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Turnverein: die Mitglieder-Stammdaten

Woher kommen die Daten?

Wie im vorigen Artikel bereits angesprochen, gibt es ein in Contact Form 7 erstelltes Anmeldeformular, das wird für die Erfassung aller Mitgliederdaten genutzt. Hacken sie einfach ein paar Testmitglieder mit unterschiedlichen Sportarten und Freizeitoptionen ein, so fünf bis zehn Stück reichen für den Anfang. Contact Form 7 schickt ihnen zu jedem erfaßten Formular ein E-Mail mit den zugehörigen Daten. Wir brauchen hier aber nur das Paßfoto, das als Attachment mitgeschickt wird, die anderen Daten werden in einer MySQL-Tabelle automatisch gespeichert.

Speichern der Formulardaten in einer Tabelle

Das zusätzliche Plugin Save Contact Form 7 sorgt dafür, daß die Formulardaten in einer Tabelle landen, mit der wir später weiterarbeiten können. Diese Tabelle heißt default-mässig savecontactform7_X, wobei X eine laufende Nummer ist. Da wir nur ein Kontaktformular haben, ist das die Nummer 1, folglich heißt unsere Tabelle savecontactform7_1. Von der machen wir uns zunächst einmal eine Kopie: das geht im phpmyadmin unter „Operationen“, wir kopieren Struktur und Daten und geben der Tabelle einen aussagekräftigen Namen, die heißt jetzt mitglieder_stamm. Das wird unsere Arbeitstabelle. Warum eine Kopie? Weil wir noch am Testen sind. Im Real-Betrieb arbeitet man mit der „echten“ Tabelle, damit man neu angemeldete Mitglieder auch in Echtzeit mitkriegt. Wir nutzen jetzt erstmal die Kopie unserer Mitglieder-Stammdaten und haben ein bißchen Spaß auf der Datenbank!

Struktur der Tabelle mitglieder_stamm

In der Tabellenstruktur spiegelt sich 1:1 unser Formular wieder:

mitglieder_stamm_struktur

mitglieder_stamm_struktur

Ich geh mal von oben nach unten:

  1. id wird von contact form 7 automatisch fortlaufend vergeben, das wird unser Schlüssel, die Mitglieds-Nummer
  2. created_on Timestamp, wird von CF7 automatisch vergeben, brauchen wir eigentlich nicht
  3. status das hab ich glatt unterschlagen: ich nutze das Plugin CF7 Dynamic Text Extension um ein „hidden“-Feld mitzugeben, das erhält defaultmäßig den Wert „neuzugang“. Wir werden später noch sehen, wozu wir das brauchen.
  4. die restlichen Felder: sind 1:1 die selben wie in unserem Formular, das ist keine Hexerei.
  5. Das Feld zustimmung brauchen wir nur für die Datenschutzerklärung, das sieht in CF7 so aus:
datenschutzerklaerung

datenschutzerklaerung

Die muß mit rein, schließlich erheben wir personenbezogene Daten!

So, das wars schon. Ready to go, Testdaten drin? Dann gehts zur ersten Ausgabe im nächsten Beitrag.

Der Turnverein Weiß-Blau: jede Menge Spaß mit eigenen Tabellen

Über den TV Weiß-Blau

Der kleine fiktive  Vorort-Turnverein im Münchner Norden möchte WordPress für seinen Webauftritt verwenden. Die informativen Seiten (Über den TV-Weiß-Blau, Vereinsangebot) sind schnell angelegt. Dann kommt noch ein Registrierungsformular für neue Mitglieder dazu, das machen wir mit Contact Form 7 und nutzen gleich noch Save Contact Form 7 um die Daten den prospektiven Mitglieder direkt in der MySQL-Datenbank zu speichern. Save Contact Form 7 erzeugt zu jedem neuen abgeschickten Formular eine fortlaufende ID, die wird unsere Mitgliedsnummer.

