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WordPress Stichwortsuche mit Treffer-Highlighting

Habt ihr euch auch schon manchmal gewünscht, WordPress würde die Suchergebnisse irgendwie kennzeichnen – zum Beispiel durch eine farbige Hinterlegung der gefundenen Begriffe? Manchmal ist es nämlich gar nicht so leicht herauszufinden, wo im Text sich der gesuchte Begriff (oder die gesuchten Begriffe) verstecken. Das eine durchaus übliche Sache, und ich hab mir mal ein paar Gedanken zu dem Thema gemacht und mich im Inselfisch-Kochbuch an die Umsetzung gemacht. Dabei ist ein Plugin herausgekommen, das sicher noch ein bisschen Optimierungspotential hat, aber so im Prinzip funktioniert die Sache. Wurde eh schon lang wieder einmal Zeit für ein bisschen Spaß auf der Datenbank!

Die Anforderungen

  • Es sollen ein oder mehrere Suchbegriffe (durch Leerzeichen getrennt) eingegeben werden können.
  • Zuerst sollen alle Rezepte ausgegeben werden, bei denen die gesuchten Begriffe schon im Titel vorkommen. Die Treffer werden farbig hinterlegt.
  • Dann sollen noch alle Rezepte nachfolgen, bei denen die Suchbegriffe im Rezepttext = post content vorkommen, auch hier farbig hinterlegt
  • Durch Klick auf den Rezepttitel soll man direkt zum Rezepttext gelangen.

Wir fangen natürlich mit einem Formular an

Das Plugin fängt mit einem einfachen Eingabefeld an:

/*
Plugin Name: Evis Suche mit Highlighting
Plugin URI: http://localhost/wp_ajax/wp-content/plugins/suche
Description: Eigenes Suchmodul mit Highlighting
Version: 1.0
Author: Evi Leu
Author URI: http://www.evileu.de
*/

//Formular als Shortcode einbinden
 function suche_form(){
     
    echo "<h3>Rezeptsuche mit Highlighting</h3>";
    echo "<p>Mehrere Stichworte mit Leerzeichen trennen</p>";
    
    
    echo "<form action='#' method='post'>";
    echo "<input type='text' size='100' name = 'suchstring' >";
    echo "</form>";
    

Der Inhalt des Textfeldes wird übernommen, wenn der Anwender auf Return drückt. Dann legen wir los:

if (isset($_POST['suchstring'])){
    
    //***ein oder mehrere Leerzeichen im String?
    if (strpos($_POST['suchstring']," ")>0){
        
        $suchsql = "";
        $suchsql_content = "";
        //string am leerzeichen trennen
        $strings = explode(" ",$_POST['suchstring']);
        $anzahl = count($strings);
        $ersterstring = $strings[0];
        for ($i=1; $i < $anzahl; $i++){
            //suchstring für post_title zusammenbauen
            $suchsql = $suchsql." AND post_title like '%".$strings[$i]."%' ";
            //suchstring für post_content zusammenbauen
            $suchsql_content = $suchsql_content." AND post_content like '%".$strings[$i]."%' ";
        }    
    }
    //***kein Leerzeichen im String
    else{$ersterstring = $_POST['suchstring'];
        
    }

Was hab ich gemacht? Wenn ein oder mehrere Leerzeichen im Suchstring vorhanden sind, zerlege ich den String mit explode() in ein Array. Dann baue ich mir aus allen vorkommenden Einzelstrings ein SQL-Snippet zusammen, eins für die Abfrage des post_title und eins für die Abfrage des post_content. Man kann die AND-Klauseln einfach hintereinanderhängen, es sollen ja alle Suchstrings gefunden werden. Groß/Kleinschreibung ist egal, der MySQL-Like ist nicht case sensitive. Wenn kein Leerzeichen im Suchbegriff vorkommt, übernehme ich ihn im Ganzen.

Die erste Abfrage geht auf den Titel

Mit dem zusammengebauten SQL-Snippet von oben starte ich die erste Abfrage: Dann gebe ich erstmal aus, wieviele Rezepte mit den Suchbegriffen im Titel gefunden wurden.

global $wpdb; 

    
    /******Suchstring im Titel?****/
    $alleposts = $wpdb->get_results( "SELECT * from ".$wpdb->prefix."posts 
where post_title like '%".$ersterstring."%' ".$suchsql."
    and post_type like 'post' and post_status like 'publish' order by post_title");
    
    $gefunden = $wpdb->num_rows;
    if ($gefunden == 1){
        
        echo $gefunden." Rezept mit ".$_POST['suchstring']." im Titel:";
    }
    if ($gefunden > 1){
        
        echo $gefunden." Rezepte mit ".$_POST['suchstring']." im Titel:";
    }

Dann klappere ich mit einem foreach alle Ergebnisse des ersten Selects ab und mache mit PHP ein paar Ersetzungen für das Highlighting der Suchbegriffe. Dafür benutze ich den str_ireplace, der ist nicht case sensitive. Dabei geht der erste Suchebegriff extra, für alle weiteren steppe ich mit der for-Anweisung durch unser Array von oben.

foreach($alleposts as $einpost){
        
        
        //**** ersten Suchstring im Titel highlighten
        $replace = '<span style="background-color: #FF0;">' . $ersterstring. '</span>'; // create replacement
        $content = str_ireplace( $ersterstring, $replace, $einpost->post_title );
        //***** ersten Suchstring im content highlighten
        $rezepttext = str_ireplace( $ersterstring, $replace, $einpost->post_content );
        
        //****alle weiteren Suchstrings highlighten
        for ($j=1; $j<$anzahl;$j++){
            
            $replace = '<span style="background-color: #FF0;">' . $strings[$j]. '</span>'; // create replacement
            $content = str_ireplace( $strings[$j], $replace, $content );
            $rezepttext = str_ireplace( $strings[$j], $replace, $rezepttext );
        }
        //als Accordeon ausgeben
        echo "<details><summary>".$content."</summary>";
        echo $rezepttext."</details>";
        echo "<hr>";
            
    }

Ganz am Ende benutze ich eine HTML5-Syntax für die Ausgabe des Rezepttitels als anklickbares Detail/Summary Element, auch Accordeon genannt. Das sieht dann so aus:

accordeon

accordeon

Wenn man auf das Dreieckssymbol klickt, wird der Rezepttext eingeblendet — mit Highlighting:

schweinefilet_highlighted

schweinefilet_highlighted

Das funktioniert auch mit mehreren Stichworten (es können beliebig viele sein), ich hab hier mal „butter tomate“ eingegeben:

butter_tomate

butter_tomate

Und jetzt das ganz nochmal auf den Content:

Der SQL ist nur minimal verändert und geht jetzt auf den post_content, das Highlighting funktioniert genauso wie oben, auch die Ausgabe als Accordeon:

//*******Suchstring im Content */
    
    $alleposts = $wpdb->get_results( "SELECT * from ".$wpdb->prefix."posts where 
         post_content like '%".$ersterstring."%' ".$suchsql_content." 
    and post_type like 'post' and post_status like 'publish' order by post_title");
    
    foreach($alleposts as $einpost){
        
        //**** ersten Suchstring highlighten
        $replace = '<span style="background-color: #FF0;">' . $ersterstring. '</span>'; // create replacement
        $rezepttext = str_ireplace( $ersterstring, $replace, $einpost->post_content );
        
        //****alle weiteren Suchstrings highlighten
        for ($j=1; $j<$anzahl;$j++){
            
            $replace = '<span style="background-color: #FF0;">' . $strings[$j]. '</span>'; // create replacement
            $rezepttext = str_ireplace( $strings[$j], $replace, $rezepttext );
        }
        //als Accordeon ausgeben
        echo "<details><summary>".$einpost->post_title."</summary>";
        echo $rezepttext."</details>";
        echo "<hr>";
        //}
        
    }

Das wars schon! Jetzt könnte man höchstens noch anmeckern, dass manche Rezepte zweimal auftauchen, weil sie einmal mit der Suche im Titel und ein zweites Mal mit der Suche im Content gefunden wurden, aber auch dafür sollte es eine Lösung  geben, das ist Feintuning.

