Archiv der Kategorie: Oma’s Küche

Bienenstich, der Lieblingskuchen – eine ganz ausführliche Anleitung

Einleitung

Bienenstich ist der Lieblingskuchen ganz Vieler, keiner wird öfter zum Geburtstag oder anderen Festen gewünscht, keiner ist auf dem Kuchenbüffet schneller weg, keiner wird in der Konditorei öfter bestellt. Die Kombination aus fluffigem Hefeteig, sahniger Vanillecreme und knusprigem Nuß-Topping ist einfach unwiderstehlich und schmeckt sagenhaft gut!
Leider gilt Bienenstich als schwierig und anspruchsvoll in der Zubereitung, so daß sich nur ganz gewiefte Bäckerinnen daran wagen. Zugegeben, man steht schon eine ganze Weile in der Küche, wenn man einen Bienenstich zubereiten möchte, und es sind auch viele Arbeitsschritte zu tun. Aber das Schwierigste daran ist der gute Hefeteig, vor dem haben viele Anfängerinnen Bammel. Mit meiner Schritt-für-Schritt-Anleitung kriegen sie den aber hin, versprochen! Nur viel Zeit müssen sie sich nehmen, am Besten planen sie mal einen halben Tag, an dem sie ungestört in der Küche werken können. Frisch ans Werk, ihr erster Bienenstich gelingt mit dieser Anleitung sicher!

Handwerkszeug

– Ein Handmixer mit Knethaken oder eine entsprechend ausgerüstete Küchenmaschine, es spricht aber auch nichts dagegen, den Hefeteig mit der Hand zu kneten.
– Eine rechteckige Springform oder ein Backrahmen von ca. 30 x 40 cm, oder die Saftpfanne ihres Backofens, in der wird der Bienenstich aber recht flach.
– Ein Backpinsel zum Ausstreichen der Backform mit Butter.
– Ein beschichteter Topf zum Pudding kochen.

Zutaten

für den Hefeteig:
500 g Mehl, 1 Tütchen Trockenbackhefe, gut 1/8 l (evtl. mehr) Milch, 150 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Päckchen Vanillezucker, 100 g Butter, 2 Eier. Zusätzlich etwa 20 g Butter für die Form.

für das Nuss-Topping:
100 ml Schlagsahne, 100 g Butter, 75 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 200 g gehackte oder blättrig gehobelte Nüsse oder Mandeln. Ich nehme gern Walnüsse, dann wirds besonders fein!

für die Vanillecreme:
750 ml Milch, 80 g Stärkemehl und 1 Teel. Vanille-Essenz, 4 gehäufte El. Zucker, 100 g Butter. Statt dem Stärkemehl kann man auch 2 Päckchen Vanillepuddingpulver nehmen, dann aber die Vanille-Essenz weglassen.

Zubereitung

Hefeteig:

Mehl, Zucker, Salz und Hefe gut vermischen. Milch erwärmen, nicht kochen, nur gut handwarm werden lassen und Butter darin schmelzen. Zum Mehl geben und unterrühren, Eier zugeben. Teig ca. 7 Minuten gründlich durchschlagen, bis er sich vom Schüsselrand löst und gut bindet. Falls er zu fest ist noch etwas Milch zugeben, ist er zu flüssig, noch einen Löffel Mehl unterrühren. Schüssel mit einem Tuch abdecken, an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig sein Volumen gut verdoppelt hat, das dauert mindestens eine gute Stunde. Wenn man keinen sehr warmen Ort hat, bei Zimmertemperatur gehts auch, es dauert dann halt länger (In der Zwischenzeit kann man das Topping und die Vanillecreme zubereiten) Jedenfalls muss der Teig gut aufgegangen sein, ehe man ihn weiterverarbeitet.
Kuchenform mit der zerlassenen Butter ausstreichen, den Hefeteig hineingeben und flachdrücken, das sollte einigermassen gleichmässig hoch werden. Mit dem Tuch abdecken und noch einmal gehen lassen, bis der Teig wieder deutlich an Volumen gewonnen hat, das dauert mindestens eine halbe Stunde in einer warmen Küche. Backofen auf 200 Grad vorheizen. Topping (siehe unten) auf dem Teig verteilen, das geht am Besten mit der runden Seite eines Esslöffels. Knapp 18-20 Minuten backen, aufpassen dass das Topping nicht zu dunkel wird! Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Nuss-Topping:

Sahne, Zucker und Vanillezucker und Butter in einem Topf aufkochen, gehackte oder gehobelte Walnüsse unterrühren und unter stetem Rühren noch eine Minute kochen lassen, dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen, gelegentlich umrühren.

