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Barrierefreie Farbkontraste 2: der Sourcecode

OK jetzt gilts: man kann eine beliebige RGB-Farbe wählen und sich ausgeben lassen, welche der 140 benannten HTML-Farben einen guten (barrierefreien) Kontrast dazu liefert. Das kann man nicht nur für Schriften verwenden, sondern auch für Logos und Icons, die auf einen farbigen Hintergrund gesetzt werden sollen.

Voraussetzung ist eine Tabelle, in der die 140 Farben mit Color Group (Farbfamilie), Namen und Hex- und RGB-Notation gespeichert sind, ich zeig hier noch mal einen Ausschnitt:

mysql_farbtabelle

mysql_farbtabelle

Wie die Farben da reinkommen beschreibe ich jetzt hier nicht, das ging über ein Excel-Makro und ist letzendlich völlig wurst für die Funktionalität. Also, wir haben unsere Farbtabelle.

Jetzt brauchen wir eine Datenbankverbindung, die beschreibe ich hier auch nicht mehr extra. Dann muss wieder mal ein Formular her, für die Auswahl der Basisfarbe bietet sich der Input-Type Color an, bei dem man in den meisten modernen Browsern einen schicken Colorpicker angezeigt bekommt. Man könnte auch ein Eingabefeld für den Hex- oder RGB-Wert nehmen, das ist letztlich Geschmackssache. Also, los gehts, mit einer Datei namens farbnamen.php, die sieht zunächst so aus:

<!DOCTYPE html>
<html lang="de">
<style type="text/css">
h1,h2,h3{
    font-family:Arial;
}
</style>
<head>
<title>Colors Arbeitspapier</title>
</head>

<body>
<h1>Beispiel Contrast Colors mit HTML Named Colors</h1>

<form action="farbnamen.php" method="post">

      <h2>Bitte eine Farbe auswählen:</h2>
      <input type="color" name="farbe" value=""><br>
      <h2>Bitte eine Farbfamilie für die Kontrastfarbe wählen:</h2>
    <select name="farbfamilien">
        <option value="BLUE">Blau</option>
        <option value="GREEN">Grün</option>
        <option value="PURPLE">Violett</option>
        <option value="WHITE">Weiß</option>
        <option value="BROWN">Braun</option>
        <option value="YELLOW">Gelb</option>
        <option value="GRAY">Grau</option>
        <option value="RED">Rot</option>
        <option value="PINK">Pink</option>
        <option value="ORANGE">Orange</option>
      </select>
     <br><br>
    <input type="submit" name = "senden">
  
</form>

Das ist erstmal straightes HTML, zuerst kommt der Color Picker, dann das Dropdownfeld für unsere Farbfamilien, und das wars auch schon. Man könnte den Select auch mit einem Distinct aus der Datenbank füttern, das hab ich mir jetzt gespart und die 10 Einträge so reingeschrieben.

Los geht es wie immer wenn auf den Submit-Button geklickt wurde. Der Colorpicker liefert den Hex-Wert der gewählten Farbe, das Dropdownfeld den Namen der Farbfamilie. Den Hex-Wert zerlege ich in die einzelnen Komponenten, die brauche ich später um meine Funktion zur Berechnung der wahrgenommenen relativen Helligkeit damit zu füttern, dazu weiter unten mehr. Das Ganze sieht jetzt erstmal so aus:

startbildschirm

startbildschirm

Bei Klick auf das schwarze Farbkästchen poppt der Colorpicker auf, in Chrome beispielsweise sieht der so aus:

chrome_colorpicker

chrome_colorpicker

Das Dropdownfeld ist auch keine Überraschung:

dropdown

dropdown

Aber jetzt wirds gleich interessant, ich habe nämlich für die Zerlegung des Hex-Wertes in seine RGB-Komponenten eine schicke Funktion gefunden, das geht mit sscanf():

<?php
require_once('config.php');

if(isset($_POST['senden'])){
    
    
    echo "Sie haben diese Farbe gewählt:<span style='background-color:".$_POST['farbe']."'>Hexadezimalwert: ".$_POST['farbe']."</span><br>";
    
    $akt_farbe = $_POST['farbe'];
    
    //RGB-Werte aus hex holen
    $hex = $akt_farbe;
    list($r, $g, $b) = sscanf($hex, "#%02x%02x%02x");
        
    echo "<h3>Die relative Helligkeit beträgt: ".Brightness($r,$g,$b)."</h3>";
    echo "<h3>Kontrastfarbe aus der Farbfamilie ".$_POST['farbfamilien']."</h3>";
    echo "<hr>";
    $input_brightness = Brightness($r,$g,$b);

Mit der Funktion Brightness wird wie gesagt die wahrgenommene Helligkeit der gewählten Farbe bestimmt, Input-Parameter sind die drei RGB-Komponenten. Die Funktion selber sieht so aus:

//relative (wahrgenommene) Helligkeit aus RGB berechnen
function Brightness($r, $g, $b)
    {
       return sqrt(
          $r * $r * .241 + 
          $g * $g * .691 + 
          $b * $b * .068);
    }

Jetzt hole ich mir aus der Datenbank alle Farben, die zu der gewählten Farbfamilie gehören. Zuerst setze ich noch einen Flag $gefunden, der bleibt auf False wenn in der gewählten Farbfamilie keine Farbe mit einem ausreichenden Kontrastwert gefunden wurde und dient dann weiter unten zur Info-Ausgabe.

Dann gehe ich mit einem While über alle gefunden Farben und gebe nur diejenigen aus, bei denen eine Differenz > 130 zur relativen Helligkeit der vom Benutzer vorgegebenen Farbe gefunden wird.

//alle passenden Einträge der Farbtabelle ausgeben
        //Flag default  
        $gefunden = false;
        
        //Nur die Einträge der gewählten Farbfamilie auslesen
          $abfrage = mysqli_query($conn,"SELECT * FROM $table 
                    WHERE familie LIKE '".$_POST['farbfamilien']."' "); 
          while($row = mysqli_fetch_array($abfrage,MYSQLI_ASSOC)) 
          { 
            //RGB-Werte aus hex holen
            $hex = $row['hex'];
            list($r, $g, $b) = sscanf($hex, "#%02x%02x%02x");
            //Helligkeit bestimmen
            $row_brightness = Brightness($r,$g,$b);
            
            //Kontrastwert berechnen
            $differenz = abs($row_brightness - $input_brightness);
            
            //Nur Kontrast höher als 130 ausgeben (Wert ggf anpassen)
            if ($differenz > 130){
                //flag setzen wenn mindestens ein Kontrast > 130 gefunden wurde
                $gefunden = true;
            echo ' <span style="color:'.$row['farbname'].'">'.$row['farbname'].'</span>.'.$row['hex'].'rel. Helligkeit: '.$row_brightness.' Differenz: '.$differenz.'<br>'; 
            echo "<h1><span style='color:".$row['farbname']."; background-color:".$akt_farbe."'>".$row['farbname']." ist ein guter Kontrast</span></h1>";
            echo "<hr>";
            }
            
        } // ende von while $row...
if($gefunden==false){echo "Keine passende Kontrastfarbe in der Farbfamilie ".$_POST['farbfamilien']." gefunden";}

} //Ende von isset senden

Für die Ausgabe der passenden Kontrastfarben verwende ich Spans und formatiere sie mit den entsprechenden Farbwerten. Falls keine Farbe mit ausreichendem Kontrast gefunden wurde, gebe ich dies als Info aus. Das war’s!

Hier noch ein Screenshot der Ausgabe, als Besipiel habe ich als Grundfarbe Gelb und für die Kontrastfarbe die Farbfamilie Blau gewählt:

farben_ausgabe

farben_ausgabe

Fertig ist das Werkzeug zur Kontrastfarbenbestimmung. Zugegeben könnte man es noch wesentlich hübscher formatieren, aber die Funktionalität haut hin, das genügt mir jetzt erstmal. Schlanke noch nicht mal 100 Zeilen Code, das ist mal wieder was für mich und meine minimalistischen Freunde – viel Spaß beim Nachbauen!

Nachtrag

Jetzt konnte ich mir es doch nicht verkneifen, die ganze Sache noch ein bißchen ansehnlicher zu gestalten. Der Prototyp sieht jetzt so aus:

aufgehuebscht

aufgehuebscht

Die Farben hole ich mir natürlich aus der Datenbank, wenn ich dazukomme, schreib ich noch einen neuen Artikel darüber. Aber hier ist jetzt mal Schlussende, der Beitrag ist lang genug

 


 

 

Ein kleiner Chat in PHP – wieder mal was für Minimalisten

Da ich mich derzeit viel im Chat in meinem Lieblings-Handarbeitsforum herumtreibe, dachte ich mir: so einen kleinen, eher spartanischen Chatroom solltest du eigentlich auch selber programmieren können, das kann so schwierig nicht sein. Bei Google gibt es -zig Beispiele, wie man so etwas angehen könnte, ich hab mich auf die Suche nach etwas Einfachem gemacht und bin hier bei php-einfach.de fündig geworden.

