Archiv der Kategorie: Echt Bairisch

Die besten Alkoholfreien – Alternativen nicht nur für Autofahrer

Einleitung

Ich koche gerne mit Wein (Mittelmeerküche) oder auch mal mit Bier (Bairische Spezialitäten), und ich trinke auch zum Essen gern einen guten Tropfen. Aber es muss nicht immer mit Alkohol sein, sei es dass Kinder mitessen, oder sei es dass die Gäste noch Autofahren müssen oder einfach keinen Alkohol trinken möchten.

Das heißt aber nicht, dass man auf den Schuß Wein an der Sauce oder das Glas Bier zum Schweinsbraten verzichten muss! Inzwischen gibt es für fast jeden Geschmack alkoholfreie Alternativen, sowohl zum Kochen als auch als Getränk zum Essen. Ich habe mir inzwischen ein richtiges Gourmet-Sortiment alkoholfreier Getränke zugelegt, da bin ich ein richtiger Feinschmecker und mag wirklich nicht alles, aber es gibt erfreulicherweise auch sehr, sehr gute alkoholfreie Alternativen. Ich schreibe hier mal meine persönliche Hitliste auf, probieren müssen sie selber was ihnen am besten schmeckt,

Aperitiv

Der italienische San Bitter oder Ben’s von San Benedetto ist eine hervorragende Alternative zum Campari, den können sie sowohl pur auf Eis, oder mit Orangensaft als Cocktail reichen. Auch mit (bleifreiem) Sekt aufgegossen ist er ein klasse Drink! Ich kaufe ihn beim Feinkost Spina, da ist er auch sehr preiswert, 6 Fläschchen kosten nur 1,98. Schauen sie mal bei ihrem italienischen Feinkost-Fachhändler, da kriegen sie ihn bestimmt!

Sekt

Ich trinke am liebsten den Rosé Sekt von Light Live, den nehme ich auch sehr gerne zum Kochen, überall da wo ich auch einen Schluck Roséwein oder Proseccco drantun würde. Gut gekühlt ein prickelnder Genuss! Auch der weisse Sekt von Light Live ist sehr gut, und der Hugo ist auch prima. Ich kaufe ihn beim Rewe, es gibt ihn aber auch in anderen Supermärkten.

Wein

Einen guten alkoholfreien Weiss- und Roséwein gibt es von Schloss Sommerau, den gibt es zum Beispiel beim Kaufmarkt. Sowohl zum Kochen als auch zum Trinken sehr zu empfehlen!

Der alkoholfreie Rotwein allerdings schmeckt nur wie Traubensaft, der ist zum Kochen weniger ideal, weil er allzu süßlich-fruchtig ist, da suche ich noch eine gute Alternative.

Bier

Da ist die Auswahl am größten, jeder Getränkefachmarkt führt heute viele Sorten alkoholfreies und leichtes Bier. Ich mag die längst nicht alle, aber ich hab auch meine Lieblingssorten, die verrate ich ihnen jetzt:

Pils

Das beste alkoholfreie Pils ist das Jever Fun, das ist wirklich friesisch herb und ein großartiger Durstlöscher. Nicht ganz so herb, aber auch nach Norddeutscher Art gebraut ist das Becks Blue, auch eine herbe Erfrischung. Ich trinke es gerne mit Zitronenlimo gespritzt als Radler, das ist nicht so süss und schmeckt besonders im Sommer ganz hervorragend erfrischend.

Helles

Beim hellen Bier hab ich noch nicht so ganz das Richtige gefunden, die meisten alkoholfreien Hellen haben einen seltsam süßlichen Nachgeschmack, das mag ich gar nicht. Am ehesten schmeckt mir noch das Clausthaler extra herb, das nehme ich auch wenn ich einen Schweinsbraten mit Biersosse machen möchte. Aber sonst bin ich noch am Probieren, das einzig wahre alkoholfreie Helle habe ich noch nicht gefunden.

