Über die Farben

Grundlegendes zur Farbtheorie

Alle Aquarellfarben sind untereinander mischbar, so lässt sich auch mit relativ wenigen Grundfarben eine große Farbpalette erzielen. Es gibt aber auch Farben, die sich nicht aus anderen mischen lassen, dies sind die so genannten Primärfarben Rot, Blau und Gelb. Aus diesen Primärfarben wiederum lassen sich alle anderen Farben mischen, dies ist hier einmal in einem Farbkreis dargestellt:

farbkreis
farbkreis

Gelb und Rot ergibt Orange, aus Blau und Gelb wird Grün, und Blau und Rot wird zu Violett.
Im Farbkreis gegenüberliegende Farben nennt man auch Komplementärfarben, z.B. Blau und Orange. Komplementärfarben bringen sich gegenseitig zum Leuchten, und können gezielt eingesetzt werden, um besonders reizvolle Farbkontraste zu malen.

Oranges Herbstlaub vor einem blauen Himmel ist ein besonders schönes Beispiel für einen leuchtenden Komplementärkontrast.

herbst_percha
herbst_percha

Besonders reizvoll ist auch das Farbenpaar Rot/Grün, das man oft bei Obststilleben und Blumen einsetzt, z.B. Erdbeeren mit Grün, rote und grüne Äpfel.

erdbeeren
erdbeeren

Wenn sich alle Farben mischen lassen, warum braucht man dann so viele Näpfchen?

Die feinen Künstler-Aquarellfarben, die wir verwenden, sind zum Großteil Ein-Pigment-Farben und daher besonders rein und farbkräftig. Man kann sie zwar alle untereinander mischen, aber dabei verlieren sie leider ziemlich schnell an Reinheit und Strahlkraft, das Bild wird insgesamt gedämpfter. Das kann ein gewollter Effekt sein, z.B. bei der Naß-in-Naß-Technik, aber die Farbe wirken strahlender, wenn man sie relativ trocken vermalt nebeneinander setzt.

Achtung: man mischt die Farben immer auf einer Palette, niemals im Näpfchen direkt. Sonst werden die Farben verunreinigt, und man müsste sie erst mit viel Wasser wieder auswaschen, damit sie wieder verwendbar werden.

mischen
mischen