Vanillecreme:

Aus der Milch, dem Puddingpulver oder Stärkemehl mit Vanille-Essenz und dem Zucker einen dicken Pudding kochen, etwas abkühlen lassen. Butter im heissen Pudding schmelzen lassen, gut unterrühren.

Fertigstellung:

Kuchen in vier grosse Stücke teilen, diese quer halbieren. Untere Böden zurück in die Springform legen, die (noch warme) Vanillecreme darübergießen und gleichmässig verteilen, mit den Oberseiten bedecken und etwas andrücken. Kalt werden lassen, in Portionsstücke schneiden, entweder gleich servieren oder im Kühlschrank aufbewahren.

Tipp 1:

Bienenstich schmeckt am Besten frisch, er eignet sich aber auch gut zum Einfrieren. Einfach in Portionsstücke schneiden, in Gefrierbeutel stecken und zuclipsen. Bei Zimmertemperatur sind die Stücke in etwa einer Stunde verzehrfertig aufgetaut.

Tipp 2:

Man kann den Hefeteig auch mit Vollkornmehl und/oder Dinkelmehl zubereiten, dann empfehle ich aber die kalte Teigführung, bei der der Teig über Nacht im Kühlschrank ruht. Bei den Zimtschnecken habe ich genau beschrieben wie das geht.

Bienenstich Anschnitt

Bienenstich Anschnitt

Bienenstich gefüllt

Bienenstich gefüllt

Kartoffelnudeln im Ofen gebacken

Einleitung

Kartoffelnudeln werden besonders locker und flaumig, wenn man Topfen an den Teig tut. Ich nehme den 40 %igen, es gelingt aber auch mit Magerquark. Und wenn man sie im Ofen bäckt, braucht man weniger Fett als in der Pfanne.
Ich mach die Hälfte von knapp 400 g Kartoffeln, das sind 2 Portionen (12 Nudeln) als Hauptgericht, was ich nicht gleich esse hält ein paar Tage in einem Tupperschüsserl im Kühlschrank oder wird eingefroren.

Zutaten

für 4 Portionen:
750 g Kartoffeln (mehlig festkochend), 250 g Topfen (Quark), 200 g Mehl, 2 Eier, 1 Teel. Salz, 20 g Butter (zerlassen).

Zubereitung

Die Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen, schälen, pressen und erkalten lassen.
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Kartoffeln mit Salz, Topfen, den Eiern und Mehl rasch zu einem Teig verarbeiten. Nicht zu lange kneten, nur locker vermengen, sonst wird der Teig klebrig!
Aus dem Kartoffelteig 10-12 grosse Nudeln formen und auf Backpapier aufs Blech legen. Mit der zerlassenen Butter bestreichen. Im Backofen ca. 30-40 Min. goldbraun backen.

Dazu Apfel- oder Birnenkompott oder Preiselbeeren und saure Sahne servieren.

Tipp

Schmeckt gut mit Vollkornmehl!

Kartoffelnudeln mit Apfelkompott

Breznknödel – super Beilage zu Saucengerichten

Einleitung

Ich esse recht gerne frische Brezn und Laugenstangerl, aber oft bleiben mir auch welche übrig, weil ich wieder mal zuviel eingekauft habe. Macht aber gar nix, denn dann gibt es leckere Breznknödel! Man kann dafür auch prügeltrockene Reste nehmen, sollte sie aber feinblättrig aufschneiden, das geht mit einem guten Brotsägemesser am Besten. Wenn nämlich die Breznbröckerl zu dick sind weichen sie nicht richtig auf, und der Knödelteig hat harte Bröckerl, die auch beim Kochen nicht weich werden.
Breznknödel gehen prinzipiell genauso wie Semmelknödel, man braucht nur etwas mehr Milch zum Einweichen, und läßt die Zitronenschale weg, weil das Laugengebäck von selber schon gut würzig schmeckt.