Unser besonderer Service: finden sie ihren individuellen Freizeitsport-Partner!

Und weil wir mit dem Registrierungsformular so schöne Daten abfragen (Beispiel kommt noch) möchten wir als besonders „Zuckerl“ für unsere Mitglieder einen super Service anbieten: man kann nach geeigneten Sportpartnern suchen! Wer hat am Abend oder am Wochenende Zeit, wer ist in meiner Leistungsgruppe oder Größenklasse, wer hat Interesse an Basketball oder Tennis – das wird der ganz besondere Service für den Verein und hebt unser Angebot von der Konkurrenz ab.

Das Datenmodell in WordPress und Contact Form 7

… ist denkbar einfach. Wir legen für jedes Vereinsmitglied einen Beitrag an, da kommt noch ein Paßfoto mit dazu, und das wars auch schon. Alle anderen relevanten Daten bekommen wir aus unserem Registrierungsformular. Das haben wir mit Contact Form 7 schnell erstellt. Im ersten Teil werden die persönlichen Daten und die Adresse abgefragt:

anmeldeformular_adressdaten

Nichts weiter ungewöhnliches, interessanter wirds da schon im zweiten Teil, da werden Infos zu den sportlichen Aktivitäten abgefragt:

fitness_sportarten

fitness_sportarten

Der Größenbereich erlaubt die Auswahl „unter 170“, „170-180“ und „über 180“. Bei „Fitneß“ kann man Anfänger, Freizeitsportler oder Profi auswählen, die anderen Formularfelder sind eigentlich selbsterklärend. Warum habe ich bei „Verfügbarkeit“ und „Sportarten“ Radiobuttons mit ja/nein gewählt, und keine Optionsgruppen? Weil die Daten so schöner auszuwerten sind, das wird man später noch sehen.

Woher kommen nun die Daten?

Alle diese wertvollen Daten erhalten wir einfach dadurch, daß Anmeldeformulare ausgefüllt und abgeschickt werden. Wenn sich jemand persönlich vor Ort oder auf traditionell schriftlichem Weg im Verein anmeldet, werden die persönlichen Daten halt auch einfach über das Kontaktformular erfaßt, ist ja egal wer die eingibt. Jedenfalls haben wir so schnell einen kleinen Stammdaten-Pool beieinander, mit dem wir arbeiten können.

Kleine Anmerkung zur tabellarischen Darstellung in CF7

Wie bringt man CF7 dazu, eine Gruppe mit Radiobuttons vernünftig formatiert darzustellen? Bin ich gefragt worden, gebe ich gern Auskunft. Man packt sie in eine Tabelle, das sieht dann im Entwurf so aus:

cf7_tabellen

cf7_tabellen

Das aber nur als kleiner Layout-Tipp am Rande. Im nächsten Artikel geht es weiter mit unseren Mitgliederdaten.

 

Eigene Tabellen – schließlich heißt es „MeinSQL“

MySQL läßt sich so schön übersetzen

Mir gefällt auch die Semantik: das ist „Mein SQL“, hier kann ich schalten und walten wie ich will, kann Tabellen und Abfragen anlegen und verknüpfen, kann sortieren und inserten und updaten nach Lust und Laune, und Open Source und kostenlos ist es obendrein. MySQL bietet wirklich unbegrenzte Möglichkeiten und ist flexibel ohne Ende. Über den genialen phpMyAdmin steht auch eine professionelle Verwaltungsoberfläche zur Verfügung, die keine Wünsche offenläßt. Also, warum nutzen wir dann dieses Potential nicht zur Erweiterung von WordPress?

