Archiv der Kategorie: Geflügel

Erdnusshühnchen indonesische Art

Einleitung

Erdnüsse als Zutat kommen in vielen asiatischen Küchen vor, das wahrscheinlich bekannteste Rezept ist Satay mit Erdnusssauce aus Indonesien. Ich habe hierfür schon ein schönes Rezept eingestellt, das ist zwar recht originalgetreu, erfordert aber relativ viele exotische Zutaten, die man nur im Asienladen bekommt. Da aber Erdnüsse an der Sauce sehr lecker schmecken, habe ich hier einmal ein einfacheres Rezept  für Hühnchen mit Erdnusssauce aufgeschrieben, für das man die Zutaten eigentlich in jedem besser sortierten Supermarkt bekommen sollte. Wichtig sind die richtigen Erdnüsse, halten sie Ausschau nach ungesalzenen Nüssen, die gibt es meistens im Regal beim Knabberzeug. Mit gesalzenen Nüssen versalzt man sich das ganze Gericht, ein brauchbarer Ersatz ist Erdnussbutter aus dem Glas.

Zutaten

Für 1 grosse Portion:
120 g Hühnchenbrustfilet,  2 cl Sojasauce, 2-4 Knoblauchzehen, 1 Stück Ingwer, 1 scharfe Chilischote oder auch mehr, wenn man es gern scharf hat. 2 Esslöffel Pflanzenöl, 2 Esslöffel ungesalzene Erdnüsse, 100 ml Kokosmilch, 120 g Broccoli, 1-2 Schalotten oder 1 kleine rote Zwiebel, 2-3 Frühlingszwiebeln, Saft 1/2 Limette, Salz, Pfeffer, 1-2 Teel. brauner Zucker, Sojasauce zum Abschmecken.

Zubereitung

Hühnchen in 1/2 cm breite Streifen schneiden, mit Sojasauce und 1 durchgedrückten Knoblauchzehe marinieren, bis die restlichen Vorbereitungen erledigt sind. Kokosmilch und Erdnüsse im Mixer pürieren. Knoblauch und Ingwer fein würfeln. Chilischote entkernen und in feine Streifen schneiden. Broccoli in mundgerechte Röschen teilen. Zwiebel oder Schalotte und Frühlingszwiebel in dünne Ringe schneiden. 1 Esslöffel Öl in einer großen Pfanne oder im Wok erhitzen, Knoblauch und Ingwer scharf anbraten. Hühnchen zugeben und ein, zwei Minuten scharf anbraten, dann herausnehmen. Zweiten Esslöffel Öl in die Pfanne geben, Zwiebel und Frühlingszwiebel und Broccoli zugeben und zwei, drei Minuten unter stetem Rühren scharf anbraten. Pfanne vom Feuer nehmen, Hühnchenfleisch wieder zugeben. Pürierte Erdnüsse und Kokosmilch, Limettensaft und Gewürze zugeben, abschmecken. Nochmal kurz erhitzen, falls die Sauce zu dick ist noch etwas Kokosmilch unterrühren. Mit Reis servieren.

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Gänsebrust – winterlicher Genuss für zwei

Einleitung

Da man heutzutage nicht so oft so viele Leute an einen Tisch bekommt, dass sich ein ganzer Gänsebraten lohnt, greife ich gerne auf im TK angebotene Gänseteile zurück und bereite ein Festtagsessen für zwei Personen damit zu. Heute machen wir eine Gänsebrust, die gibt es nach Weihnachten oft mal im Angebot für 6-7 € je Kilo. Das reicht locker für zwei mit grossem Hunger, und es bleibt wahrscheinlich noch eine schöne Portion übrig. Macht aber nix, wenn man reichlich Sauce zubereitet, kann man den Rest Fleisch darin aufwärmen, das gibt nochmal ein leckeres Reste-Essen.

