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Warum einfach, wenn’s auch umständlich geht? Zwei DB-Plugins für Contact Form 7

Über Contact Form 7 und die Limits

Contact Form 7 ist mit Recht eines der beliebtesten Formular-Plugins fürWordpress. Es ist einfach zu konfigurieren, in der Funktionalität für den Anwender leicht verständlich, und macht genau das was es soll, nämlich abgeschickte Kontaktformulare als E-Mails versenden und, wenn man es möchte, auch eine automatisierte Antwort hinausschicken.

Wenn man jetzt aber feststellt, daß einem die E-Mail-Flut zuviel wird und man mit dem Verwalten der vielen Kontaktanfragen gar nicht mehr nachkommt, muß eine geschicktere Lösung her. Für viele Anwender ist es auch ein Thema, daß E-Mail-Kontaktanfragen im Spam-Ordner landen oder sonstwie verlorengehen. Abhilfe schaffen da Plugins, die die eingehenden Kontaktformulare in Datenbanktabellen speichern. Da geht nix verloren, da hat man gleich einen schönen Überblick, das läßt sich auch automatisiert weiterverarbeiten. Feine Sache, und auch aus DV-technischer Sicht eine saubere Lösung. Ich habe mal zwei Plugins unter die Lupe genommen, die diesen Job auf höchst unterschiedliche Art und Weise erledigen.

Contact Form to DB von BestWebSoft

Mit 3000+ Installationen das etwas verbreitetere Plugin, deswegen schauen wir es uns zuerst an. Es kommt mit einem recht übersichtlichen Admin Panel daher, in dem man anwählt, welches Formular man anschauen möchte, das wird dann tabellarisch dargestellt, ist nach allen Feldern sortierbar, und man kann verschiedenste Export-Optionen wählen:

cf7db_exportformate

cf7db_exportformate

Soweit, so gut, aber was passiert darunter in der Datenbank?

Man findet die Daten der abgeschickten Formulare alle in einer Tabelle wieder – ja, alle in eine einzige Tabelle gepfercht, und zwar nach dieser interessanten Logik:

cf7db_submits_tabelle

cf7db_submits_tabelle

Für jedes Feld aus einem abgeschickten Formular wird augenscheinlich ein eigener Datensatz angelegt. Die haben logo alle die selbe submit_time, daran erkennt das Plugin anscheinend, welche Daten zu einem einzelnen abgeschickten Formular zusammengehören. Dann wird in jedem Datensatz festgehalten, zu welchem Formular er gehört, hier ist es mein „Modelformular“. Die Felder field_name und field_value sind eigentlich selbsterklärend, Feldname und Wert eben. Die field_order scheint einfach die Reihenfolge der Felder im Formular zu sein. Interessant ist dann noch das Feld file, das ist ein Longblob und kann Attachments speichern.

Das ist keine relationale Logik

Also, mit relationaler Datenbanklogik hat das aber schon rein gar nichts mehr zu tun! Wie soll man denn bitte so eine Tabelle in MySQL weiterverarbeiten? Der ganze Rattenschwanz steht ja zu jedem abgeschickten Formular wieder in ganzer Pracht in der Tabelle, für jedes Formularfeld ein eigener Datensatz – wie, bittesehr, soll man da zum Beispiel einen Select drauf absetzen? Erstmal nach form_name selektieren, dann nach dem Timestamp gruppieren, dann noch die Feldreihenfolge (field_order) berücksichtigen, und dann.. ja was denn nicht noch alles? Mal ganz davom abgesehen, daß die Tabelle vor Redundanzen geradezu trieft, der Formularname und die Feldnamen werden x-mal gespeichert.

Daumen nach unten

Wenn Contact Form to DB wenigstens einen Export nach MySQL anbieten würde, wäre das deutlich einfacher, aber der fehlt kurioserweise. Also erstmal nach Excel exportieren, dann mit dem phpmyadmin wieder in MySQL reinimportieren, und dann erst weiterverarbeiten, oder wie? Das finde ich doch schwer umständlich, deswegen: Daumen nach unten für dieses Plugin, weil es völlig ignoriert, daß man die Formulardaten bitteschön gern mal in MySQL weiterverarbeiten möchte.

Save Contact Form 7 von Nimblechapps Ltd.