Ich hab allerdings ein paar Fehler bereinigt, auf PHP 7 umgeschrieben, die Ajax-Funktionalität eliminiert (warum kompliziert wenns auch einfach geht?), die MySQL-Tabelle komplett anders strukturiert, eine Teilnehmerliste hinzugefügt und sämtliche Formatierungen umgekrempelt, so dass letztendlich eine komplett umgeschmissene Logik dabei herausgekommen ist. Wie gesagt, die Grundidee stammt von php-einfach.de, und ich bedanke mich auch artig für den Denkanstoß. Aber ich denke, es ist genug kreative Eigenleistung dazugekommen, dass ich den Source hier als auf meinem Mist gewachsen einstellen kann.

Die Voraussetzungen

Viel ist nicht dran: man soll seinen Nick und seine Nachricht eingeben können, auf den Senden!-Button klicken, und dann soll im Chatfenster die Nachricht für alle sichtbar am unteren Ende des Fensters auftauchen. Ich hab noch die Uhrzeit wann die Nachricht geschrieben wurde mit dazugenommen, und protokolliere im Hintergrund auch das Datum mit, da ich in meinem Chat immer nur die Beiträge des heutigen Tages anzeigen möchte.

Aussehen tut das Ganze so:

screenshot_chat

screenshot_chat

Man kann seinen Nick eingeben (der bleibt auch nach dem Abschicken stehen), man kann seine Nachricht eingeben, und man kann auf den Senden!-Button klicken. Im Chatfenster scrollen die älteren Einträge nach oben weg, der neueste Eintrag landet immer ganz unten, und es wird noch die Uhrzeit zu jedem Beitrag angezeigt. Es werden nur die Einträge des heutigen Tages angezeigt, den Rest habe ich natürlich auch gebunkert, daraus könnte man noch ein Chat-Archiv erstellen. Rechts kriegt man noch eine Liste angezeigt, wer heute schon aller im Chat war, und das wars.

Im Hintergrund: natürlich eine MySQL-Tabelle

Die ist recht einfach strukturiert und heißt bei mir chat_daten:

chat_daten

chat_daten

Eine AutoIncrement-id als Primärschlüssel, und vier Textfelder für nick, eintrag, uhrzeit und datum, das war schon alles.

Der Sourcecode

Wir packen die Connect-Daten in eine externe Datei:

<?php 
$server    = 'localhost'; 
$user    = 'root'; 
$pass    = ''; 
$db    = 'chat'; 
$table    = 'chat_daten'; 
$conn=mysqli_connect($server, $user,$pass); 
mysqli_select_db($conn,$db); 
?>

Die Felder für Nick und Eintrag und den Senden-Button packen wir in ein Formular:

<?php  
//Config auslesen 
require_once('inc/config.php'); 
  
$heute = date("d.m.Y",time());
echo '<img src="el_logo.jpg">';
echo '<h1>Evis Chat live am '.$heute.'</h1>';

echo ' 
 <form action="index.php" method="post"> 
    <table border="0"> 
        <tr> ';
//Falls ein Nick eingegeben wurde, diesen als default in die Textbox setzen
if(!empty($_POST['nick'])){
    $akt_nick = $_POST['nick'];
}
else{
    $akt_nick='';
};
    
echo '<th>Nickname:</th><td><input type="text" name="nick" value="'.$akt_nick.'" id="textbox1"></td></tr>                 
        <tr> 
            <th>Nachricht:</th><td><input type="text" name="eintrag" value="" id="textbox">&nbsp;<input type="submit" name="eintragen" value="Senden!" id="button">&nbsp;</td> 
        </tr> 
    </table> ';

Damit man den Nick nicht immer neu eingeben muss, frage ich ab ob das Feld schon gesetzt wurde und schreibe dann den Wert als Default rein.

Dann starte ich, wenn auf den Button Senden geklickt wurde, und schreibe mir Nick, Eintrag, Datum und Uhrzeit in die Datenbank:

if(isset($_POST['eintragen'])){ 

if(empty($_POST['nick']) or empty($_POST['eintrag'])){ 
    echo '<script>alert("Bitte Nick UND Message eingeben")</script>'; 
}else{ 
    //Variablen definieren und mit "POST" Daten füllen (Mit htmlspecialchars filtern, Apostrophe maskieren..) 
    $nick = addslashes(htmlspecialchars($_POST['nick'])); 
    $eintrag = addslashes(htmlspecialchars($_POST['eintrag'])); 
    $uhrzeit = date("H:i",time());
    $datum = date("d.m.Y",time());

    
//Nick + Eintrag + datum+uhrzeit in die Datenbank schreiben 
    mysqli_query($conn,"INSERT INTO $table  
                      (nick,eintrag,uhrzeit, datum) VALUES 
                      ('$nick', '$eintrag', '$uhrzeit', '$datum')"); 
    } 

}

Falls kein Nick oder keine Nachricht eingegeben wurden, gibts einen Alert, andernfalls mache ich den Insert mit den aktuellen Daten.

Für die Ausgabe des Chats baue ich mir eine Div mit zwei darin enthaltenen Divs, weil ich Nick und Nachricht linksbündig, die Uhrzeit aber rechtsbündig ausgeben möchte. Das CSS dazu gibt es weiter unten, hier erstmal die Divs für das Chatfenster:

//alle Einträge von heute ausgeben
echo '<div id="chat_fenster" >';
        
        //Nur die Einträge von heute auslesen
          $abfrage = mysqli_query($conn,"SELECT * FROM $table WHERE datum LIKE '$datum'"); 
          while($row = mysqli_fetch_array($abfrage,MYSQLI_ASSOC)) 
          { 
            echo '<div id ="nick_und_message"><span style="color:red">'.$row['nick'].':</span><span style ="color:black">'.$row['eintrag'].'</span></div>
            <div id = "uhrzeit"><span style ="color:green">'.$row['uhrzeit'].'</span></div><br>'; 
          }
echo '</div>';

Als kleines Extra gebe ich rechts neben dem Chatfenster noch eine Liste aller Teilnehmer von heute aus:

//alle Teilnehmer von heute ausgeben
echo '<div id="teilnehmer_fenster" >';
        echo '<h2>Heute im Chat:</h2>';
        //Nur die Teilnehmer von heute auslesen
          $abfrage = mysqli_query($conn,"SELECT DISTINCT nick FROM $table WHERE datum LIKE '$datum'"); 
          while($row = mysqli_fetch_array($abfrage,MYSQLI_ASSOC)) 
          { 
            echo $row['nick'].'<br>'; 
          }
echo '</div>';

Jetzt noch ein wenig CSS-Kosmetik:

<style type="text/css"> 
    
    #textbox{ 
        width:600px; 
        border:1px solid blue; 
    } 
     
    #textbox1{ 
        width:80px; 
        border:1px solid blue; 
    }
    
    #button{ 

        border:1px solid #FF1493; 
        cursor:pointer; 
    } 
     
    #button:hover{ 
        border:1px solid #3399FF; 
    } 
    
    #nick_und_message{
        width:80%;
        float:left;
    }
    #uhrzeit {
        width:20%;
        float:right;
        text-align: right;
    }
    #chat_fenster{
        border:2px solid blue;
        width:750px; 
        height:350px; 
        padding:3px; 
        overflow: auto;
        float:left;
    }
    
    #teilnehmer_fenster{
        float:right;
        width:200px;
    }
</style>

Wichtig ist hier der Eintrag overflow:auto für das Chatfenster, der sorgt für den Scrollbalken. Damit jetzt die bereits vorhandenen Einträge nach oben wegscrollen und der letzte Eintrag immer im Chatfenster ganz unten auftaucht, noch ein kleiner Javascript-Trick:

<script>
window.onload = function()
{
//Chatfenster nach oben wegscrollen, damit immer die neuesten Einträge sichtbar sind
document.getElementById('chat_fenster').scrollTop = 9999999;
}
</script>

Man setzt einfach einen sehr hohen Wert für das Scrollen nach oben, damit ist die Liste immer nach oben weggescrollt und das Ende mit den neuesten Beiträgen bleibt im sichtbaren Bereich.

Das wars – viel Spaß beim Nachbauen! Das liesse sich natürlich noch beliebig erweitern, in einem CMS könnte man z.B. den Chat nur für eingeloggte User freischalten, dann entfällt das Abfragen des Nicks. Man könnte auch noch ein Chat-Archiv anlegen, in dem man die Beiträge der letzten Tage einsehen kann, und man könnte sonst noch allerhand Spielereien veranstalten, da kann sich jeder selber austoben. Ich lass es mal so stehen, als wirklich simple Lösung.

preg_replace & Co. im praktischen Einsatz

Ich bin immer noch an den exportierten Posts aus WordPress, die wir im Q&D-Editor schonmal manuell nachbearbeitet haben. Dabei sind sicher etliche Dinge aufgefallen, die man programmatisch korrigieren könnte, und wie man das praktisch angeht, schreib ich hier mal auf.

Wir haben immer noch die Ausgangstabelle rezepte, in der nur die ID, der post_content und der post_title drinstehen. Damit wir unsere Rohdaten nicht verhunzen, legen wir uns erstmal eine leere Kopie dieser Tabelle an, das geht im phpmyadmin unter „Operationen“, kopiere Tabelle, nur Struktur, oder mit dem simplen SQL:

CREATE TABLE rezepte_arbeit LIKE rezepte

Das kopiert die Struktur inklusive evtl. vorhandener Indizes etc. und wird unser Arbeitspferd. (Falls man mal die Daten mitkopieren möchte, CREATE TABLE table2 SELECT * FROM table1, aber das nur als Anmerkung am Rande)

Zur Kontrolle des Ergebnisses klemmt man sich die (noch leere) Arbeitstabelle in den Q&D-Editor. Spätestens jetzt macht es Sinn, den Namen der Tabelle auf eine Variable zu legen und die beiden SQLs entsprechend anzupassen.