Zutaten

Eine Gänsebrust mit Knochen von ca. 1100 Gramm.
Salz, Pfeffer, ordentlich Beifuß oder auch gemischte italienische Kräuter, das schmeckt auch ganz prima!
3/4 l hausgemachte Hühnerbrühe, Fleischbrühe geht auch. 1 Zwiebel oder 3-4 Schalotten. Evtl. ein Bratensaftwürfel (von Knorr, nicht von Maggi)

Zubereitung

Gänsebrust schonend über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Kräutern einreiben. Zwiebel fein hacken und in die Bratrein geben, Gänsebrust darauf setzen und 1 cm hoch Brühe angiessen. Bei 200-220 Grad, insgesamt zweieinhalb Stunden braten. 1 1/2 Std mit Knochenseite nach oben, Fett ausbraten (ca. 1/4 Liter oder mehr) und abgiessen. Das kann eine ganz schöne Menge Fett sein, am Besten man nimmt die Gänsebrust mal kurz heraus und gießt das ausgebratene Fett aus der Bratreine ab, dabei aber aufpassen dass der Bratensatz drinbleibt.
Bratensatz mit etwas Brühe aufrühren. Gänsebrust mit Hautseite nach oben drehen und noch ca. eine Stunde knusprig braten, dabei auf den Bratensatz aufpassen und immer wieder ein bisschen Brühe nachgiessen, damit nix anbrennt. Falls die Haut nicht knusprig werden will, mit kaltem Salzwasser einpinseln und Temperatur auf 225 Grad hochdrehen, aber dann aufpassen dass die Haut nicht zu dunkel wird. Man kann auch den Backofengrill zuschalten, wenn man einen hat.
Wenn die Haut schön knusprig ist, Bratenstück aus der Reine nehmen und warmstellen. Den Bratensatz mit der restlichen Brühe aufrühren, notfalls etwas heisses Wasser zugeben, wenn nötig nochmal entfetten. Evtl. mit einem eingerührten Bratensaftwürfel abrunden, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu rohe Kartoffelknödel, und Blaukraut und Preiselbeeren.

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Hühnchen nach Sechuan Art, zart und würzig

Einleitung

Haben sie sich auch schon gefragt, wie die Chinarestaurants das machen, dass das Hühnchenfleisch so zart auf der Zunge zergeht? Ein einfacher Trick hilft dabei, das geschnetzelte Fleisch wird vor dem Braten im Wok mit etwas Stärkemehl (Mais- oder Kartoffelstärke) oder auch Weizenmehl eingepudert. Und dann wird es wirklich nur kurz durch den heißen Wok (oder die heiße Pfanne) gejagt, gerade eben bis es rundum die rohe Farbe verloren hat und ein bisschen braune Röststellen kriegt. Dann holt man es raus aus der Pfanne, mit einem Schaumlöffel oder einem geschlitzten Pfannenwender, so dass das Fett in der Pfanne drinbleibt, das Fleisch aber rauskommt. Dann stellt man das Hühnchenfleisch beiseite, bis die restliche Zubereitung erledigt ist.

Ich stelle hier eine einfache Version des bekannten Hühnchen Gong Bao vor, einem beliebten Rezept aus der Provinz Sechuan. Eigentlich gehört als typisches Gewürz der rote Sechuan-Pfeffer dran, wenn man den nicht kriegt muss man die nötige Schärfe mit Chilies herbeizaubern, oder auch mit einem Löffelchen Sambal Oelek. Das Rezept ist für 2 Portionen berechnet, läßt sich aber in der doppelten Menge für 4 auch noch gut zubereiten.

Zutaten

für 2 Portionen:
200 Gramm Hähnchenbrustfilet, 1 gestrichener Esslöffel Mehl, 2 Esslöffel neutrales Pflanzenöl oder auch Erdnussöl. 2 Esslöffel geröstete, ungesalzene Erdnüsse, grob gehackt. 1 kleine Zwiebel, 3 Knoblauchzehen, 2 rote oder gelbe Chilischoten (oder mehr, nach Geschmack und Schärfe), 1 Bund Frühlingszwiebeln, 1 kleines Stück Ingwer (nach Geschmack). 1 gestrichener Esslöffel Zucker, 1 Esslöffel Reisessig oder Apfelessig, 2 cl Sojasauce. 1 kleines Glas blumiger Reiswein oder Pflaumenwein. 5-8 Sechuan-Pfefferkörner oder etwas Sambal Oelek.