Gut gemeint, bedingt brauchbar: Benutzerdefinierte Felder

Einleitung

Als vor ein paar Jahren die benutzerdefinierten Felder (Custom Fields) in WordPress eingeführt wurden, wurde das als großer Schritt in Richtung CMS hochgelobt und gleich mit -zig Anwendungsbeispielen unterfüttert. Benutzerdefinierte Felder sind dafür gedacht, die Beiträge mit weiteren Daten anzureichern, das kann ganz unterschiedliche Anwendungen haben. Man könnte z.B. in einem Bücherblog die ISBN-Nummer des jeweils besprochenen Buches in ein benutzerdefiniertes Feld eintragen, man könnte in einem kleinen Online-Shop zu einzelnen Artikeln die Preise hinterlegen, man könnte in einem Mitgliederverzeichnis für einen Verein verschiedene Daten zu den einzelnen Mitgliedern abspeichern (Geburtsdatum, Telefonnummer, Adresse).

OK, Feld ist gespeichert. Und jetzt?

Wenn man seine benutzerdefinierten Felder in den Beiträgen auch sehen möchte, muß man sie in den Code der entsprechenden PHP-Datei (z.B. single.php) eintragen, das sieht dann etwa so aus:

<?php get_post_meta($post_id, '$key', $single); ?>

Dabei ist die $post_id natürlich die ID des aktuellen Beitrags, das $key ist der Platzhalter für den Namen des benutzerdefinierten Feldes, und $single weist WordPress an, einen einzelnen String auszugeben (alternativ ginge auch ein Array, wenn ein Custom Field mehrere Werte enthält, aber das lassen wir jetzt mal weg).

Ein Beispiel wäre jetzt hier mal der Preis zu einem Beitrag, der $key wäre hier schlicht „Preis“:

benutzerdefiniert_preis

benutzerdefiniert_preis

Was passiert hinter den Kulissen auf der Datenbank?

In der Tabelle wp_postmeta landet ein neuer Eintrag mit einer laufenden meta_id:

post_meta_custom_field

post_meta_custom_field

Hier wird über die post_id der Name und der Wert des benutzerdefinierten Feldes festgehalten. Der meta_value ist übrigens ein Longtext, also hier können sie jede Menge Text (max. 4.294.967.295 Byte) eingeben!

Sie können allerdings auch jede Menge Unsinn eingeben, statt dem Preis in € das Tagesdatum zum Beispiel, oder auch unsinnige Werte wie „Zwofuffzig“, WordPress ist das egal. Die Nachteile hiervon liegen auf der Hand, und deswegen gibt es auch Plugins, die die Verwaltung von Custom Fields erheblich verbessen.

Das Plugin Custom Field Template

Diese Plugin ermöglicht es, die Eingabebereiche von benutzerdefinierten Feldern einzugrenzen. Mit Hilfe von definierbaren Eingabefeldern, Radio-Buttons, Checkboxes usw. wird es dem Benutzer sehr vereinfacht, sinnvolle Eingaben zu machen. Das ist alles gut und schön und auch sehr professionell gemacht, aber mir gefällt das alles nicht so recht, und ich sage auch gleich, warum.

Wer tippt den ganzen Datenhaufen ein?

Um mal bei dem Anwendungsbeispiel mit dem kleinen Onlineshop zu bleiben: angenommen, man legt für jeden Artikel einen Beitrag an, hübsch mit Bild und kleinem Text. Dann könnte man ein benutzerdefiniertes Feld für den Preis anlegen, vielleicht noch eins für die Artikelnummer, und interessant wäre vielleicht auch der noch Lagerbestand, wieviele Stück noch verfügbar sind. In einem normalen kleinen Laden hat man hierfür zumindest eine Excel-Liste, in der man die ganzen Artikel verwaltet. So, und jetzt kommen die Custom Fields: das soll man alles per Hand einhacken? Nicht in echt, oder?