//Arbeitstabelle festlegen
$arbeitstabelle = "arbeit_rezepte";
echo "<h1>Tabelle: ".$arbeitstabelle."</h1>";
...
$sql = "SELECT * FROM ".$arbeitstabelle." WHERE post_content LIKE '%".$filter."%'";
...
$sql = ('SELECT * FROM '.$arbeitstabelle.' WHERE post_content LIKE "%'.$filter.'%" 
LIMIT '.$limit.', '.$ergebnisse_pro_seite.'');

Wer es ganz genau haben möchte, legt auch noch den Dateinamen des Q&D-Editor Skripts auf eine Variable und paßt die Navigationslinks entsprechend an, aber das ist eigentlich schon Fleißarbeit:

//Dateinamen auf Variable legen
$datei = "arbeitspferd.php";
...
if($limit>0){echo '<a href="'.$datei.'?seite_nr='.($limit-1).'"><button type="button">Voriger Datensatz</button></a>';}
echo '<a href="'.$datei.'?seite_nr='.($limit+2).'"><button type="button">Nächster Datensatz</button></a><br>';
...
 //Nav Links alle Seiten
 for ($i=1; $i<=$row_total; $i++) { 
    echo "<a href='".$datei."?seite_nr=".$i."'>".$i."</a> "; 
};

Da die Tabelle noch leer ist, kriegt man erstmal gar nichts angezeigt:

arbeitstabelle_leer

arbeitstabelle_leer

Aber das ist ja OK so und wird sich gleich ändern.

Das Gerüst für die geplanten Aktionen

Ich bastle mir ein kleines Formular mit einem Button zum Starten des Skripts, und gebe der Übersicht halber mal alle Datensätze tabellarisch aus. Das sieht so aus:

<?php
//file:skript_starten.php
header('Content-Type: text/html; charset=utf-8');
require 'connection.php';

//Quell-und Zieltabelle festlegen
$quelltabelle = "rezepte";
$zieltabelle = "arbeit_rezepte";

echo "<h1>Skript starten</h1>";
echo "<h2> Quelle: ".$quelltabelle." Ziel: ".$zieltabelle."</h2>";

//Formular mit Button für Start
echo "<form action ='#' method = 'post'>";
echo "<input type = 'submit' name = 'absenden' value = 'Skript starten'>";
echo "</form>";

if(isset($_POST['absenden'])){
    
    echo "<script type=\"text/javascript\">alert('Skript gestartet');</script>";
    
    //Hier kommt die Action hin
    
    
    }

$sql = "SELECT * FROM ".$quelltabelle."";
$rs_result = $conn->query($sql);
$row_total = $rs_result->num_rows;

echo "Datensätze gesamt: ".$row_total."<br>";

 //Ausgabe in Tabelle - nur Arbeitsversion, kann man für den Betrieb rausnehmen
echo "<table border='1' cellpadding='4'>";
echo "<tr><th>ID</th><th>Titel</th><th>Content</th></tr>";
 
 while($row = $rs_result->fetch_assoc()) {
            
            echo "<tr><td valign='top'>".$row["ID"]."</td>";
            echo "<td valign='top'>".utf8_encode($row["post_title"])."</td>";
            //HTML Source in Textarea ausgeben
            echo "<td valign='top'><textarea rows='5' cols='80'>".utf8_encode($row["post_content"])."</textarea>";
            echo "</td></tr>";
            
 } //Ende von while row = rs_result
 
 echo "</table>";
 
?>

Ich hole mir mit dem require die Connection, lege Quell-Und Zieltabelle auf Variable und baue mir den Button für das Starten des Skripts. Die Kontrollausgabe der aktuellen Quelltabelle ist nicht unbedingt notwendig, das dient nur der Übersicht.

Jetzt gehts zur Sache

Der Ablauf ist folgender: die Datensätze aus der Quelltabelle werden selektiert und die Felder auf Variablen gelegt. An den Variablen nimmt man dann die nötigen Manipulationen vor, und die fertig bearbeiteten Datenfelder werden in ein Array geschrieben. Aus dem Array füllt man dann mit Insert die Zieltabelle. Das Ergebnis kann man dann gleich mal im Q&D-Editor überprüfen. Ich mach dann gleich noch ein Beispiel, hier zuerst mal der Source:

if(isset($_POST['absenden'])){
    
    echo "<script type=\"text/javascript\">alert('Skript gestartet');</script>";
    
    //Hier kommt die Action hin
    
    $sql = "SELECT * FROM ".$quelltabelle."";
    $rs_result = $conn->query($sql);
    
      
    $i=0;
    $temp = array();
    
    while($row = $rs_result->fetch_assoc()) {
            
            $akt_id =$row["ID"];
            $title = $row["post_title"];
            $content = $row["post_content"];
            
            // Hier kann man beliebige Stringfunktionen auf die Felder anwenden
            $content = strip_tags($content);
            
            //Behandelte Strings in Array einlesen
            $temp[$i][id] = $akt_id;
            $temp[$i][titel] = $title;
            $temp[$i][content]= $content;
            $i = $i+1;
            
    }
            
 }
$len_temp = count($temp);

//Array zeilenweise in Zieltabelle wegschreiben
for ($i = 0; $i < $len_temp; $i++){    
  
          $temp_id = $temp[$i][id];
          $temp_titel = $temp[$i][titel];
          $temp_content = $temp[$i][content];
          
          //addslashes ist nötig weil sonst der Insert bei jedem Hochkomma aussteigt
          $sql_insert = "INSERT INTO ".$zieltabelle." (ID, post_title, post_content) 
          VALUES (".$temp_id." ,'".addslashes($temp_titel)."' , '".addslashes($temp_content)."')";
          
          if (mysqli_query($conn, $sql_insert)) {
                      echo "Insert erfolgreich<br>";
                      
                    }
                      
                    else {
                      echo "Fehler beim Update: " . mysqli_error($conn);
                      
                    }
} // end for

Das wars schon – das Skript braucht ein paar Sekunden, nicht ungeduldig werden. Wichtig ist, dass man die einzufügenden Felder beim Insert noch mit einem addslashes() behandelt, weil sonst bei jedem Anführungszeichen im Text das Skript aussteigt.

Ich habe oben nur eine Ersetzung ausgeführt, nämlich das:

$content = strip_tags($content);

Das führt in der Praxis evtl. zu unerwünschten Effekten, weil es wirklich gnadenlos alle HTML-Tags raushaut. Für meine Zwecke besser geeignet ist der strip_tags mit Ausnahmen:

$content = strip_tags($content,'<h2>, <h3>, <ol>, <ul>, <li>');

Das läßt meine Überschriften und die Listen drin, sieht schon besser aus.

mit_liste

mit_liste

Aber da muss jeder selber tüfteln, was für seine Zwecke am besten geeignet ist. Fröhliches googlen nach praktikablen Stringbehandlungen! Und nicht vergessen vor erneutem Starten des Skripts die Zieltabelle mit Truncate zu leeren, sonst fällt der Insert wegen doppelter IDs auf die Nase.

Nachtrag: den Truncate kann man natürlich auch ins Skript mit einbauen, einfach die Action um folgenden Code ergänzen:

//Zieltabelle leeren
    $sql_zap="TRUNCATE TABLE ".$zieltabelle."";
    if (mysqli_query($conn, $sql_zap)) {
                      echo "Truncate erfolgreich<br>";
                      
                    }
                      
                    else {
                      echo "Fehler beim Truncate: " . mysqli_error($conn);
                      
                    }

Das muss natürlich vor dem Insert rein, am Besten setzt man es ganz an den Anfang innerhalb der if(isset($_POST…)-Bedingung. Dann spart man sich das manuelle Leeren der Zieltabelle.

Quick&Dirty Editor Sourcecode

Der Editor kommt mit erstaunlich wenig Code aus, das sind gerade mal knapp 90 Zeilen. Ich gehe das hier mal der Reihe nach durch. Meine Ausgangstabelle heißt rezepte und sieht so aus:

ausgangstabelle

ausgangstabelle

Sie enthält nur die rudimentären Daten meiner Rezepte aus dem Inselfisch-Kochbuch, und zwar die ID, den post_content und den post_title.

tabelle_rezepte

tabelle_rezepte

Wir ändern nur den post_content, Titel und ID bleiben unangetastet.

Zuerst bastle ich mir natürlich die Datenbankconnection:

<?php
//file:connection.php
error_reporting(0);
$servername = "localhost";
$username = "root";
$password = "";
$dbname = "conversion";

 
// Create connection
$conn = new mysqli($servername, $username, $password, $dbname);
// Check connection
if ($conn->connect_error) {
    die("Connection failed: " . $conn->connect_error);
} else {echo "Datenbank Connection OK<br>";}
?>

Die wird per require reingeholt, und dann kanns losgehen. Ich habe hier den Algorithmus aus der nummerischen Pagination zweckentfremdet und lasse mir pro Seite genau einen Datensatz anzeigen.

