Praxis Dr. Inselfisch

Psychologie, Philosophie und Programmierung

Mein Leben wird immer bunter

| Keine Kommentare

In der mod­er­nen Kinder­päd­a­gogik gilt es als erwiesen, dass bere­its Säuglinge in früh­estem Alter pos­i­tiv auf starke Far­breize reagieren. Wenn ihnen eine stark far­bige Umge­bung und möglichst hell buntes Spielzeug ange­boten wird, sind sie munter­er und greifen wiss­be­gierig nach den bun­ten Sachen.  Säuglinge in ein­er ein­töni­gen und schwach far­bigen Umge­bung sind wesentlich weniger aktiv.

Kinder kann man auch ohne Bedenken knall­bunte Klei­dung anziehen lassen, wenn sie es gern mögen (und Kinder lieben es bunt!), denn sie dür­fen ja ausse­hen wie die Kasperl, das ist das Vor­recht der kleinen Leute. Die kluge Inhab­erin des Giesinger Stof­fladens hat eine Fil­iale mit extra Kinder­stof­fen, das ganze Läd­chen ist ein wahrer Traum an wildesten bun­ten Far­ben, und Kinder lieben es sich ihre neuen Stöf­fchen da auszusuchen!

Das darf man später im Leben nicht mehr, als Teenag­er gilt der Dress­code der Peer­gruppe, und das ist oft Schwarz, Schwarz und Schwarz. Und später im Beruf­sleben hat man sich auch anzu­passen, ein Kerl in einem pink­far­be­nen Anzug wäre über­all unmöglich, und eine Dame in neon­gelbem Klei­d­chen würde auch nur Naserümpfen her­vor­rufen. Sich­er kann man ger­ade als Frau mit Acces­soires und extrav­a­gan­ten Einzel­stück­en ein biss­chen Farbe in sein Mod­eleben brin­gen, aber im Grossen und Ganzen hat man sich doch ziem­lich zurück­zunehmen. Und dabei hat das Kind in uns seine Freude an fröh­lichen Far­ben noch gar nicht ver­loren!

Das sieht man ganz deut­lich, wenn man erwach­sene Men­schen beim Spie­len beobachtet, näm­lich beim Sport und in der Freizeit. Zum Jog­ging oder Fit­ness ist kein Out­fit zu bunt, die Fußball­fans hüllen sich von Kopf bis Fuß in knal­lige Vere­ins­far­ben, die Ski­fahrer klem­men sich in neon­far­bige haut­enge Anzügerl. Am Beach im Urlaub sind wildeste Dschun­gel­muster erlaubt, und kein Blu­men­druck zu knal­lig. Sog­ar Couch Potatos lieben bunte Jog­gin­ganzüge und TShirts mit den wildesten Prints. Da sieht man  wie sehr das Kind in uns noch Sehn­sucht nach bunt­far­biger Frei­heit hat!

Ich hab mein Leben lang viel Schwarz getra­gen, Schwarz ist ja tra­di­tionell die Farbe der Kün­stler, die sich selb­st zurück­nehmen und ihr Werk her­vortreten lassen. Ich habe aber immer das Schwarz mit einem i‑Tüpferl getoppt, sei es ein bunter Schal, ein leuch­t­end far­biges Schmuck­stück oder eine viel­far­bige selb­st­gestrick­te Jacke oder Weste. Im Beruf­sleben habe ich mich dann oft nach den Jahreszeit­en-Farb­typen gerichtet, da war ich immer gut ange­zo­gen und mit meinen Herb­st­far­ben immer auf der sicheren Seite. Seit ich aus dem täglichen Beruf­sleben draussen bin, entwick­le ich immer mehr Geschmack an bun­teren Far­ben und lustigeren Mustern. Ich nähe viel sel­ber, und liege auf der Lauer wie ein Luchs wenn zum Saison­wech­sel die neuen Prints her­auskom­men, und ich mir neue Klam­ot­ten nähen kann, die meine Garder­obe schön­er, bunter und fröh­lich­er machen. Da ich als Malerin ein sehr gutes Auge für har­monis­che Far­ben habe, wird das nie knalle­bunt bei mir, son­dern es passt immer alles zusam­men, und wirkt modisch und gekon­nt. Meine Oma, die ja eine über­aus begabte Schnei­derin und Modis­tin war, blickt wohlwol­lend auf mich hinab!

Wenn man sel­ber gern bun­tere Klei­dung bevorzu­gen würde, aber Bedenken hat welche Far­ben einem auch ste­hen, kann ich eine Farb- und Stil­ber­atung nach Dr. Itten nur wärm­stens empfehlen. Eine gute Farb­ber­a­terin wird ihren Farb­typ zweifels­frei bes­tim­men, und ihnen einen Farbfäch­er oder eine Far­bkarte an die Hand geben, mit deren Hil­fe sie beim Klam­ot­tenkauf stil­sich­er ihre Far­ben her­aus­find­en kön­nen. Das macht Spaß, funk­tion­iert her­vor­ra­gend und spart let­z­tendlich sog­ar einen Haufen Geld, weil es teure Fehlkäufe ver­hin­dert!

Einen kurzen Überblick über die Far­ben­lehre nach Dr. Itten und einige schöne Bilder habe ich auf mein­er Han­dar­beits­seite unter dem The­ma “Far­ben und Har­monie”, schauen sie mal rein, da kriegen sie einen ersten Ein­druck davon!

Hier mal zum “rein­schmeck­en” meine Herb­st­far­ben. Sind sie nicht wun­der­bar? 🙂

buche im herbst restekiste herbstfarben muscheln braun

 

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.