{"id":1047,"date":"2018-04-04T14:10:29","date_gmt":"2018-04-04T12:10:29","guid":{"rendered":"http:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/?p=1047"},"modified":"2018-04-04T15:10:01","modified_gmt":"2018-04-04T13:10:01","slug":"wordpress-joomla-und-drupal-theme-erstellung-im-vergleich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/2018\/04\/04\/wordpress-joomla-und-drupal-theme-erstellung-im-vergleich\/","title":{"rendered":"WordPress, Joomla und Drupal: Theme-Erstellung im Vergleich"},"content":{"rendered":"<p>Also, ich hab ja k\u00fcrzlich das Anlegen eigener Templates\/Themes in allen drei CMS ein bisschen angerissen und die Basics zusammengeschrieben. Da bietet es sich an ein Resumee zu ziehen, was ich hiermit versuche. Mein v\u00f6llig subjektiver Winner ist:<\/p>\n<h2>Joomla &#8211; so einfach kann es sein<\/h2>\n<p>Sobald man den Zusammenhang der definierenden XML-Datei templateDetails.xml und den Modulpositionen in der index.php \u00fcberrissen hat, kann man schon richtig loslegen. Kein Gew\u00fchle in unverst\u00e4ndlichem PHP-Code, kein umst\u00e4ndliches Einbinden externer Skripte. Dadurch, dass man in Joomla \u00fcber die Kategorien und Module im Backend nahezu unendliche Konfigurationsm\u00f6glichkeiten hat, ist es gar nicht notwendig tiefer in die Template-Logik einzusteigen, man kann fast alles \u00fcber die Administrationsoberfl\u00e4che einstellen. Dabei kann man sich allerdings auch ganz sch\u00f6n verzetteln &#8211; eine gute Doku ist hier wirklich unabdingbar, sonst kann man nie nachvollziehen warum, wie und weshalb wer an welchen Schr\u00e4ubchen gedreht hat.<\/p>\n<p>Was ein bisschen \u00fcbersichtlicher sein k\u00f6nnte: die Modulzuordnung in der Admin-Oberfl\u00e4che. Da fehlt eine M\u00f6glichkeit, sich nur die Modulpositionen eines bestimmten Templates anzeigen zu lassen (oder ich hab sie nicht gefunden). So wie es ist muss man sich bei der Modulpositionierung durch eine fusselige Liste aller Templates mit allen Modulpositionen durchscrollen, da sind Fehlklicks vorprogrammiert.<\/p>\n<p>Das wird allerdings beinahe ausgeglichen durch die hervorragende M\u00f6glichkeit, sich die Modulpositionen auf der Webseite anzeigen zu lassen. Das geht, indem man im Browser an die URL den Parameter ?tp=1 anh\u00e4ngt, das sieht dann z. B. so aus: http:\/\/localhost\/jsite\/<strong>?tp=1, <\/strong>damit kriegt man einen anschaulichen \u00dcberblick, wo man auch gleich erkennt wenn am css noch was nicht stimmt.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1080\" style=\"width: 1272px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1080\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1080\" src=\"http:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/joomla_tp.jpg\" alt=\"joomla_tp\" width=\"1262\" height=\"771\" srcset=\"https:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/joomla_tp.jpg 1262w, https:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/joomla_tp-300x183.jpg 300w, https:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/joomla_tp-768x469.jpg 768w, https:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/joomla_tp-1024x626.jpg 1024w, https:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/joomla_tp-624x381.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1262px) 100vw, 1262px\" \/><p id=\"caption-attachment-1080\" class=\"wp-caption-text\">joomla_tp<\/p><\/div>\n<p>Alles in allem ist die Erstellung eines eigenen Templates in Joomla ein recht vergn\u00fcglicher Prozess, das Positionieren der ben\u00f6tigten Module geht recht flott von der Hand und die Feineinstellungsm\u00f6glichkeiten \u00fcber die Adminoberfl\u00e4che sind sehr weitreichend, ohne dass man in den Templatecode eingreifen muss. Ich kann auch jedem die kurze und knackige Joomla-Dokumentation <a href=\"https:\/\/docs.joomla.org\/Creating_a_basic_Joomla!_template\/de\">zum Thema ein einfaches Template erstellen<\/a> empfehlen, damit geht echt ein Schnellstart!<\/p>\n<h2>Ein guter zweiter Platz: Drupal mit Views<\/h2>\n<p>Ohne Views geht n\u00e4mlich nahezu gar nichts, wenn man seine Inhalte auch \u00fcbersichtlich ausgeben m\u00f6chte. A propos Inhalte: die selbstdefinierten Inhaltstypen sind eine der grossen St\u00e4rken von Drupal, wenn man die vern\u00fcnftig nutzt spart man sich einen Haufen Template-Gefiddel. Ein eigenes Template anzulegen ist jetzt eigentlich auch nicht weiter schwierig, wenn man als Vorlage die generische page.tpl.php nutzt und keine Scheu davor hat, darin Elemente herumzuschubsen und umzugruppieren. Auch in Drupal kommt einem eine Vorschau der Template-Elemente zu Hilfe, unter Struktur-&gt;Bl\u00f6cke-&gt;Blockregionen veranschaulichen kann man schnell \u00fcberpr\u00fcfen ob das Layout passt:<\/p>\n<div id=\"attachment_1083\" style=\"width: 1267px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1083\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1083\" src=\"http:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/blockregionen.jpg\" alt=\"blockregionen\" width=\"1257\" height=\"604\" srcset=\"https:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/blockregionen.jpg 1257w, https:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/blockregionen-300x144.jpg 300w, https:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/blockregionen-768x369.jpg 768w, https:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/blockregionen-1024x492.jpg 1024w, https:\/\/evileu.de\/zum-schwarzen-pinguin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/blockregionen-624x300.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1257px) 100vw, 1257px\" \/><p id=\"caption-attachment-1083\" class=\"wp-caption-text\">blockregionen<\/p><\/div>\n<p>Da man alle Views auch als Bl\u00f6cke definieren und ins Layout einpassen kann, ist man in der Ausgabe der gew\u00fcnschten Daten nahezu unendlich flexibel, da bleibt so gut wie kein Wunsch offen. Besonders die Multiblog-Funktionalit\u00e4t \u00fcber die unterschiedlichen Inhaltstypen und Taxonomien ist easy in der Realisierung und macht es einem leicht, die Seite sauber zu strukturieren.<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte mir h\u00f6chstens eine einfachere M\u00f6glichkeit des Seitendesigns gew\u00fcnscht als die page.tpl.php anzupassen, die ist doch ein bisschen un\u00fcbersichtlich und tendiert zum div-Wildwuchs. Und noch etwas, was wirklich nervt: man kommt bei der Template-Entwicklung nicht darum herum, st\u00e4ndig den Cache zu leeren, weil man seine \u00c4nderungen sonst im Zweifelsfall erstmal nicht sieht. Das kostet Zeit und nervt, da w\u00e4re es w\u00fcnschenswert, wenn man eine M\u00f6glichkeit h\u00e4tte so etwas wie einen Entwicklermodus einzuschalten, in dem das Caching abgeschaltet werden kann.<\/p>\n<h2>Das gute alte WordPress auf Rang drei<\/h2>\n<p>Da merkt man halt schon, dass die Software etwas in die Jahre gekommen ist. Mit einem einfachen Seitenaufbau mit einem Kopfbereich, einer Inhaltszone mit ein paar statischen Seiten, einem Blog und einer Sidebar ist man recht schnell dabei, aber wenn man mehr will, gehts gleich ans Eingemachte. Entweder man arbeitet sich selber in die WordPress-API ein (und die ist eine Wissenschaft f\u00fcr sich) oder man verl\u00e4\u00dft sich auf die Funktionalit\u00e4ten zus\u00e4tzlicher Plugins. Von denen gibt es zwar unz\u00e4hlige f\u00fcr jeden Zweck und Geschmack, aber ich kauf nicht so gern die Katze im Sack, und die meisten Plugins sind grottenschlecht bis gar nicht dokumentiert. Da hat man leicht mal eins installiert, das einem die ganze Site lahmlegt oder unerkl\u00e4rliche Fehlfunktionen ausl\u00f6st, und dann hat man das Gfrett herauszufinden wer denn jetzt wirklich der schwarze Peter war.<\/p>\n<p>Auch eine komfortable Datenbank-Abfragem\u00f6glichkeit wie Drupals Views oder eine fein differenzierte Einstellm\u00f6glichkeit nahezu aller Parameter f\u00fcr die Anzeige wie in Joomla sucht man vergebens, man muss sich im Zweifelsfall selber in die vorhandenen Theme-Dateien einarbeiten und sie nach eigenem Bedarf anpassen, und eigene Plugins und Widgets entwickeln. Das war vor ein paar Jahren noch akzeptabel, jetzt aber laufen die beiden j\u00fcngeren CMS dem alten WordPress da um L\u00e4ngen den Rang ab.<\/p>\n<p>Nur einen nicht so leicht zu schlagenden Vorteil hat WordPress: f\u00fcr kleinere, einfachere Webseiten ist es immer noch das Anwenderfreundlichste, am Leichtesten zu bedienende CMS auf dem Markt. Start Blogging &#8211; das ist kein leerer Werbespruch, das ist nach wie vor WordPress&#8216; grosse St\u00e4rke! F\u00fcr den Einzelunternehmer, Handwerker, Arzt oder Anwalt, der seine Firma mit einer Visitenkarte im Web vorstellen m\u00f6chte, ist WordPress nach wie vor die ideale L\u00f6sung. Auch f\u00fcr mittlere Benutzergruppen wie Vereine, kleinere Beh\u00f6rden und soziale Dienstleister ist es ideal, weil kosteng\u00fcnstig in der Realisierung und leicht zu pflegen. Der Markt f\u00fcr WordPress als &#8222;kleine&#8220; L\u00f6sung f\u00fcr den Webauftritt ist riesengross und wird es aller Voraussicht nach noch lange bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Also, ich hab ja k\u00fcrzlich das Anlegen eigener Templates\/Themes in allen drei CMS ein bisschen angerissen und die Basics zusammengeschrieben. Da bietet es sich an ein Resumee zu ziehen, was ich hiermit versuche. 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