Zutaten

250 g trockenes Laugengebäck (Brezn, Semmeln, Laugenstangerl), 1/4 bis 2/3 l Milch, 1 kleine Zwiebel, 2 El Pflanzenöl, Salz, Pfeffer, etwas feingehackte Petersilie oder Schnittlauch, 2 Eier.

Zubereitung

Laugengebäck feinblättrig aufschneiden. Feingehackte Zwiebel in Öl in einer kleinen Pfanne goldbraun rösten, 1/4 l Milch draufgiessen und aufkochen lassen, über die Brotbröckerl giessen und zugedeckt ca. 1/2 Std ziehen lassen, nachschauen ob die Bröckerl auch alle weich werden und notfalls noch etwas warme Milch nachgiessen. Eier zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und feingehackte Kräuter zugeben, gut durchkneten, es soll ein geschmeidiger Knödelteig ohne harte Bröckerl werden. In einem ausreichend grossen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Mit angefeuchteten Händen Knödel formen (ca. 5-6 Stück) und in das kochende Wasser gleiten lassen, auf kleine Flamme zurückschalten und Knödel ca. 20 Minuten leise simmern lassen.

Tipp

Breznknödel kann man (genau wie Semmelknödel) super einfrieren und dann nach Bedarf einzeln in der Mikrowelle auftauen. Fast so gut wie frisch gekocht!

Sauerbraten mit Breznknödel

Sauerbraten mit Breznknödel

Rheinischer Kartoffelkuchen

Einleitung

Ich liebe Reiberdatschi (Kartoffelpuffer), aber ich liebe es weniger sie in Fett herauszubacken. Rheinischer Kartoffelkuchen wird im Backofen zubereitet, das ist nicht so eine Schweinerei und wird trotzdem schön knusprig, und man hat keine Fettschwaden in der Küche. Man sollte aber darauf achten, dass im Backofen keine Krümel drinliegen, die verbrennen sonst, weil der Kuchen recht heiss gebacken wird. Also lieber den Ofen nochmal kurz durchwischen, dann kann nix passieren. Im Original kommt noch Speck hinein, den kann man aber einfach weglassen für ein vegetarisches Gericht. Dazu esse ich Sauerrahm und Preiselbeeren, und Apfelkompott Zero Zucker.

Zutaten

für 1 grosse oder zwei mittlere Portionen:
400 g mehlige Kartoffeln, 1 kleine oder 1/2 grosse Zwiebel, 1 El Mehl, 1 Ei, Salz, Pfeffer, 2 El neutrales Pflanzenöl.

Zubereitung

Kartoffeln und Zwiebel schälen und mittelfein raspeln, das erledigt man am Besten mit der Küchenmaschine. In ein Sieb geben und über einer Schüssel ca 15 Minuten abtropfen lassen, dann ausdrücken und das Wasser abgießen, die abgesetzte Stärke bleibt in der Schüssel. Kartoffeln, Ei, Mehl und Gewürze kräftig unterrühren. Eine ofenfeste Form (Gußeisen ist ideal) mit 1 El Öl ausstreichen, den Kartoffelteig darin verteilen und mit dem zweiten El Öl beträufeln. Die Form soll nicht zu groß sein, der Kartoffelteig soll mindestens zwei Zentimeter hoch darin Platz haben.
Bei 220 Grad auf der untersten Schiene ca. eine knappe Stunde goldbraun backen. Wie lang der Kartoffelkuchen tatsächlich braucht hängt auch sehr von der Form ab, wenn er zu rasch bräunt die Hitze etwas zurückdrehen.

Tipp:

Wenn man eine grosse Bratrein oder ein tiefes Backblech hat, kann man bis zur vierfachen Menge stressfrei machen, das braucht dann bloß im Ofen etwas länger.

Anmerkung

Das gußeiserne Pfanndl hab ich von der Mami geerbt, und die hatte es von der Oma, und die hatte es schon ewig. Das ist bestimmt hundert Jahre alt!

