Spinatspatzen aus Brixen in Südtirol

Einleitung

Dieses Gericht sieht schon so überaus appetitlich aus: die frischgrünen Spatzln in der weißen Sauce, dazu die rosa Schinkenwürfel obendrauf – zum Anbeißen!

Zutaten

4 Portionen:
Spätzle: 400-500 g Mehl, 300 g. gekochter, feingehackter und gut ausgedrückter Spinat, 4 Eier, falls nötig etwas kaltes Wasser, Muskat, Salz, Pfeffer.
Sauce 200 ml Sahne, 100 g Butter, 1 Tasse geriebener Parmesan.
Noch mehr Muskat, Pfeffer und 150 g gek. Schinken, feingewürfelt.

Zubereitung

Aus den angegebenen Zutaten einen Spätzleteig bereiten und portionsweise mit dem Spätzlehobel in kochendes Wasser reiben. Jede Portion einmal aufkochen lassen, dann mit einem Schaumlöffel herausheben und gut abtropfen lassen.
Für die Sauce Sahne und Butter aufkochen, von der Kochstelle nehmen, mutig mit Pfeffer und Muskat würzen und den geriebenen Parmesan unterziehen. Sofort mit den Spätzle mischen, auf vorgewärmte Teller austeilen und auf jede Portion Schinkenwürfelchen geben.

Tipp 1:

Ja, das ist ordentlich viel Butter und Sahne. Aber ich will kein Gemecker hören, ehe Sie es nicht probiert haben! Das schmeckt nämlich umwerfend lecker!

Tipp 2:

Man kann für diesesGericht einwandfrei TK-Spinat verwenden. Entweder bei Zimmertemperatur einige Stunden oder bei höchster Stufe im Microwave ca. 3-4 Minuten auftauen lassen. Dann mit den Eiern vermischen und mal kräftig mit dem Püriertstab durchfahren, am Ende das Mehl zugeben. So werden die Spätzle besonders schön grün und fein!

Grüner Spätzleteig

Brixner Spinatspatzen

Lumumba – was haben wir gerätselt!

Einleitung

Ich glaube, ich hab schon mal erzählt, dass ich und ein paar Schulfreundinnen immer in der Waikiki Bar abgehängt und dem Barkeeper auf den Senkel gegangen sind, weil wir seine Rezepte haben wollten. Das vom Lumumba hat er lange nicht rausgerückt, da war eine geheime Zutat dabei, die er nicht verraten wollte. Schließlich hat er aber doch kapituliert. Hier erstmal die bleifreie Version:

Lumumba Virgen:

4 cl Kirschsirup und 1 cl Mandelsirup in ein Glas geben, mit Eiswürfeln zur Hälfte auffüllen. Dann mit einfachem, billigem H-Kakao aus dem Tetrapack auffüllen und mit Strohhalm servieren.
Der H-Kakao war’s! Der ist nämlich so gut homogenisiert und stabilisiert, dass er nicht gerinnt, und schön süß, wie er für diesen lieblichen Cocktail sein muß.

Tipp:

Falls Sie keinen Mandelsirup bekommen, nehmen Sie 2 Tropfen Bittermandel-Backaroma.

Einen alkoholischen Lumumba macht man so:

2-4 cl einfachen Weinbrand (Mariacron, Chantre) in ein Glas geben, mit Eiswürfeln zur Hälfte auffüllen. Dann mit H-Kakao auffüllen und mit Strohhalm servieren.

HandgeHandgemalte Illustration lumumba

Handgemalte Illustration lumumba

Tipp:

Der Lumumba schmeckt nicht besser, wenn Sie z.B. einen teuren Cognac verwenden, im Gegenteil, da fehlt dann der „Biß“ des einfachen Schnapses. Lumumba ist ein arme-Leute-Cocktail, und was haben wir armen Schülerinnen den gern geschlürft!