<?php
//file:seitenweise.php
header('Content-Type: text/html; charset=utf-8');
require 'connection.php';


$sql = "SELECT * FROM rezepte";
$rs_result = $conn->query($sql);
$row_total = $rs_result->num_rows;
$gesamte_anzahl = $row_total;

echo "Datensätze gesamt: ".$row_total."<br>";

/* 1 Datensatz pro Seite festlegen*/
$ergebnisse_pro_seite = 1;
$gesamt_seiten = ceil($gesamte_anzahl/$ergebnisse_pro_seite);

if (empty($_GET['seite_nr'])) {
    $seite = 1;
} else {
    $seite = $_GET['seite_nr'];
    if ($seite > $gesamt_seiten) {
        $seite = 1;
    }
}

$limit = ($seite*$ergebnisse_pro_seite)-$ergebnisse_pro_seite;
if($limit<0){$limit =0;}

Zuerst zähle ich die Datensätze, dann lege ich fest, dass pro Seite genau ein Datensatz angezeigt werden soll. Defaultmässig landet der Editor bei Seite 1. Dann berechne ich mir das Limit, also beim wievielten Datensatz die Ausgabe beginnen soll. Das verwenden wir gleich mal für die Navigationsbuttons „Voriger Datensatz“ und „Nächster Datensatz“:

//Debug-Ausgaben und Nav-Buttons
echo "Datensatz = ".($limit+1)." von ".$row_total."<br>";
echo "Datensätze pro Seite = ".$ergebnisse_pro_seite."<br>";
if($limit>0){echo '<a href="seitenweise.php?seite_nr='.($limit-1).'" style="font-weight: bold;"><button type="button">Voriger Datensatz</button></a>';}
echo '<a href="seitenweise.php?seite_nr='.($limit+2).'" style="font-weight: bold;"><button type="button">Nächster Datensatz</button></a><br>';

Dann hole ich mir auch schon den Datensatz mit der aktuellen Seitennummer:

//Selektiere Datensatz mit der aktuellen Seitennummer
$sql = ('SELECT * FROM rezepte LIMIT '.$limit.', '.$ergebnisse_pro_seite);
$result = $conn->query($sql);

Da meine Variable $ergebnisse_pro_seite den Wert 1 hat, wird ein Datensatz pro Seite ausgegeben. Den zeige ich mir in einer while-Schleife in einer zweispaltigen Tabelle an. Die Tabelle enthält eine textarea, in die kommt der HTML-Code. In der zweiten Spalte wird die Vorschau ausgegeben. Zuerst schubse ich mal die ID des aktuellen Datensatzes in eine Variable, die brauchen wir später für den Update.

Dann frage ich ab, ob der „Änderungen speichern“-Button gedrückt wurde. Wenn ja, zeige ich den geänderten Inhalt des Editorfensters in der Tabelle an, wenn nein einfach den Originalcontent so wie er aus der Abfrage kommt.

//Ausgabe in Tabelle mit Formular
 while($row = $result->fetch_assoc()) {
            $akt_id = $row["ID"];
            echo "Aktuelle Datensatzid: ".$akt_id."<br>";
            
            echo "<form action ='#' method = 'post'>";
            echo "<input type = 'submit' name = 'absenden' value = 'Änderungen speichern'>";
            echo "<table border='1' cellpadding='4'>";
            echo "<th>".utf8_encode($row['post_title'])." HTML</th><th>Vorschau</th></tr>";
            
            //Wenn Speichern gedrückt wurde, editierten Content aus der Textarea ausgeben 
            if(isset($_POST['absenden'])){$inhalt = $_POST['content'];}
            else {$inhalt = utf8_encode($row['post_content']);}
                        
            echo "<tr>";
            //HTML Source in Textarea ausgeben
            echo "<td valign='top'><textarea rows='50' cols='80' name='content' id='content'>".$inhalt."</textarea>";
            echo "</td>";
            
            //HTML Vorschau ausgeben
            echo "<td valign='top'>".$inhalt."</td>";
            echo "</tr>";
            echo "</table>";
            echo "</form>";

Jetzt fehlt nur noch der Update, der wird beim Klicken des „Änderungen speichern“-Buttons ausgelöst:

if (isset($_POST['absenden'])){
                            
            //***********Action
            
            $sql = "UPDATE rezepte SET post_content =
'".utf8_decode(addslashes($_POST['content']))."' WHERE ID=".$akt_id."";
            //*************End Action
            
           if (mysqli_query($conn, $sql)) {
              echo "Record updated successfully";
              echo "<script type=\"text/javascript\">alert('Änderungen erfolgreich gespeichert');</script>";
            }
              
            else {
              echo "Error updating record: " . mysqli_error($conn);
              echo "<script type=\"text/javascript\">alert('Fehler beim Speichern');</script>";
            }    
    
    } //Ende von isset absenden
 } //Ende von while row = result

Im Update überschreibe ich den Inhalt von post_content mit dem Inhalt des Editorfensters, die steckt ja in der Variablen:

$_POST['content']

und zwar im Datensatz mit der aktuellen ID. Wegen der deutschen Umlaute muss ich hier mit utf8- encode und -decode arbeiten, das muß man bei einer anderen Datenbankkollation evtl anpassen. Ausserdem brauche ich noch einen addslashes(), weil meine Texte Anführungszeichen enthalten können. Dann mache ich noch eine kleine Fehlerbehandlung und gebe einen Javascript-Alert aus, ob der Update funktioniert hat oder nicht. Das wars auch schon – jetzt fehlt nur noch die nummerische Pagination zum anklicken des i-ten Datensatzes:

 //Nav Links alle Seiten
 for ($i=1; $i<=$row_total; $i++) { 
    echo "<a href='seitenweise.php?seite_nr=".$i."'>".$i."</a> "; 
};

Bitteschön, fertig ist der Q&D-Editor!

vanillekipferl_im_editor

vanillekipferl_im_editor

Tipp, auch quick&dirty:

Man kann ganz schnell eine (primitive) Filterfunktion basteln, wenn man die beiden SQL-Strings um eine „LIKE“-Klausel ergänzt:

$sql = "SELECT * FROM rezepte WHERE post_content LIKE '%".$filter."%'";
...
//Selektiere Datensatz mit der aktuellen Seitennummer
$sql = ('SELECT * FROM rezepte WHERE post_content LIKE "%'.$filter.'%" LIMIT '.$limit.', '.$ergebnisse_pro_seite.'');

Die Variable $filter setzt man am Anfang des Skripts auf den gewünschten Wert, zum Beispiel auf „caption“ oder „<ul>“ oder was auch immer. Dabei muss man aber berücksichtigen, was die aktuelle Datenbankkollation als Suchkriterien akzeptiert, bei Umlauten und Sonderzeichen kommt man da sonst zu unerwarteten Ergebnissen. Aber so als kurze Arbeitshilfe ist das schon mal ganz nützlich.

Quick&Dirty Editor für HTML-Posts mit Vorschaufunktion

Wer viel mit CMS umgeht, kennt das zur Genüge: in der Datenbank landet im Feld für den Inhalt eines beliebigen Posts oder einer Seite Text mit jeder Menge HTML-Tags, schließlich arbeitet man ja mit dem TinyMCE oder einem seiner Verwandten.Das sieht zum Beispiel in WordPress so aus:

<h2>Einleitung</h2>
In München-Haidhausen gibt es einen wunderbaren Laden, den "Liquid", da kann man erlesene Alkoholika auch in kleinen Mengen (ab 0,1 l) kaufen. Daher gibt es bei mir die Scaloppine mal mit Marsala, mal mit Sherry, oder ich bereite sie mit Portwein zu, ganz nach Lust und Laune. Wichtig ist, daß der Wein eher von der lieblichen Sorte sein soll, nur dann bekommt die Sauce den schönen vollmundigen Geschmack.
<h2>Zutaten</h2>
Für 4 Personen:

4 Kalbsschnitzel oder 8 dünn geschnittene Minutensteaks, alle Fettränder und Häutchen sorgfältig abgeschnitten, Mehl zum wenden. Je 1 El Butter und gutes Olivenöl, Salz, Pfeffer.
Zum Ablöschen: 1 kleines Glas lieblicher Südwein.
Noch 1 El. eiskalte Butter.
<h2>Zubereitung</h2>
Siehe <a href="http://evileu.de/inselfisch-kochbuch/2017/01/12/schnitzel-mit-zitrone-scaloppine-al-limone/">Scaloppine Grundrezept</a>, zum Ablöschen ein kleines Glas Südwein (s.oben) nehmen. Man kann die Scaloppine auch noch mit etwas feingehackter Petersilie bestreuen, aber das muß nicht unbedingt sein.

Das ist der post_content eines Rezeptes für Scaloppine. Im Inselfisch-Kochbuch sieht das so aus:

scaloppine

scaloppine

Recht und schön, aber im richtigen Leben kommt es immer wieder mal vor, dass man Content aus einem CMS abzieht und in einem anderen CMS weiterverwenden möchte. Das geht in den seltensten Fällen ohne umfangreiche Nacharbeiten, und nicht alles kann man programmgesteuert erledigen.

