Archiv der Kategorie: Beiträge und Kategorien (Joomla)

Ein Blick auf die Datenbank: Content und Konsorten

Einen Überblick über die in Joomla enthaltenen Tabellen kann man hier in der Joomla Documentation zum Thema Tables finden. Da werden allerdings nur die Tabellenstruktur und die Felddefinitionen aus der Datenbank zusammengefasst und keine weitere Erklärung dazu geliefert – das meiste davon könnte man auch im phpmyadmin herausfinden. Zur Tabelle contents heißt es zum Beispiel nur lapidar: „This table is used to store the content of your Joomla! core articles.“ Ah ja. Das hätte man sich evtl. selber denken können.

Also ist es vielleicht ganz interessant, mal ein bißchen hinter die Kulissen zu gucken, aber mit über 70 Tabellen macht es einem Joomla da nicht gerade einfach. Trotzdem, fangen wir mal an.

Die Tabelle contents

Wie wir am Anfang schon gesehen haben, macht Joomla im Gegensatz zu WordPress keinen Unterschied zwischen Beiträgen und Seiten, es ist zunächst mal alles Content. Das ist auch völlig legitim, da sehr fein gesteuert werden kann, ob ein Element einen Kategorieblog, einen einzelnen Artikel, ein Modul oder sonst etwas enthalten soll.

Fangen wir mal von vorne an:

id klar, AutoIncrement und Primärschlüssel

asset_id Fremdschlüssel auf die assets-Tabelle, dazu später mehr

title auch klar, der Titel des Artikels, wie er im Frontend angezeigt wird

alias sanitized Form des Titels für die sprechende URL

introtext und fulltext: da machen wir mal einen kleinen Break und eine Erklärung.

Introtext und Fulltext

Joomla bietet eine sehr komfortable Möglichkeit, im Artikeleditor ein „Weiterlesen“-Tag an beliebiger Stelle im Text einzufügen:

weiterlesen

weiterlesen

Das hat den Effekt, dass in der Blog-Ansicht nur der Text vor dem Tag angezeigt wird und ein Button zum (eben!) weiterlesen angezeigt wird:

weiterlesen_screenshot

weiterlesen_screenshot

Was da im Hintergrund auf der Datenbank passiert, ist recht kurios. Sobald man das Weiterlesen-Tag eingefügt hat, landet der Text vor dem Tag im Feld introtext, der Rest im Feld fulltext, der Artikeltext wird also auf zwei Datenbankfelder aufgeteilt. Nimmt man das Tag wieder heraus (Editor auf Textmodus umschalten und das Tag <hr id=“system-readmore“ /> löschen), wird wieder der gesamte Text im Feld introtext gespeichert, das Feld fulltext ist dann wieder leer.

Weiter gehts mit den Feldern der Tabelle content:

state entspricht dem post_status von WordPress, hier gilt für Joomla 3.x, soweit ich das eruieren konnte:

  • 0 = unpublished
  • 1 = published
  • 2 = archived
  • -2 = marked for deletion

catid ist die ID der Kategorie und ein Fremdschlüssel auf die categories-Tabelle.

created_by ist die UserID und ein Fremdschlüssel aus der #__users-Tabelle

Dann folgen noch ein paar Timestamps, deren Feldnamen recht selbsterklärend sind, und weiter hinten als kleines Zuckerl für SEOler ein  Feld hits, in dem die Anzahl der Zugriffe auf den betreffenden Artikel hochgezählt wird.

Lassen sie sich vom Feld images nicht aufs Glatteis führen, da steht nichts weiter drin, wenn sie kein Einleitungsbild oder komplettes Beitragsbild ausgewählt haben. Bilder, die sie im Artikeleditor eingefügt haben, stehen wie in WordPress gehabt als img-tag im Beitragstext, default Pfad ist das images-Verzeichnis: <img src=“images/avocado.jpg“ alt=““ />

Na, und was seh ich da? Der alt-Text ist leer, Schlamperei! Aber das ist eine andere Baustelle, und ich wette, das Verwirrspiel um die alt-Texte ist derselbe systemimmanente Bug wie in WordPress. Aber zur Bilderverwaltung in Joomla gibts ein andermal mehr!

Haben sie auch ein Deja vu?

Mit den hier vorgestellten Feldern aus der contents wäre es schon mal ein leichtes Spiel, einen einfachen WordPress-Beitrags-Datensatz zusammenzubauen. Vielleicht ist das der Grund, warum es eine Menge Konverter von Joomla nach WordPress schon gibt, googlen sie mal nach „joomla to wordpress converter“. Der Weg von WordPress nach Joomla ist da schon steiniger, weil die Joomla-Artikel wesentlich komplexer aufgebaut sind, aber darüber habe ich mich bereits in diesem Artikel ausgelassen. Ich bleibe dran…

Damit lassen wir es mal gut sein mit der Contents-Tabelle, und werfen als nächstes einen Blick auf die Bilderverwaltung in Joomla.