Gambas al ajillo (Knoblauchgarnelen)

Einleitung

Gibt es bei mir heute als Single-Festtagsessen!
Die Gambas waren der Hit im Haidhausener Restaurant „El Espanol“ und wurden dort brüllheiß in kleinen irdenen Portionspfännchen serviert. Hat man keine Portionspfännchen, muss man die leckeren Gambas in der grossen Pfanne machen, aber das wird auch ganz prima! Ich nehme übrigens gern die TK-Bio-Garnelen vom Aldi, da ergibt ein Packerl hübsch zwei Portionen, und die schmecken wirklich sehr gut.

Zutaten

für 2 Portionen:
ca. 250 g rohe (!) Riesengarnelen (gefrorene Ware schonend im Kühlschrank auftauen lassen), 4 El gutes Olivenöl, 2- viele Knoblauchzehen (von wirklich frischem Knoblauch kann man auch ganz viel nehmen!).
Saft einer halben Zitrone, etwas abgeriebene Zitronenschale, ein Schuß Weißwein, Salz, Pfeffer. Evtl. etwas feingehackte Petersilie.

Zubereitung

Garnelen mit Küchenkrepp trockentupfen. Sehr fein gewürfelten Knoblauch in einer Pfanne, in der alle Garnelen nebeneinander Platz haben, im heißen Olivenöl eine Minute anbraten. Garnelen zugeben, salzen und pfeffern und auf jeder Seite zwei Minuten braten, bis sie sich schön rot gefärbt haben. Nicht zu lange braten, die werden sonst trocken!
Mit Zitronensaft und einem Schuß Weißwein ablöschen, Zitronenschale und evtl. Petersilie darüberstreuen und sofort servieren.

Dazu gibt es ein frisches Weißbrot, das braucht man zum Auftunken des köstlichen Öls!

Tipp 1:

Man stellt die Gambas in der heißen Pfanne auf den Tisch, damit sie nicht so schnell abkühlen. Und es ist erlaubt, das köstlich aromatisierte Öl direkt aus der Pfanne aufzuditschen!

Tipp 2:

Wenn man es gerne scharf mag, kann man auch ein, zwei feingehackte Peperoni an die Gambas geben, aber erst am Schluß, damit sie nicht verbrennen und bitter werden.

Tipp 3:

Eigentlich sind die Gambas eine klassische Vorspeise und werden nur mit Brot serviert. Wenn man sie als Hauptgericht serviert, paßt dazu ein bunt gemischter Salat, auf italienische Art angemacht, ganz ausgezeichnet.

Italienischer Salat (für Büffet-Nostalgiker)

Einleitung

Diesen Salat gab es früher bei uns zu jedem kalten Büffet! Das Rezept stammt von der überaus begnadeten Köchin Edith, einer guten Freundin der Familie, von der wir ganz, ganz viele unserer Traditionsrezepte übernommen haben. In viele Rezepte für italienischen Salat kommen noch jede Menge Gemüse und Kartoffeln zum Strecken, aber Original Edith ist er mit reichlich guten „fleischigen“ Zutaten. Die Mayonnaise zum Salat wurde natürlich immer selbst gerührt, das sollten Sie unbedingt auch machen, schmeckt viel, viel besser als gekaufte Mayonnaise und ist mit dem Pürierstab im Nu gemacht.

Zutaten

Für 8-10 Portionen:

1 Rezept Mayonnaise wie hier beschrieben, dafür braucht man:
2 Eigelb, 1 Teel. mittelscharfer Senf, 1/4 Teel Salz, 1 Prise Zucker, 1/4 Teel Paprika edelsüß, 1 El. Weinessig, 1 Teel. Zitronensaft, je ein paar Tropfen Tabasco, Worcestersauce und Maggi. 1/4 l gutes neutrales Öl, sehr gut geeignet ist Distelöl.