Weißbier

Alkoholfreies Weißbier gibt es in reicher Auswahl, und viele davon sind sehr gut. Meine Top-Favoriten sind das Erdinger und das Unertl, auch das Franziskaner ist nicht schlecht. Von Franziskaner gibt es auch witzige alkoholfreie Biercocktails, mit Grapefruit- oder mit Holundergeschmack zum Beispiel, die sind auch ganz pfiffig.

Leichtes Weizen

Halb soviel Alkohol, ganzer Geschmack mit feiner Hefenote, das ist mein Top-Favorit, das leichte Weizen von Unertl. Das ist meine Genuß-Halbe zum Abendessen! Auch das leichte Weizen von Franziskaner schmeckt nicht schlecht, das kommt schon sehr nahe ans „richtige“ Weißbier hin.

Digestiv

Wenn nach einem üppigen Essen der Magen einen kleinen Verdauungshelfer braucht, nehme ich den alkoholfreien Ginger von San Benedetto, auch den gibt es im italienischen Feinkost-Fachhandel. Er schmeckt ganz prima nach Ingwer und Kräutern und tut gut, wenn man ein bißchen zu viel gegessen hat.

Cocktails

Ich habe schon ganz viele Rezepte für alkoholfreie Cocktails eingestellt, schauen sie mal rein in die Kategorie Joschis Cocktailbar, da finden sie für jede Party den alkoholfreien Hit!

Resümée

Niemand muß heute auf ein gutes, passendes Getränk zum Essen oder auf eine Kochzutat verzichten, wenn man keinen Alkohol servieren möchte. Das Hühnchen mit Prosecco gelingt auch mit alkoholfreiem Sekt, an die Saltimbocca kann man genausogut einen Schuß bleifreien Weißwein tun. Probieren sie es aus – es gibt so viele schmackhafte Alternativen!

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Saure Leber – Singles altbairische Delikatesse

Einleitung

Dieses delikate Gericht ist etwas für Liebhaber der traditionellen bairischen Küche und ist auch in einer Einzelportion gut zuzubereiten. Im Original nimmt man Kalbs- oder Spanferkelleber, es schmeckt aber auch mit Hühnerleber hervorragend. Wichtig ist eine gute Fleisch- oder Geflügelbrühe für die Sauce, die sollte schon selbstgekocht sein.

Zutaten

Für 1 Portion: 120 g Kalbs- oder Geflügelleber, 1 El Butter, 1 El neutrales Öl, 1/2 Zwiebel, 1 gestr. Teel Mehl, 1/8 l gute Fleisch- oder Geflügelbrühe, 1 Schuß Weißwein, 1 El. Weinessig, Salz, Pfeffer, 2 El Sahne.

Zubereitung

Leber sauber putzen und in mundgerechte Häppchen schneiden. In Butter und Öl kurz rundherum anbraten, nicht zu lange in der Pfanne lassen, sonst wird die Leber trocken! Leberstückchen aus der Pfanne nehmen. Feingehackte Zwiebel im Bratfett leicht gelblich andünsten, Mehl dazugeben und leicht anrösten, mit Brühe und Wein ablöschen und mit Essig, Salz und Pfeffer würzen. Unter stetem Rühren zu einer cremigen Sauce kochen, bei kleiner Flamme ca. 10 Minuten köcheln lassen, wenn die Sauce zu dick werden sollte etwas Wasser zugeben. Leber wieder in die Pfanne geben und unter Rühren wieder erwärmen, ein paar Minuten in der Sauce ziehen lassen, dann die Sahne einrühren und gleich servieren. Dazu unbedingt Semmelknödel servieren!

Tipp

Semmelknödel macht man als Single auf Vorrat und friert sie einzeln ein, die lassen sich prima im Microwave wieder auftauen. Ein paar Minuten bei mittlerer Stufe, und die schmecken wie frisch gemacht.

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Kohlrabigemüse mit Semmelknödel – nicht nur für Vegetarier!