Man kann mit PHP natürlich alle HTML-Tags entfernen (siehe strip_tags Doku) und dabei sogar Ausnahmen definieren, welche Tags drinbleiben dürfen, und man kann sich auch mit preg_replace mehr oder weniger geniale Ersetzungen einfallen lassen. Aber das hat auch so seine Nachteile.

In dem Scaloppine-HTML ist zum Beipiel ein Link drin, der auf das Inselfisch-Kochbuch auf evileu.de verweist, das kann natürlich nicht so bleiben. Schmeißt man alle Links programmatisch komplett raus, ergibt der Text keinen Sinn mehr, da fehlt dann für das ganze Rezept die Zubereitung. Hier müßte man, wenn man es ganz richtig machen will, dem Link nachgehen und den entsprechenden Zubereitungstext rauskopieren. Das ist natürlich aufwendig, aber im Zweifelsfall die einzig richtige Lösung.

Tscha, was macht man jetzt, wenn man vor ein paar Hundert Posts sitzt, die manuell überarbeitet werden müssen? Man überlegt sich eine Arbeitserleichterung.

Voraussetzungen

Ich hab mir mal aus der WordPress posts-Tabelle nur die minimalsten Rohdaten abgezogen, nämlich die ID, den Titel und den Content, gefiltert nach post_type = post und post_status=publish, das sind die Kerndaten aller veröffentlichten Kochrezepte. Wenn ich sonst noch was brauchen sollte, den Autor oder das Datum oder sogar die Kategorien oder sonstwas, das kann ich mir später über die ID wieder dazulinken. Das selbe könnte ich auch mit Joomla-Beiträgen oder Drupal-Nodes machen, Hauptsache die ID kommt mit und der Titel und Content passen. Und das Ganze ist eigentlich nur sinnvoll, wenn die Posts nicht allzu lang sind, aber meine Kochrezepte gehen selten über eine Bildschirmseite hinaus.

Wir basteln uns einen Quick&Dirty Editor

Damit man jetzt nicht immer direkt in der Datenbank rumpfuschen muss, wenn man in einem HTML-Post etwas ändern will, habe ich mir eine zwar nur als Arbeitspferd geeignete, aber durchaus zeitsparende Lösung überlegt. Ich habe bei meinen ganzen Snippets zur Pagination gekupfert und mir ein PHP-Script gebaut, in dem pro Seite ein Datensatz dargestellt wird. Es gibt eine rudimentäre Navigation (voriger/nächster Datensatz), das reicht mir für die Arbeit, schließlich gucke ich im Zweifelsfall einen Datensatz nach dem anderen durch. Dann habe ich mit Hilfe einer Tabelle zwei Bildschirmbereiche konstruiert, im ersten wird der HTML-Code dargestellt und kann editiert werden, im zweiten gibt es eine Vorschau des Ergebnisses. Noch ein Knöpfchen zum Speichern der Änderungen, und es kann losgehen.

qe_scaloppine

qe_scaloppine

Für den Fall dass ich zu einem bestimmten Datensatz springen möchte habe ich ganz unten auch noch eine nummerische Navigation eingebaut, das ist bei über 300 Datensätzen ganz nützlich.

seitenpagination

Seitenpagination

Wie man mit dem Editor arbeitet

Wenn man in einem Post etwas entdeckt hat, das man ändern möchte, kann man dies direkt im HTML-Fenster tun. Hier habe ich zum Beispiel ein Bild drin, das wird WordPress-typisch in einen caption-Shortcode eingeklemmt, der sorgt in WordPress für die korrekte Darstellung der Bildbeschriftung.

caption

caption

Ein anderes CMS kennt aber den Shortcode nicht, also muss er raus. Das sieht man auch an der Darstellung im Vorschau-Fenster, der Browser kann natürlich ohne WordPress mit dem Shortcode nix anfangen und stellt ihn als Text dar:

caption_vorschau

caption_vorschau

Um das zu korrigieren, schmeisse ich im HTML-Fenster die caption-Tags raus und platziere noch ein paar <br> an den geeigneten Stellen, mache gleichzeitig noch einige kleine Textkorrekturen:

ohne_caption

ohne_caption

Klick auf den Button „Änderungen speichern“, dann kommt erst mal eine kurze Meldung, ob der Update erfolgreich war:

meldung

meldung

Und dann kriegt man das Ergebnis im Vorschaufenster angezeigt:

vorschau

vorschau

Na bitte, das geht doch ratzfatz!

Ohne Netz und doppelten Boden

Da ich beim Klicken auf den „Änderungen speichern“-Button direkt einen Update auf die Datenbank fahre, sind die Änderungen natürlich nicht mehr rückgängig zu machen, aber das kann ich verschmerzen. Schlimmstenfalls muss ich mir einen Datensatz aus der Originaltabelle wieder herholen, wenn ich ihn total verhunzt habe, aber das ist mir eigentlich noch nicht passiert. Im richtigen Leben wird sowas eh der Praktikant machen, und der kann HTML und weiß was er tut, wenn er Tags rausschmeisst oder korrigiert.

Der Q&D-Editor ist ja auch nur als Arbeitshilfe für Entwickler gedacht, und nicht für den Endanwender. Er soll auch nicht den gezielten Einsatz von programmatischen preg_replace-Aktionen ersetzen, die haben ja durchaus auch einen Sinn. Mir gehts immer so, dass ich beim Arbeiten mit dem Editor meistens ganz schnell merke, welche Elemente programmgesteuert rausgeschmissen werden können, weil ich immer die selben Tags editiere – und dann ist natürlich ein bisschen zusätzliches PHP angesagt. In der Praxis wird man immer eine Kombination aus manuellem Editieren und programmgesteuerten Ersetzungen fahren, damit bin ich eigentlich bis jetzt recht gut klargekommen.

Und jetzt gibts den Sourcecode des Q&D-Editors, in einem neuen Beitrag.

 

Custom Post Types in einem Widget

Ich hab nach langem und nicht besonders produktiven Googlen beschlossen, KEIN eigenes Widget für die Ausgabe der neuesten X Kochbücher zu schreiben, das ist mir viel zu umständlich. Es gibt auch Plugins speziell für diesen Zweck, aber das muss auch nicht sein, denn eigentlich ist die Anforderung mit einem einzigen MySQL-Statement zu erschlagen, das machen wir selber. Ich packe das wieder mal in einen Shortcode, der kann in die functions.php oder in ein Plugin, ganz nach Belieben. Das Ganze sieht schlicht und ergreifend so aus:

function kochbuch_ausgabe(){
   
  global $wpdb;
  $alleposts = $wpdb->get_results( "SELECT * from iii_wpposts 
WHERE post_type LIKE 'kochbuch' 
AND post_status LIKE 'publish' 
ORDER BY post_date DESC LIMIT 10");
    
    $ausgabe="";
    foreach($alleposts as $einpost){
        
        $ausgabe = $ausgabe.$einpost->post_title."</br>";
    }
    return $ausgabe;
 }
 add_shortcode('k_ausgabe', 'kochbuch_ausgabe');

Im Select ist alles drin was wir brauchen, das Limit kann man sich nach Wunsch selber anpassen.

Wenn wir das jetzt in einem Widget in der Sidebar haben wollen, klemmen wir uns ein Text-Widget und fügen da den Shortcode ein, und vergeben einen Titel nach Wunsch. Sollte das nicht klappen, muss man zuerst noch Shortcodes für das Text-Widget aktivieren, das geht mit einer Zeile in der functions.php:

add_filter('widget_text', 'do_shortcode');

Fertig sieht das so aus:

die_neuesten_kochbücher

die_neuesten_kochbücher

Wer mag, kann sich jetzt noch mit get_the_permalink() die Links zu den entsprechenden Kochbüchern basteln, die ID ist ja mit im Select. Das spare ich mir jetzt, da kann jeder selber kreativ werden.

Die Ausgabe der Custom Taxonomies in einem Widget: ein schickes kleines Plugin

Da mir die Tabellenstruktur der Taxonomies zu komplex für einen Select ist (join über 4 Tabellen), hab ich mal kurzen Prozeß gemacht und mir ein Plugin für diesen Zweck ausgesucht:

List Custom Taxonomy Widget

Es tut genau das, was es soll, und ist so gut wie selbsterklärend.

list_custom_taxonomy

list_custom_taxonomy

Die Ausgabe ist ganz wie erwartet:

aus_aller_welt

aus_aller_welt

Damit lass ich es gut sein, da muss man echt nichts mehr selber programmieren. Das Widget läßt sich natürlich auch für die Kochbuch-Stichworte verwenden, da brauchen wir also auch nix extra.

widget_stichworte

widget_stichworte

Für Bastler: es geht auch mit get_terms()

Wer sich die Ausgabe der Custom Taxonomies partout selber antun möchte, kann auf die WP_Funktion get_terms() zurückgreifen (siehe Codex). Den Link auf die enstprechenden Begriffe holt man sich dabei mit get_term_link(). Ich hab hier nur mal ein ganz kurzes Beispiel in einen Shortcode gepackt:

function get_land(){
 $terms = get_terms( 'land' );
if ( ! empty( $terms ) && ! is_wp_error( $terms ) ){
 
 foreach ( $terms as $term ) {
   
   echo "<a href = '".get_term_link($term)."'>".$term->name ."</a><br>";
     }
 
}
}
add_shortcode('land_ausgabe', 'get_land');

Das berücksichtigt jetzt nicht die geschachtelte Struktur, sondern gibt nur eine alphabetisch sortierte Liste der Terms der Taxonomie land mit ihren Links aus.

land_bastler

land_bastler

Man könnte jetzt noch den Namen der Taxonomie als Parameter in den Shortcode übergeben und sonst noch allerhand… aber wie gesagt, das ist was für Bastler. Ich verwende das oben vorgestellte Plugin, und gut ists.