Ausserdem braucht man: 250 g mageren kalten Braten, 250 g gekochten Schinken, 250 g Mortadella, 250 g gekochte Rinderzunge oder Zungenrotwurst, das alles in nicht zu dünnen Aufschnittscheiben.
4-5 Essiggurkerl, 1 Zwiebel, 1 Tasse gedämpfte grüne Erbsen (TK), 2 gekochte Möhrchen, 250 g gekochte Sellerieknolle, 3-4 mürbe, säuerliche Äpfel (Jonathan oder Boskop), Saft von 1-2 Zitronen, 1-2 Tassen entfettete Fleischbrühe, Salz, Pfeffer.

Zum Garnieren: noch ein paar Essiggurkerl, 1 Zitrone und evtl. 2 hartgekochte Eier.

Zubereitung

Die Fleisch- und Wurstzutaten in 2 cm breite Streifen, diese in 5 mm breite Mini-Streifchen schneiden. Essiggurkerl, Zwiebel, Möhrchen, Sellerie und Äpfel (ungeschält) in ebenso streichholzfeine Streifen schneiden. Erbsen zugeben. Alles mit Zitronensaft und 1 Tasse Fleischbrühe gründlich mischen, sparsam salzen und mutig mit Pfeffer würzen. Ganz am Schluß die Mayonnaise unterheben, falls der Salat nicht geschmeidig genug ist, noch etwas Fleischbrühe zugeben. Einige Stunden oder über Nacht kaltstellen.

Anrichten

Traditionell wird dieser Salat kuppelförmig auf einer Platte angerichtet und mit Gurkenfächern, Zitronenspalten und in Achtel oder Scheiben geschnittenen hartgekochten Eiern hübsch garniert. Dazu gibt es frisches Toastbrot, auch ein Baguette oder ein Ciabatta passen vorzüglich dazu.

Fruchtiger Wintersalat a la Oma

Einleitung

Früher gab es im Winter eigentlich keinen frischen grünen Salat, ausser vielleicht man erwischte noch irgendwo einen Endivien oder einen Feldsalat. Unsere Oma machte aber auch in der kalten Jahreszeit gerne eine große Salatschüssel als Beilage zu vielen Gerichten, und wir Kinder haben den immer gern gegessen, der war nämlich ein wenig lieblich und fruchtig abgeschmeckt.

Zutaten für ca. 6 Portionen

Für das Dressing:

2 El. Apfelessig, 4 El. Kondensmilch, 2-3 El. neutrales Öl (Distelöl schmeckt gut), 1/2 Teel. Salz, 1/2 Teel. Zucker, Pfeffer, etwas Zitronensaft.

Zum Salat:

1/4 Kopf Eisbergsalat, ca. 250 g Chinakohl, 1 Staude Chicoree, 1 Möhrchen, 1 möhrengrosses Stück Sellerie, 1/2 Salatgurke, 1 rote oder gelbe Paprikaschote, 1 mürber Apfel, 4 Mandarinen oder 2 Orangen.

Zubereitung

Zutaten für das Dressing in der Salatschüssel gründlich vermischen. Sellerie und Möhrchen direkt hineinraspeln und gleich umwenden, damit sie sich nicht verfärben. Apfel mit der Schale vom Kernhaus befreien und fein würfeln, Orangen oder Mandarinen schälen und in Spalten teilen und ebenfalls zugeben. Gurke in feine Scheiben dazuhobeln. Paprikaschote in feine Streifen schneiden, Eisbergsalat, Chinakohl und Chicoree ebenfalls in Streifen schneiden und alles gründlich vermischen – fertig ist der feine fruchtige Salat, den auch ihre Kinder lieben werden!

 

 

Weihnachtsessen für zwei mit Gänsekeulen

Einleitung

Da man heute nicht mehr so oft so viele Leute an einen Tisch bringt, daß sich ein ganzer Gänsebraten lohnt, hier mal ein kleiner dimensionierter Weihnachtsbraten für zwei Personen. Die Keulen gibt es paarweise gefroren vor Weihnachten in fast jedem Supermarkt, und wenn man sie sorgfältig zubereitet werden die auch richtig gut.