Oder sehen wir uns mal das Mitgliederverzeichnis eines Vereins an: Miitgliedsnummer, Name, vollständige Adresse, Geburtsdatum, Funktion… da gibt es jede Menge Daten, die hineingehören. Und die soll man alle per Hand erfassen? Ja mir wannsd net gangst, wie man auf bairisch sagt, zu Hochdeutsch: „Das geht ja wohl gar nicht!“

Letztes Beispiel: Bei meiner Modeldatenbank hätte ich zu jedem Model (1 Model=1 Beitrag) sage und schreibe 34 benutzerdefinierte Felder auszufüllen: Körpergröße, Kleidergröße, Schuhgröße, Haarfarbe, Augenfarbe, Oberweite… usw. usf, was halt so alles zu einer Modelsedcard gehört, und das ist eine Menge Holz! Also nee echt nicht, das hacke ich da nicht per Hand rein. Schon gar nicht, weil ich die ganzen Modeldaten eh über ein Contact Form 7-Formular erfasse und sowieso in der Datenbank gespeichert habe.

Und bevor wir jetzt darüber nachdenken, wie man die passenden Einträge zu den benutzerdefinierten Feldern in der wp_postmeta aus unseren Excel-Listen oder MySQL-Tabellen automatisiert erzeiugen könnten – nicht wahr, liebe alte Programmierer, daran habt ihr sofort gedacht! Also, das machen wir NICHT. Wir machen uns das Leben deutlich einfacher.

Wir verwenden eigene Tabellen

Aber dazu gibt es definitiv einen neuen Beitrag, dieser hier ist lang genug geworden.

 

 

 

 

WordPress und die Kategorien: kleine Gruseltour auf der Datenbank

Die Kategorien von WordPress sind ein sehr praktisches und flexibles Werkzeug. Im Prinzip handelt es sich hier um eine 1:n-Beziehung (ein Beitrag kann zu mehreren Kategorien gehören), dazu kommt allerdings noch eine nahezu unbegrenzte Schachtelungstiefe in Unterkategorien, Unter-Unterkategorien und so weiter. Das ist wie gesagt sehr flexibel gelöst, auch wenn ich bezweifle, daß im Normalfall eine Schachtelungstiefe von mehr als drei Kategorie-Ebenen notwendig ist. Die Möglichkeit ist jedenfalls da.

Und wie sieht das auf der Datenbank aus?

WordPress gönnt sich für die Verwaltung der Kategorien drei Tabellen, die alle an einem „term“ im Namen erkennbar sind (warum terms und nicht categories?). Es gibt die wp_terms, in der findet sich recht übersichtlich eine Auslistung aller Kategorien mit term_id und name.

wp_terms

wp_terms

Dann gibt es noch die wp_term_taxonomy, die ist schon weniger durchsichtig. Hier werden über das Feld „parent“ die Zuordnungen zu Unterkategorien verwaltet, und ein Zähler(count) mitgeführt.

wp_term_taxonomy

wp_term_taxonomy

Und schließlich ist da noch die wp_term_relationships, in der erfolgt letztendlich die Zuordnung der Kategorien (anhand der term_taxonomy_id) zu den Beiträgen (object_id). Um also herauszufinden, welche Kategorien zu einem Beitrag gehören, müßte man einen Join über alle drei Tabellen machen, aber das ersparen wir uns.

wp_term_relationships

wp_term_relationships

Warum so kompliziert? Wegen der unbegrenzten (ich habs nicht ausprobiert) Schachtelungstiefe, und weil WordPress hier noch die Möglichkeit der sogenannten „Custom Taxonomies“ offenläßt. Das sind eigene Gruppierungen, die man erstellen und dann ganz genau so wie Kategorien zur Sortierung und Anzeige der Beiträge verwenden kann. Ich hab das mal für eine Taxonomie „Jahreszeiten“ gemacht, die bestand halt dann nur aus „Frühjahr, Sommer,Herbst,Winter“, war aber für ihren Zweck ganz praktisch.

