Einleitung
Zwei Häuser weiter von meinem Eltern Haus gab es eine wunderbare Metzgerei, die schlachteten jeden Montag selber und stellten die köstlichsten Fleisch und Wurstwaren selber her. Ausserdem machten sie für uns Großfamilie immer Sonderpreise, und legten sogar für unsere Hundeln noch was mit drauf.
Die Frau Reindl machte zum Wochenende immer Teĺlersülzerl aus dem kalten Braten, der an der Brotzeit Theke übrig geblieben war. Von ihr hab ich gelernt dass man die Sülz mit ein bißchen Bratensaft anreichert, und nicht vergisst einen Löffel guten Essig dranzutun. Und man sollte nicht versäumen die Brühe für die Sülze gründlich zu entfetten, das schmeckt besser und sieht schöner aus als wenn Fettaugen drauf schwimmen. In einen großen Suppenteller geht ein halber Liter Brühe und etwa 250 g Fleisch, das ist eine Portion für einen sehr hungrigen Erwachsenen. Mit Brot und Radieserl oder Tomaten reicht es auch für zwei.
Zutaten
für einen grossen Teller Sülze:
1/2 l klare Fleischbrühe, 2 El entfetteter Bratensaft, 200 – 300 g kalter Braten, 1-2 El milder Weinessig , 1 hartgekochtes Ei. 1 Essig Gurke oder 4-5 Cornichons. 1 Pck Gelatine.
Zubereitung
Gelatine in etwas kaltem Wasser 10 Minuten einweichen, dann mit der Fleischbrühe, dem Essig und dem Bratensaft bei milder Hitze auflösen. Einen Spiegel in den Teller giessen und im Kühlschrank fest werden lassen. Fleisch in dünnen Scheiben, aufgeschnittene Essig Gurke und in Scheiben geschnittenes Ei appetitlich auflegen, soviel Brühe angießen dass alles knapp bedeckt ist. Wieder fest werden lassen und dann die restliche Brühe darauf giessen, so dass es eine schöne glatte glänzende Oberfläche gibt. Original wie damals am Harthof gibts frische Maurerloabe dazu, das sind kräftig mit Salz und Kümmel gewürzte Vollkornsemmeln. Und dazu ein kühles helles Bier, für Kinder ein Karamalz!