Rheinischer-Kartoffelkuchen im Eisenpfanndl

Rheinischer-Kartoffelkuchen im Eisenpfanndl

Pasta alla Nonna di Malcesine – mit Butter-Zitronen-Sauce

Einleitung

Dies ist eigentlich ein typisch süditalienisches Rezept, aber auch am Gardasee werden Zitronen angebaut, und wir haben im Lokal „Alla Nonna“ in der Altstadt diese wunderbaren Zitronennudeln mit hausgemachten Eiernudeln gegessen. Eine Wucht! Ich hab versucht sie nachzukochen, und es ist recht gut gelungen, ich hab nur etwas Salz dran getan, und das Etwas war zuviel, es braucht gar kein Salz. Die Krabben müssen nicht unbedingt sein, schmecken aber sehr gut zur Zitronensauce. Es sieht leider auf dem Foto sehr unscheinbar aus, schmeckt aber wirklich köstlich.

Zutaten

für 1 Portion:
2 gestrichene El Butter, Saft und abgeriebene Schale 1/2 unbehandelten Zitrone, 1/2 Burrata (ca. 50 g), kein Salz (!), wenig Pfeffer, nach Geschmack eine Handvoll gekochte, geschälte Krabben, frisch geriebener Pecorino oder Parmesan. Spaghetti oder Bandnudeln, oder wenn man mag auch kurze Penne rigate.

Zubereitung

Nudelkochwasser hinstellen. Butter in einem breiten Topf zerlassen, Schale 1/2 Zitrone hineinreiben, leicht pfeffern, Krabben zugeben und unter Rühren ein wenig anwärmen, nicht braten. Platte ausschalten und warm stehen lassen. Nudeln al dente kochen, abgiessen, unter die Krabbensauce rühren und den Burrata sowie den Zitronensaft zugeben, alles gut vermischen. Auf einen Teller geben und mit etwas Parmesan oder Pecorino bestreuen.

Tipp:

Wenn sie eine Nudelmaschine haben, machen sie diese Köstlichkeit mal mit frischen Eierbandnudeln oder Spaghettone. Da lohnt es sich, die Macchina per la Pasta anzuwerfen!

Alla-Nonna-con-Burro-e-Limone

Vanillecreme zum Mitbacken

Einleitung

Diese ebenso einfache wie leckere Vanillecreme eignet sich als Füllung für süsse Stückchen, die mitgebacken wird. Das kann ein Hefeteig oder Mürbteig sein, oder wenns ganz schnell gehen muss auch ein fertiger Blätterteig aus der Tiefkühltruhe. Man kann die Füllung auch prima mit Obst kombinieren, da kann man auch was aus der Dose nehmen, Aprikosen und Pfirsiche zum Beispiel, oder auch Ananas oder Mandarinen. Frisches Obst geht natürlich auch, beispielsweise Äpfel, Kirschen oder Zwetschgen.

Zutaten

für gut 1/2 l Creme: 350 ml Milch, 1 Pck. Vanillepuddingpulver, 1 Pck. Vanillezucker oder 1 Teel. Vanillepulver, 2 El. Honig, 250 g Quark, ich nehme 40%, Magerquark geht aber auch.

Zubereitung

Aus der Milch, dem Puddingpulver, Vanille und dem Honig einen dicken Pudding kochen, zugedeckt abkühlen lassen. Dann gründlich mit dem Quark vermischen und gewünschtes Gebäck damit füllen und backen.

Tipp:

Diese Menge reicht etwa für 6 süße Stückerl aus einem Hefeteig von 250 g Mehl.

Vanillecreme-Taschen

Kirschenmichel – Omas altbairische Delikatesse

Einleitung

Es ist Kirschenzeit! Backen sie für ihre Lieben eine altbairische Delikatesse, einen Kirschenmichel mit frischen Kirschen und herzhaftem Vollkornbrot. Ein Kirschenmichel schmeckt hervorragend als süsses Hauptgericht, bei Oma gabs Vanillesauce dazu, aber auch Schlagsahne oder Vanilleeis passen gut.