Viel Spaß beim Nachbauen! Hier noch ein Beispiel, dass es auch mit mehreren Stichworten funktioniert, ich habe „butter tomate olivenöl hackfleisch knoblauch“ eingegeben:

5_suchworte

5_suchworte

Bemerkung nach Testbetrieb: immer diese Umlauts

Darauf bin ich erst später gekommen: der MySQL-Like ignoriert in der Kollation utf8_general_ci die deutschen Umlaute. So wird zum Beispiel zum Stichwort „huhn“ auch „hühnchen“ gefunden, da ü wird als u behandelt. Das wäre ja soweit noch nicht weiter tragisch, aber der PHP str_ireplace() macht sehr wohl einen Unterschied zwischen Umlauten und aeoui, da fällt das Highlighting auf die Nase… na ja, ich finde das jetzt nicht wirklich schlimm, es ist halt ein kleines Manko. Deswegen jetzt mit der Datenbankkollation rumzuexperimentieren erspare ich mir, das wäre mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Doppelt vorkommende Rezepte ausblenden

Bislang kamen Rezepte, die sowohl im Titel als auch im Content die eingegebenen Begriffe enthielten, doppelt vor. Das läßt sich relativ einfach unterbinden, ich merke mir einfach in einem Array, welche Rezept-IDs bei der Stichwortsuche im Titel schon gefunden wurden, und baue daraus einen String für eine not-in-Klausel. Dafür kommt noch folgender Code nach dem ersten SQL rein:

//merken, welche post ids schon gefunden wurden
    $merken = array();
    
    //Falls ein oder mehrere Rezepte gefunden wurden, IDs merken
    if ($gefunden>0){
        
            $k=0;
            foreach ($alleposts as $einpost){
            $merken[$k] = $einpost->ID;
            $k=$k+1;
            }
        }else{
            //Falls kein Rezept gefunden wurde, Dummy Eintrag mit ID 0
            $gemerkt = "(0)";
            }
    
    //Klammer für den not in aufbauen
    $gemerkt = "(";
    for ($l=0; $l < $gefunden; $l++){
   
    $gemerkt = $gemerkt.$merken[$l].", ";
    
    }
    //Klammer für den "not in" mit Dummy-Eintrag 0 abschliessen
    $gemerkt = $gemerkt."0)";

Den Dummy-Eintrag mit der 0 brauchts, damit der „not in“ nicht auf eine leere Klammer rennt und gar nichts ausgibt. Mit dem jetzt in der Variable $gemerkt gespeicherten String mit den IDs gehe ich in den zweiten SQL, der im Content sucht, und füge noch eine „not in“-Klausel  hinzu:

$alleposts = $wpdb->get_results( "SELECT * from ".$wpdb->prefix."posts where 
         post_content like '%".$ersterstring."%' ".$suchsql_content." 
    and post_type like 'post' and post_status like 'publish' 
and ID not in ".$gemerkt." order by post_title");

Das filtert alle Rezepte heraus, die bereits in der ersten SQL-Abfrage gefunden wurden.

 

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HTML5 Datalist Value – ganz so einfach ist es nicht

Eigentlich gibt es in HTML ja die Option, einem Dropdownfeld zusätzlich zur Bezeichnung einen Value mitzugeben, der dann bei der Auswahl weitergegeben wird. In meinem Fall wäre die Bezeichnung der Titel des Rezeptes, und der Value die ID aus der Datenbank. Das würde dann etwa so aussehen:

...
<option value = '345'>Dampfnudeln wie bei Oma</option>"
...

Sobald der Benutzer den Eintrag Dampfnudeln ausgewählt und auf Return gedrückt hat, wird der Wert 345 übergeben – sollte zumindest. Diese Option funktioniert aber bei einer Datalist browserabhängig ganz unterschiedlich, wäre ja zu einfach.

In Chrome

…kriege ich die numerischen IDs in der Auswahlliste mit angezeigt, das ist nicht besonders schön, funktioniert aber wenigstens.

chrome_value

chrome_value

Es wird auch richtig bei der Auswahl die ID weitergegeben.

In Firefox Quantum

wird der Value-Wert einfach ignoriert, ich bekomme nur die Titel angezeigt und bei der Auswahl ausgegeben.

firefox_value

firefox_value

Im Internet Explorer 10

wirds besonders g’schmackig, da kann man gar nicht mehr nach dem Titel auswählen, der Autocomplete funktioniert erst wieder, wenn ich den Option Value ganz herausnehme.

Was nun? Ich mach mal kurzen Prozeß

Bevor ich mir hier für die unterschiedlichen Varianten der einzelnen Browserausgaben einen Wolf programmiere, verzichte ich ganz auf die Übergabe der ID und suche meine Rezepte schlicht nach dem Titel aus der Datenbank. Das kann ich mir erlauben, weil a) ich nur ein-eindeutige Titel habe und b) die Schreibweise aus dem Dropdownfeld identisch ist mit der Schreibweise in der wp_posts. Falls der User dann noch zusätzliche Zeichen eingibt (woran ihn nieman hindert) wird halt kein Rezept gefunden, aber damit kann ich leben. Um c) auszuschliessen, dass Revisions oder attachments mit reinrutschen, erweitere ich meinen Select einfach um post_type like ‚post‘ and post_status like ‚publish‘, aber das reicht dann.

Das Ganze klemme ich in eine if(isset($_POST)…Abfrage und packe es in den Shortcode für das Formular mit rein, das sieht dann so aus:

//*********Formular als Shortcode einbinden
 function asuche(){ 
    echo "<form action='#' method='post'>";
    echo "<input type = 'text' name = 'ausgesucht' size = '100' id = 'textfeld' autocomplete = 'off' onkeyup = 'myFunction(this.value);' list = 'suchliste'>";
    
    echo "<datalist id='suchliste'>";
    echo "<div id = 'liste'>";
    echo "</div>";    
    echo "</datalist>";
    echo "</form>";
     if (isset($_POST['ausgesucht'])){
             
    /*********Action*/     
    global $wpdb;
    $alleposts = $wpdb->get_results( "SELECT * from ".$wpdb->prefix."posts 
where post_title like '".$_POST['ausgesucht']."'
 and post_status like 'publish' and post_type like 'post'");
    foreach($alleposts as $einpost){
        
        echo "<h1>".$einpost->post_title."</h1>";
        echo $einpost->post_content;
    }
    /*********End Action*/
    }    
    
 }
 add_shortcode('asuche', 'asuche');

Damit wird folgende Funktionalität realisiert: der User kann aus der Autocomplete-Liste einen Eintrag auswählen und mit Return in das Textfeld übernehmen. Bei nochmaligem Drücken von Return wird der komplette Text des ausgewählten Rezeptes angezeigt. Das ist mir schön genug, und eingängig in der Bedienung.

Nur der Internet-Explorer macht noch Zicken, der schlägt beharrlich nur Rezepte vor, die mit dem eingegebenen Suchbegriff anfangen, nicht alle in denen der Begriff irgendwo im Titeltext vorkommt. Sei es drum, in Chrome und Firefox funktioniert es jedenfalls wie beabsichtigt.