Zutaten

2 Gänsekeulen (ca 800 Gramm), 2 kleine Zwiebeln, 1/2 l gute Fleischbrühe (Hühnerbrühe ist ideal, es geht aber auch klare Fleischbrühe), Salz, Pfeffer, 2 El. getrockneter Beifuß, 1 Glas milder Rotwein,  2 El. Sahne oder Creme fraiche.

Zubereitung

Die mit Salz, Pfeffer und Beifuß gewürzten Keulchen zuerst mit der Hautseite nach unten in die Bratrein legen, feingehackte Zwiebeln zugeben und bei 170-180 Grad eine dreiviertel Stunde braten. Wenn die Zwiebeln schön angebräunt sind, einen Schöpfer Fleischbrühe zugeben und den Bratensatz damit ablösen. Keulen wenden, mit der Hautseite nach oben eine gute weitere  Stunde braten, dabei wird die Haut schön langsam knusprig. Die Keulen brauchen relativ lange, gute 2 Stunden insgesamt muß man schon rechnen. Nicht mit Sauce begießen, sonst bleibt die Haut weich! Falls der Bratensatz zu sehr einkocht, noch mehr Brühe oder notfalls etwas Wasser zugeben.

Wenn die Keulen so richtig schön braun und rösch gebraten sind, herausnehmen und warmstellen. Den Bratensatz falls nötig entfetten (einfach mit einem Eßlöffel das Fett abschöpfen, das schwimmt eh oben). Mit dem Rotwein und der Sahne aufkochen, dabei die Röststoffe mit dem Backpinsel aufrühren. Falls nötig noch etwas Wasser zugeben. Salzen muß man die Sauce meistens nicht, die Brühe ist schon salzig genug.

Dazu gibts ganz traditionell Kartoffelknödel, Blaukraut und Preiselbeeren.

Tipp:

Wenn man einen schönen säuerlichen, mürben Apfel hat, schälen, halbieren, Kernhaus entfernen und die letzte halbe Stunde mitbraten. Die Apfelhälften werden dann mit Preiselbeerkompott gefüllt und ergeben eine köstliche Beilage.

Gulaschsuppe nach Hammerer-Art

Einleitung

Diese würzige, wohlschmeckende und wärmende Suppe haben wir früher auch schon mal für zwanzig und mehr Leute gekocht, die durfte auf keiner Winterparty fehlen! Es gab sie oft Weihnachten nach der Christmette, oder an Silvester weit nach Mitternacht als „Rausschmeisser“. Wenn man größere Mengen davon zubereiten möchte, sucht man sich ein paar fleißige Helferlein zum Schälen und Schnippeln, zu mehreren machts mehr Spaß und geht flotter voran!

Zutaten

Für ca. 6 Portionen:
250 g durchwachsenes Schweinefleisch (Wammerl, Halsgrat), 250 g Rindsgulasch, 100 g geräuchertes Wammerl, 2 El. Öl, 500 g Zwiebeln, 250 g Möhrchen, 250 g Kartoffeln, 250 g Tomaten (im Winter nimmt man Passati aus der Dose). 2 El. getr. Thymian, 2- viele Knoblauchzehen, 2 Lorbeerblätter, 2 El. Paprika Edelsüß, 1-2 Teel. Paprika Rosen scharf, 1 gute Prise Zucker, abgeriebene Schale 1/2 Zitrone, Salz, Pfeffer. 1/8 – 1/4 l Sauerrahm, Tabasco.