Zubereitung

Hühnerbrust längs halbieren und quer zur Faser in schmale Streifchen schneiden. Stehen lassen, bis die restlichen Vorbereitungen erledigt sind. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Chilischoten entkernen und in dünne Streifchen schneiden. Frühlingszwiebel putzen und in dünne Ringe schneiden. Ingwer schälen und fein hacken. Sechuan-Pfeffer fein zerstossen.
Dann gehts los: Hühnchen mit Mehl bestäuben und darin wenden, bis es von einer dünnen Schicht bepudert ist. Öl im Wok oder in einer großen beschichteten Pfanne sehr heiß werden lassen, Fleisch darin unter stetigem Wenden anbraten, bis es rundum die rosa Farbe verloren hat, dann aus der Pfanne nehmen. Erdnüsse im verbliebenen Fett anrösten, herausnehmen. Zwiebel und Knoblauch anrösten, aber nicht bräunen, Ingwer und Chilies und Frühlingszwiebel zugeben und unter kräftigem Rühren anbraten. Zucker darüberstreuen und etwas ankaramellisieren lassen. Fleisch und Erdnüsse wieder zugeben, unter kräftigem Rühren nochmal erwärmen. Mit Essig und Reiswein ablöschen, Sojasauce zugeben und mit Sechuan-Pfeffer oder Sambal Oelek gut scharf abschmecken. Auf Reis servieren, sofort zu Tisch geben.

Tipp

Wenn man ein etwas abwechslungsreicheres Gericht mag, kann man statt nur der Frühlingszwiebeln auch gemischte Gemüse verwenden, es eignen sich Broccoli, Paprikaschoten, Pilze, Staudensellerie, Möhrchen, Pak Choi, Maiskölbchen, Sojasprossen und vieles mehr, lassen sie ihrer Fantasie freien Lauf!

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Putenbrust-Braten wie bei Oma (mit viel Soße)

Einleitung

Meine Oma war eine Meisterin der feinen Geflügelbraten, sie brutzelte Enten und Gänse an Festtagen zur Vollendung, und erfreute uns Kinder mit köstlich knusprigen Brathendln und Hühnerteilen. Aber Pute gabs zu Omas Zeiten nur als Schnitzel, oder beim Suma als Riesentrümmer Keulen oder ganze Bruststücke, mit denen freundete sie sich nicht so recht an. Ich mag allerdings Pute, das zarte Fleisch ist kerniger als das vom Hendl, und bei sorgfältiger Zubereitung wird es auch nicht trocken. Das Bayrische Kochbuch sagt zu Putenfleisch: man kann es verwenden wie Kalbfleisch, und das klappt auch in den meisten Fällen. Für dieses Rezept habe ich für ein schönes Stück Putenbrust Omas Rezept für Brathendl mit Sauce und für die Garmethode den Magerbraten aus dem Bayrischen Kochbuch kombiniert, und es ist ganz köstlich geworden. Das Fleisch zart und doch mit leicht kernigem Biss, die Sauce lecker und gehaltvoll. Ein richtiges Sonntagsessen!

Zutaten

Für ca. 4 Portionen:
800-900 Gramm Putenbrust am Stück (ein schönes kompaktes Stück ohne dünne Endchen nehmen), 2 Zwiebeln, 2 El. neutrales Öl, 2-4 Knoblauchzehen, 2 El. scharfer Senf, 1 Teel. Paprika edelsüss, 1/2 Teel Kümmel gemahlen, 1/2 Teel Pfeffer gemahlen, 1/2 gestr. Teel Salz, 1/2 l Geflügel- oder Gemüsebrühe (geht auch Instant). Falls nötig heisses Wasser zum Angiessen der Sauce, ein Schuß Schlagsahne oder Creme fraiche, Salz und Pfeffer. Evtl. ein Bratensaftwürfel.