Stattdessen: get_the_category()

Weil uns aber vor lauter unterschiedlichen ids und terms und taxonomies und was weiß ich noch alles schon der Kopf schwirrt, nehmen wir eine einfachere Lösung. Praktischerweise hat WordPress eine eingebaute Funktion, die uns ein Array aller zu einem Beitrag gehörenden Kategorien liefert. Man holt sich das Array über die ID des aktuellen Beitrags. In unserer foreach-Schleife sieht das dann so aus:

$category = get_the_category($einpost->ID);

Jetzt brauchen wir noch eine kleine foreach-Schleife für die Ausgabe des Ergebnis-Arrays, und wir nehmen mal als Trennzeichen noch ein Komma und ein Leerzeichen:

foreach ($category as $eincat){
                    echo $eincat->cat_name.", ";
                }

Damit können wir eine Ausflistung der Kategorien in unsere Beitragsausgabe mit einbauen, bei mir sieht das dann so aus:

alleposts_mit_kategorien

alleposts_mit_kategorien

Kniefiesler werden bemerken, daß das letzte Komma in der Kategorienauflistung überflüssig ist, aber da seh ich mal großzügig darüber hinweg. Ich finde die Beitragsausgabe jetzt eine runde Sache und recht übersichtlich. So man hat, kann man natürlich auch noch das Beitragsbild mit ausgeben, die Anzahl der ausgegeben Beiträge beschränken, ein Order by rand() mit einbauen etc. pp, da kann sich jeder selber spielen wie er mag. Viel Spaß dabei!

 

 

 

Beitragsausgabe: Text vernünftig kürzen

Noch läuft uns ja der ganze Text der Beiträge in die Div, und der Überschuss wird einfach durch das overflow:hidden in der style.css versteckt. Schöner wärs natürlich, man würde den Text irgendwie vernünftig kürzen.

Erster Ansatz: nur die ersten X Zeichen ausgeben

Das ist natürlich am einfachsten und läßt sich mit einem substr() ganz einfach realisieren. Ich füge noch eine „weiterlesen“-Marke mit ein ([..]) und lege auch auf die nochmal den Link zum Beitrag. Unser post_content steckt nach wie vor in der Variable $akt_text, und ich kürze ab Position 0 (Null) auf 100 Zeichen, das schreibt sich dann so:

$rest_anfang = substr($akt_text, 0,100);
                echo $rest_anfang."<a href = '".$akt_link."'> [...]</a>";

Das kürzt dann natürlich den Text auch gnadenlos mitten im Wort, läßt sich leider nicht verhindern.

text_kuerzen_substr

text_kuerzen_substr

Schöner wärs, wenn die Wörter nicht abgeschnitten werden. Dazu fallen mir zwei Ansätze ein.

Kürzen auf den ersten Satz

Es ist halbwegs realistisch anzunehmen daß in meinen Kochrezepten jeder erste Satz eines Rezeptes mit einem Punkt endet. Deswegen kann man hier z.B. mit explode() arbeiten (s. PHP-Manual) und nur den ersten Wert des Arrays ausgeben, dann hat man im Normalfall einen ganzen Satz.

$erster_satz = explode(".",$akt_text);
echo $erster_satz[0]."<a href = '".$akt_link."'> [...]</a>";

Ergebnis:

text_kuerzen_erster_satz

text_kuerzen_erster_satz

Das gefällt mir jetzt schon viel besser!

Auf die ersten X Wörter kürzen

Ginge auch, muß man dem explode() halt ein Leerzeichen mitgeben und das zurückgegebene Array mit dem Index von 0 bis X ausgeben. Mir gefällt aber die Lösung mit dem „Ausgeben bis zum ersten Punkt“ schon sehr gut, ich laß das jetzt mal so.

Was man jetzt noch machen könnte

Schick wäre es natürlich, wenn man jetzt noch sehen könnte unter welcher Kategorie die Beiträge abgelegt wurden. Dafür wirds wieder Zeit für ein bißchen Fun auf der Datenbank und einen neuen Beitrag.