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WordPress AJAX Autocomplete für Minimalisten

Ich bin ja bekanntermassen ziemlich hartnäckig, und obwohl ich die Lösung für das Autocomplete-Feld von David Nash toll finde, hats mir doch keine Ruhe gelassen. Das muss doch noch ein bisschen einfacher gehen, dachte ich mir und hab den Codex durchforstet. Zum Thema Using Ajax in Plugins bin ich fündig geworden, da stand doch ein (Codex-unüblich nachvollziehbares) Beispiel drin, über das habe ich mich hergemacht. Das Javascript für den Ajax-Call wird hier nicht als externes Script enqueued, sondern in die Plugin-Datei integriert. Ist aber nicht schlimm, das Script ist nämlich sehr überschaubar – aber jetzt mal der Reihe nach.

Die Vorgabe

Ich möchte gern ein Textfeld, in das ich Suchbegriffe eingeben kann, und das soll mir dann aus der Datenbank alle Post Titles ausgeben, in denen der Suchbegriff vorkommt. Das soll etwa so aussehen:

schoko

schoko

Wir basteln uns ein Plugin

Natürlich brauchen wir dazu wieder ein Formular, und ich werde auch wieder die HTML5-Datalist verwenden. Wir packen das Ganze in ein Plugin, damit wir vom Theme unabhängig sind, und tun Formular und Javascript in einen Shortcode, damit wir das ganze in einem beliebigen Beitrag oder auf einer beliebigen Seite auch ausgeben können.

Zuerst mal nur das Plugin ohne JScript und Ajax-Funktion:

<?php
/*
Plugin Name: WordPressAjax Testplugin
Plugin URI: http://localhost/wp_ajax/wp-content/plugins/wp-ajax
Description: Zum Testen von Ajax mit WordPress
Version: 1.0
Author: Evi Leu
Author URI: http://www.evileu.de
*/


/*************************************************************/
//*********Formular als Shortcode einbinden
 function asuche(){
    
    echo "<input type = 'text' id = 'textfeld' autocomplete = 'off'
 onkeyup = 'myFunction(this.value);' list = 'suchliste'>";
    
    echo "<datalist id='suchliste'>";
    echo "<div id = 'liste'>";
    echo "</div>";    
    echo "</datalist>";
    
 }
 add_shortcode('asuche', 'asuche');

Ich hab hier schon mal den Funktionsaufruf bei onkeyup mit drin, der kriegt als Parameter den Inhalt des Textfeldes mit, Script kommt gleich. Die Verbindung vom Textfeld zur Datalist geht über die id suchliste. Autocomplete = ‚off‘ damit der Browser nicht reinpfuscht. In der Datalist hab ich eine weitere Div mit der id liste angelegt, in die schreibt nachher mein Ajax-Call seine Rückgabewerte.

Das integrierte Javascript

Wie gesagt, das Scripterl ist so kurz, dass man es nicht in eine externe Datei auslagern muss, wir nehmen es in die Funktion asuche mit rein, das sieht dann so aus:

function asuche(){ ?>
     
    <script>
        function myFunction(wert){
              
        var aktwert = wert;
        var data = {
            'action': 'my_action',
            'whatever': aktwert
            
        };

        // since 2.8 ajaxurl is always defined in the admin header and points to admin-ajax.php
        // wir sind aber nicht auf den Admin-Pages, deswegen der volle Pfad
        jQuery.post('http://localhost/wp_ajax/wp-admin/admin-ajax.php', data, function(response) {
        //    jQuery.post(ajaxurl, data, function(response) {
            
            document.getElementById("liste").innerHTML = response;
            
        });
        } //*********************End myFunction
        
    </script>
    <?php
...

Was passiert hier? Zuerstmal wird der als Parameter übergebene Wert des Textfeldes auf die Variable aktwert gelegt, diese kommt in die data-Parameter des Ajaxcalls mit rein. Der erste Parameter mit dem ‚action‘ definiert, welche Funktion nachher aufgerufen werden soll, die kommt gleich im Anschluss. Mit dem JQuery.post(…) wird die Anfrage an den admin-ajax.php weitergeleitet und die response definiert. Die macht nichts anderes als die Div mit der id liste mit dem Rückgabewert der aufgerufenen Funktion zu belegen, konkret füllt sie die Options-Liste unserer Datalist.

Was weniger schön ist: die Url zur admin-ajax.php steht hier noch als langer Rattenschwanz mit drin, das könnte man sicher schöner lösen. Wenn man zum Beispiel das JQuery-Script auslagern und per enqueue laden würde, könnte man mit wp_localize_script den Pfad als Variable mitgeben – aber das sind jetzt schon Feinheiten.

Damit der Funktionsaufruf klappt: Add Action

Ich habs zweimal drin, sowohl für die Admin-Ansicht als auch für nicht eingeloggte User:

add_action( 'wp_ajax_my_action', 'my_action' );
add_action( 'wp_ajax_nopriv_my_action', 'my_action' );

Jetzt fehlt uns noch die tatsächliche Funktion, die den Übergebenen Parameter aktwert entgegennimmt und und die passenden  Werte aus der Datenbank abruft.

Die PHP-Funktion

Da wir uns im Kontext von WordPress bewegen, brauchen wir keinen externen Datenbankzugriff mit mysqli oder PDO, sondern können wie gewohnt mit dem $wpdb-Objekt arbeiten. Die Funktion sieht so aus:

function my_action() {
    global $wpdb; 

    $whatever = $_POST['whatever'];
    
    /**********************************************/
    $alleposts = $wpdb->get_results( "SELECT * from ".$wpdb->prefix."posts 
where post_title like '%".$whatever."%' 
    and post_type like 'post' and post_status like 'publish'");
    foreach($alleposts as $einpost){
        
        echo "<option>".$einpost->post_title."</option>";
}
    /**********************************************/
    
    
    wp_die(); // this is required to terminate immediately and return a proper response
} //**********End function my_action

Unsere übergebene Variable whatever wird nicht anders verarbeitet, als ob sie aus einem Formular direkt käme, dafür sorgt der Call mit dem jQuery.post(…). Der Rest ist wirklich simpel, ich suche mir aus der Tabelle wp_posts alle Einträge, die unseren Suchbegriff matchen, gebe die gefundenen Post Titel mit der Foreach-Schleife aus und klebe noch die Option-Tags für unsere Datalist dran. Fertig ist unser Autocomplete-Feld!

suchwort_back

suchwort_back

Nachtrag: JS ausgelagert und Pfad übergeben

Wie ich oben schon angemerkt habe, ist es nicht so ideal dass im Javascript der volle Pfad zur admin-ajax.php steht. Das geht auch besser. Das Script kommt aus der Plugin-Datei raus, ich nenne es mal wp_ajax.js, und es sieht so aus:

function myFunction(wert){
                
        var aktwert = wert;
        var data = {
            'action': 'my_action',
            'whatever': aktwert
            };

        // der volle Pfad zur admin-ajax.php liegt auf my_ajaxurl
        jQuery.post(my_ajaxurl, data, function(response) {
                    
            document.getElementById("liste").innerHTML = response;
            
        });
        } //*********************End myFunction

Die Variable my_ajaxurl kriegt ihren Wert über wp_localize_script, das geht in einem Aufwasch mit dem Einbinden der externen Javascript-Datei, dazu stellt man folgenden Code an den Anfang des Plugins:

/*********Externes Script einbinden und Pfad zur admin-ajax.php übergeben*/
function mysite_js() {
      
    wp_enqueue_script('mysite-js', plugins_url().'/wp_ajax/wp_ajax.js', array('jquery'), false, false);
    
    wp_localize_script( 'mysite-js', 'my_ajaxurl', admin_url( 'admin-ajax.php' ) );
 
   }
add_action('wp_enqueue_scripts', 'mysite_js');

Dann kann das JS aus der Plugindatei raus, das sorgt für mehr Übersicht und ist wesentlich eleganter gelöst.

Was ich jetzt noch gern hätte

Wenn man einen Rezepttitel angewählt und auf Return gedrückt hat, möchte ich gerne das gewählte Rezept anzeigen lassen. Aber dazu muss ich mir noch ein, zwei Gedanken machen, meine bisherige Lösung mit der angehängten Rezept-ID ist nämlich eine ziemliche Krücke, das müsste eleganter gehen. Ich geh mal forschen…. und dafür gibts dann einen neuen Beitrag.