Einleitung

Dieses delikate vegetarische Hauptgericht hat meine Oma immer gekocht, wenn es die zarten Sommerkohlrabi aus dem Garten gab. Man darf sie nicht zu lange auf dem Beet lassen, sonst werden sie holzig und der ganze Charme des frischen Gemüses geht verloren. Die Kohlrabi beim Gemüsehändler oder im Supermarkt sind meistens jung geerntet und durchaus für diese ebenso einfache wie wohlschmeckende Zubereitung geeignet. Achten sie darauf, dass das Kohlrabigrün noch frisch und nicht vertrocknet ist, das wird nämlich mitverwendet!

Zutaten

ca. 4 Portionen:
3-4 kleine zarte Kohlrabi mit Grün, 1/2 l Gemüsebrühe (geht auch Instant), 1 El. Butter, 1 El. Mehl, 1/8 l MIlch, Salz, Pfeffer, Muskat, 2-3 El. Sauerrahm oder Creme fraiche.

1 Rezept Semmelknödel, dafür braucht man: 250 g Knödelbrot, 1 kleine Zwiebel, 2 El. Öl, 1/4 l Milch, 1/4 Teel. Salz, Pfeffer, 2 Eier, 2 El. gehackte Petersilie, abgeriebene Schale 1/2 unbeh. Zitrone.

Zubereitung

Kohlrabi großzügig schälen, in feine Stifte schneiden und in der Gemüsebrühe in ca. 5 Minuten eben gar dünsten, abgiessen (Kochwasser aufheben) und kalt abschrecken. Die zarten Blätter vom Kohlrabigrün fein hacken. Semmelknödelteig zubereiten, die Knödel ins Kochwasser geben bevor man anfängt, die Sauce zuzubereiten.

Butter schmelzen, Mehl zugeben, leicht anrösten und rasch gut umrühren damit es keine Klümpchen gibt. MIt der kalten Milch ablöschen und leise blubbernd zu einer dicken Creme kochen lassen. Mit gut 1/4 l von dem Kochwasser aufgiessen und mindestens 1/4 Std. bei kleiner Flamme köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. Dabei in den letzten 5 Minuten das gehackte Grün mitkochen lassen. Kohlrabistifte wieder zugeben und warm werden lassen. Mit Salz (sparsam), viel Muskat und frischgemahlenem Pfeffer würzen, Sauerrahm oder Creme fraiche unterrühren und mit den frischgekochten Semmelknödeln servieren.

Tipp

Für nicht-Vegetarier kann man dazu auch ein Stückchen kurzgebratenes Fleisch (Schnitzel, Kotlett) oder auch Fleischpflanzerl servieren, das schmeckt sehr lecker zusammen!

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Bayrischer Krautsalat mit Speck

Einleitung

Der Krautsalat paßt zur Grillparty ebensogut wie als Beilage zum sonntäglichen Schweinsbraten. Wenn sie den zarten, schmackhaften Jaroma-Kohl bekommen, verzichten sie auf das Brühen und verwenden sie ihn roh.

Zutaten

ca. 6-8 Portionen:
800-1000 g frisches Weißkraut, 4-6 El. milder Essig, 1/4 l Fleisch- oder Gemüsebrühe (geht auch Instant), Salz, Pfeffer, gemahlener Kümmel, 50 g geräuchertes Wammerl.

Zubereitung

Äussere harte Blätter und Strunk vom Kraut entfernen, in sehr dünne Streifen hobeln. In reichlich kochendes Salzwasser geben, einmal aufkochen lassen und gleich abgiessen, gut abtropfen lassen. Geräuchertes Wammerl sehr klein würfeln und bei mittlerer Hitze knusprig ausbraten, mit dem ausgebratenen Fett zum Kraut geben, Essig, Brühe und Gewürze zugeben und sehr gut mischen. Ein bißchen vorsichtig mit dem Salz, das Wammerl ist schon salzig! Einige Stunden oder über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

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Bairisch gewürzte Halsgrat vom Grill

Einleitung

Aus einem Stück Halsgrat kann man einen hervorragenden Schweinsbraten machen, aber im Sommer schneidet man dann doch lieber schöne Steaks daraus und legt sie auf den Grill. Die Würzmischung ist hier allerdings vom Schweinsbraten entliehen, die schmeckt auch auf den gegrillten Steaks ganz hervorragend!