 

Beitragsausgabe: Wie werd ich bloß den Text „Einleitung“ los?

Also, das ist jetzt quasi mein Privatvergnügen, ich möchte aus der Beitragsausgabe die wiederholte Zwischenüberschrift „Einleitung“ heraus haben. Nochmal zur Erinnerung wie das aussieht:

alle_posts_mit_links

alle_posts_mit_links

Sie sehen hier, daß nicht alle Posts mit „Einleitung“ anfangen, ich darf also nicht alle „behandeln“.

Wie ist hier die Logik?

Also, mal sehen ob ich das irgendwie logisch gebacken kriege. Vor fast jedem Rezept steht der Text „Einleitung“, als h2-Überschrift formatiert. Das Dumme daran ist, daß es bei einigen wenigen Rezepten keine Einleitung gibt, sonst könnte ich einfach die Anzahl der Zeichen abzählen und den post_content um soundsoviele Zeichen abschnippeln.Geht nicht, ich muß eine Fallunterscheidung machen.

Ich muß auch genaugenommen nicht nur den Text „Einleitung“ loswerden, sondern auch die <h2>-Tags. Das macht abgezählt die ersten 19 Zeichen, die abzuschneiden sind. Mal sehen, ob ich das in PHP gebacken kriege.

Kurzer Blick ins PHP-Manual

Mit einem strcmp müßte es eigentlich gehen.

$akt_text = $einpost->post_content;
                $such_text = "<h2>Einleitung</h2>%";
                $vergleich = strcmp ($such_text, $akt_text);

strcmp Gibt 1 zurück, wenn die Strings gleich sind, und kleiner Null (-1) wenn nicht gleich. Na bitte, geht doch! Jetzt noch eine IF-Abfrage, und mit substr() die ersten 19 Zeichen abschneiden, dann hab ichs.

if ($vergleich == 1){
                            
                            $akt_text = substr($akt_text, 19);
                        
                    }

Jetzt gebe ich noch anstelle des post_content den abgeschnittenen $akt_text aus, und feddisch, die Zwischenüberschrift mit dem Text „Einleitung“ ist draussen!

ohne_einleitung_alle_posts_mit_links

ohne_einleitung_alle_posts_mit_links

Ich lieeebe die String-Funktionen von PHP!
Hier kommt nochmal die ganze neue Foreach-Schleife:

foreach_ohne_einleitung

foreach_ohne_einleitung

Jetzt müßte man nur noch den Beitragstext irgendwie vernünftig kürzen, aber dafür gibts einen neuen Beitrag.

Was wir mit Bildern können, können wir mit Posts schon lange!

Alle veröffentlichten Beiträge

Es wird wieder Zeit für ein bißchen Spaß auf der Datenbank! Wir gehen wieder zurück zu unserer zentralen Tabelle wp_posts und picken uns diesmal alle veröffentlichten Beiträge heraus. Das haben wir schonmal gemacht, bei der Ausgabe der Beitragsbilder ganz am Anfang, wissen sie noch? Der Select ist supersimpel:

SELECT * from wp_posts where post_status = ‚publish‘ and post_type = ‚post‘

Die könnten wir jetzt einfach mal alle ausgeben so wie sie daherkommen, nämlich einfach nacheinander aufsteigend Datum. Das sähe dann aber der Beitragsseite (nur mit umgekehrter Sortierung) verdammt ähnlich und hätte weiter keinen Närwert, deshalb geben wir die Beiträge jetzt erst mal gekürzt und in Divs gepackt als Übersicht aus. Unser foreach für diesen Zweck ist auch denkbar einfach, ich gebe fürs erste nur den Titel und den Inhalt aus:

foreach ( $alleposts as $einpost ) 
            { 
            echo "<div class = 'post_ausgabe'>";
                echo "<h1>".$einpost->post_title."</h1>";
                echo $einpost->post_content."</br>";
            echo "</div>";    
            }