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Alle alten Programmierer lieben Zahlenschubsereien – Besucherstatistik im Inselfisch-Kochbuch

„Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!“

Das ist mein Motto seit den ersten Stat-Vorlesungen an der Uni in den frühen 80er Jahren. Und es ist heissa! Jahresende und Zeit für einen statistischen Jahresrückblick.

Unser gutes altes WordPress sitzt ja auf einer wunderbaren Datenbank, und Datenbanken sind heissbegehrtes Statistikerfutter. Ich nehme mir mal mein Inselfisch-Kochbuch vor, das lebt und ist das ganze Jahr gepflegt worden, wollen mal sehen was wir da an statistischen Auswertungen rauskriegen. Es wird schon lange mal wieder Zeit für ein bißchen Spaß auf der Datenbank!

Was natürlich die SEO-Freaks interessiert: der Besucherzähler

Aber klar doch, den nehmen wir uns als Erstes vor. Ich verwende das leichtgewichtige Visitor Counter Plugin , das ist problemlos in der Installation und Anwendung. Es schreibt die statistischen Werte in eine eigene Tabelle weg, die heißt (Präfix-)vcp_log und ist damit einfach zu lokalisieren. Als CSV für MS Excel exportieren, und der Spaß kann losgehen…  aber halt! Ich schubs die ganze Sache natürlich in mein Leib- und Magen-Datenbankerl rein, das feine alte Microsoft Access, da kann ich Auswertungen fahren bis die Schwarte knackt 🙂

Visitor Counter Plugin: die Rohdaten

Schauen wir uns die Tabelle vcp_log mal kurz an, die ist übersichtlich genug. Es gibt drei Felder:

  1. LogID
  2. IP
  3. Time

und das wars schon. Die LogID ist ein Autoinkrement und interessiert nicht weiter, die IP-Adresse ist selbsterklärend und der Timestamp als Datum und Uhrzeit auch.

Aber ansonsten kanns jetzt mal losgehen: Time in Tagesdatum umwandeln, Gruppieren, Anzahl von IP ausgeben, Excel-Liniendiagramm draus machen und schon haben wir diese hübsche Grafik der Besucher pro Tag:

Excel-Diagramm Neue Besucher pro Tag

Excel-Diagramm Neue Besucher pro Tag

Kurze Analyse des Diagramms

Wow, was war Anfang September los? Der Peak mit den fast 700 Besuchern kommt von der Veröffentlichung des Inselfisch-Kochbuchs im Newsletter des Bayrischen Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes, das ist ganz eindeutig zuzuordnen.

Ansonsten ist der Grafik noch zu entnehmen, dass die Anzahl der Besucher sich übers Jahr bei ungefähr 100 – 200 pro Tag eingependelt hat, Tendenz leicht steigend.

Was die Grafik nicht zeigt – nicht zeigen kann – ist die Anzahl der „Wiederholungstäter“. Ich weiss aber aus vielen persönlichen Kontakten, dass das Inselfisch-Kochbuch ein treues Stammpublikum hat, viele kommen immer wieder, auch mehrmals die Woche, und schauen ihre Lieblingsrezepte nach oder gucken obs was Neues gibt. Die gibts aber ein andermal, das sprengt mir hier sonst den Beitrag.

Was wir noch machen können: die Uhrzeit

Dabei kommt eine kleine Überraschung heraus: angeblich hatten wir Nachts um 1 die meisten  Besucher:

Excel-Diagramm Besucher nach Uhrzeit

Excel-Diagramm Besucher nach Uhrzeit

Das glaube ich ja noch nicht ganz! Wollen mal sehen, wenn der Timestamp in GMT (Greenwich Mean Time) angegeben sein sollte, sind wir mit der MEZ eine Stunde voraus, und mit der Sommerzeit sogar zwei Stunden. Dann läge der Peak so bei ca. 11 Uhr abends, das glaub ich ja schon eher, da guckt man nach der Sportschau nochmal in den Computer. Das würde auch den relativ niedrigen Stand zwischen 21 und 23 besser erklären, wenn das in echt 19 – 21 Uhr war, da sind die Leute beim Abendessen, das haut schon eher hin!

Und noch ein bisschen Kleinkram

Seit Beginn der Zählung am 29.10.2016 hatten wir 51789 Besucher insgesamt, nur in 2017 (bis gestern, 21.12.) waren es 45172. Das macht im Durchschnitt rund 123 Besucher pro Tag, in 2017 waren es pro Monat im Schnitt 3771. Spitzenreiter war der September mit 5367 Besuchern insgesamt, s. oben.

Nachgereicht: die „Wiederholungstäter“

Also, gucken wir da noch mal genauer hin: wir hatten insgesamt 51789 Besucher. Wenn ich mir die nach der IP-Adresse gruppiere, bleiben noch 8479 übrig. Das heisst, jeder Besucher ist im Schnitt 6,11 mal im Inselfisch-Kochbuch gewesen. Das geht natürlich noch genauer, ich klemm mir mal alle, die öfter als einmal da waren (das waren 2819 Stammkunden) und bastel mir ein Diagramm:

Besucher öfter als einmal

Besucher öfter als einmal

Na wer sagts denn, das sieht doch einer Gauss’schen Glocke verdammt ähnlich! Die allermeisten Besucher kommen anscheinend so zwischen 30 und 70 mal im Jahr, damit kann ich prima leben. Der Ausreisser am Anfang mit über 400 Hits war übrigens wahrscheinlich ein Hacker, der hat die Seite im Sekundenrythmus angesurft. Den muss man aus der Stat  rausnehmen, dann siehts so aus:

Ohne Hacker

Ohne Hacker

Na bitte, geht doch! Eine wunderbare Normalverteilung, wie aus dem Lehrbuch. Ich lieeebe Statistik! 🙂

Und das genügt jetzt auch mal fürs Erste! Natürlich wollen wir auch noch Stats über die Rezepte und Kategorien und so weiter fahren, aber dazu gibts einen neuen Beitrag.

 

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Noch mehr postmeta: benutzerdefinierte Felder in wooCommerce

Falls ihnen die 48 vordefinierten Felder in wooCommerce noch nicht reichen, haben sie auch die Möglichkeit, zusätzliche Felder anzulegen. Diese laufen unter dem Stichwort „benutzerdefinierte Felder“ und können im Produkt-Editor angelegt werden.

Ein Feld für Material

Zu dem in meinem Online-Lädchen verkauften Glasperlenschmuck lege ich jetzt mal ein benutzerdefiniertes Feld „Material“ an.  Das kriegt dann zum Beispiel den Wert „Böhmische Glasperlen“, das sieht im Editor so aus:

benutzerdefinierte_felder

benutzerdefinierte_felder

Keine Hexerei, und was auf der Datenbank passiert kann man leicht erraten:

material_postmeta

material_postmeta

Es wird ein neuer Datensatz mit dem meta_key „Material“ angelegt, der kriegt den meta_value „Böhnmische Glasschliffperlen“. Das war’s schon, mehr ist nicht passiert.

Wie verwendet man nun diese Felder?

wooCommerce weist einen da höflich auf den Codex zum Thema Custom Fields hin. Das ist zwar gut gemeint, aber nicht besonders hilfreich. Deswegen gibts bei Tante Google auch jede Menge Einträge, wenn man nach „woocommerce show custom fields“ sucht, hier ist ein besonders netter von Theme Location

Der Knackpunkt ist: man muss die wooCommerce-Templates editieren, wenn man seine benutzerdefinierten Felder auch beim Produkt angezeigt kriegen will. Wir versuchen uns mal an einem einfachen Beispiel. Da sollen wir eine Zeile im Template content-single-product.php ergänzen:

<?php echo get_post_meta( get_the_ID(), ‘Material’, true ); ?>

Edit die content-single-product.php – ja, wie?