Zubereitung

Zwiebeln schälen und fein hacken, im Öl sorgfältig gelblich anbraten, das dauert schon ein paar Minuten. Knoblauch durch die Presse drücken, mit Senf und den restlichen Gewürzen vermischen, Fleisch damit gleichmässig bestreichen. Angebratene Zwiebeln mit dem Öl in den Bräter geben, Fleisch darauflegen und bei 180 Grad 1 1/2 Stunden braten. Dabei etwas Brühe angiessen, wenn die Zwiebeln braun werden, und immer wieder mal Brühe nachgiessen und den Bratensatz aufrühren, damit eine schöne appetitliche braune Sauce entsteht. Auch das Fleisch fleissig mit dem Bratensatz bepinseln. Nach der halben Bratzeit das Fleischstück wenden. Falls die Brühe ausgeht und der Bratensatz rotzdem austrocknet, mit heissem Wasser aufgiessen, nicht noch mehr Brühe nehmen, das wird sonst zu salzig. Nach 1 1/2 Std sollte der Braten durch und trotzdem noch saftig sein. Fleischstück aus der Bratrein nehmen und noch ca. 5 Minuten stehen lassen bevor man es anschneidet. In der Zwischenzeit den Bratensatz in einen kleinen Topf umfüllen, falls nötig noch etwas heisses Wasser zugeben. Einige El. Sahne oder Creme fraiche zugeben und einmal aufkochen lassen, mit frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken und nach Bedarf noch leicht salzen. Man kann auch einen Bratensaftwürfel mit aufkochen, dann aber auf das zusätzliche Salz verzichten. Den Braten mit einem scharfen Messer quer zur Faser aufschneiden, damit die Scheiben auch zart werden, ein Elektromesser leistet hier gute Dienste.
Dazu gibt es auf jeden Fall Kartoffelknödel (ich nehme frischen Knödelteig aus der Kühltheke), und eine schöne Schüssel gemischten Salat. In der kalten Jahreszeit empfiehlt sich besonders Omas fruchtiger Wintersalat, der harmoniert ausgezeichnet mit dem milden Putenfleisch! Im Sommer machen sie einen grünen Salat mit ein paar hineingeschnittenen Tomaten dazu, mit frischem Basilikum verfeinert.

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Puteneintopf mit grünen Bohnen und Thymian

Einleitung

Klassisch wäre Kalbfleisch mit den frischen grünen Bohnen, und als Gewürzkraut natürlich Bohnenkraut. Mir ist aber Kalbfleisch zu teuer, und ausserdem kriegt man es hier in der Stadt kaum. Deswegen halte ich es mit dem Bayrischen Kochbuch, da steht: Putenfleisch kann man  zubereiten wie Kalbfleisch. Es sollte nur schön zugeschnitten sein, in ca. 2 cm Würfel, damit es gleichmässig gart und nicht trocken wird. Am Besten kauft man Putenbrust am Stück und schneidet es sich selber schön her.

Frischen Thymian hole ich aus dem Wintergarten, der harmoniert auch wunderbar mit den Bohnen. Falls sie weder frischen Thymian noch frisches Bohnenkraut bekommen, kann man auch notfalls getrocknete Kräuter verwenden, aber das schmeckt lange nicht so fein.

Zutaten

für ca. 4 Portionen: 400 Gramm Putenbrust in 2 cm Würfeln, 2 Esslöffel Butter, 4 Esslöffel Olivenöl, 1 grosse Zwiebel, 3-4 Knoblauchzehen, 400 Gramm frische grüne Bohnen, 4 festkochende Kartoffeln, 1 Esslöffel frische Thymianblättchen (oder Bohnenkraut), 2 Esslöffel Salzgemüse, in 1/4 Liter Wasser aufgelöst, 1 Tasse Schlagsahne, Salz (vorsichtig), Pfeffer aus der Mühle.