Auch dieses Plugin kommt mit einem recht aufgeräumten Admin-Panel. Die Export-Optionen beschränken sich zwar auf CSV, PDF und Print, aber das macht nichts, denn drunter auf der Datenbank sieht es hübsch übersichtlich aus. Für jedes Formular wird eine eigene Tabelle angelegt, diese werden durchnummeriert (z. B. Savecontactform7_1). Man erkennt aber sofort die Feldnamen aus den Formularen in den Datenbanktabellen wieder, die werden nämlich 1:1 übernommen

Tabellenstruktur Beispiel

savecf7_tabelle

savecf7_tabelle

Vorne kommt zuerst eine AutoIncrement-ID, das ist schon mal sehr praktisch. Es folgt der Timestamp, dann die Formularfelder mit den entsprechenden Inhalten. Jedes abgeschickte Formular ein Datensatz, Jedes Kontaktformular eine eigene Tabelle und basta.. Na, da kann man doch sauber damit arbeiten!

Einziger Wermutstropfen: es können keine Attachments gespeichert werden. Aber mal ehrlich, wie oft brauchen sie Dateianhänge in Kontaktformularen? (In der von Contact Form 7 generierten E-Mail sind die Attachments natürlich drin)

Daumen hoch

… für dieses blitzsauber arbeitende Plugin. Ich würde mir höchstens noch wünschen, daß aus dem Tabellennamen der Formularname ersichtlich ist, also die Tabelle statt savecontactform7_xy vielleicht scf7_bestellformular heißen würde, aber das ist Kleinkram. Ich verwende das Plugin gerne, und empfehle es auch meinen Kunden als schön saubere Lösung.

 

Kommt auf den Wunschzettel: eine eigene Bildertabelle für WordPress

Der Attachment-Kuddelmuddel in der wp_posts

Wie wir gesehen haben, war es ein ganz schöner Aufwand, alle relevanten Informationen für die Ausgabe aller Bilder zusammenzutragen. Ich habe an anderer Stelle schon angemeckert, daß es aus aus Sicht eines alten Datenbankers nicht OK ist, so unterschiedliche Entitäten wie Posts und Attachments in der selben Tabelle, nämlich der wp_posts, zu verwalten. Ich laß jetzt mal die anderen Attachment-Typen (ZIP, Wav, Doc…) weg und werfe nur einen gezielten Blick auf die Bilder. Das ist auch semantisch sinnvoll, weil Bilder eine ganz spezielle Art von MIME-Types darstellen. Korrekterweise muß man sagen, daß wir hier von Inline-Bildern sprechen, die vom Browser im Dokument innerhalb des Textflusses direkt dargestellt werden. Externe Bilder wären dann die, die erst geladen werden wenn man auf einen Link oder ein Vorschaubild klickt, aber ich schweife ein bißchen ab. Wer mehr wissen will: ein interessanter Artikel zu dem Thema ist hier bei der Uni Passau zu finden.

Begnügen wir uns mit den ganz normalen Bildern auf Seiten und in Beiträgen, und ich geh mal lieber direkt ran an meine Wunschtabelle.

Die neue Bilder-Tabelle: ein Vorschlag

Wie könnte das jetzt aussehen, wenn man die Bilder aus der wp_posts auslagert und eine eigene Tabelle für sie anlegt? Ganz einfach so:

neue_bildertabelle

neue_bildertabelle

Feldliste der neuen Tabelle

Ich geh mal die Felder der Reihe nach durch:

  1. bild_id: AutoIncrement, die eindeutige Identifikationsnummer des Datensatzes.
  2. beitrag_ix: der Fremdschlüssel für die ID des zugehörigen Beitrags, das „ix“ steht für „id extern“
  3. bild_url: der vollständige Pfad zur Bilddatei
  4. bild_titel: selbsterklärend
  5. bild_beschriftung: selbsterklärend
  6. bild_alt_text: selbsterklärend
  7. bild_beschreibung: selbsterklärend

Wo sind denn all die anderen Felder geblieben?

Brauchen wir nicht mehr.