Also, erstmal muss man das richtige Template finden, und das ist bei der endlosen Latte von wooCommerce-Templates gar nicht so einfach. Schauen sie mal rein unter Plugins/wooCommerce/Bearbeiten, das ist alles andere als übersichtlich. Die content-single-product.php steht in der langen Liste ziemlich weit unten.

„At the appropriate place“ soll diese Zeile rein, heißt es im Tutorial, und das ist eine Runde Trial and Error. Ich habs jetzt im ersten Anlauf noch nicht hingekriegt, da muss ich nochmal ne Runde googlen. So richtig Spaß macht das nicht, die wooCommerce-templates sind viel zu schlecht dokumentiert, das ist eine einzige Raterei.

Anderer Ansatz: wooCommerce Hooks

Ich hatte jetzt relativ schnell die Schn… voll von der Rumprobiererei und bin auf einen anderen Lösungsansatz gestossen, um unser benutzerdefiniertes Feld auch anzeigen zu lassen. WooCommerce bietet eine lange Latte von vordefinierten Hooks, in die man sich einklinken kann, das ist hier bei BusinessBloomer recht ausführlich dokumentiert, man muss sich allerdings anmelden, um das Tutorial anschauen zu können, und dazu hatte ich keine Lust. Ein andermal vielleicht…

Prinzipiell sollte es so funktionieren: man editiert die functions.php und fügt den entsprechenden Hook hinzu, in dem ruft man die zugehörige selbstdefinierte Funktion auf, und die Funktion letztendlich sollte unser Custom Field dann auch anzeigen. Ich habs nicht hingekriegt, jedenfalls nicht in unter einer Stunde, und da hatte ich dann einfach keinen Bock mehr. Ist vielleicht nicht mein Tag zum Rumprobieren heute.

Noch ein Versuch: vielleicht mit einem Plugin?

Das hier sieht ganz gut aus:

WooCommerce Custom Product Data Fields

Das schau ich mir mal an, aber ich glaube, ich brauch erstmal ’ne Pause. Ja kruzitürken, kann das denn so schwer sein, so ein lumpiges Custom Field auch anzeigen zu lassen?

Ist echt nicht mein Tag heute, die Doku zu dem Plugin ist gerade nicht erreichbar.

acf_nicht_ereichbar

acf_nicht_ereichbar

Hab ich noch ein anderes Plugin probiert, ACF for WooCommerce.

ACF  = Advanced Custom Fields. Aber zu früh gefreut: auch kein Glück, da muß ich mal direkt die Support-Seite zitieren:

  • It seems only to work on Checkout Page. How do I show field on the Product Page?

    Any answer is most welcome, thank you.

Viewing 6 replies – 1 through 6 (of 6 total)

Tscha, Pech gehabt. Die Anzeige der Custom Fields in der Single Product Ansicht geht hier nur mit der kostenpflichtigen Pro-Version des Plugins, und die kostet 29 $. No way, José.

Jetzt reichts mit der Probiererei – noch einmal mit System.

Also, wir fangen nochmal sauber von vorne an. Wo soll unser benutzerdefiniertes Feld „Material“ erscheinen? In der Startseite des Shops, jedenfalls reicht mir das für’s erste. Direkt nach dem Titel, vor dem Warenkorb-Button.

Dafür editieren wir die woocommerce/templates/content-product.php.

Durch schlichtes Ausprobieren und Raten habe ich schließlich die richtige Position gefunden: nach der Zeile:

do_action( ‚woocommerce_shop_loop_item_title‘ );

Das hat nicht auf Anhieb funktioniert, da WordPress im Template anscheinend die get_post_meta()-Funktion nur mit ein bißchen Überredungskunst akzeptiert. Ich habe dann folgendes Snippet gefunden, damit kriegen wir endlich den meta_value unseres Custom Fields „Material“ angezeigt :

global $wp_query;
$postid = $wp_query->post->ID;
echo get_post_meta($postid, ‚Material‚, true);
wp_reset_query();

Ergebnis- meine benutzerdefinierten Felder werden jetzt direkt unter dem Titel jedes Produkts angezeigt:

shop_mit_cf

shop_mit_cf

Na bitte, geht doch. Aber ein Gfrett war das jetzt schon!

Wie gehts jetzt weiter?

Wenn man das benutzerdefinierte Feld noch woanders anzeigen möchte: tscha, das wird jetzt ein Exempel in Trial&Error. Für jede Seite im Shop herausfinden, welches Template für die Anzeige verwendet wird, dort die Stelle suchen an welcher das Custom Field erscheinen soll, da das obige Code Snippet einfügen und hoffen dass es funkioniert. Viel Spaß mit Tante Google und der wooCommerce-Doku…

Ich finde das Thema Custom Fields in wooCommerce insgesamt wahnsinnig unübersichtlich und lausig schlecht dokumentiert. Anscheinend gibt es einige Plugins, die einem da das Leben leichter machen sollen, aber ich hab bislang nur kostenpflichtige Exemplare gefunden, die das auch können was wir brauchen. Und ich zahle nicht für Plugins, Punktum. OpenSource, sie wissen schon. So, und das ist ein schöner Schlußsatz für diesen Beitrag, lassen wir es mal gut sein.

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Déja vu im Online-Shop: wollen wir das wirklich alles per Hand eingeben?

… natürlich nicht. Wie sie wahrscheinlich beim Erstellen der Test-Produkte gemerkt haben, hält das Prozedere ganz schön auf, und mehr als eine Handvoll Produkte per Hand in unseren nagelneuen Online-Shop einzupflegen ist eigentlich in der Praxis nicht zumutbar. Das dauert viel zu lang und ist auch ungeheuer fehleranfällig, das kann man keinem Kunden zumuten. Aber keine Bange, es ist Abhilfe in Sicht.

Produktliste – haben wir sehr wahrscheinlich schon

In jeder noch so kleinen Klitsche gibt es in irgendeiner Form eine Liste der Produkte für den Verkauf, dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Das kann ein Word- oder Excel-Dokument sein, oder (im Idealfall) vielleicht sogar ein kleines Datenbankerl mit OpenOffice oder Access.

Jedenfalls haben wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon eine Liste unserer Verkaufsprodukte, und wahrscheinlich haben wir sogar schon einen Primärschlüssel, nämlich eine eindeutige Artikelnummer. In meinem Schmuckladen gibt es die allerdings tatsächlich nicht, da sind die Produkte nur über den (hoffentlich einmaligen) Namen eindeutig identifizierbar. Aber im Normalfall haben wir einen eindeutigen Identifikator, das kann eine EAN sein, oder eine fortlaufende Nummer, oder eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben.

Liste? CSV, Import!

Genau! Wenn wir schon eine Produktliste haben, die wollen wir doch dem wooCommerce direkt einfüttern und uns einen Haufen Handarbeit sparen. Also dann, frisch ans Werk! Ich hab mir mal eine kleine Produktliste in Excel erstellt, die sieht so aus:

artikelliste_excel

artikelliste_excel

Wie kriegen wir die jetzt ins wooCommerce? Genau! Dafür gibt es Plugins! Zum Beispiel den

Woocommerce CSV importer v

Den installieren wir uns, und dann wird ausprobiert. Ich mach hier mal kurzen Prozess und beschreibe kurz, wie der Importer funktioniert.

  1. Man erstellt eine Header-Datei, das ist nichts anderes als ein CSV, das als einzige Zeile die Feldnamen mit Trennzeichen enthält. Das sieht so aus:

    header

    header

  2. Man erstellt sich die dazu passende Artikelliste als CSV

    schmuck_csv

    schmuck_csv

  3. Man wählt in den CSV Import Settings das richtige Trennzeichen (field seperator), wir haben ein „;“ (Semikolon)

Und dann kanns losgehen. Header laden, Feldzuordungen vornehmen, CSV-Artikelliste laden… aber mal langsam mit den jungen Pferden.