Zutaten

für 4 Portionen:
4 gleichmässige Scheiben Halsgrat ohne Knochen, 2 El. mittelscharfer Senf, 1 Teel. gerebelter Beifuß, 1 Teel. Paprika edelsüß, 1/2 Teel. gemahlener Kümmel, reichlich frischgemahlener Pfeffer, 1/2 Teel. Salz, 2-4 durchgedrückte Knoblauchzehen.

Evtl. für die Garnitur: 2 Zwiebeln in feine Ringe geschnitten, 1 El. Öl., 4 frische Semmeln.

Zubereitung:

Senf und Gewürze zu einer Paste rühren und die Halsgratscheiben gleichmässig beidseitig damit bestreichen, ein paar Stunden kalttstellen. Bei mittlerer Hitze von jeder Seite ca. 10 Minuten grillen, die Halsgratsteaks sollen aussen schön gebräunt und knusprig werden, bleiben aber innen saftig, weil es ja schön durchwachsenes Fleisch ist.

Tipp:

Ganz hervorragend schmecken die Halsgratscheiben als Steaksemmeln. Dafür grillt man in einer Aluschale die in Ringe geschnittenen Zwiebeln mit dem Öl, sie dürfen ein wenig anbräunen. Dann kommt auf jede aufgeschnittene Semmel ein Steak, darauf eine schöne Portion Zwiebeln, darauf der Semmeldeckel und das ganze aus der Hand gegessen. Köstlich!

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Saure Zipfel – wenn der Grillabend ins Wasser gefallen ist

Einleitung

Saure Zipfel sind eine fränkische Spezialität meiner lieben Freundin Urmi, die man als Alternative zu Rostbratwürstchen vom Grill zubereiten kann, wenn das Wetter am Grillabend nicht mitspielt. Sie schmecken lauwarm am besten, und geben ein hervorragendes kleines Abendessen ab.

Zutaten

2-3 Portionen:
12 kleine fränkische oder Nürnberger Rostbratwürstchen, 1 l Wasser, 1/8 l Weinessig, 10 Pfefferkörner, 5 Wacholderbeeren, 2 Lorbeerblätter, ein paar Nelken, 3-4 Zwiebeln, 1 Teel. Salz.

Zubereitung

Wasser mit Salz und allen Gewürzen aufkochen lassen, die in feine Ringe geschnittenen Zwiebeln zugeben und ein paar Minuten sieden lassen. Hitze reduzieren, Würstchen zugeben und in ca. 10 Minuten garziehen lassen. Man serviert die Würstchen mit etwas vom würzigen Sud und reichlich von den gegarten Zwiebeln, dazu gibt es Bauernbrot.

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Schnittlauchbrot – schlichter Charme der grünen Röllchen

Einleitung

Manchmal liebe ich die ganz einfachen Dinge, und da der Schnittlauch in meinem Wintergärtchen gerade wächst wie verrückt, gibt es bei mir öfter mal ein Schnittlauchbrot zum Abendessen. Da brauche ich keine Wurst und keinen Käse, das schmeckt einfach so. Ich leiste mir allerdings dafür ein besonders gutes Brot, das darf dann schon mal eine Pfister Sonne sein, auch wenn die unverschämt teuer ist.

Zutaten und Zubereitung

Man schneidet ganz viel Schnittlauch in feine Röllchen und gibt sie auf einen Teller. Dann bestreicht man Brotscheiben großzügig mit Butter und stippt die bestrichene Seite so in den Schnittlauch, daß das ganze Brot damit bedeckt ist. Fertig! Hineinbeissen und genießen.

Tipp:

Ein sehr amüsantes Amuse-Gueule (Vorspeisenhäppchen) wird aus dem Schnittlauchbrot, wenn sie es einfach in mundgerechte Häppchen schneiden und gefällig auf einer Platte drapieren. Aber bei sommerlichen Temperaturen nicht lange stehen lassen, damit die Butter nicht schmilzt.