Zutaten

für ca. 6 Portionen:
250 g altbackenes Vollkorn-Brot, sehr gut schmecken Vollkornsemmeln oder Fladenbot, da darf auch gern Sesam oder Mohn drauf sein.
300-400 ml warme Milch (je nachdem wie trocken das Brot schon ist)
500 g frische Kirschen
50 g Butter, zerlassen
4 Eier
2 TL Vanillezucker oder 1/2 Teel. Vanillepulver
Zitronenschale oder Citroback
2-3 EL Zucker
l El Zimt

Butter und Semmelbrösel für die Form

Zubereitung

Brot in zwei bis drei Zentimeter Würfel schneiden, mit der warmen Milch übergießen und ca. eine Stunde quellen lassen. Gelegentlich mit einer Gabel umrühren, das Brot soll ganz eingeweicht sein, evtl. noch etwas mehr Milch zugeben. Kirschen waschen und entkernen. Butter bei milder Hitze zerlassen, mit den Eiern und allen Gewürzen unter die Brotmasse rühren. Kirschen unterheben. Eine Bratreine mit reichlich Butter ausstreichen und mit einigen El. Semmelbröseln ausbröseln, dabei sorgfältig arbeiten, sonst brennt der Kirschenmichel an und geht schwer aus der Form. Bei knapp 200 Grad ca. 45 Minuten goldbraun backen, dabei karamellisiert die Oberfläche und wird wunderbar knusprig. Etwas abkühlen lassen, warm servieren.

Kirschen-michel

Rohrnudeln oder Dampfnudeln mit Dinkel-Vollkorn-Mehl

Einleitung

Ich backe seit einiger Zeit immer mehr mit Vollkornmehl, weil ich ja wegen meinem Blutzucker möglichst wenig Weißmehl essen soll. Jetzt hab ich schon ein paar mal Hefeteig mit Vollkornmehl gemacht, und er gelingt mir immer besser. Ich hab heute Zwetschgennudeln nach dem Rezept von meiner Oma gebacken, die sind total lecker geworden.

Zubereitung

Ich hab  statt Weißmehl Dinkel-Vollkornmehl genommen, und damit das gelingt muss man den Teig sehr, sehr lange gehen und quellen lassen. Nur dann werden die Nudeln auch fluffig und lecker!
Ich hab den Teig schon gestern Nachmittag angesetzt, und bis Abends in der relativ kühlen Küche stehen und gehen lassen, dabei hat er sein Volumen gut verdoppelt. Dann hab ich ihn über Nacht in den Kühlschrank gestellt, mit einem Geschirrtuch und einem Deckel zugedeckt damit nix austrocknet.
Heute früh hab ich den Teig aus der Schüssel genommen, in 10 Stücke geschnitten und runde Nudeln geformt. Die hab ich auf der bemehlten Arbeitsfläche mit dem Tuch abgedeckt nochmal eine Stunde gehen lassen. Dann hab ich die Teiglinge mit Zwetschgenmus gefüllt und auf zwei Reindl (Backformen) verteilt, und nochmal eine gute halbe Stunde gehen lassen. Dann hab ich sie bei 200 Grad eine knappe halbe Stunde gebacken. Sie sind sehr, sehr gut geworden! Aussen knusprig, innen locker, mit feinem Buttergeschmack.
Die meisten werde ich einfrieren, dann hab ich was da wenn ich Appetit auf was Süßes zum Kaffee kriege.

Tipp

Man kann aus dem Teig auch prima Vollkorn-Dampfnudeln zubereiten, genau wie in Omas Rezept beschrieben. Die werden endslecker 🙂

Rohrnudeln-oder-Zwetschgennudeln

Gemüsesuppe mit Grießnockerl für Alltags

Einleitung

Obacht! Das ist nix für Puristen, ich verwende Instant-Suppe und denk mir nix dabei. Sooo schlecht ist die auch nicht, kann man schon mal nehmen.

Ich esse sehr gern Gemüsesuppe, hab aber selten die Zeit und die Auswahl an Suppengemüse, die Gemüsebrühe dafür selbst zu kochen. Es gibt aber recht gute Instant-Gemüsesuppen zu kaufen, die von Gefro find ich gut, und auch die von Knorr schmeckt mir. Die von Maggi schmeckt mir zu sehr nach Maggi ;), geht aber notfalls auch.
Noch leckerer wirds allerdings, wenn man wenigstens ein bisschen frisches Gemüse reinschnibbelt, da nehm ich gern die abgepackten Suppengrün (ca. 500 g) das ist meistens recht gut sortiert. Und damit man von so einem Teller Gemüsiges auch satt wird, tu ich gern Grießnockerl in die Suppe. Die gehen wirklich einfach, und wenn man nicht den teuren Nockerlgrieß kauft, sondern einfach ein Packerl Hartweizengrieß, sind sie auch ein sehr preiswertes Vergnügen. Deswegen gibts hier zwei Rezepte, eins für die Suppe und eins für die Nockerl.