  • Der post_type attachment ist überflüssig, weil wir hier in der neuen Tabelle nur noch Attachments verwalten.
  • Der post_mime_type image/ ist überflüssig, weil wir nur noch Bilder verwalten.
  • Es ist sogar überflüssig, nach MIME-Type jpeg oder andere Bildformate zu unterscheiden, weil im img src-Tag auch png, gif, ico usw, zulässig sind, genaueres zu den zulässigen Bildtypen steht im Codex.
  • Der post_status ist überflüssig, aber der hat uns ohnehin für die Bildausgabe nicht die Bohne interessiert.
  • die Verknüpfung auf die wp_postmeta ist überflüssig, weil wir hier für den alt-Text das eigene Feld bild_alt_text haben

Alles klar soweit?

Das neue SQL Statement

Wie lautet also das neue SQL für die Ausgabe aller Bilder? Gehen wir mal davon aus, daß die Tabelle schlicht wp_bilder heissen soll. Dann schreibt sich das so:

Select * from wp_bilder;

Das wars.

Und das möchte ich jetzt erstmal etwas einwirken und sacken lassen.

Bilder ausgeben: nochmal mit sauberem Code und Präfix

Nachbesserung, zähneknirschend 😉

Meine wohlmeinenden Erstkritiker waren hartnäckig, jetzt muß ich noch mal nachbessern. Ich geb ja zu, es war nicht ganz fein von mir, den SQL für die Ausgabe aller Bilder mit  absolut doofen Tabellennamen (iii_wpposts, iii_wppostmeta) in den Beitrag zu setzen. Und auch das nur als Screenshot, so daß man sich das Ding noch nicht mal kopieren konnte. Also gut, ich lege nach. Aber bevor ich mich hier wieder mit dem visuellen Editor anlege, gibts den aktuellsten Code als Zip-Datei.

Gezipptes PHP-Skript

Hier klicken für den Zip-Download: join_posts_und_postmeta_mit_wpdbprefix

Was hat sich geändert?

Jetzt aber trotzdem nochmal ein Screenshot, damit man auf einen Blick sehen kann, was sich geändert hat.

prefix_auf_variable

prefix_auf_variable

Ich habe zwei Variable für die Tabellennnamen angelegt, und diese sauber mit

$wpdb->prefix."tabellenname"

befüllt. Jetzt muß man nur noch im Select die hart codierten Tabellennamen gegen die Variablen austauschen, d.h. überall wo vorher stand iii_wpposts steht jetzt „.$meine_posts.“, und statt iii_wppostmeta steht jetzt „.$meine_postmeta.“. Das wars schon, ansonsten hat sich an dem Select rein gar nichts geändert!

Das ist mit den vielen Gänsefüßchen und Punkten zwar nicht mehr besonders gut zu lesen, aber letztendlich kommt es auch der Funktionalität zugute, das Skript sollte jetzt eigentlich auf jeder halbwegs normalen  WordPress-Installation laufen. Ich habs auf drei verschiedenen Testinstanzen getestet, bei mir tut es genau das was es soll, nämlich alle Bilder als Übersicht im Thumbnail-Format ausgeben. Und das mit ca. 20 Zeilen Code 😉

Nicht vergessen: der Eintrag in der style.css

Da muß man je nach installiertem Theme vielleicht noch ein bißchen Feintuning machen, aber der Eintrag in der style.css des Child Themes für die div ist auch der gleiche geblieben, der sieht immer noch so aus:

.evisdiv{
    
    float: left;
    height: auto;
    width: 20%;
    overflow: hidden;
    border: 1px solid blue;
    margin: 10px;
    padding: 10px;
    box-shadow: 5px 5px 3px #888
  
}

Den overflow könnte man rausschmeissen, weil ja jetzt die quadratierten kleinen Thumbnails verwendet werden, und den Rest kann sich jeder nach persönlicher Vorliebe stylen – have fun mit CSS! 🙂

 

Bildausgabe: noch ein paar Spielereien

Das selbe nochmal mit Vorschaubildern

Also gut, meine Bildausgabe sah zugegeben nicht besonders ordentlich aus, weil die Bildformate im Inselfisch-Kochbuch so höllisch unterschiedlich sind. Dann nehmen wir halt in Gottes Namen mal die quadratischen Vorschaubilder. Und die Beschriftungen und Beschreibungen lassen wir ganz weg, weil da eh nichts Gescheits drinsteht. So besser?