Die Feldzuordnungen beim CSV-Import: bin ich Hellseher?

Man kriegt hier in einer hübschen Dropdown-Liste die Feldnamen in WordPress/wooCommerce angezeigt, und kann hier entsprechen die Zuordnungen vornehmen. Dazu muß man alllerdings wissen, welches Feld in der Dropdownliste welchem Feld in der Artikelliste in unserer CSV-Datei entspricht.

header_feldzuordnung

header_feldzuordnung

Geht schon ganz oben los: das Feld „sku“ ist für die Artikelnummer vorgesehen, aber das muß man erstmal wissen. Jetzt wäre es halt verdammt nützlich, wenn man wüßte wie wooCommerce was in der Datenbank abspeichert, und das ist leider nicht unbedingt selbsterklärend. Das ist sogar ein kleiner Trip ins Datenchaos, aber dazu gibt es dann später einen neuen Beitrag.

Ich sag hier nur mal kurz, wie man unsere paar Import-Felder sinnvoll zuordnet. Die Logik ist wie folgt:

  1. Feld in der CSV-Datei:
    Artikelnummer;Kategorie;Bezeichnung;Beschreibung;Format;Preis
  2. Feld in der Dropdown-Liste:
    sku; category; post_title; post_content; post_excerpt; regular_price

Alles klar? Damit dürfte dem erfolgreichen Import nichts mehr im Wege stehen. Man bekommt sehr schön eine Preview angezeigt, und wenn die hinhaut, können wir die CSV-Datei laden.

import_preview

import_preview

Presto! Unsere neuen Artikel sind drin und auch gleich im Shop zu sehen.

neue_artikel

neue_artikel

Allerdings ohne Bilder. Und mit Duplikaten, weil es manche Artikel vorher schon gab, per Hand eingeklopft. Aber wer wird denn da kniefieselig sein? Ich schon. Die Duplikate kann man noch per Hand löschen, das waren nicht so viele. Und was ist mit den Bildern?

Plugins für den Bilder-Import: kosten Kohle

Es gibt unzählige Import-Plugins für wooCommerce, viele davon OpenSource und kostenlos. Ich hab allerdings noch kein freies Plugin gefunden, das auch Produktbilder importieren kann, und ich kaufe prinzipiell keine kostenpflichtigen Plugins. Sorry Freunde, aber hier ist das Ende der Fahnenstange.

Aber jetzt wirds Zeit uns mal drum zu kümmern, was wooCommerce auf der Datenbank macht, und dazu gibt es einen neuen Artikel.

 

 

 

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Nachtrag zu Evis CSV-Importer

Euer Wunsch ist mir Befehl

Ich bin gebeten worden, die Mechanik wie man abfragt ob ein Datensatz beim Import schon vorhanden ist, doch noch mal näher zu erläutern. Also, eigentlich ist die Sache ganz einfach. Wir haben ja die Konvention, daß der Beitragstitel für einen Mitgliedsbeitrag immer mit der eindeutigen ID (mnr) beginnt, danach folgt ein Leerzeichen, danach Vorname, Leerzeichen, Nachname. Da die ID eindeutig ist, reicht es völlig aus auf einen Substring zu prüfen. der Select sieht im einfachsten Fall so aus:

$schon_da = $wpdb->get_results( "SELECT * from wp_posts 
                where post_status like 'publish'
                and SUBSTRING_INDEX( post_title,' ',1) like ".$arr_akt_zeile[0]."");

Der SUBSTRING_INDEX() holt uns alle Zeichen des Post Title vor dem ersten Leerzeichen, und das vergleichen wir mit der aktuellen Mitgliedsnummer, die im Array $arr_akt_zeile[0] steckt. Den post status checken wir noch ab, und das wars schon!

Man kann dann bequem die Anzahl der zurückgegebenen Datensätze mit num_rows abholen:

$anzahl_gefunden = $wpdb->num_rows;

Dann packt man den ganzen Programmabschnitt zur Anlage des neuen Datensatz in eine If-Abfrage, die nur ausgeführt wird wenn noch kein Datensatz mit der aktuellen ID vorhanden ist. Ich hänge mal noch eine Debug-Ausgabe in den else-Zweig, aber das reicht jetzt wirklich.

if ($anzahl_gefunden == 0) {

... neuen Beitrag anlegen und benutzerdefinierte Felder füllen...

} else {
        
        echo "Datensatz mit der ID ".$arr_akt_zeile[0]." Ist bereits vorhanden <br>";
        
    }

 

Nützlicher Helfer: Bulk Delete

Wahrscheinlich gehts euch wie mir, beim Testen hab ich -zig Beiträge neu angelegt, und die in WordPress oder im phpmyadmin einzeln wieder rauszuloschen, ist ein mühselig Spiel.Nein, da kann man lange suchen, es gibt im WordPress-Beitragseditor keine Möglichkeit „Alle Beiträge“ zu selektieren.

Dafür gibts ein praktisches Plugin: Bulk Delete erlaubt die selektive Löschung von Beiträgen etc. en masse, das kann man hier ganz gut gebrauchen. Schauts euch mal an, ist immer wieder mal nützlich!

 

 

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Evis CSV-Importer die Zweite: ein Beitrag pro Mitglied

Die Vorgabe wie gehabt

Für jedes Mitglied wird ein Beitrag in WordPress angelegt. Der Beitragstitel besteht aus der ID (Mitgliedsnummer), dem Vornamen und dem Nachnamen, das ganze mit Leerzeichen getrennt. Die restlichen Mitgliedsdaten kommen in benutzerdefinierte Felder. Soweit alles klar? dann wollen wir mal.

Zeilenweise Verarbeitung der CSV-Datei

Unsere CSV-Datei haben wir zeilenweise eingelesen, wir arbeiten sie jetzt innerhalb der while (!feof)-Schleife bis zum Dateiende ab. Nur mal kurz zum Rekapitulieren, die Debug-Ausgabe sollte in etwa so aussehen:

csv_debugausgabe

csv_debugausgabe

Wir haben pro Mitglied (=pro Zeile) 9 Datenfelder jeweils in ein Array eingelesen, die holen wir uns mit dem Index 0..8, das sah für die Debug-Ausgabe so aus:

//Debug-Ausgabe des Arrays
 echo $arr_akt_zeile[0]."<br>";
 echo $arr_akt_zeile[1]."<br>";
 echo $arr_akt_zeile[2]."<br>";
 echo $arr_akt_zeile[3]."<br>";
 echo $arr_akt_zeile[4]."<br>";
 echo $arr_akt_zeile[5]."<br>";
 echo $arr_akt_zeile[6]."<br>";
 echo $arr_akt_zeile[7]."<br>";
 echo $arr_akt_zeile[8]."<br><br>";

Jetzt müssen wir nur noch die Feldnamen für die einzelnen Datenfelder zuordnen, dann können wir. Ich mach da mal eine einfache Liste:

0 mnr
1 vorname
2 nachname
3 geschlecht
4 email
5 plz
6 ort
7 strassehausnummer
8 telefon

Alles paletti? Jetzt bauen wir uns für jede Input-Zeile einen neuen Beitrag.