Zubereitung

Wammerl in 1 cm Würfelchen schneiden und in dem Öl ein paar Minuten ausbraten, feingehackte Zwiebeln und Knoblauch zugeben und unter fleißigem Umrühren goldgelb anbraten. Paprikapulver mild und scharf zugeben und ebenfalls ein wenig anbraten.
Fleisch in 2 cm Würfelchen schneiden und zugeben, umrühren und etwas anbraten bis es seine rohe Farbe verloren hat. Möhrchen und Kartoffeln schälen und ebenfalls in 2 cm Würfel schneiden, mit in den Topf geben. 1 Liter kochendes Wasser und die Gewürze zugeben, bei mittlerer Temperatur leicht blubbernd kochen lassen, bis das Fleisch schön mürb geworden ist. Das dauert je nach Fleischqualität schon 2-3 Stunden, also genügend Zeit einplanen!

In die fertige Suppe den Sauerrahm einrühren und nochmal abschmecken, wer es gern schärfer mag kann ordentlich Tabasco drantun. Dazu gibt es einfach ein Stück Brot oder frische Semmeln, und ein kühles Bier schmeckt auch prima zu der würzigen Suppe!

Tipp

Wenn man Dosentomaten nimmt, kann man ruhig die ganze Dose (400 g) Tomaten reintun. Und wenn man die Suppe etwas schärfer mag, kann man sie auch mit Chiliflocken würzen.

Schlesische Mohnsemmel – Nostalgie pur zum Dessert

Einleitung

Diese sehr leckere und sehr gehaltvolle Nachspeise hat bei uns eine lange Familientradtion. Es gab sie immer (!) zu Weihnachten, darauf bestand nicht nur der Opa, aus dessen oberschlesischer Heimat das Rezept stammt. Scheuen Sie nicht vor den darin eingeweichten Semmeln zurück, das macht die Speise nur lockerer und nicht ganz so schwer und schmeckt keinesfalls pampfig oder sonstwie komisch.
Früher gab es in ein paar grossen Kaufhäusern noch Mohnmühlen, in denen man sich den Mohn für dieses Gericht frisch mahlen lassen konnte. Die gibt es leider nicht mehr, aber mittlerweile kann man auch vakuumverpackten gemahlenen Mohn kaufen, der eignet sich prima für dieses Gericht. Achten Sie nur darauf, daß in dem Packerl auch wirklich nur Mohn drin ist, keinesfalls fertig angerührtes Mohn-Back oder Mohn-Fix nehmen, das geht gar nicht! Nur einfach gemahlenen Mohn.

Zutaten

Für ca. 10 Portionen:
250 g gemahlener Mohn, 100 g. geriebene Haselnüsse, 50 g Rosinen (man kann gut Rumrosinen nehmen, wenn keine Kinder mitessen), 3-5 El. Zucker, 1 l Milch, 1 El. Butter.
4-5 altbackene Semmeln.

Zubereitung

Milch mit Zucker und Butter aufkochen, Mohn und Haselnüsse einrühren, nach Geschmack zuckern, vom Feuer ziehen und zugedeckt ausquellen und abkühlen lassen. Semmeln in feine Scheiben schneiden, mit der Mohnmasse in eine passende Schüssel schichten, die oberste Schicht sollte Mohn sein. Einige Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Zum Essen übergießt man sich seine Portion mit nach Geschmack mehr oder weniger gezuckerter Milch, die in einem Kännchen dazu serviert wird. Schleckermäuler nehmen auch gern Vanillesauce dazu!

Die echten Oma-Semmelknödel Grundrezept (Semmelnknödeln)

Einleitung

Also, ich war mir ganz sicher daß ich das Rezept hier schon drin habe. Schließlich mache ich sehr oft Semmelknödel, sie sind einfach eine superleckere Beilage zu allen saucigen Gerichten, sind schnell zubereitet, lassen sich bestens vorbereiten und gelingen immer. Aber anscheinend fehlte das Rezept bislang, deswegen reiche ich es hier schnell nach.

Zutaten

Für 5-6 Knödel:
250 g Knödelbrot, 1 kleine Zwiebel, 2 El. Öl, 1/4 l Milch, 1/4 Teel. Salz, Pfeffer, 2 Eier, 2 El. gehackte Petersilie, abgeriebene Schale 1/2 unbeh. Zitrone.