Zubereitung

Bohnen putzen und je nach Grösse halbieren oder dritteln. Kartoffeln schälen und in 2 cm Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein hacken, in Butter und Olivenöl langsam schön goldgelb andünsten, nicht bräunen lassen. Putenfleisch zugeben und unter stetem Rühren anbraten, bis es seine rosa Farbe verloren hat. Bohnen und Kartoffeln und Thymian zugeben, mit aufgelöstem Salzgemüse und Schlagsahne angiessen und mit Pfeffer würzen, gut umrühren und nochmal probieren, ob noch Salz notwendig ist. Deckel drauf, bei mittlerer Hitze stetig blubbernd kochen lassen, bis die Bohnen und die Kartoffeln gar sind, das dauert ca. 20-25 Minuten. In der Zeit sollte auch das Putenfleisch gar und schön zart sein. Nochmal mit frischem Pfeffer übermahlen und gleich servieren.

Tipp

Wenn man kein Salzgemüse hat, muss man sich mit etwas gekörnter Brühe oder Suppenwürze (Gefro, Fondor) behelfen, aber dann sparsam verwenden.

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Putenpfanne asiatisch mit Spinat

Einleitung

Ich esse sehr gerne Blattspinat, deswegen erfreut es mich sehr, dass man immer öfter tiefgekühlten Blattspinat als portionierbare TK-Ware bekommt. Ungewürzt, un-ver“feinert“, einfach nur bereits geputzten und blanchierten Blattspinat, den kann man fast wie frischen Spinat verwenden. Ich bereite ihn gerne auf chinesische Art zu, ingwer- und knoblauchgewürzt schmeckt er mir besonders gut, das gibt ein schönes Single-Abendessen.

Zutaten

für 1 grosse Portion:

120-150 Gramm Putenbrust, Sojasauce, Fünfgewürzpulver.

2 Esslöffel. neutrales Öl, 1 Esslöffel Sesamöl, 2-3 Knoblauchzehen, ein walnussgrosses Stück Ingwer, 1/2 Zwiebel, 200 Gramm TK-Blattspinat (ungewürzt), 1/2 Tasse Brühe (geht auch Instant), ein Schuß Tabasco oder Chilisauce.

Zubereitung

Putenbrust in 2 cm Würfel schneiden, mit 2 Esslöffel Sojasauce und 1 Teelöffel Fünfgewürzpulver marinieren, bis die restlichen Vorbereitungen erledigt sind. Knoblauch und Ingwer schälen und in winzige Würfel schneiden, Zwiebel in halbe Ringe schneiden und etwas zerteilen. Neutrales und Sesamöl im Wok oder einer schweren beschichteten Pfanne erhitzen, Knoblauch und Ingwer bei starker Hitze gelb anrösten, nicht bräunen lassen, das schmeckt sonst brenzlig. Fleisch zugeben und unter fleissigem umschaufeln anbraten, bis es seine rohe Farbe verloren hat. Zwiebel zugeben , noch 1-2 Minuten bei starker Hitze weiterbraten. Tiefgefrorenen Spinat und Brühe zugeben, gut umrühren bis der Spinat gerade eben aufgetaut und durchgewärmt ist. Mit Sojasauce und Tabasco oder Chilisauce leicht scharf abschmecken, evtl. noch leicht salzen, aber eigentlich ist die Sojasauce salzig genug. Dazu gibt es Reis, und ein Glas kühles Bier.

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Hühnchenragout in Rahmsauce

Einleitung

Für diese delikate Zubereitung eignen sich bestens die kleinen Hähnchenbrust-Innenfilets, wenn man sie nach dieser Methode zubereitet werden sie garantiert saftig und zart. Die Haupt-Würzzutat für die fein-milde Sauce ist selbst eingelegtes Salzgemüse, wer das nicht hat muss sich mit etwas Suppenwürze (Fondor, Gefro) oder gekörnter Brühe behelfen, das wird nicht ganz so fein, aber immer noch lecker.

