Herzlich Willkommen beim Inselfisch-Kochbuch!

Liebe Freundinnen und Freunde meines Online-Kochbuchs,

ich habe in letzter Zeit das Rezept der Woche etwas vernachlässigt, weil es gar nicht so einfach ist, jede Woche etwas Neues und Interessantes zu bringen. Deswegen wird es eine kleine Änderung geben, aus dem Rezept der Woche wird „Das Rezept zur Saison“. Es wird immer zum aktuellen Marktangebot passen und widerspiegeln, welche Lebensmittel gerade frisch und in guter Qualität zu kaufen sind.

Das Rezept zur Saison: Spargelfest für zwei

Jetzt ist Spargelzeit! Und damit man beim Kochen nicht in Hektik kommt und auch alles gelingt, schreibe ich hier mal die Zubereitung eines klassischen Spargelessens ganz genau auf. Ich mache es mir einfach und koche als Sauce eine klassische Bechamel wie sie schon die Oma liebte. Zugegeben, eine Hollandaise ist edler, aber die ist mir zu heikel in der Herstellung, und eine sorgfältig zubereitete Bechamel ist auch eine feine Sache.

Zutaten

Man braucht für 2 Personen:

ca. 750-1000 g Spargel (je nach Appetit), 1 unbehandelte Zitrone, 4-6 neue Kartoffeln (je nach Größe), 2 El. Butter, 1 El. Mehl, 1/4 l Milch, 1/8 l trockener Weißwein, 2 El. Sahne, Salz, Zucker,  Pfeffer, frischgeriebenen Muskat, feingehackten Schnittlauch. Nach Wunsch ca. 200 g guten gekochten Schinken.

Zubereitung

Spargel sorgfältig schälen, das untere (evtl. holzige) Ende abbrechen – der Spargel bricht von selbst an der richtigen Stelle, wenn man das untere Ende behutsam wegknickt. Spargelschalen und – Füße aufheben, in einem Sieb kurz durchwaschen und in einen sehr (!) grossen Topf geben, in dem die Spargelstangen auch liegend Platz haben. Ich verwende meine größte Pfanne, die ist hochwandig genug und hat einen gut schließenden Deckel. Spargelschalen mit Wasser bedecken, die Hälfte der unbehandelten Zitrone in Scheiben schneiden und darauf verteilen. Die Spargelstangen nebeneinander daruflegen, ca. 1/4 Teel Salz und eine gute Prise Zucker darübergeben. Kartoffeln sauber schrubben und in einen gut schließenden Topf knapp mit Wasser bedecken.

Jetzt kommt das richtige Timing: wenn man den Spargel erstmal geschält hat, ist schon die zeitraubendste Arbeit erledigt. Gut eine halbe Stunde vor dem Essen stellt man den Spargeltopf und die Kartoffeln auf den Herd und schaltet beides auf höchste Stufe. Wenn alles sprudelnd kocht, auf halbe Hitze reduzieren und den Küchenwecker auf 25 Minuten stellen. Den Spargel und die Kartoffeln kann man jetzt getrost sich selbst überlassen und widmet sich der Zubereitung der Sauce.

In einem kleineren Topf die Butter zerlassen, das Mehl darin andünsten und mit einem Holzlöffel gründlich umrühren, damit es keine Klümpchen gibt. Die Milch zugeben und unter stetem Rühren dicklich einkochen lassen, das kriegt jetzt ungefähr die Konsistenz von Pudding. Jetzt holt man aus dem Spargeltopf einen kleinen Schöpflöffel voller Spargelkochwasser und rührt ihn unter die Sauce, und läßt das Ganze noch eine Minute kochen. Das wiederholt man ein paar Mal, bis man etwa einen viertel  Liter Spargelwasser unter die Sauce gezogen hat und die Konsistenz schön cremig, aber nicht zu dick ist. Jetzt gibt man den Wein an die Sauce, und den Saft der restlichen halben Zitrone. Man würzt mit frischgemahlenem Pfeffer und Muskat, und (vorsichtig) mit Salz, das Spargelwasser war ja schon salzig. Dann lässt man die Sauce noch unter gelegentlichem Umrühren weiter leise blubbernd kochen, bis der Spargel und die Kartoffeln fertig sind (und der Küchenwecker klingelt) ist auch die Bechamel gut geworden. Jetzt kann man den Spargel vom Feuer nehmen und erstmal die Kartoffeln schälen. In die Sauce vor dem Servieren noch rasch die 2 El. Sahne einrühren, und das Festmahl kann beginnen! Den Schnittlauch (in einem Schälchen) und den Schinken (auf einem Teller) stellt man zur Selbstbedienung auf den Tisch, schön ist es wenn man die Sauce dazu auf einem Stövchen warmstellt, so daß sich jeder nach Bedarf noch heiße Sauce auf den Teller schöpfen kann.

Tipp:

Es sollte schon ein sehr guter Wein sein, mit dem man die Sauce verfeinert, ein Riesling ist sehr gut geeignet, aber auch ein Weißburgunder paßt dazu. Den Rest der Flasche nicht in der Küche stehen lassen!

 

Das Inselfisch-Kochbuch ist jetzt barrierearm

Barrierearm oder barrierefrei heißt hauptsächlich, daß die Seiten auch für Menschen mit Handicap zugänglich sein sollen. Zum Beispiel für Sehgeschädigte, die auf Großschrift oder Sprachausgabe zum Lesen oder Vorlesen angewiesen sind.

Mein Ziel ist es, diese Seiten sowohl für Menschen mit Handicap als auch für Leser ohne Handicap weiterhin interessant, informativ und amüsant zu gestalten. Hundertprozentig barrierefrei kann ich als einzelne Programmiererin  gar nicht erreichen, dafür sind die Anforderungen viel zu hoch. Aber barrierearm und gut strukturiert, das habe ich geschafft, und da bin ich auch stolz drauf.

Ich hatte allerdings auch professionelle Hilfe, und möchte mich an dieser Stelle noch einmal herzlichst beim IT-Team der Stiftung Pfennigparade bedanken. Von ihnen habe ich viele wertvolle Hinweise und Tipps erhalten, die mir den Weg in die Barrierefreiheit erst ermöglicht haben. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei der Interessengemeinschaft sehgeschädigter Computerbenutzer e. V. (iscb.de) für viele hilfreiche Anregungen und Verbesserungsvorschläge sowie für den Einblick in die besonderen Anforderungen sehgeschädigter Besucher.

Es war viel Arbeit, diese Seiten barrierefrei umzugestalten, aber ich denke, die hat sich gelohnt. Wenn ich die speziellen Anforderungen an barrierefreie Webseiten von Anfang an berücksichtigt hätte, wäre es nicht so aufwendig gewesen. Aus den beim Umbau gemachten Erfahrungen kann ich nur jedem Webdesigner empfehlen: Barrierefreiheit von Anfang mit einplanen – dann ist es viel einfacher!

Falls es an manchen Stellen doch noch haken sollte: ich bin immer für Verbesserungsvorschläge offen – bitte das untenstehende Kontaktformular benutzen und mir eine Nachricht zukommen lassen.

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Hier habe ich ein kleines Kontaktformular vorbereitet, mit dem ihr mir direkt eine Kurznachricht schicken könnte, ihr müßt dafür weder eure E-Mail noch euren richtigen Namen eingeben, und den Inhalt der Nachricht bekomme nur ich zu sehen, der ist absolut vertraulich. Traut euch, schreibt mir was!


Viele liebe Grüße an alle,

Evi (auch bekannt als inselfisch)

inselfisch_schneidet_knofi

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inselfisch_bunt

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