join_mit_thumbnails

join_mit_thumbnails

Was hab ich gemacht? Mir das quadratische Vorschaubild mit der Funktion wp_get_attachment_thumb_url($att_id)
geholt. Davor muß man allerdings den Select erweitern und sich noch die ID des Bild-Datensatzes für die Funktion mit dazunehmen, ich hab das mal so gemacht:

SELECT wp_posts.ID as ‚BildID‘,…

Der Rest des Select bleibt absolut gleich. Die foreach-Schleife sieht jetzt so aus:

bild_ausgabe_thumb

bild_ausgabe_thumb

Die echos für die jetzt überflüssigen Felder sind rausgeflogen, und in den img src-Tag kommt jetzt eben die URL des Thumbnails und nicht die des Originalbildes. Ausserdem habe ich die width-Angabe rausgenommen, weil die Thumbnails in meinem Theme eh bloß 150x150px groß sind.

Jetzt noch ein paar Anpassungen in der style.css, die height für evisdiv auf auto gesetzt, das Orange im Background rausgenommen und den border radius rausgeschmissen. Jetzt kann echt keiner mehr meckern:

inner_join_ergebnis_style

inner_join_ergebnis_style

Es sieht jetzt wirklich auf den ersten Blick ordentlicher aus, aber die abgeschnittenen Bilder finde ich nach wie vor nicht schön. Na ja, wer’s mag…

 

 

Alle Bilder: jetzt gehts an die Ausgabe

Jetzt kommt die Schlamperei auf

Wenn alles geklappt hat, dürfte der phpmyadmin jetzt nur noch die fünf mit dem „as“ benamsten Felder ausgeben. Und wenns euch genauso geht wie mir und ihr beim Bilder hochladen geschlampert habt, steht im alt-Text und im Titel genau das gleiche drin, und die Beschreibung ist in vielen Fällen leer, einfach weil man beim Hochladen nichts angegeben hat. Ich war sogar noch etwas mehr gschlampert: bei mir haben die Felder Bildtitel, Bildbeschreibung und Bild_alttext den selben Wert, weil ich hier einfach mit Copy&Paste gearbeitet habe.

Wo bleibt da die Barrierefreiheit?

Ganz einfach, ich komme damit durch, weil es sich bei meinen Beiträgen um schlichte Kochrezepte handelt. Wenn da als alt-Text „lasagne“ oder „huhn-mit-prosecco“ steht, ist das voll OK weil sich im Kontext „Online-Kochbuch“ jeder etwas darunter vorstellen kann.

Das PHP-Skript

Ich hab da erstmal eine tabellarische Ausgabe gemacht:

join_posts_und_postmeta

join_posts_und_postmeta

Das Wichtigste ist eigentlich, daß in der foreach-Schleife die Felder aus dem Join jetzt mit dem Alias angesprochen werden, den wir jeweils mit dem „as“ angelegt haben. Sonst ist der Aufbau analog zu dem, was wir schon mit den Beiträgen und den Beitragsbildern gemacht haben, erinnern sie sich?

Ich geh mal jetzt ein bißchen in den Schnelldurchgang, das haben wir ja schließlich alles schon mal gehabt. Tabellentags raus, img src rein, div um die foreach-Schleife gelegt, ein wenig CSS Styling.

Die neue foreach-Schleife

Die sieht jetzt so aus:

join_post_und_postmeta_ausgabe

join_post_und_postmeta_ausgabe

Wenn man jetzt beim Hochladen der Bilder aussagekräftige Inhalte für Bildbeschreibung, -beschriftung -titel und alt-Text eingegeben hätte, bekäme man auch was Ordentliches zu sehen. Probieren sie es aus, laden sie mal ein paar neue Bilder hoch und machen sie sich die Mühe, alle Felder vernünftig auszufüllen. Dazu hätte ich noch einige Anmerkungen, aber jetzt schauen wir uns erstmal unsere Ausgabe aller Bilder an. Bei mir sieht man gleich, daß ich geschummelt habe und in der Bildbeschreibung das selbe drinsteht wie in der Bildbeschriftung, und daß meine Bildchen sehr unterschiedliche Formate haben:

neu_join_screenshot

neu_join_screenshot

Wenn man übrigens mit der Maus über eines der Bilder fährt, poppt der title-Text auf – hübscher Effekt, finde ich 🙂