Zutaten

Für 3-4 Portionen: 400 g Hähnchenbrust-Innenfilet, 1 Zwiebel, 1 El. Butter, 2 El. mildes Olivenöl, 200 g Schlagsahne, 2 Esslöffel Salzgemüse in 1/2 Tasse Wasser aufgelöst, ein Schuß Weißwein oder Zitronensaft, etwas mildes Paprikapulver, Pfeffer aus der Mühle, Salz (wenig). Evtl. etwas gehackte Petersilie.

Zubereitung

Das Fleisch in 2×2 cm Würfel schneiden. Die Zwiebel fein würfeln, in Butter und Olivenöl gelblich andünsten, aber nicht bräunen. Hähnchenfleisch zugeben und fleißig  umrühren bis es seine rohe Farbe verloren hat. Mit Schlagsahne und aufgelöstem Salzgemüse aufgießen, Weißwein oder Zitronensaft zugeben und mit Pfeffer und Paprika würzen, evtl. noch leicht salzen, das Salzgemüse ist wahrscheinlich schon salzig genug. Noch ca. 10 Minuten bei milder Hitze leicht blubbernd fertiggaren, dabei darauf achten dass die Sauce nicht zu sehr einkocht, notfalls noch etwas heisses Wasser angiessen. Vor dem Servieren frischgehackte Petersilie dazugeben. Dazu gibt es Nudeln oder Spätzle, auch mit Semmelknödeln schmeckt das Ragout hervorragend.

 

 

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Knusprig-würzige Hühnerbeindl

Einleitung

Ich liebe knusprig gegrillte Hähnchenhaut, aber da mir ein ganzes Hendl immer zuviel ist, nehme ich mir gern mal ein Hühnerbeindl mit, das ist die ideale Single-Schlemmerei. Für diese besonders würzige Zubereitung braucht man Salzgemüse, das kann man selber machen oder auch fertig kaufen. Es gibt dem Hendl einen besonders würzigen Geschmack, und die Haut wird ganz ausserordentlich knusprig. Die milde und doch schmackhafte Würzung lieben auch Kinder!

Zutaten

Für 1 Portion;
1 Hühnerbeindl (ganze Hähnchenkeule), 2 Teelöffel Salzgemüse, 1 Esslöffel Butter zum Bestreichen.

Zubereitung

Mit den Fingern die Haut des Hühnerbeindls lockern und vom Fleisch abheben, das geht ganz einfach wenn man mit den Fingerpitzen hineinfährt und behutsam schiebt. Das Salzgemüse unter die Haut geben und gleichmässig verteilen. Butter schmelzen, Hühnerbeindl damit einpinseln. Unter dem Grill von jeder Seite ca. 20-25 Minuten schön resch braun und knusprig grillen, dabei ein paar mal mit der Butter bzw. dem ausgetretenen Bratensaft bepinseln.

Tipp 1:

Servieren sie dazu eine frisch aufgebackene Brezn oder ein Laugenstangerl und eingesalzenen Radi oder Radieserl, und sie haben echtes Wiesn-Hendlbraterei-Feeling!

Tipp 2:

Man kann mehrere Hühnerbeindl auch im Backofen zubereiten, da nimmt man den Rost über einem mit Alufolie ausgelegten Backblech und brät bei ca. 220 Grad. Immer schön Einpinseln nicht vergessen!

 

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Putenmedaillons in Gorgonzola-Sahne

Einleitung

Diese schnelle, feine kleine Leckerei können auch Leute zubereiten, die nicht kochen können, so einfach geht das. Damit das Fleisch auch schön gleichmässig gart und nicht trocken wird, braucht man gleichmässige, quer zur Faser geschnittene Medaillons aus dem Putenbrustfilet. Am besten kauft man das Fleisch am Stück und schneidet es sich selber zurecht, vorgeschnittene Schnitzel und Medaillons sind meistens zu dünn und oft unregelmäßig geschnitten, das wird nichts.