 

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Goaßbratl (Niederbayrische Schweinsbratenvariation mit Kartoffeln)

Einleitung

Wie man einen „normalen“ bayrischen Schweinsbraten mit viel Soß‘ für die Knödel herstellt, habe ich in diesem Rezept beschrieben. Wenn es allerdings die ersten guten neuen Kartoffeln gibt, ist auch diese Variation sehr lecker, bei der die Kartoffeln mit dem Braten zusammen gegart werden. Das gibt dann zwar keine Soße, aber die Kartoffeln werden durch den ausgebratenen Fleischsaft unheimlich schmackhaft! Als Beilage reicht dann ein frischer Salat.

Zutaten:

für ca. 4 Portionen:

1 kg Schweinsbraten mit Schwarte (Schulter oder Wammerl).

Würzpaste: 3-4 El. mittelscharfer Senf, 1/2 Teel Salz, reichlich frischgemahlener Pfeffer, 1 Teel. süsser Paprika, 1 El. gerebelter Beifuß, 1 Teel. gemahlener Kümmel.

ca. 1 kg neue Kartoffeln, nach Geschmack noch etwas ganzer Kümmel, Milch.

Zubereitung:

Aus den angegebenen Zutaten mischt man eine Paste, mit der man den Braten rundherum einreibt, auch die Schwarte. Es schadet nicht, wenn man den „gesalbten“ Braten ein paar Stunden oder auch ein paar Tage (im Kühlschrank) durchziehen läßt.

Backofen auf 220 Grad vorheizen, Braten mit der Schwarte nach unten einlegen und etwas kochendes Wasser angießen, ca. 1/2 Stunde anbraten lassen.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln gut schrubben und mit der Schale in ca. 2,5-cm dicke Scheiben schneiden. Braten aus der Bratrein nehmen, die jetzt weichgewordene Schwarte rautenförmig einschneiden.

Die Kartoffelscheiben nebeneinander in die Bratrein hineinlegen. Wieviele Kartoffeln man braucht, hängt von der Größe der Bratrein ab, sie sollen jedenfalls dicht an dicht nebeneinander liegen. So viel Milch angießen, daß die Kartoffelscheiben gerade eben noch herausschauen, wenn man Kümmmel gern mag noch damit bestreuen. Braten mit der Schwarte nach oben auf die Kartoffeln legen, Bratrein in den Ofen zurückstellen und in ca. 1 1/2 Stunden fertig braten, dabei soll die Milch ganz in die Kartoffeln einziehen, die Kartoffeln goldbraune Rändchen bekommen und die Schwarte des Bratens schön knusprig werden.

Tipp:

Falls die Schwarte schon zu sehr bräunt, die Milch aber noch nicht in die Kartoffeln eingezogen ist, den Braten mit einem Stück Alufolie abdecken.

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Kässpatzen

Einleitung

Meine Großeltern väterlicherseits kamen aus dem Allgäu, und die Oma kochte mindestens einmal die Woche Kässpatzen für alle auf ihrem gusseisernen Holzofen, mit einer großen Pfanne geschmelzten Zwiebeln dabei und einem frischen grünen Salat aus dem Garten. Wir haben Omas Spätzle geliebt, und es gibt sie auch heute noch regelmäßig, wenn wir Geschwister mal zusammenkommen.

Zutaten

Für 4 Portionen:

400 g Mehl, 4 Eier, 1/4 Teel. Salz, 200 g frisch (!) geriebener Allgäuer Emmentaler.
2-3 Zwiebeln, 1 El. Butter, 1 El. Öl.
Feingehackter Schnittlauch, frischgemahlener Pfeffer.

Zubereitung

Aus Mehl, Eiern und Salz einen zähflüssigen Spätzleteig rühren (notfalls etwas Wasser zugeben) und mit einem Holzlöffel durchschlagen bis der Teig Blasen wirft, quellen lassen bis die restlichen Vorbereitungen erledigt sind.