WordPress macht das allerdings von selber nicht, im img src-Tag im post_content wird der Bildtitel nicht mit eingetragen, der entschwindet irgendwo im Nirvana 🙁

Das Problem mit den Hoch- und Querformaten

Tscha, da haben wir es wieder. Natürlich kommen die Querformate hier wieder zu klein raus, weil die Breite ja mit der width-Anweisung im img src Tag festgelegt ist. Aber ich hab lieber das GANZE Bild in der Anzeige, als ein zugeschnittenes Quadratchen mit x-beliebigem Bildausschnitt. Meine persönliche Meinung.

Was fehlt noch?

Jetzt wäre es natürlich schick, wenn man zu jedem Bild auch einen Link auf den zugehörigen Beitrag oder die zugehörige Seite hätte. Was hab ich da wispern gehört – parent_id? Genau! Aber dafür gibts einen neuen Beitrag.

Bilder: Join aus der wp_posts und der wp_postmeta

Also, mal das Ziel nicht aus den Augen verlieren: wir wollten Bilder ausgeben, und zwar für den Anfang mal alle, mit den relevanten Bildinformationen alt-Text, Titel, Beschriftung und Beschreibung. Wie kriegen wir die jetzt aus den beiden Tabellen wp_posts und wp_postmeta raus? Ich seh schon das Glitzern in den Augen der alten Datenbankhasen: mit einem Join über die ID, ganz klar. Damit man den Überblick nicht verliert, selektieren wir jetzt gezielt nicht mehr alle, sondern nur noch einige Felder aus der wp_posts und holen uns aus der wp_post_meta nur den meta_value. Im ersten Ansatz sieht das  so aus:

Der angepaßte Select

Ich mußte hier auf eine andere Test-Installation zurückgreifen, weil ich viele Bilder brauchte. Die hat das Datenbank-Präfix „iii_wp“ – muß man halt auf das eigene Präfix anpassen, tut mir leid wegen der Umstände.

SELECT iii_wpposts.post_title as „Bildtitel“, iii_wpposts.post_content as „Bildbeschreibung“,
iii_wpposts.post_excerpt as „Bildbeschriftung“, iii_wpposts.guid as „Bild_url“, iii_wppostmeta.meta_value as „Bild_alt_text“ FROM iii_wpposts
INNER JOIN iii_wppostmeta ON iii_wpposts.ID = iii_wppostmeta.post_id
WHERE (((iii_wpposts.post_type) Like „attachment“) AND ((iii_wpposts.post_mime_type) Like „image/jpeg“) AND ((iii_wppostmeta.meta_key) Like „_wp_attachment_image_alt“)))

Wahrscheinlich könnte man in der WHERE-Klausel auf den post_type Like „attachment“ verzichten, wir selektieren ja dann noch auf den post_mime_type Like „image/jpeg“, aber schaden kanns auch nicht, das lasse ich mal so stehen.

Statt iii_wp müssen sie sich halt jetzt ihr eigenes Präfix denken, aber so funktioniert es prinzipiell. So geht der Inner Join der Tabellen über die Post ID, letztendlich sollte das Statement im phpmyadmin jetzt genauso viele Datensätze ausgeben, wie wir Bilder in der Mediathek haben.

inner_join_ergebnis

inner_join_ergebnis

Warum stehen im Select die ganzen „as“-Klauseln? Weil wir die Alias-Namen der Felder nachher für die PHP-Ausgabe brauchen.

Paßt alles? Fein, dann machen mir mal weiter mit:

Arme Waisenkinder: Bilder ohne Eltern

Die alten Füchse haben sicher schon mit der parent_id geliebäugelt, die riecht ja förmlich nach einem Join zum Beitrag, aber wir machen mal einen Schritt nach dem anderen. Wenn man sich die Datensätze aus dem Abfrageergebnis mal genauer anschaut, kann es sein daß bei einigen Datensätzen im Feld parent_id eine Null steht. Das sind die Datensätze, die man sich in der Mediathek unter „Nicht verknüpft“ anschauen kann, also Bilder, die zwar hochgeladen, aber noch nicht mit einem Beitrag oder einer Seite verknüpft worden sind, oder die aus einem Beitrag oder einer Seite gelöscht wurden, aber nicht aus der Mediathek.