WordPress Beiträge: einfache nummerische Pagination

Dies ist als Ableger des vorigen Beitrags entstanden, eine simple nummerische Pagination der Rezepte ist auch nicht wesentlich schwieriger als die alphabetische Pagination und kann ganz ähnlich konstruiert werden. Ich mache das wieder mit einem Shortcode in einem Plugin. Zuerst wird die Anzahl der pro Seite auszugebenden Rezepte festgelegt und ermittelt, wie viele Seiten das werden:

function el_num_pagination(){

//Anzahl Rezepte pro Seite festlegen
$pro_seite = 15;
    
//Anzahl aller veröffentlichten Rezepte bestimmen
global $wpdb;

         $alleposts = $wpdb->get_results( "SELECT * from wp_posts 
         where post_type like 'post' and post_status like 'publish'");
        
        $gefunden = $wpdb->num_rows;
        echo $gefunden." Rezepte insgesamt<br>";
        
        //ceil: nächsthöhere Ganzzahl
        $anzahl_seiten = ceil($gefunden/$pro_seite);
        //Debug-Ausgabe
        echo "Das sind: ".$anzahl_seiten." Seiten bei ".$pro_seite." Rezepten pro Seite";

Dann baue ich mir das Formular mit den Buttons für die Seitenzahlen zusammen:

//Formular mit Buttons
echo "<form action = '#' method = 'post'>";

for ($i=1; $i <=$anzahl_seiten; $i++){
    echo "<input type='submit' id='el_num_button' name='".$i."' value='".$i."'>";
}
echo "</form>";

Die Buttons werden in der style.css noch ein bisschen hübscher formatiert, die müssen nur ein wenig breiter werden:

#el_num_button{
    height:30px;
    width:24px;
    padding:2px;
    border: 2px solid white;
    margin 2px;
    padding: 1px 1px 1px;
}

Dann laufe ich wieder durch alle Seitenzahlen durch und frage mit dem if(isset()) ab, ob eine Seitenzahl angeklickt wurde. Falls ja, wird die Ausgabefunktion mit zwei Parametern aufgerufen, der Nummer der aktuellen Seite und der Anzahl der Rezepte pro Seite:

for ($j = 1; $j <= $anzahl_seiten; $j++){    
        if (isset($_POST[''.$j.''])){
            
            return el_num_aufruf($j,$pro_seite);
        }
    }

In der Ausgabefunktion nutze ich die Tatsache, dass man dem SQL LIMIT einen Offset mitgeben kann. Dieser muss bei 0 (Null) auf der Seite 1 anfangen, auf Seite 2 ist er dann einmal die Anzahl der Beiträge pro Seite, auf Seite drei zweimal etc… deswegen die Konstruktion mit dem $akt_seite-1:

function el_num_aufruf($akt_seite, $aufderseite){
    
        
    global $wpdb;
        
        //Limit Offset eins weniger als aktuelle Seite
        $hilf = ($akt_seite-1)*$aufderseite;
        
        $alleposts = $wpdb->get_results( "SELECT * from wp_posts 
         where post_type like 'post' 
         and post_status like 'publish'
         LIMIT ".$hilf.", ".$aufderseite." ");
        $gefunden = $wpdb->num_rows;
        
        foreach ($alleposts as $einpost){
            
            $pfad = get_the_permalink($einpost->ID);
            echo "<a href = '".$pfad."'>".$einpost->post_title."</a><br>";
            
        }
    
} //end function el_num_aufruf

Am Ende gebe ich die Rezepte mit den Links wieder mit einem Foreach aus. Das wars!

15_pro_seite

15_pro_seite

Das funktioniert auch mit anderen Werten für die Ausgabe pro Seite, ich nehm mal 7:

7_pro_seite

7_pro_seite

Oder wesentlich mehr, 30, da sind wir komplett flexibel:

30_pro_seite

30_pro_seite

Man könnte jetzt natürlich noch ein Auswahlfeld für den Benutzer einbauen, so dass er selbst wählen kann wieviele Rezepte pro Seite er angezeigt haben möchte, aber damit kann sich jeder selber amüsieren. Ich werde eh die alfabetische Pagination nehmen, die taugt mir besser für meine Anwender.

WordPress Beiträge: alphabetische Pagination ganz spartanisch

Ich habe mich in einem kleinen PHP-Projekt kürzlich ausführlich mit seitenweiser und alfabetischer Pagination bei der Ausgabe von Datenbankabfragen beschäftigt, und bin dabei auf eine Idee gekommen, wie man das in WordPress relativ einfach umsetzen kann. Ich geh mal wieder auf meine Rezepte los, das sind über 300 Stück, da ist das alte Inhaltsverzeichnis doch inzwischen ein wenig lang.

Die Aufgabenstellung

Ich möchte eine Anzeige aller Buchstaben A-Z, und wenn man auf einen Buchstaben klickt, soll eine Liste aller Rezepte ausgegeben werden, die mit diesem Buchstaben anfangen. Klingt simpel, ist auch nicht arg schwierig unzusetzen. Ich mache ein Plugin daraus, und packe die ganze Sache in einen Shortcode.

Die Anzeige: ich nehme ein Formular

Dafür konstruiere ich mir ein Hilfs-Array, in das erstmal alle Buchstaben von a-z reinkommen. Groß/Kleinschreibung ist uninteressant, da MySQL-LIKE nicht case sensitive ist. Das Formular sieht erstmal so aus:

//Buchstaben a-z in Array schreiben
$letters = array();
for ($i = 'a', $j = 1; $j <= 26; $i++, $j++) {
    $letters[$j] = $i;    
}
//Formular mit Buttons
echo "<form action = '#' method = 'post'>";

for ($i=1; $i <=26; $i++){
    echo "<input type='submit' id='el_button' name='".$letters[$i]."' value='".$letters[$i]."'>";
}
    echo "</form>";

Ich steppe durch mein Buchstabenarray durch und lege für jeden Buchstaben einen Button mit dem Namen des aktuellen Buchstabens und der id el_button an. Das erzeugt 26 Buttons, die sehen erstmal noch recht häßlich aus:

buttons_ungestylt

buttons_ungestylt

Ein kleiner Eingriff in die style.css des Child Themes verschönert das Ganze beträchtlich.

#el_button{
    height:30px;
    width:18px;
    padding:2px;
    border: 2px solid white;
    margin 2px;
    padding: 1px 1px 1px;
}

Das Ergebnis kann sich schon besser sehen lassen:

buttons_gestylt

buttons_gestylt

Jetzt klemme ich mir wieder mein Buchstabenarray und steppe es wieder von 1 bis 26 durch. Für jeden Buchstaben frage ich mit einem if isset(…) ab, ob der entsprechende Button angeklickt wurde, und rufe falls ja meine Ausgabefunktion auf, die kriegt den aktuellen Buchstaben als Parameter übergeben.

for ($j = 1; $j <= 26; $j++){    
        if (isset($_POST[''.$letters[$j].''])){
            
            return el_aufruf("".$letters[$j]."");
        }
    }

Die Ausgabefunktion

… geht mit dem übergebenen Buchstaben auf die Tabelle wp_posts los und holt mir mit dem post_title LIKE ‚x%‘ alle veröffentlichten Rezepte, die mit diesem Buuchstaben anfangen. Ausgegeben wird die Sache wieder mal mit einem foreach, und ich hole mir gleich noch den Permalink und bastle einen Link zum Rezept daraus.

function el_aufruf($stabe){
    global $wpdb;
         $alleposts = $wpdb->get_results( "SELECT * from wp_posts 
         where post_title like '".$stabe."%' 
         and post_type like 'post' 
         and post_status like 'publish'
         order by post_title");
        $gefunden = $wpdb->num_rows;
        
        echo "<h2>".$gefunden." Rezepte zum Buchstaben ".strtoupper($stabe)."</h2>";
        
        foreach ($alleposts as $einpost){
            
            $pfad = get_the_permalink($einpost->ID);
            echo "<a href = '".$pfad."'>".$einpost->post_title."</a><br>";
            
        }
    
} //end function el_aufruf

Das wars schon! Hier als Beispiel die Ausgabe zum Buchstaben M:

buchstabe_m

buchstabe_m

Kleiner Aufwand, praktisch brauchbares Ergebnis. Wenn man unterschiedliche Post Types hat, könnte man die Ausgabe auch hierauf noch einschränken, das ist vielleicht mal ganz nützlich. Ich hab aber nur die einfachen Posts als Rezepte, das ist für meine Zwecke völlig ausreichend.