Ich habe mir eine neue Klasse von Div, die post_ausgabe definiert, weil ich die Formatierung etwas anders als bei der Bilderausgabe gestalten möchte. Der CSS-Eintrag sieht so aus:

.post_ausgabe{
    
    float:left;
    height: 300px;
    width: 30%;
    overflow: hidden;
    border: 1px solid blue;
    margin: 2px;
    padding:2px;    
    
}

Wichtig ist der overflow: hidden; damit die Sache leserlich bleibt. Und die Ausgabe? Ich nehme mal wieder das Inselfisch-Kochbuch, da sind richtig schön viele Beiträge drin, und das sieht jetzt erstmal so aus:

post_ausgabe

post_ausgabe

Zugegeben, das könnte hübscher sein, aber darum kümmern wir uns später. Falls sie sich wundern, daß hier überrall „Einleitung“ als Untertitel steht: das ist völlig korrekt so, weil bei mir (fast) jedes Rezept mit einer Einleitung beginnt. Erinnern sie sich? Da war was mit der Textstrukturierung wegen der Barrierefreiheit. Deswegen kommt als erster Text im post_content das Wörtchen „Einleitung“, als h2-Überschrift formatiert. Die Ausgabe ist also völlig richtig.

Link auf den Beitrag

Jetzt fehlt natürlich der Link auf den Beitrag, den holen wir uns wieder mal mit get_permalink(ID) und machen einen a href auf die Überschrift daraus. Der foreach folgt sogleich:

foreach ( $alleposts as $einpost ) 
            { 
            $akt_link = get_permalink($einpost->ID);
            
            echo "<div class = 'post_ausgabe'>";
                echo "<a href = '".$akt_link."'><h1>".$einpost->post_title."</h1></a>";
                echo $einpost->post_content."</br>";
            echo "</div>";    
            
            }

Jetzt sitzen die Links auf den Überschriften, wo sie hingehören.

alle_posts_mit_links

alle_posts_mit_links

Wieder das Spiel mit dem Limit und der Zufallszahl

Man kann natürlich auch hier die Anzahl der auszugebenden Beiträge limitieren, und mit Rand() eine zufällige Auswahl der Beiträge erzeugen, und man kann den ganzen Shortcode natürlich auch wieder ins Text-Widget packen und z.B. in die Seitenleiste verschieben, da kann jeder selber damit spielen.

Was noch nicht schön ist

Der abgeschnittene Text stört mich, und der -zigfache Text Einleitung. Da letzteres aber sozusagen mein Privatvergnügen ist, gibts dafür einen neuen Beitrag.

 

 

 

Mit ’nem kleinen Dreh: Shortcodes mit Parameter

Shortcodes sind eine praktische Sache, wie wir gesehen haben, es lassen sich alle möglichen PHP-Funktionen sauber hineinpacken und an nahezu beliebiger Stelle ausgeben. Jetzt wärs aber doch auch schick, wenn man der Funktion auch noch bestimmte Werte mitgeben könnte, und der alte Programmierer nickt sofort und sagt: au ja, Parameter!

Parameterübergabe an Shortcodes

Ich nehm mir nochmal meinen Hallo-Evi-Shortcode her, und möchte jetzt den Namen als Parameter übergeben, so daß die Funktion dann „Hallo liebe xyz“ ausgibt. Im Shortcode-Aufruf sieht das so aus:

[mhs name = „Evi Silvia“]

Die eckigen Klammern weisen WordPress an, nach einer passenden Funktion zu suchen, das mhs ist der Shortcode der Funktion, die wir in der functions.php definiert haben. name ist der Bezeichner unseres Parameters, und der Wert des Parameters wird mit = zugewiesen. Parameter sind in WordPress-Shortcodes immer Strings, deswegen in Gäsefüßchen „Evi Silvia“.