Ob wir die jetzt mitnehmen oder nicht ist Geschmackssache, aber man sollte zumindest wissen, daß die auch da sind, wenn man ALLE Bilder ausgibt. Und das machen wir im nächsten Beitrag. Morgen. Ich muß mich jetzt erstmal von dem ganzen Felderwirrwarr erholen – ich will eine vernünftige Attachment-Tabelle für mein WordPress! 😉

Hab ich doch glatt vergessen: Tach auch, ich bin dein Präfix!

Ich bin von wohlmeinenden Kritikern darauf hingewiesen worden, daß ein Statement wie :

SELECT * from wp_posts

ein bißchen nach Schlamperei riecht. Schließlich kann man bei der WordPress-Installation ein x-beliebiges Datenbankpräfix angeben, und dann heißt die Tabelle eben nicht wp_posts, sondern womöglich 783287xyzposts, und mein SQL fällt auf die Nase.

Was ist ein Datenbankpräfix?

Das stammt noch aus den Zeiten, als MySQL Datenbanken beim Provider rar und teuer waren, und man notgedrungen mehrere WordPress-Installationen in eine einzige MySQL-Datenbank stecken mußte. Das Datenbankpräfix muß innerhalb einer Datenbank eindeutig sein, denn es dient dazu dem System mitzuteilen, welche Tabellen zu welchem Blog gehören. Das hat früher oft ganz schön Verwirrung gestiftet und machte auch das Datenbank-Backup eines Blogs nicht gerade übersichtlicher. Aber ich denke, heutzutage wo bei jedem Webspace zwanzig und mehr MySQL-Datenbanken dabei sind, ist das kein Thema mehr. Ich bevorzuge es, für jeden Blog eine eigene Datenbank zu nehmen (Pscht, das mit dem Multisite-Blog habe ich jetzt nicht gehört!) und als Präfix den Default wp_ zu belassen.

Wenn man jetzt Code schreiben möchte, der auf jeder normalen WordPress-Installation läuft, muß man natürlich den richtigen und kompletten Tabellennamen, der sich immer aus dem Prefix und dem WordPress-Basistabellenamen zusammensetzt, angeben. Dafür gibt es die Systemvariable prefix. Im Code sieht das dann korrekt so aus:

SELECT * from $wpdb->prefix.posts

Ich bleibe aber trotzdem bei meiner vereinfachten Schreibweise mit dem wp_posts, weil ich finde daß es leichter zu lesen ist, und für mich weniger Arbeit zum Tippen 😉

Fußnote

Ich habe schon oft gelesen, daß es aus Sicherheitsgründen dringend anzuraten ist, ein möglichst kryptisches Datenbankpräfix zu wählen, von wegen Hackerangriffe und so. Weiß ich nicht was ich davon halten soll, schließlich kann der böse Hacker den Dreh mit dem $wpdb->prefix auch kennen, und damit ist es nix mit dem Schutz. Aber das nur mal so als Nachgedanke..

Beitragsbild in unserer Tabelle mit ausgeben

Nachdem wir jetzt ja erschöpfend geklärt haben, was ein Beitragsbild eigentlich ist, gehts jetzt an die spaßige Seite, nämlich die Ausgabe der Beitragsbilder in unserer eigenen Datenbankabfrage. Wir haben immer noch den selben alten Select:

SELECT * from wp_posts where post_status = ‚publish‘ and post_type = ‚post‘

Und wir haben immer noch die selbe foreach-Schleife mit der Formatierung als HTML-Tabelle. Jetzt geht es ein bißchen von hinten durch die Brust ins Auge weiter.