 

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Da ist Joomla stark: ein bisschen Feintuning

Bevor ich hier in die Details gehe, noch ein kleiner Nachtrag: ich habe glatt die Anzeige der neuesten Beiträge vergessen!

Liste der neuesten Beiträge anzeigen

Auch hierfür gibt es ein Modul, es ist zu finden unter Erweiterungen->Module->Neu-> Beiträge-Neueste. Titel vergeben, Kategorie einstellen, ggf. Anzahl und gewünschte Sortierung einstellen, rechts die gewünschte Modulposition wählen, fertig. Jetzt sieht das so aus:

neueste_beitraege

neueste_beitraege

Man könnte natürlich auch noch eine Liste der neuesten Kochbücher (oder jeder anderen Kategorie) ebenso erstellen, aber darauf verzichte ich mal, jetzt gehts ans Feintuning.

Autor der Beiträge ausblenden

Wie bereits erwähnt ist der Autor der Beiträge ggf. immer ich, der Admin, daher ist die Anzeige völlig überflüssig. Man kann sie auf Beitragsebene einzeln oder global für ein Menü ausblenden, ich nehme mal letzteren Weg:

Menüs->Main Menu->Optionen (rechts oben)->Beiträge

Hier kann man den Autor verbergen, und ich stelle mal die Position der Beitragsinfos auch gleich auf „darunter“, weil mir das besser gefällt.

menue_beitragsoptionen

menue_beitragsoptionen

Autor in Blogliste ausblenden

In unserem Inhaltsverzeichnis wird der Autor immer noch angezeigt, dem kommen wir so bei:

Menüs->Main Menü->Rezepteliste A-Z->Listenlayout->Autor in Liste verbergen

Ich habe hier auch den Anzeigefilter auf verbergen gestellt, den brauche ich nicht. Die Zugriffsstatistik (steckt unter Seitenaufrufe) lass ich mal drin, das ist vielleicht für den Besucher ganz interessant.

Anzahl der Schlagworte in der Liste anzeigen

Erweiterungen->Module->Rezeptkategorien (oder wie ihr Modul heisst)->Anzahl Einträge anzeigen

Layout der Blogseiten anpassen

Menüs->Main Menü-> z.B. Alle Rezepte->Blog-Layout

Defaultmäßig wird hier der neueste Beitrag als führender Beitrag auf voller Breite dargestellt, die restlichen folgen mehrspaltig, letzteres ist abhängig vom gewählten Template. Damit es aussieht wie in WordPress, stellt man Führende auf 0 und Spalten auf 1, ich finde aber die mehrspaltige Anzeige recht ansprechend.

In den Blog-Seiten das Pin-Icon ausblenden

Erweiterungen->Templates->Stile-> Template auswählen, unter dem Reiter „Blog“ Show Icon auf No stellen.

Sticky Header ausschalten

Ich finde Sticky Headers extrem irritierend, deswegen mach ich da kurzen Prozess:

Erweiterungen->Templates->Stile->pixel (oder ihrer) -> Sticky Header „No“.

Die Option ist Template-abhängig.

Suche einfügen

Erweiterungen->Module->Neu, Suche

Titel vergeben, Position wählen, fertig.

Die Darstellung der Suchergebnis-Seite kann über Komponenten->Suche->Optionen bis zu einem gewissen Grad gesteuert werden, das kann sich jeder selber anschauen, die Joomla-Suche bietet erheblich mehr Optionen als die WordPress-Suche.

suchergebnis_feineinstellungen

suchergebnis_feineinstellungen

Mehr Feintuning der Suchergebnis-Seite geht offenbar noch über eine Anpassung der Template-Dateien, einen Ansatz findet man hier im Deutschen Joomla-Forum, aber das führt mir hier wesentlich zu weit.

Layoutmodifikationen ohne Ende – übers Kontrollzentrum

Sie sehen schon, es gibt in Joomla nahezu unendlich viele Möglichkeiten, das Aussehen der Seitenkomponenten den eigenen Wünschen anzupassen. Und das alles, ohne in den Templates herumfuhrwerken zu müssen! Das finde ich wirklich eine sehr grosse Stärke gegenüber WordPress, wo man doch meistens nicht darum herumkommt, in den Theme-Templates herumzupfuschen. Denn die sind ja meistens gar nicht bis grottenschlecht dokumentiert, da betreibt man meistens Trial&Error in grossem Stil. Es enthebt einen auch der Notwendigkeit, gleich ein Child-Theme anlegen zu müssen, wenn man eigene Anpassungen am Layout sauber vom Eltern-Theme trennen will.