Käse frisch reiben. Zwiebeln schälen und in feine halbe Ringe schneiden, in Butter und Öl langsam goldbraun rösten, warmstellen.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, Spätzleteig portionsweise durch den Spatzenhobel hineingeben und jedesmal aufkochen lassen, bis alle Spätzle oben schwimmen. Mit dem Schaumlöffel herausheben und in eine vorgewärmte feuerfeste Schüssel geben, jede Portion mit reichlich Käse bestreuen. Ganz zum Schluß noch einen halben Schöpflöffel vom Kochwasser über die geschichteten Spätzle geben, das macht sie saftiger. Zwiebeln, die Pfefermühle und feingehackten Schnittlauch zur Selbstbedienung mit auf den Tisch stellen.

Tipp 1:

Zu den Kässpatzen gehört unbedingt ein grüner Salat mit einem einfachen Essig-Öl-Dressing, das macht die doch etwas mächtige Speise bekömmlicher.

Tipp 2:

Machen sie sich die kleine Mühe, kaufen sie den Käse am Stück und reiben sie ihn frisch, der schmilzt so viel schöner als fertig gerieben gekaufter Käse. Und: es darf ruhig ein guter, echter Allgäuer sein, kein Plastikkäse aus dem Supermarkt.

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Klassischer Entenbraten – ein letztes Mal, zum Wintereinbruch

Einleitung

An den letzten kalten Tagen haben wir noch einmal Appetit auf einen richtig schönen grossen Braten, und da bietet sich als klassische Schlemmerei eine ganze Ente an. Die leckeren Vögel gibt es in guter Qualität gefroren zu kaufen, und wenn man ein bißchen nach Sonderangeboten schaut, kann das ein sehr preiswerter Spaß werden. Für mein letztes Entchen von ca. 2 kg habe ich beim Real 6,99 € gezahlt, da kann man echt nicht meckern. Eine Ente von dieser Größe reicht für 3-4 Portionen, wir essen sie zu zweit und freuen uns über die Reste, die kann man nämlich auch aufgewärmt nochmal mit Genuß verzehren.

Zutaten

Für 3-4 Portionen

1 Ente von ca. 2 kg (möglichst mit Innereien), Salz, Pfeffer Thymian und nach Geschmack etwas durchgedrückter Knoblauch, einige Stengel Petersilie. 50 g Speck oder Bacon, 2 Zwiebeln, 1 Möhrchen, jeweils ein kleines Stück Lauch und Sellerie. 3/4 l Hühnerbrühe, 1/2 Glas milder Rotwein, evtl. ein Bratensaftwürfel, wenn man mag ein Schuß Sahne.

Zubereitung

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Ente innen und aussen mit Salz, Pfeffer, Thymian und Knoblauch einreiben, Petersilie in den Bauch stecken und mit der Brust nach unten in eine große Bratrein legen. Zwiebeln, Speck und Gemüse fein würfeln, mit den Innereien um die Ente herum verteilen und ca. 1/4 l heiße Brühe angießen. In den Backofen schieben und etwa 1 1/2 Stunden schön braun braten, dabei immer wieder nach Bedarf etwas heiße Brühe angießen, damit das Saucengemüse nicht verbrennt. Es soll allerdings erstmal schon schön anbräunen, erst Brühe nachgießen wenn die Gemüsewürfelchen schon eine hübsche Röstfarbe haben. Falls die Brühe ausgeht (dann ist der Backofen wahrscheinlich einen Tick zu heiß), einfach mit heißem Wasser angießen.

Nach 1 1/2 Stunden Ente umdrehen und die Brustseite noch schön bräunen lassen. (Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um die Knödel ins Wasser zu tun). Nach insgesamt 2 Stunden Bratzeit die Ente herausheben und etwa 5 Minuten ruhen lassen, bevor man sie tranchiert. Bratensatz mit der restlichen Brühe (oder noch etwas Wasser) und dem Rotwein loskochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und evtl. einen Bratensaftwürfel einrühren und nochmal aufkochen lassen, nach Belieben die Sahne unterziehen.

Dazu gibt es natürlich Kartoffelknödel, und Blaukraut oder einen schönen grünen Salat. Preiselbeeren dürfen auch nicht fehlen!

Tipp:

Die Entenleber (so sie dabei war) kriegt die Köchin, die ist etwa nach 20 Minuten Garzeit durch und wird als kleiner Snack in der Küche verzehrt.

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