2 WordPress-Funktionen für Beitragsbilder

Wir holen uns zuerst über die ID des aktuellen Beitrags die ID des Beitragsbilds=Thumbnails, das geht mit der WordPress-eigenen Funktion get_post_thumbnail_id(), und zwar machen wir das so:

get_post_thumbnail_id($einpost->ID)

(Kleine Erinnerung: genauere Details zu den WordPress-Funktionen im Codex nachschauen!)
Mit der Thumbnail-ID holen wir uns mit der Funktion wp_get_attachment_url() die URL des Beitragsbildes:

wp_get_attachment_url(get_post_thumbnail_id($einpost->ID))

Ich liebe diese sprechenden Funktionsnamen! 🙂
Das Ganze legen wir dann noch auf eine Variable, und dann sieht die neue Zeile in unserer foreach-Schleife so aus:

$artikelbild_url = wp_get_attachment_url(get_post_thumbnail_id($einpost->ID));

Sie können sich ja spaßeshalber erstmal die Variable $artikelbild_url so wie sie ist mit echo ausgeben, oder wir packen das Ergebnis der ganzen Prozedur gleich in einen img-Tag. Ich hab versprochen, mehr Codeschnipsel, also bitte, nochmal die komplette foreach-Schleife:

thumbnail_url_holen

thumbnail_url_holen

Und? Rumms, da kommen doch die Bilder gleich in voller Größe auf den Bildschirm gerauscht, das ist jetzt genauso häßlich wie im Theme Twenty Fourteen. Abhilfe schafft eine width-Angabe im img-Tag:

echo „<td><img src ='“.$artikelbild_url.“‚width = ‚100px‘></td>“;

Statt 100px können sie natürlich einen beliebigen Wert eingeben, aber ich wollte ungefähr Paßfotogröße, das sieht bei mir jetzt so aus:

passfotos

passfotos

Schon deutlich hübscher, nicht wahr? Und jetzt wollen wir mal die ganzen inzwischen überflüssigen Felder wie ID usw. ausblenden und der Sache per CSS ein pfiffigeres Styling verpassen, aber dazu gibt es einen neuen Beitrag.

Beitragsbilder Ausgabe Beispiel

Na, haben sie ein paar Beitragsbilder eingefügt? Ja? Und was sehen sie jetzt? Gar nichts?

Tscha, das kommt auf ihr Theme an. Meistens werden die Beitragsbilder auf der Beitragsseite in der Übersicht ausgegeben, und selbst das nicht immer schön. Beim Twenty Fourteen zum Beispiel sieht das schrecklich aus:

beitragsbild_twenty_fourteen

beitragsbild_twenty_fourteen

Das Bild ist viel zu groß, blöd zentriert so daß es gegen den Beitragstitel verschoben aussieht, und die schraffierten Flächen links und rechts sind auch nicht gerade schön. Die kommen übrigens daher, daß meine Beitragsbilder in diesem Beispiel sehr klein sind, da wird einfach der Rest der Seitenbreite ausgefüllt. Bei einem größerformatigen Foto siehts auch nicht viel besser aus, das nimmt halt dann die ganze Breite ein:

beitragsbild_twenty_fourteen_gross

beitragsbild_twenty_fourteen_gross

Das dient jetzt nicht wirklich der Übersicht und ist auch nicht richtig schön, finde ich. Ja, was nun? Wir holen jetzt erstmal die Beitragsbilder in unseren Codeschnipsel, aber dafür gibts einen neuen Beitrag.

 

HTML Tabelle mit Tablesorter reloaded

Ich gelobte Besserung. Ich schieb hier nochmal nach, wie unsere HTML-Tabelle aussehen muß, nämlich mit thead und tbody Tags, damit sie vom Table Sorter Plugin auch sortiert wird.

alle_posts_mit_perm_und_tablesorter

alle_posts_mit_perm_und_tablesorter

Das ist jetzt mal ein Screenshot aus dem Notepad++, meinem Lieblings-Editor für alle Zwecke. Ich denke, man kanns lesen… und da seh ich prompt schon einen Fehler, bei dem schließenden thead Tag fehlt der / (Schrägstrich). Tablesorter hats trotzdem gesorted, ich lass das jetzt mal so stehen.

Der Knackpunkt ist hier wie gesagt die Zuweisung:

echo „<table id=’meineTabelle‘ class=’tablesorter‘>“;

Damit weiß der Tablesorter, daß jetzt Action angesagt ist, und er auf diese Tabelle losgehen soll. Mehr ist nicht dabei. Wie schon gesagt, der Tablesorter bietet noch wesentlich mehr Möglichkeiten, aber da darf sich jeder selber einlesen, Doku gibts bei Tante Google.