Zubereitung

Zwiebel klein würfeln und im Öl langsam goldbraun rösten, dabei darauf achten daß die Zwiebelstückchen zwar schön Farbe annehmen, aber nicht verbrennen. Milch daraufgießen und zum Kochen bringen, in einer ausreichend großen Schüssel über das Knödelbrot geben und zugedeckt ca. 1/2 Std. einweichen lassen, dabei einmal wenden. Eier und Gewürze sowie Petersilie zugeben und mit den Händen kräftig durchkneten, bis es eine gleichmässige Masse ohne größere Bröckerl wird. In einem großen Topf ausreichend Wasser zum Kochen bringen, ca. 1 El. Salz hineintun. Aus der Semmelmasse 5-6 Knödel formen (Hände dafür mit kaltem Wasser anfeuchten), in das kochende Wasser geben und Hitze auf kleine Flamme zurückschalten. Knödel in ca. 15-20 Min. garziehen lassen, sie sollen dabei nicht sprudelnd kochen, sondern nur leise simmern.

Tipp 1:

Man sollte weder auf die Petersilie noch auf die Zitronenschale verzichten, denn nur damit schmecken die Knödel so unvergleichlich delikat wie bei Oma.

Tipp 2:

Den Knödelteig kann man auch schon am Tag vorher machen und über Nacht im Kühlschrank aufheben. Das ist sehr praktisch, wenn man die Knödel zu einem großen Braten servieren möchte und mit dem schon alle Hände voll zu tun hat.

Tipp 3 für Singles:

Semmelknödel sind sehr gut Mikrowellen-tauglich. Mach dir die ganze Portion, friere die übriggebliebenen Knödel einzeln in kleinen Gefrierbeuteln ein und taue sie bei Bedarf auf mittlerer Stufe in ca. 5 Minuten im Mikrowave auf. Die leckerste Beilage zu einem Rahmschnitzel! Aber auch prima zu Gemüse mit Sauce, etwa zu Wirsing, Kohlrabi oder Blumenkohl mit Bechamelsauce. Letzteres erfreut auch besonders vegetarische Feinschmecker!

Nudelsalat mit Krabben und Chicoree

Einleitung

Dieses Rezept stammt noch aus vor meiner Zeit, als meine Ma von ihrer Freundin Edith die Raffinessen der feinen Küche lernte. Wir haben noch mehr Edith-Rezepte, und machen sie alle heute noch! Den Nudelsalat gibt es bei mir traditionell an Heiligabend. Das Rezept ist so retro, das ist schon wieder schick. Und ausserdem schmeckt es echt lecker!

Zutaten

Für 6-8 Portionen:
1 Rezept Mayonnaise, dafür braucht man:
2 Eigelb, 1 Teel. mittelscharfer Senf, 1/4 Teel Salz, 1 Prise Zucker, 1/4 Teel Paprika edelsüß, 1 El. Weinessig, 1 Teel. Zitronensaft, je ein paar Tropfen Tabasco, Worcestersauce und Maggi. 1/4 l gutes neutrales Öl, sehr gut geeignet ist Distelöl.
Alle Zutaten in ein hohes, schmales Rührgefäß füllen und mit dem Pürierstab einmal von unten nach oben durchmixen – feddisch!

Zusätzlich braucht man: Saft 1 Zitrone, 2 Stauden Chicoree, in 1/2 cm Streifen geschnitten, 250 g Hörnchennudeln, 250 g gekochte, geschälte Krabben, Salz und Pfeffer.

Zubereitung

Hörnchennudeln al dente kochen, kalt abspülen, etwas abkühlen lassen und mit den übrigen Zutaten mischen. Achtung beim Chicoree: erst mal probieren, der ist nämlich manchmal sehr bitter, dann entsprechend weniger nehmen. Salat mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken, einige Stunden kaltstellen.
Dazu gibt es frischen Toast, und ein Glas Sekt.