Die Funktion wp_insert_post() ganz minimalistisch

Welche Parameter man der Funktion zum Erzeugen eines neuen Beitrags alle mitgeben, kann jeder selber im Codex nachlesen. Wir begnügen uns hier mit ganz wenigen Feldern:

  1. Titel: Mitgliedsnummer, Vorname und Name, mit Leerzeichen getrennt
  2. Content: ich geb hier einfach die Mitgliedsnummer nochmal aus
  3. Status publish
  4. Author, 1 ist mein Admin:
// Beitragsobjekt anlegen
    $my_post = array();
    $my_post['post_title']    = $arr_akt_zeile[0]." ".$arr_akt_zeile[1]." ".$arr_akt_zeile[2];
    $my_post['post_content']  = "Mitgliedsnummer: ".$arr_akt_zeile[0];
    $my_post['post_status']   = 'publish';
    $my_post['post_author']   = 1;

    // Beitrag in Datenbank einfügen
    $neue_id = wp_insert_post( $my_post );

Wichtig: mit der letzten Anweisung $neue_id=… holen wir uns den Rückgabewert der Funktion wp_insert_post, das ist die WordPress-ID des neuen Beitrags. Die brauchen wir nämlich gleich noch für die beutzerdefinierten Felder. Aber jetzt lassen wir die ganze Sache einfach mal laufen, und wenn alles paßt, sollte unser CSV-Importer-Plugin jetzt brav 10 neue Beiträge anlegen:

zehn_neue_beiträge

zehn_neue_beiträge

Hinweis: sollte ein Beitrag mehr als erwartet (ohne Titel) angelegt werden, ist am Ende der CSV-Datei ein CR/LF zuviel, das erzeugt eine leere Zeile. Im Notepad++ rauslöschen, dann paßts.

Wir befüllen jetzt noch die benutzerdefinierten Felder

Dazu benutzen wir die Funktion add_post_meta(), die sieht minimalistisch abgespeckt so aus:

add_post_meta( $post_id, $meta_key, $meta_value)

Dabei ist zu beachten, daß man über die $post_id die WordPress-ID des aktuellen Beitrags mitgeben muß. Aber die haben wir uns ja weiter oben schon geholt, die steckt in der Variablen $neue_id. Also, wir fügen jetzt mal nur zwei Felder zum Testen ein:

//*** Benutzerdefinierte Felder füllen
    
    //Postleitzahl
    add_post_meta( $neue_id,'plz', $arr_akt_zeile[5]);
    
    //Ort
    add_post_meta( $neue_id,'ort', $arr_akt_zeile[6]);
    
    //*** Ende Benutzerdefinierte Felder füllen

Wenn man den Import jetzt nochmal laufen läßt und in einen der neu erzeugten Beiträge reinschaut, sollte man etwa Folgendes sehen:

zwei_benutzerdef_felder

zwei_benutzerdef_felder

Das wars!

Fertig ist unser hausgemachter CSV-Importer, der – man sehe und staune! – auch Custom Fields befüllen kann. Wirklich keine Hexerei, oder?

Die Anzeige der benutzerdefinierten Felder basteln wir wie gehabt in einen Shortcode oder ins Template rein und benutzen dafür die Funktion get_post_meta(), das haben wir alles schon gehabt, das muß ich jetzt nicht wirklich nochmal ausführlich beschreiben.

Ja aber, was ist jetzt mit den neuen Mitgliedern?

Das ist eine sehr berechtigte Frage. Ich stelle das Szenario nochmal kurz vor:

  1. Die existierende Excel-Liste mit Mitgliederdaten ist als CSV-Datei bereits einmal importiert worden
  2. Änderungen an den Mitglieder-Daten werden ab jetzt in WordPress durch Editieren des jeweilige Beitrags gepflegt, d.h. wir definieren WordPress als unser führendes System
  3. Was geschieht jetzt, wenn neue Mitglieder nach dem ersten Import hinzukommen?

Wie bereits mal kurz erwähnt könnte man jetzt für jedes neue Mitglied manuell einen neuen Beitrag mit ID und Name im Titel anlegen, und auch die benötigten benutzerdefinierten Felder manuell nachziehen. Das gefällt mir allerdings überhaupt nicht, weil es 1. viel Handarbeit und 2. sehr fehleranfällig ist. Deswegen entscheide ich mich für eine

Hybrid-Lösung:

  1. Die alte Excel-Liste wird weiter gepflegt, die Mitgliedsnummern werden fortlaufend weiter vergeben.
  2. Wenn genügend neue Mitglieder hinzugekommen sind (z.B. zum Monatsende) wird die Excel-Liste neu importiert, und zwar ganz.
  3. Ich ergänze das Import-Plugin um einen Select, der vor dem Anlegen eines neuen Beitrages abfragt, ob in der Tabelle wp_posts bereits ein Beitrag mit dem Titel nach dem Muster mnr+vorname+nachname vorhanden ist. Falls ja (if-Abfrage), wird für den aktuellen Datensatz kein neuer Beitrag angelegt, der betreffende Datensatz wird einfach übersprungen.

So stelle ich sicher, daß nur für die neu hinzugekommenen Mitglieder auch neue Beiträge angelegt werden, und daß bereits vorhandene Daten nicht überschrieben werden. Wie das mit dem Select dann praktisch aussieht, daß kann jeder selber ausprobieren, nicht vergessen global $wpdb zu deklarieren, dann klappt das schon.

 

 

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Jetzt wirds mir doch zu dumm: wir basteln uns einen CSV-Importer

Kostenpflichtige Plugins – seh ich doch gar nicht ein!

Wie ich schon mehrfach gesagt habe, habe ich erstens nicht das Budget, mir zu Testzwecken kostenpflichtige Plugins zu kaufen, und zweitens bin ich eine große Anhängerin der Open-Source-Idee. Das ist ja mit der Hauptgrund, warum WordPress so erfolgreich ist, es ist Open Source und kostenlos, es gibt fantastische Supportforen, es gibt für nahezu jedes Programmierproblem eine Lösung, ohne daß man Bares dafür hinlegen muß.

Da alle CSV-Import-Plugins die ich getestet habe in den kostenfreien Versionen keinen Import von Custom Fields können und ich diese Möglichkeit aber unbedingt brauche, gehen wir jetzt einen anderen Weg:

Wir schreiben unseren eigenen CSV-Importer

Ich bleibe dabei beim Beispiel des Turnverein Weiß-Blau mit dem Mitgliederverzeichnis. Die Vorgaben bleiben gleich:

  • die Adressdaten liegen als CSV-Datei vor (Spezifikation folgt)
  • für jeden Mitgliederdatensatz soll ein eigener Beitrag angelegt werden
  • im Beitragstitel brauchen wir die Mitgliedsnummer (ID) und den Namen
  • die restlichen Adressdaten sollen in Benutzerdefinierte Felder geschrieben werden.

Alles klar soweit? Na, dann wollen wir mal!

Die Spezifikation der CSV-Datei

Ich nehme da mal was ganz Rudimentäres, das kann sich jeder selber mit Excel und im Notepad++ zurechtschnitzen. Pro Datensatz eine Zeile, Zeilenende mit CR/LF markiert, Trennzeichen ein Semikolon (;), kein Textbegrenzungszeichen. Kodierung UTF-8 ohne BOM. Wir haben zehn Datensätze:

import_notepad

import_notepad

Der Anfang: wir basteln uns ein neues Plugin

Das haben wir schon ein paar mal gemacht, das wiederhole ich nur im Schnelldurchgang. Plugin-Verzeichnis anlegen, PHP-Datei anlegen, Header richtig ausfüllen, AdminScreen anlegen:

/*
Plugin Name: Evis CSV Importer
Plugin URI: http://localhost/wordpress/wp-content/plugins/evis-csv_importer
Description: Importiert eine CSV-Datei
Version: 1.0
Author: Evi Leu
Author URI: http://www.evileu.de
*/
add_action('admin_menu', 'evisbasicPluginMenu');

function evisbasicPluginMenu() {
$appName = 'EvisCSVImporter';
$appID = 'evis-csv-importer';
add_menu_page($appName, $appName, 'administrator', $appID, 'importerpluginAdminScreen');
}

function importerpluginAdminScreen() {
    echo "<h1>Importiere CSV Datei</h1>";
}

Import starten mit Button

Zum starten des Imports brauchen wir noch einen Button, den legen wir wie schon oft gehabt mit einem kleinen Formular an, das kommt als erstes in die Funktion importerpluginAdminScreen:

//Begin Formular
echo '<form method="post">';
echo '<input type="submit" name = "starten" value="Import starten"/>'."<br>";
echo "</form>";
// End Formular

if (isset($_POST['starten'])){

...

