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Die große Gegenüberstellung: Linux vs. Windows Software

Ich hab mal allle Programme zusammengetragen, die ich unter Windows zumindest gelegentlich, meist aber sehr oft nutze. Da ist eine ganz schöne Latte zusammengekommen. Ich habe die ganze letzte Woche dazu verwendet, mir die Linux- Alternativen zu den Windowsprogrammen zusammenzusuchen. Ich habe ausschließlich OpenSource/Public Domain gelistet, da war die Auswahl erfreulich groß. Hier kommt mal eine Übersicht als Tabelle:

 

Windows 10 Ubuntu 22.04 Kompatibilität  1-6 Getestet
Office LibreOffice

Kann docx, xlsx lesen und schreiben

Word Writer 2 Sehr gut kompatibel, IVZ, Formatvorlagen, Nummerrierungen, Bilder mit Beschriftungen Ausführlich, Härtetest mit Buch
Excel Calc 2 Kurztest, Zellenformatierungen OK
Math Formeleditor
Acess Base 4

(Abzug wg. Programmierbarkeit)

Assistenten zur Tabellenerstellung ausführlich vorhanden
Outlook Mozilla Thunderbird 2 Praktisch im Einsatz
Publisher Scribus, Draw 3 Ausführlich getestet mit komplexer Broschüre, sowohl als pub als auch pdf, beide Male Nacharbeit nötig.
Powerpoint impress 2 Nicht getestet
DTP Scribus Scribus 1 Kurztest OK
Bildbearbeitung Gimp Gimp 1 kurztestOK
Internet Chrome, Explorer Mozilla Firefox 1 Praktisch im Einsatz
Filezilla Filezilla 1 Kurztest OK
Entwicklertools Xampp Xampp 1 incl php und MariaDB Kurztest OK
Notepad++ Geany 3 Hat nicht so viele Funktionen.
Editor Textbearbeitung 1 Kurztest OK
Multimedia VLC MediaPlayer VLC 1 Kurztest OK
Movie Maker OpenShot Nicht getestet, System zu schwach
Acrobat Reader Scribus,PDFViewer 1 Kurztest OK
Sonstige Epson Scan Simple-Scan (vorinstalliert)

Xsane

5 hakelig zu bedienen, veraltete Software
Team Viewer Team Viewer 1 Kurztest OK
Skype Skype 1 Kurztest OK
CCleaner BleachBit ? (keineRegistry) Nicht getestet

Ich habe für alle Windows-Programme – für ALLE! – brauchbare Alternativen auf Linux gefuden, und die Mehrzahl schneidet in Sachen Kompatibilität gut bis sehr gut ab. Einzig bei der Scanner-Software habe ich noch nichts wirklich brauchbares gefunden, wenn man aber nur einfache Seitenscans oder Ausschitte als jpg oder pdf benötigt, kann man mit Simple-Scan ganz gut Leben.

Ubuntu 22.04: erster Eindruck

Ich hab das Betriebssystem nicht selber installiert, es soll aber recht unproblematisch sein, es auf einen bootfähigen USB-Stick zu installieren und von da aus aufzuspielen. Ich werde eine Anleitung nachreichen.

Es braucht eine Weile zum Hochfahren, ähnlich wie Windows. Dann der erste Eindruck: ein aufgeräumter Desktop, links eine Leiste mit Programm-Icons, oben links ein Wort „Aktivitäten“ und links unten ein Kästchen das sich mit „Anwendungen anzeigen“ meldet, wenn man mit der Maus drüberfährt. Ich ruf mal den Firefox auf, Sieht genauso aus wie unter Windows. Dann ruf ich noch den Dateimanager auf, der kommt etwas spartanisch daher. Das Hauptverzeichnis heißt hier „Persönlicher Ordner“, darunter sind bereits mehrere gängige Unterverzeichnisse angelegt, Dokumente, Bilder, Videos etc… Es gibt hier auch einen Papierkorb. Ich empfehle, die vorgefertigte Ordnerstruktur auch zu benutzen, damit man den Überblick behält.

Wenn ich wieder zu Firefox wechsle, geht der Dateimanager in den Hintergrund. Wie krieg ich ihn wieder her? Ah, mit der Windows-Taste oder mit einem Klick auf „Aktivitäten“ bekommt man eine Übersicht aller geöffneten Programme und kann mit Mausklick wechseln. Das muss man natürlich wissen.

