unertl. Das ist meine Genuß-Halbe zum Abendessen! Auch das leichte Weizen von Franziskaner schmeckt nicht schlecht, das kommt schon sehr nahe ans „richtige“ Weißbier hin.

Digestiv

Wenn nach einem üppigen Essen der Magen einen kleinen Verdauungshelfer braucht, nehme ich den alkoholfreien Ginger von San Benedetto, auch den gibt es im italienischen Feinkost-Fachhandel. Er schmeckt ganz prima nach Ingwer und Kräutern und tut gut, wenn man ein bißchen zu viel gegessen hat.

Cocktails

Ich habe schon ganz viele Rezepte für alkoholfreie Cocktails eingestellt, schauen sie mal rein in die Kategorie Joschis Cocktailbar, da finden sie für jede Party den alkoholfreien Hit!

Resümée

Niemand muß heute auf ein gutes, passendes Getränk zum Essen oder auf eine Kochzutat verzichten, wenn man keinen Alkohol servieren möchte. Das Hühnchen mit Prosecco gelingt auch mit alkoholfreiem Sekt, an die Saltimbocca kann man genausogut einen Schuß bleifreien Weißwein tun. Probieren sie es aus – es gibt so viele schmackhafte Alternativen!

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Saure Leber – Singles altbairische Delikatesse

Einleitung

Dieses delikate Gericht ist etwas für Liebhaber der traditionellen bairischen Küche und ist auch in einer Einzelportion gut zuzubereiten. Im Original nimmt man Kalbs- oder Spanferkelleber, es schmeckt aber auch mit Hühnerleber hervorragend. Wichtig ist eine gute Fleisch- oder Geflügelbrühe für die Sauce, die sollte schon selbstgekocht sein.

Zutaten

Für 1 Portion: 120 g Kalbs- oder Geflügelleber, 1 El Butter, 1 El neutrales Öl, 1/2 Zwiebel, 1 gestr. Teel Mehl, 1/8 l gute Fleisch- oder Geflügelbrühe, 1 Schuß Weißwein, 1 El. Weinessig, Salz, Pfeffer, 2 El Sahne.

Zubereitung

Leber sauber putzen und in mundgerechte Häppchen schneiden. In Butter und Öl kurz rundherum anbraten, nicht zu lange in der Pfanne lassen, sonst wird die Leber trocken! Leberstückchen aus der Pfanne nehmen. Feingehackte Zwiebel im Bratfett leicht gelblich andünsten, Mehl dazugeben und leicht anrösten, mit Brühe und Wein ablöschen und mit Essig, Salz und Pfeffer würzen. Unter stetem Rühren zu einer cremigen Sauce kochen, bei kleiner Flamme ca. 10 Minuten köcheln lassen, wenn die Sauce zu dick werden sollte etwas Wasser zugeben. Leber wieder in die Pfanne geben und unter Rühren wieder erwärmen, ein paar Minuten in der Sauce ziehen lassen, dann die Sahne einrühren und gleich servieren. Dazu unbedingt Semmelknödel servieren!

Tipp

Semmelknödel macht man als Single auf Vorrat und friert sie einzeln ein, die lassen sich prima im Microwave wieder auftauen. Ein paar Minuten bei mittlerer Stufe, und die schmecken wie frisch gemacht.

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