Child Themes

Die gibt es in Joomla übrigens auch, eine kurze Einführung finden sie hier , Details zur Anwendung der sogenannten Overrides und sonstige Informationen zur Templateentwicklung kann man in der Joomla Documentation nachlesen, ich werde hier nicht näher darauf eingehen, weil es a) den Rahmen dieser kurzen Einführungsserie sprengen würde und b) zur Erstellung einer vernünftigen Webseite mit Joomla nicht wirklich notwendig ist.

Jetzt schauen wir aber mal, was bei unserem neuen Kochbuch auf Joomla-Basis noch fehlt, und dazu gibt es einen neuen Beitrag.

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Das erste Menü

Modifikation eines vorhandenen Menüs

Ich habe das Template pixel free gewählt, das kommt mit einem vordefinierten Menü oben waagerecht. Zu finden ist es im Kontrollzentrum unter Menüs-> Main Menu, und das lässt sich leicht modifizieren.Man kann die vorhandenen Menüpunkte umbenennen und herumschieben, und neue Menüpunkte dazu anlegen.

Ein Beitrag = ein Menüpunkt

Wir wollen jetzt einen (einen einzelnen!) vorhandenen Beitrag einem Menüpunkt zuweisen. Es sind auch noch viele andere Inhalte für Menüeinträge möglich, aber jetzt erstmal der Reihe nach.

  1. wir haben einen Beitrag, der heisst „Über den Inselfisch“ und enthält den Text dazu.
  2. im Menüs->Main Menü „Neu“ anwählen und den Namen des Menüpunktes eintragen, auch der heißt „Über den Inselfisch“
  3. Bei Menüeintragstyp auf Auswählen klicken, gleich den ersten Eintrag Beiträge aufklappen
  4. Option Einzelner Beitrag anwählen
  5. Unter Beitrag auswählen den bestehenden Beitrag wählen (oder hier einen neuen erstellen)
  6. alle anderen Optionen so lassen wie sie sind, Speichern und Schliessen.

Voliá, wenn wir unsere Seite jetzt anschauen, ist der neue Menüeintrag schon  sichtbar!

Die Reihenfolge der Menüpunkte läßt sich übrigens mit den „Anfassern“ in der ersten Spalte verschieben, das kann man leicht übersehen.

menuepunkte_verschieben

menuepunkte_verschieben

Ein Kategorieblog = ein Menüpunkt

Wir haben hoffentlich einige Beiträge die alle zur selben Kategorie gehören. Dann geht das mit dem Kategorieblog so:

  1. Neuen Menüpunkt anlegen und Namen vergeben
  2. Menüeintragstyp-> Beiträge-> Kategorieblog wählen
  3. gewünschte Kategorie auswählen, fertig.

Das Ergebnis ist eine Seite, auf der alle Beiträge der gewählten Kategorie in Blogform angezeigt werden. Das für alle gewünschten Kategorien wiederholen, und fertig ist die Multiblog-Seite – schicke Sache!

Weils so schön ist: wir machen gleich mal ein Rezeptverzeichnis A-Z

Wir nehmen uns die Kategorie Rezepte noch einmal vor, die wollen wir jetzt als Inhaltsverzeichnis sehen.

  1. Neuen Menüpunkt anlegen und z.B. „Rezepteliste A-Z“ nennen
  2. Menüeintragstyp->Beiträge->Kategorieliste wählen
  3. Kategorie „Rezepte“ auswählen
  4. Unter „Listenlayout“ Beitragssortierung die Option „Titel von A-Z“ wählen
  5. Speichern und fertig.

Ergebnis:

rezepte-a-z

rezepte-a-z

Also, ganz so schön wie in meinem selbstprogrammierten Inhaltsverzeichnis im Inselfisch-Kochbuch ist es nicht, aber für den Anfang doch schon mal sehr brauchbar.

 

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Joomla-Beiträge: alles ist Content

Links oben im Joomla-Kontrollzentrum kann man einen Block von Einträgen sehen, die einem gleich bekannt vorkommen: es geht um Beiträge und Kategorien. Also klickt man mal auf „Neuer Beitrag“ – und landet im bekannten Editor, das ist der TinyMCE, mit ein bißchen erweiterter Funktionalität. Aber gemach, gemach, bevor wir da loslegen ist zuerst ein bisschen Theorie vonnöten.