Rezeptecounter revisited: für WordPress-Puristen

Ich arbeite ja gern mit eigenen Tabellen, aber die WordPress-Puristen schreien da immer gleich Zetermordio und wollen eine WordPress-konforme Lösung sehen. Deswegen stricke ich die Logik für das Wegschreiben des Rezeptezählers nochmal um und verstaue die relevanten Daten in der wp_options. Ich habe zu jedem Datensatz drei relevante Kennzahlen: die ID des Rezeptes, den Titel und den Zählerstand – wobei man den Titel auch nachträglich über die ID dazujoinen könnte, der ist hier eigentlich redundant. Diese drei packe ich in ein Array, und mit diesem Array füttere ich die Option. Das Ganze sieht dann so aus:

function el_rezeptcounter() {
 
 if(is_single()) {
 
 //id und titel abholen
 $akt_id = get_the_id();
 $akt_titel = get_the_title();
 
 //option nachschauen
 $meineOption = get_option('zaehler_'.$akt_id.'');
 $o_zaehler = $meineOption['zaehler'];
 
 if ($o_zaehler == ''){$zahl = 0;}else{$zahl = $o_zaehler;}
 
 echo "Dieses Rezept wurde bisher ".$zahl." mal aufgerufen";
 
 if($o_zaehler == ''){
 
 //neu eintragen
 $myOptions = array(
 'zaehler' => 1,
 'id' => $akt_id,
 'titel' => html_entity_decode($akt_titel)
 );
 
 update_option('zaehler_'.$akt_id, $myOptions);
 
 }else{
 
 //Zähler updaten
 $o_zaehler = $o_zaehler +1;
 
 $myOptions = array(
 'zaehler' => $o_zaehler,
 'id' => $akt_id,
 'titel' => html_entity_decode($akt_titel)
 );
 
 update_option('zaehler_'.$akt_id, $myOptions); 
 }
 
 } //End von if( is_single)
 
}

Genau genommen könnte man sich die if-else-Konstruktion sparen und in jedem Fall einen Update mit Zähler+1 machen, da WordPress mit update_option die Option neu anlegt, falls sie noch nicht existieren sollte.

WordPress macht aus den Arrays serialisierte Strings, da sieht dann der option_value zum Beispiel so aus:

a:3:{s:7:"zaehler";i:4;s:2:"id";i:1392;s:5:"titel";s:20:"Test für Backwerk";}

Das kann man Klartext lesen:

a für Array, Länge drei{s für string: Länge7:wert „zaehler“; i für integer:Wert 4…

… und so weiter. Um jetzt zum Beispiel an den Wert des Zählers heranzukommen, verwendet man folgende Syntax:

$meineOption = get_option('[name_der_option]');
 $zaehler = $meineOption['zaehler'];

Da $meineOption hier ein Array zurückgibt, könnte man auch über die Einträge iterieren und alle ausgeben, wenn man es braucht.

Jedenfalls haben wir jetzt unsere relevanten Daten WordPress-konform in der wp_options gespeichert. Wie aber kommen wir jetzt an die Auswertung? Mit einem SQL sind die serialisierten Werte nicht zu packen, da muss eine andere Lösung her. Na ja, pack’mas.

Auswertung des Rezeptecounters aus der wp_options

Dafür holt man sich mit einem Select.. WHERE option_name like ‚zaehler_%‘ alle relevanten Einträge aus der wp_options. Die Werte kann man schon mal mit einem foreach ausgeben:

function el_opcounter_hitparade(){
 
 //Bisher gespeicherte Rezepte holen
 global $wpdb;
 $alleposts = $wpdb->get_results( "SELECT * from iii_wpoptions where option_name like 'zaehler_%'");
 $anzahl = $wpdb->num_rows;
 echo "Anzahl gefunden= ".$anzahl."<br>";
 
 
 foreach($alleposts as $einpost){
 
 //Optionswerte auslesen 
 $meineOption = get_option($einpost->option_name);
 $o_zaehler = $meineOption['zaehler'];
 $o_titel = $meineOption['titel'];
 $o_id = $meineOption['id'];
 echo $o_id." ".$o_titel." ".$o_zaehler."<br>";
 }
 
}

Damit kriegt man schon mal die Liste.

unsortiert

unsortiert

Die hätte ich jetzt aber gern nach der Anzahl der Aufrufe absteigend sortiert, aber hier geht nix mit Order by, mit SQL ist das leider nicht zu packen. Das muss mit PHP, und das ist nicht ohne, dafür muss man einen multisort bemühen. Für den lesen wir unsere Daten in ein Array ein, das machen wir so:

Einlesen der Rohdaten in ein Array

Dafür kann unser Select nochmal herhalten:

//Bisher gespeicherte Rezepte holen
 global $wpdb;
 $alleposts = $wpdb->get_results( "SELECT * from iii_wpoptions where option_name like 'zaehler_%'");
 $anzahl = $wpdb->num_rows;
 echo "Anzahl gefunden= ".$anzahl."<br>";
 
 $rohdaten = array();
 $i=0;
 foreach($alleposts as $einpost){
 
 //Optionswerte auslesen 
 $meineOption = get_option($einpost->option_name);
 $o_zaehler = $meineOption['zaehler'];
 $o_titel = $meineOption['titel'];
 $o_id = $meineOption['id'];
 //debug unsortierte Ausgabe
 //echo $o_titel." ".$o_zaehler."<br>";
 
 //Array befüllen
 $rohdaten[$i]['zaehler']= $o_zaehler;
 $rohdaten[$i]['titel']= $o_titel;
 $rohdaten[$i]['id']= $o_id;
 $i=$i+1;
 }

Jetzt wirds ein bisschen tricky. Ich hab mir folgende Lösung ergooglet:

Array als Parameter für den multisort

Unsere Daten stecken jetzt in dem Array $rohdaten. Jetzt brauchen wir aber noch ein zweites Array, um den array_multisort (s. PHP-Handbuch) damit zu bedienen, und zwar muss dieses die Spalte enthalten, nach der sortiert werden soll. Das Ganze sieht dann so aus:

$counter = array();
foreach ($rohdaten as $key => $row)
{
 $counter[$key] = $row['zaehler'];
}
array_multisort($counter, SORT_DESC, $rohdaten);

Damit werden die Rohdaten nach dem Zähler sortiert, und zwar DESC also absteigend. Jetzt können wir die ganze Chose als Hitparade ausgeben:

foreach($rohdaten as $roh){
 
 echo $roh['titel']." (".$roh['zaehler'].")<br>";
 
 }

Das sieht jetzt schon ganz gut aus.

hitparade

hitparade

Natürlich kann man auch hier anhand der Rezept-IDs einen Link zum Rezept mit dem get_permalink einbauen, aber das spare ich mir jetzt. Wenn man nur die ersten X Rezepte ausgeben möchte, den SQL um ein LIMIT X ergänzen. Achtung, Denkfehler! Das klappt natürlich nicht, da der Select die Daten nicht vorsortiert ausgeben kann. Da muss man dann nur die ersten X Zeilen des Arrays ausgeben, sonst wird das nix. Ich pack das Ding doch noch in ein Widget mit Benutzereingabe für die X auszugebenden Rezepte! Kurze Lösung: man verwendet ein array_slice:

$hilf = array_slice($rohdaten, 0, 3);
foreach($hilf as $roh){
        
            echo $roh['titel']." (".$roh['zaehler'].")<br>";
            
            }

Ich finde den Aufwand zum Auswerten der serialisierten Daten schon recht kopflastig, das geht über die eigene Tabelle wesentlich komfortabler. Na ja, kann jeder selber entscheiden, welche Lösung er einsetzen möchte.

Noch eine Anmerkung am Schluss

Ich bin gefragt worden, warum ich den Code für das Wegschreiben des Rezeptezählers nicht in einen Filter gepackt habe, sondern als Shortcode in die single.php eingefügt habe. Das hat einen guten Grund: ich habe mit komplexeren Filtern bei WordPress schon schlechte Erfahrungen gemacht, insbesondre bei eingebauten Datenbankabfragen kann es da zu kuriosen Nebenwirkungen kommen. Jedenfalls ist der Shortcode-Aufruf in der single.php eine unkomplizierte Lösung und liefert korrekte Ergebnisse, damit kann ich ganz gut leben.

Alternative zum Besucherzähler: der Rezeptecounter

Tscha, der nette kleine Visitor Counter auf meinen Webseiten musste leider weg, weil der die IP-Adressen der Besucher bunkert, und das ist nach der neuen Datenschutz-Verordnung nicht mehr erlaubt, IP-Adressen zählen als schutzwürdige persönliche Daten und dürfen nicht mehr ungecrypted gespeichert werden. Mich interessiert aber trotzdem, was die Besucher auf meinen Seiten anzieht, und ich hab mir fürs Inselfisch-Kochbuch eine „kleine“ Alternative gebastelt.

Rezeptecounter ganz minimalistisch

Eigentlich ist es für mich am Interessantesten, welche Rezepte am öftesten aufgerufen werden, die Aufrufe der wenigen statischen Seiten interessieren mich eher weniger. Das könnte ich mir zwar aus den Logfiles meines Providers herausfieseln, aber der Aufwand ist doch relativ hoch. Das geht auch einfacher, dachte ich mir, da klemme ich eine kleine PHP-Funktion ans Ende jedes Rezeptes und schreibe mir die Aufrufe in eine eigene Tabelle. Damit habe ich eine prima kleine Rezepte-Hitparade und kann z.B. die 10 beliebtesten Rezepte ausgeben oder sonstwas damit anstellen.