Zutaten für die Suppe:

Brühwürfel für 1 Liter Wasser, 1,5 Liter Wasser, eine Packung Suppengrün (ca. 500 g), Salz, Pfeffer, frische Kräuter nach Geschmack: Schnittlauch, Petersilie, etwas Selleriegrün. Ein Stich Butter oder ein Schuß Olivenöl.

Zubereitung der Suppe:

Brühwürfel in kochendem Wasser auflösen. Suppengrün putzen und in Würfel schneiden, wenn man Glück hat sind das: Möhrchen, Sellerie, Petersilienwurzel oder Pastinaken, Lauch, etwas Petersilie und Selleriegrün. Manchmal sinds auch nur Möhrchen, Lauch und Sellerie, muss man halt nehmen was man hat.
Das Gemüse ca. 5 Minuten in der Brühe garen, nicht zu weich werden lassen, es wird ja nachher mit den Grießnockerl nochmal aufgekocht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit einem Stich Butter oder einem Löffel Olivenöl abrunden.

Zutaten für die Grießnockerl

ca. 12 Stück:

25 g Butter, 1 Ei, 75 g Hartweizengrieß, Muskat, Pfeffer, Salz.

Zubereitung der Grießnockerl:

Die Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen. Mit dem Ei schaumig schlagen, würzen, den Grieß unterrühren und eine Viertelstunde bei Zimmertemperatur quellen lassen. Die Gemüsesuppe zum Kochen bringen. Mit einem in die heiße Brühe getauchten Teelöffel Nockerl aus dem Teig stechen und in der Brühe ca. 5 Minuten leise kochend garen lassen, dann die Hitze ganz reduzieren und zugedeckt noch 20 Minuten fertiggaren. Suppe nochmal abschmecken (meistens ist sie schon gut) und mit frischen Kräutern bestreut servieren.

Foto Grießnockerlsuppe

Grießnockerlsuppe

Schlesische Quarkkeulchen/Österreichische Topfennockerl

Einleitung

Ich hab das Schlesische Quarkkeulchen-Rezept von meinem Opa leider nicht aufgeschrieben, aber die Österreichischen Topfennockerl kommen ganz nah hin, das kann man auch nehmen. Ich hab viele Rezepte durchgeschaut und probegekocht, und bin schließlich mit diesem Rezept rausgekommen. Es geht wirklich einfach zu machen, und die Nockerl werden fluffig und locker.

Zutaten

Für ca. 8 grosse Nockerl, etwa 4 Dessert-Portionen:
250 g Quark (ich nehme 40%, Magerquark geht aber auch), 1 Ei, 4 geh. El. Mehl, 4 geh. El. Grieß(Hartweizen), 1/4 Teel. Salz.

Butterbrösel: 3 El Butter, 4 El Semmelbrösel, 1 geh. El brauner Zucker.

Zubereitung

Alle Zutaten zu einem glatten Teig rühren, etwa eine Stunde im Kühlschrank quellen lassen. Einen grossen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Mit einem in das kochende Wasser getauchten Esslöffel Nockerl abstechen und in das siedende Wasser gleiten lassen, Hitze zurückdrehen und Nockerl ca. 15 Min. leise simmern lassen, dabei einmal wenden. In der Zwischenzeit in einer kleinen Pfanne die Butter schmelzen, Brösel zugeben und schön braun rösten. Zucker unterrühren und vom Feuer nehmen. Nockerl mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen, in den Bröseln wenden und gleich servieren. Dazu passt Apfelkompott ganz hervorragend!

Tipp:

Wer Butterbrösel nicht kennt: die Semmelbrösel in der zerlassenen Butter unter stetem Wenden und Umschaufeln rösten, bis sie haselnussbraun sind. Nicht verbrennen lassen, aber beim Rösten auch nicht zu zaghaft sein!

Foto Topfennockerl

Topfennockerl