Beitrag oder Seite – alles ist Content

Im Gegensatz zu WordPress unterscheidet Joomla nicht zwischen Blog-Beiträgen und Seiten, es wird jede Art von Webseiteninhalt unter der Bezeichnung Beitrag verfaßt. In der Datenbank landet das auch alles in der selben Tabelle, nämlich der (prefix)_content, aber dazu später mehr. Das kommt einem zunächst ein bißchen strange vor, aber wir werden nachher beim Aufbau unseres ersten Menüs sehen, dass es völlig wurst ist, dass da alles unter dem selben Etikett Beitrag abgelegt wird. Man muss nämlich erstmal einen Blick auf das Joomla-Kategorienmodell werfen, das wollen wir hiermit tun, denn hier lauert die erste Stolperfalle für alte WordPressler.

Ein Beitrag = eine Kategorie

Wenn man im Kontrollzentrum den Menüpunkt Kategorien anklickt, landet man in einem übersichtlichen Editor, in dem Kategorien angelegt und verwaltet werden können. Joomla bietet auch die Möglichkeit der Verschachtelung von Kategorien, aber dazu später mehr. wie lassen es fürs erste mal bei Kategorien ohne übergeordnete Kategorie. Der Knackpunkt ist nämlich: in Joomla ist pro Beitrag genau eine Kategorie zuzuordnen, (oder der Beitrag bleibt in der Default-Kategorie „Uncategorised“).  Die Kategorien in Joomla dienen nicht der thematischen Unterteilung der Beiträge, sondern der Zusammenfassung von Beiträgen gleichen Typs. Ich mach mal ein Beispiel, dann wirds gleich klarer.

Verschiedene Beitragskategorien erlauben mehrere Blogseiten

Im Inselfisch-Kochbuch habe ich zuallererst mal die Rezepte, die sind die Seele des Blogs. Um dies in Joomla abzubilden, lege ich eine Kategorie Rezepte an. Wenn ich dann einen neuen Beitrag für ein Rezept erstelle, ordne ich ihm logo die Kategorie Rezept zu. Ich habe aber auch noch andere Inhalte, wo mehrere Entitäten des gleichen Typs vorliegen: die Kochbücher zum Beispiel, und die Zutaten. Dafür erstelle ich mir in Joomla flugs die passenden Kategorien „Kochbücher“ und „Zutaten“, und warum das so praktisch ist sieht man gleich. Man hat nämlich die Möglichkeit, mithilfe der Kategorien pro Beitragstyp eine Blogseite anzulegen. Das habe ich mir in WordPress schon oft gewünscht! Und es wäre jetzt besonders hier im schwarzen Pinguin verdammt praktisch, dann könnte ich die Joomla-Serie in einen eigenen Blog packen, und es wäre wesentlich übersichtlicher. Aber das nur am Rande vermerkt.

Legen sie sich zunächst mal einige Testbeiträge und zwei oder drei sinnvolle Kategorien an und ordnen sie diese entsprechend zu, dabei kann man sich schon mal mit dem Beitragseditor ein bißchen näher anfreunden.

Was fehlt noch? Die statischen Seiten!

Keine Bange, auch die sind nur Beiträge, and man kann sie für den Anfang ruhig auf „Uncategorized“ lassen. Ich brauche am Anfang nur wenige statische Seiten, einmal die Startseite unter dem Titel „Willkommen“ und die Infoseite „Über den Inselfisch“, und das Impressum nehmen wir auch gleich noch mit. Das wars fürs erste.

Und wo bleiben die Rezeptkategorien aus WordPress?

Da hab ich mir eine einfache Lösung ausgeguckt, die realisiere ich über die Schlagwörter. Da ich mit einer kleinen Ausnahme (dem Backwerk) in WordPress keine geschachtelten Beitragskategorien verwende, kann ich die Struktur so gut wie 1:1 abbilden. Schlagwörter verwalten kann man im Kontrollzentrum unter Komponenten-> Schlagwörter, und ich hab hier einfach ein paar der Kategoriebezeichnungen aus dem Inselfisch-Kochbuch übernommen:

schlagwoerter

schlagwoerter

Man kann einem Beitrag mehrere Schlagwörter zuordnen, und damit kriege ich die Abbildung der WordPress-Kategorien locker hin. Wie gesagt, ich verwende keine geschachtelten Kategorien in WordPress, deswegen klappt das hier.

Aber genug der Vorarbeit, wie wollen unsere Inhalte jetzt auch Online sehen! Dafür brauchen wir ein Menü, und dazu gibt es einen neuen Beitrag.

 

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