Damit kann ich in der single.php ansetzen und mir da einen kleinen Zähler einbauen, der mir in die Datenbank bunkert wie oft das jeweilige Rezept schon aufgerufen wurde. Die Funktion kommt in einen Shortcode, und der wiederum kommt in ein Plugin, der Plugin-Aufruf kommt ins Child-Theme in die single.php nach dem Content.

Die Tabelle counter

ist ganz einfach strukturiert:

tabelle_counter

tabelle_counter

Eine Autowert-ID, und drei Felder für Rezept-ID, Titel und der Zähler für die Aufrufe, das wars schon.

Die Funktionalität des Shortcodes

… ist auch nicht weiter kompliziert. Ich hole mir ID und Titel des aktuellen Rezeptes ab und gehe mit der ID auf die Tabelle counter. Falls die ID da noch nicht vorhanden ist, mache ich einen Insert, falls sie schon da ist, setze ich den Zähler um eins hoch und mache einen Update. Das wars schon!

function el_rezeptcounter() {
    
  if(is_single()) {
      
      //id und titel abholen
      global $wpdb;
      $akt_id = get_the_id();
      $akt_titel = get_the_title();
      
      //Bisherige Anzahl holen
        $alleposts = $wpdb->get_results( "SELECT * from counter where rezeptid = ".$akt_id."");
        $anzahl = $wpdb->num_rows;
        
        $zaehler = 0;
        foreach($alleposts as $einpost){
            $zaehler = $einpost->zaehler;
        }
        
        echo "Dieses Rezept wurde bisher ".$zaehler." mal aufgerufen";
        
        if($anzahl == 0){
            
            //Neuen Aufruf eintragen
            $wpdb->insert('counter', array(
            'rezeptid' => $akt_id,
            //Sonderbehandlung für - und " usw.
            'titel' => html_entity_decode($akt_titel),
            'zaehler' => 1
            ));
            
        }else{
            
            //Zähler updaten
            $zaehler = $zaehler +1;
            
            $wpdb->update( 
                'counter', 
                array( 
                    'zaehler' => $zaehler  // int
                  ), 
                array( 'rezeptid' => $akt_id )
            );
                    
        }
        
  } //End von if( is_single)
  
}
add_shortcode ('counter', 'el_rezeptcounter');

Dabei kann man sich überlegen, ob man bei der Ausgabe der bereits erfolgten Aufrufe bei 0 oder bei 1 das zählen anfängt, das ist Geschmackssache. Korrekter ist es wahrscheinlich, mit dem aktuell erfolgten Aufruf bei 1 anzufangen, Dann sähe die Zeile mit dem Zähler für die Ausgabe so aus:

if ($o_zaehler == ''){$zahl = 1;}else{$zahl = $o_zaehler+1;}

Den html_entity_decode($akt_titel) brauchts, weil ich in meinen Titeln auch mal Zeichen wie – oder “ verwende, damit das in der Datenbank sauber ankommt.

Der Aufruf des Shortcodes in der single.php

… wird nach Wunsch vor oder nach dem Content platziert:

       <!--Shortcode für den Rezepte-Counter-->
       <?php echo do_shortcode("[counter]"); ?>

Und so sieht die Ausgabe aus:

4malaufgerufen

4malaufgerufen

Update und Tipp:

Man kann die Counter-Funktionalität statt in einen Shortcode auch in einen Filter packen. Ich bin zwar mit komplexen Filtern in WordPress schon manchmal auf die Nase gefallen, aber hier scheint es stabil zu funktionieren. Der Code bleibt gleich, nur setze ich dann den Filter auf the_content:

function el_rezeptcounter($content) {
    
  if(is_single()) {
  ...
  ...(Hier kommt der Code wie oben)
  ...
      .
  } //End von if( is_single)
  return $content;
}
add_filter( 'the_content', 'el_rezeptcounter' );

Damit kann man sich den Umbau der single.php sparen.

Die Counter-Tabelle

Die Tabelle counter ist sehr übersichtlich, man kann sie sich gleich mal nach dem Zähler sortieren und sieht sofort, welche Rezepte die meisten Aufrufe haben.

counter_mit_eintraegen

counter_mit_eintraegen

Das kann man natürlich hübsch für eine Ausgabe z.B. als Rezept-Hitparade verwenden, dafür basteln wir uns:

Den Hitparaden-Shortcode

kann man sich selber dahin platzieren wo man ihn am liebsten hat, die Konstruktion ist denkbar einfach:

function el_rezepthitparade(){
    global $wpdb;
    echo "<h2>Die beliebtesten Rezepte</h2>";
    $alleposts = $wpdb->get_results( "SELECT * FROM counter ORDER BY zaehler DESC");
    foreach ($alleposts as $einpost){
        
        echo $einpost->titel." (".$einpost->zaehler.")<br>";
    }
}
add_shortcode('hitparade','el_rezepthitparade');

Ausgabe:

diebeliebtestenzezepte

diebeliebtestenzezepte

Man kann jetzt noch die Anzahl der ausgegebenen Zeilen mit einem LIMIT steuern, aber man kann auch noch ganz was anderes machen, nämlich das Ganze in ein Widget packen und die Anzahl der auszugebenden Zeilen als Benutzereingabe abfragen. Aber das ist dann doch recht aufwendig, ich nehme hier mal lieber eine kleine Lösung:

Shortcode in Text-Widget packen

Dafür zieht man sich einfach ein Text-Widget an die passende Stelle und gibt hier nur den Shortcode ein, z.B.

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. Wenn das nicht funktioniert, sind die Shortcodes für Textwidgets noch nicht enabled, das geht aber mit einer Zeile im Plugin oder in der functions.php des Child-Themes:

add_filter('widget_text', 'do_shortcode');

Das sollte es gewesen sein. Wir hübschen die Ausgabe noch mit Links zu den Rezepten auf, das ist auch nicht weiter schwierig, wir haben ja die IDs und packen das mit in den foreach:

foreach ($alleposts as $einpost){
        
        $pfad = get_the_permalink($einpost->rezeptid);
        echo "<a href = '".$pfad."'>".$einpost->titel."</a> (".$einpost->zaehler.")<br>";
    }

Jetzt ist es aber schön genug!

widgetmit_links

widgetmit_links

Nachschlag für WordPress-Puristen

Ich bin darauf hingewiesen worden, dass man die Anzahlen der Rezeptaufrufe auch in der wp_options speichern könnte, das wäre die sauberere Lösung. Ja bittesehr, kann man, ist nicht besonders schwierig. Man muss sich halt überlegen, wie man die Options benennt, damit man sie nachher auch auswerten kann. Ich hab da mal einen Versuch gemacht und die Optionsnamen nach dem Muster zaehler_[beitragsid] zusammengeschraubt. D:ie Funktion zum Wegschreiben ist recht übersichtlich geworden:

function el_rezeptcounter() {
    
  if(is_single()) {
      
      //id und titel abholen
      $akt_id = get_the_id();
      $akt_titel = get_the_title();
      
      //option nachschauen
      $o_zaehler = get_option('zaehler_'.$akt_id.'');
        
        if ($o_zaehler == ''){$zahl = 0;}else{$zahl = $o_zaehler;}
        
        echo "Dieses Rezept wurde bisher ".$zahl." mal aufgerufen";
        
        if($o_zaehler == ''){
            
            update_option('zaehler_'.$akt_id, 1);
            
        }else{
            
            //Zähler updaten
            $o_zaehler = $o_zaehler +1;    
            update_option('zaehler_'.$akt_id, $o_zaehler);        
        }
        
  } //End von if( is_single)
  
}

Man kann hier ohne Gefahr update_option() verwenden, da es eine Option einfach neu anlegt, falls sie noch nicht vorhanden sein sollte. Das funktioniert soweit ganz gut und hat hier zum Testen etliche Einträge korrekt in meiner wp_options hinterlassen:

wp_options

wp_options

Eine Übersicht bekäme man im ersten Ansatz mit diesem Select heraus:

( "SELECT * from wp_options where option_name like 'zaehler_%' 
ORDER BY option_value DESC");

Was mir an dieser Lösung allerdings nicht gefällt: wie wertet man das jetzt aus und kriegt die Rezepttitel mit zu den Zählerständen? Als Optionsnamen nur die Rezept-ID allein (ohne das zaehler_ vorneweg) zu vergeben wäre ein Lösungsansatz, aber das gefällt mir nicht so recht.

Man könnte natürlich in den option_value ein Array mit ID, Zähler und Titel packen und WordPress die Daten serialisieren lassen (hier bei wpengineer.com ein nettes Tutorial zu dem Thema), aber das ist mir eigentlich zu umständlich, da hat man dann das G’frett damit, die Daten wieder einzeln rauszufieseln. Da bleibe ich lieber bei meinem „kurzen Dienstweg“ mit der eigenen Tabelle.

Update

Ich bin gefragt worden, ob ich nicht ein Beispiel für das Wegschreiben der Options als Array bringen könnte. Ja OK, machen wir, aber dazu gibts einen neuen Beitrag.