Zutaten

Pro Portion: 2-3 daumendicke Putenmedaillons ( je nach Größe), 2-3 hauchdünne Scheiben Bacon, 1 Esslöffel Kräuterbutter mit Knoblauch, 30 Gramm Gorgonzola, etwas Sahne, Pfeffer aus der Mühle.

Zubereitung

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Eine passende feuerfeste Form dünn mit Kräuterbutter ausstreichen. Die Medaillons in die Baconscheiben einwickeln und nebeneinander in die Form setzen, restliche Kräuterbutter in Flöckchen darüber verteilen. Soviel Sahne zugiessen, dass sie etwa 1 cm hoch in der Form steht. Den Gorgonzola in kleinere Würfel schneiden und in der Sahne und auf den Medaillons verteilen, mit der Pfeffermühle übermahlen. Bei 200 Grad auf mittlerer Schiene ca. 15-20 Minuten garen, dabei dürfen sich etwas braune Rändchen auf Sauce und Fleisch bilden. Sofort servieren, frisches Weißbrot oder auch frischgekochte Bandnudeln dazu servieren.

Tipp

Wenn man keine Kräuterbutter hat, kann man improvisieren: einfach die weiche Butter mit einer durchgepressten Knoblauchzehe und etwas Salz und Pfeffer vermischen, und ein wenig getrockneten Thymian und Oregano zugeben, das schmeckt auch prima.

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Fried Rice alla Italiana – die schnelle, leckere Reispfanne

Einleitung

Ich esse beim Asiaten immer gerne alle möglichen Variationen von Fried Rice, also gebratenem Reis mit vielerlei Gemüse und ein wenig Fleischbeilage. Das ist immer leicht, schmackhaft und bekömmlich, und macht einen ausgesprochen wohlig zufriedenen Magen. Weil ich aber nicht immer alle Zutaten für die asiatische Würzung im Haus habe, habe ich diese Art von Reiszubereitung einmal ganz italienisch abgewandelt, mit frischem Knofi und gutem Olivenöl. Das schmeckt ganz hervorragend und ist ein ideales Single-Abendessen, wenn man mal mit wenig Aufwand eine schmackhafte Mahlzeit zaubern möchte.

Zutaten

2 Tassen körnig gekochter Reis, 2 Esslöffel gutes Olivenöl, 1 Knoblauchzehe, 1/4 Zwiebel, 100-120 Gramm zartes Fleisch: Hähnchen- oder Putenbrust oder auch Schweinefilet.
1 Tasse feingeschnittenes geputztes Gemüse, ich nehme z.B. gern verschiedenfarbige Paprika in Würfeln und Broccoli in kleine Röschen geteilt, Pilze sind auch prima.
1/2 Tasse Fleisch- oder Gemüsebrühe, oder 1 Teelöffel Salzgemüse mit Wasser verrührt, ein Schuß Weißwein, Salz (wenig) , Pfeffer, etwas geriebener Emmentaler oder Parmesan.

Zubereitung

Feingehackten Knoblauch und kleingewürfelte Zwiebel im Olivenöl hellgelb anrösten, aber nicht bräunen. In 2 Zentimeter Würfel geschnittenes Fleisch hinzufügen, unter fleißigem Wenden bei guter Hitze anbraten bis es seine rohe Farbe verloren hat. Das zerkleinerte Gemüse zufügen und ebenfalls einige Minuten anbraten, dabei immer schön umrühren damit nichts anbrennt. Wenn das Gemüse bissfest gegart ist, die Brühe oder das aufgelöste Salzgemüse und den Schuß Weißwein zugeben, gut umrühren. Den Reis dazugeben, Hitze reduzieren und erwärmen, bis der Reis durcherhitzt ist und die Flüssigkeit fast aufgesogen hat. Frischen Pfeffer darübermahlen, kosten ob noch Salz notwendig ist: wahrscheinlich nicht, die Brühe ist ja schon salzig. Mit geriebenem Käse bestreut servieren.

 

 

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