Damit unsere Funktion jetzt den Parameter auch entgegennimmt, müssen wir den Funktionskopf ändern, das sieht jetzt so aus:

function mein_hallo_shortcode($param)

Dabei ist $param ein beliebiger PHP-Variablenname. Wer hat hier gesagt: echo „Hallo liebe $param“?
Nicht ganz, wenn man es so macht, kommt nämlich Folgendes heraus:

Hallo liebe Array

Parameter als Array

Die Parameter des Shortcodes werden nämlich als Array übergeben. Dabei bildet jede Zeile ein Wertepaar aus Bezeichner und Wert ab. In unserem Fall ist das nur eine Zeile, weil wir ja nur einen Parameter ausgeben. Um jetzt an den Wert des Parameters heranzukommen, muß man das Array auslesen, und das geht so:

function mein_hallo_shortcode($param) {

$aktName =  $param[’name‘];
echo „<h1>Hallo liebe „.$aktName.“</h1>“;
}

Das $param[’name‘] liest den Wert („Evi Silvia“) zum Bezeichner name aus. Auch nicht so schlimm, man muß es nur wissen. Der Vorteil bei dieser Methode ist, daß man beim Aufruf eines Shortcodes eine ganze Latte von Parametern mitgeben kann und über die Bezeichner freien Zugriff darauf hat, die Reihenfolge der Parameter ist dabei prinzipiell egal.

Mehrere Parameter übergeben

Der Funktionsaufruf sähe dann z.B. so aus:

[mhs vorname = „Evi“ nachname = „Leu“]

Ensprechend wird die Funktion angepaßt:

$aktVorname =  $param['vorname'];
$aktNachname =  $param['nachname'];


echo "Hallo liebe".$aktVorname." ".$aktNachname;

Ausgabe: Hallo liebe Evi Leu

Alles klar? Wenn man weiß wie, ist die Parameterübergabe eine nützliche und flexible Angelegenheit.

 

Spiel&Spaß mit Shortcodes

Haben sie sich die Bilderausgabe auch schon in einen Shortcode gepackt? Ja fein, dann wirds Zeit für ein bißchen Spielerei am Sonntag Nachmittag

Anzahl der Bilder limitieren und Zufallszahl einbauen

Man will ja vielleicht nicht immer gleich alle Bilder ausgeben, sondern nur eine kleine Auswahl. Das ist ganz simpel, wir ergänzen das SQL-Statement einfach um eine LIMIT-Anweisung. Und damit nicht immer die selben Bilder herauskommen, ergänzen wir die Sache um die Zufallsfunktion RAND(). Das kommt ans Ende des SQL, vor den letzten schließenden Gänsefüßchen:

…ORDER BY RAND() LIMIT 6″ );

Ergebnis:

6_bilder_screenshot

6_bilder_screenshot

Ab in die Seitenleiste

Und damit man die Bilderausgabe auch mal an anderer Stelle unterbringt, setzen wir den Shortcode ins Text-Widget und ziehen dieses in die rechte Seitenleiste. Sieht auch sauber aus:

6_bilder_seitenleiste

6_bilder_seitenleiste

Ich hab auch mal das Inhaltsverzeichnis in die Seitenleiset gepackt, das sieht dann so aus:

ivz_in_der_seitenleiste

ivz_in_der_seitenleiste

Wie und wo die Platzierung des Shortcodes Sinn macht, hängt natürlich vom verwendeten Theme und von der Art der Ausgabe ab, aber ich denke sie haben jetzt die Möglichkeiten ein bißchen gesehen. Nur zu, viel Spaß beim rumprobieren! Es darf naturlich auch noch ein wenig am CSS geschraubt werden, ich rücke hier mal die Bilder näher zusammen (den Margin einfach rausnehmen):

6_bilder _ohne_margin

6_bilder _ohne_margin

Also, viel Vergnügen beim Ausprobieren!