}

Pfad und Dateiname der Import-Datei fest verdrahtet

In die if-isset-Abfrage legen wir jetzt unsere Import-Funktionalität. Natürlich wäre es schick wenn man hier die Import-Datei mit einem Datei-öffnen-Dialog auswählen könnte, aber dazu brauchts eine Runde Javascript, und das sprengt hier definitiv den Rahmen. Ich machs mir einfach: da ich immer mit der selben Import-Datei arbeite, verdrahte ich den Pfad und den Dateinamen im Code, das kann sich dann jeder selber zurechtbiegen wie er es braucht. Jedenfalls wird die CSV-Datei mit fopen() geöffnet:

//Pfad zur Import-Datei fest verdrahtet
$datei=fopen("C:/xampp/htdocs/alte_programmierer/wp-content/plugins/evis-csv-importer/nur_adressen.csv","r+");

Datei zeilenweise einlesen und Debug-Ausgabe

Dann lege ich eine While-Schleife bis zum Dateiende (feof) an und lese mit fgets() zeilenweise ein. Jede Zeile wird mit explode() am Semikolon in ein Array eingespeist, und damit man gleich mal was sieht, gebe ich dieses Array dann noch zeilenweise aus, das ist nur zum Debuggen und fliegt später wieder raus. Ja, ich hörs schon, das müßte man mit einer for…next i Schleife machen, aber ich finde es so übersichtlicher.

//Begin Importdatei zeilenweise einlesen
while(!feof($datei))
{
    $zeile = fgets($datei);
    echo $zeile."<br>";

    //aktuelle Zeile am Semikolon in Array explodieren
    $arr_akt_zeile = explode(';',$zeile);

    //Debug-Ausgabe des Arrays
    echo $arr_akt_zeile[0]."<br>";
    echo $arr_akt_zeile[1]."<br>";
    echo $arr_akt_zeile[2]."<br>";
    echo $arr_akt_zeile[3]."<br>";
    echo $arr_akt_zeile[4]."<br>";
    echo $arr_akt_zeile[5]."<br>";
    echo $arr_akt_zeile[6]."<br>";
    echo $arr_akt_zeile[7]."<br>";
    echo $arr_akt_zeile[8]."<br>";
} //Ende Importdatei zeilenweise einlesen

fclose($datei);  

Am Ende nicht vergessen mit fclose() die Importdatei wieder zu schließen.

(Zwischenbemerkung: ja, ich kenne die Funktion fgetcsv(), die ist aber ein bißchen hakelig in der Bedienung. wir nehmen lieber fgets().)

So, das wars schon mit dem zeilenweisen Import der CSV-Datei. Jetzt müssen wir die eingelesenen Daten noch entsprechend verarbeiten, aber dazu gibt es einen neuen Beitrag.

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Da staunste Bauklötze: vielleicht serialized, vielleicht nicht

Wenns klemmt im Datenkorsett

Ich habe mich schon an anderer Stelle darüber ausgelassen, daß das Datenmodell von WordPress alles andere als relational wohlstrukturiert und insgesamt renovierungsbedürftig ist.  Wenn  man sich ein bißchen mit multifunktionalen Plugins wie z.B. woocommerce beschäftigt, stellt man immer wieder fest, daß Entitäten in die vorhandenen WordPress-Tabellen gequetscht werden, die eigentlich nicht wirklich hineinpassen. Um beim Beispiel woocommerce zu bleiben, weil das ja doch sehr verbreitet und gut dokumentiert ist: da werden die zu verkaufenden Produkte in der Tabelle wp_posts wie Beiträge angelegt, und was man hier an Produkteigenschaften und benutzerdefinierten Feldern nicht mehr untergebracht hat, landet in der wp_options, der wp_postmeta oder in der wp_terms und ihren Verwandten. Damit man hier auch alles unterbringt, obs jetzt logisch paßt oder nicht, kommt ein tolles Konstrukt zum Einsatz (übrigens nicht nur in WordPress, das gibts auch anderswo):

Serialized Data

Was ist das? Wenn sie einen Datenbankeintrag finden , der so aussieht:

a:1:{s:14:“pa_code“;a:6:{s:4:“name“;s:14:“pa_code“;s:5:“value“;s:0:““;s:8:“position“;i:0;s:10:“is_visible“;i:1;s:12:“is_variation“;i:0;s:11:“is_taxonomy“;i:1;}}

Das sind serialisierte Daten. Es handelt sich hier um ein Produktattribut namens „code“, das in dieser besonders verklausulierten Form abgelegt wurde. Wer genauer wissen möchte, was serialisierte Daten sind, kann hier im PHP-Manual mal nachlesen, und mir ganz ehrlich sagen wenn er auch nur die Hälfte verstanden hat. Soweit ich es kapiert habe, erlaubt es die Serialisierung, in einem einzigen Datenbankfeld mehrere Variable unterschiedlicher Datentypen zu speichern.  In einem Array, mit Hilfe eines Objekts. Aber, ich gebe wie gesagt ehrlich zu ich hab nicht genau verstanden, wie das wirklich funktioniert. Da schwirrt es in den Manuals nur so von Objekten und Klassen und Methoden, und mir fehlt echt die Geduld (und der Hang zur Verkomplizierung) mich da weiter einzulesen. Ich habs versucht, und bin dabei unter anderem auf einen besonderen Leckerbissen gestossen:

Eine Funktion namens maybe_serialize()

Allen Ernstes. Laut Codex macht die Folgendes: sie serialisiert Daten, falls nötig. Ich muß da unbedingt mal wörtlich zitieren:

Confusingly, strings that contain already serialized values are serialized again, resulting in a nested serialization. Other strings are unmodified.

Ach nee, „confusingly“, also verwirrenderweise? Da brat mir doch einer einen Storch! Und wie kriegt man die Daten da wieder raus? Gute Frage. Es gibt tatsächlich auch eine Funktion namens maybe_unserialize(), ist das nicht schön? Irgendwas muß man damit doch anfangen können… meine Recherchen haben aber noch nicht ergeben, was man sinnvollerweise damit macht.

Wofür soll das alles gut sein?

Der Knackpunkt ist: hier werden buntgemischte Daten in ein einziges Tabellenfeld geklemmt, statt sie sauber nach Datentypen getrennt in einer passenden Tabelle zu speichern. Damit bringt man mehr Informationen als vorgesehen in einer bereits vorhandenen Tabelle unter, aber das Auslesen und Weiterverarbeiten wird beliebig kompliziert und erstmal sehr verwirrend und umständlich. Und mal ganz im Ernst: eine Funktion, die „maybe“ irgendwas macht, die kann ich nicht gebrauchen. Das sind Stilblüten der objektorientierten Programmierung, die allem widersprechen, was ich über Datenmodellierung und Tabellenstrukturierung je gelernt habe.

Um beim Beispiel woocommerce zu bleiben: das Plugin gönnt sich ja ohnehin ein gutes Dutzend eigener Tabellen. Warum legt man dann für die Produktattribute nicht auch eine eigene Tabelle an, in der die nötigen Daten in lesbarer und vor allem auch per SQL auswertbarer Form gespeichert werden? Kostet auch nicht mehr, und wäre unendlich benutzerfreundlicher. Den Mumpitz mit den vielleicht oder auch nicht serialisierten Daten könnte man sich dann echt sparen.

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