Wenn ich „Anwendungen anzeigen“ aufrufe, kommt os etwas wie ein Startmenü, aber recht spartanisch. Was mir überhaupt nicht gefällt: die Namen der Programme sind alle abgekürzt, was nicht der Übersicht dient. Da steht dann fünf mal LibreO…, und ich muss erst mit der Maus drüberfahren, um mir den vollen Namen anzeigen zu lassen, z.B. LibreOfficeDraw. Minuspunkte dafür.

Man kann die Programmicons aus den Anwendungen in die Favoriten-Leiste (so heißt die Leiste links) ziehen, aber nicht auf den Desktop, da haben Programme nach Ansicht der Linux-Entwickler nichts zu suchen. Dokumente dagegen kann man ganz leicht mit linke Maustaste/ Kopieren, auf dem Desktop linke Maustaste/Einfügen auf den Desktop befördern.

Eigentlich können wir jetzt loslegen. Drucker? einfach anschließen, einschalten und loslegen. Scanner? Oha, das ist nicht so einfach, dazu später mehr. USB-Stick? Einstecken, wird links unter der Favoritenleiste angezeigt, mit einem orangen Düpferl zum auswerfen.

Das meistbenutzte Programm auf privaten Rechnern ist sicherlich MS Word. LibreOffice Writer kann docx-Dokuente einwandfrei lesen und auch wieder speichern, und wer Word bedienen kann, wird auch mit Writer keine Schwierigkeiten haben. Man ruft es entweder mit einem Doppelklick auf ein Dokument auf, oder man klickt auf das Icon „LibreOffice“ in den Anwendungen, dann kommt der Libre-Office Startbildschirm mit einer Übersicht vormals geöffneter Dokumente..

Dann gibt es noch ein Icon, das sieht aus wie ein antiker DOS-Prompt, das ist das Terminal oder auch die Kommandozeile. Damit werden wir uns später noch befassen, aber keine Bange, ich erkläre es bei Bedarf dann ganz genau. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich ein wenig mit Writer, Calc (Tabellenkalkulation wie Excel) und evtl. auch Draw (Zeichenprogramm) zu befassen.  Diese Programme sind standardmässig vorinstalliert, man kann gleich loslegen.

Zum Beenden von Ubuntu klickt man rehts oben auf das Dateibaum-Symbol und wählt Ausschalten/Abmelden.

Insgesamt finde ich, dass Ubuntu einen sehr aufgeräumten Eindruck macht, mich erinnert es etwas an ältere MacOS. Das ist jetzt nicht besonders modern oder grafisch ausgefeilt, aber es ist funktional und man kann gleich loslegen. Wenn man nicht unbeding 20 Programme gleichzeitig bedienen will, ist es eine gute Wahl.

 

Auf zu neuen Ufern: Linux statt Microsoft Windows

Long time no see, liebe Gemeinde. Ich hab auch lange nichts Programmier- und Entwicklungstechnisches mehr gemacht, meine Homepage steht ja schon lange soweit, da hab ich mich mehr auf die Anwenderseite von WordPress verlegt und meine diversen Shops und Blogs gepflegt.

Jetzt wirds aber an der Zeit, was ganz Neues zu tun! Ich musste ja vor zwei Jahren in einen neuen Laptop investieren, weil der Alte kaputtgegangen war: Grafikkarte im Eimer, irreparabel.

Und jetzt kommt Microsoft und stellt im Herbst die Unterstützung für Windows 10 ein. Mein Laptop ist aber nicht Windows-11-tauglich, und ich will mir nicht schon wieder einen neuen Rechner kaufen.

Da linst man mal über den Tellerrand, und stellt fest dass Linux seit der letzten Begegnung vor 10, 15 Jahren sich ganz schön herausgewachsen hat. Es gibt ein wohlsortiertes Sortiment von Betriebssystemversionen für unterschiedliche Anforderungen, es gibt ganz fantastische Open Source/Public Domain Software, es gibt zu alllem und jedem Supportforen, es gibt Kompatibilität für alle MS Office Programme – ich brauch keinen neuen Rechner, ich brauch nur ein neues Betriebssystem.

Mein bester Freund hat mir einen wunderbaren mittelalten Laptop mit vorinstalliertem Linux Ubuntu drauf zur Verfügung gestellt, und ich teste seit ein paar Tagen dass die Schwarte knackt.

Ich teste verschiedene Linux-Versionen, und alle Alternativen zu Windows-10 Software, die ich kriegen kann. Es sieht gut aus: niemand muss sich mehr von MIcrosoft abhängig machen!

Es wird spannend, ich werde hier en Detail berichten. Freut euch auf viele spannende neue Beiträge!