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Nachtrag: Rezepthitparade als Joomla-Modul

Ich bin gefragt worden, ob ich die Erstellung eines Moduls für die Rezepthitparade in Joomla noch einmal exemplarisch darstellen könnte – OK, machen wir, es ist wirklich nicht sehr kompliziert. Zuerst möchte ich euch aber diesen Artikel zur Erstellung eines einfachen Hallo-Welt-Moduls ans Herz legen, das nehmen wir nämlich als Ausgangsbasis.

Die Anforderung

Das Modul soll die X beliebtesten Beiträge ausgeben, wobei X eine vom Benutzer eingebbare Zahl ist. Die Daten holen wir aus der #__content, da steht ja die Anzahl der Hits praktischerweise drin. Ein weiteres Kriterium ist state=1, da wir nur die veröffentlichten Beiträge ausgeben wollen. (Man könnte auch noch eine Auswahl der Kategorie einbauen, aber das lass ich jetzt mal)

Die Anpassung der XML-Datei

Für das Eingabefeld brauchen wir ein Fieldset, das sieht so aus:

...

    <config>
    <fields name="params">
        <fieldset name="basic">
            <field name="param1" type="number" default="" label="Bitte Anzahl eingeben" description="Anzahl der auszugebenden Beiträge"></field>
            
        </fieldset>
    </fields>
    </config>
</extension>

Wichtig ist hier der Name des fields-Tags (params) und der Name unseres einzelnen Feldes (param1), damit holen wir uns die Benutzereingabe ab. Das passiert in der mod_[modulname].php und sieht so aus:

...
// No direct access
defined('_JEXEC') or die;
// Include the syndicate functions only once
require_once dirname(__FILE__) . '/helper.php';

//Anzahl aus dem Fieldset abholen
$data = $params->get('param1');
        
$hello = modHelloWorldHelper::getHello($data);
require JModuleHelper::getLayoutPath('mod_helloworld');

In der helper.php können wir die in der übergebenen Variable $data steckende Anzahl dann direkt weiterverarbeiten, erstmal nur eine Testausgabe:

class ModHelloWorldHelper
{
    /**
     * Retrieves the hello message
     *
     * @param   variable  $params containing the module parameter
     *
     * @access public
          */    
    public static function getHello($params)
    {
        
              
        echo "<h2>Die ".$params." beliebtesten Beiträge</h2>";
       
}

Jetzt packen wir noch die SQL-Abfrage rein und füttern sie mit der übergebenen Anzahl als Limit:

public static function getHello($params)
    {
        
        $db = JFactory::getDBO();
        $query = "SELECT * FROM #__content where state = 1 
                  order by hits desc limit ".$params."";
        $db->setQuery($query);
        $results = $db->loadObjectList();
        
        echo "<h2>Die ".$params." beliebtesten Beiträge</h2>";
        echo "<ul>";

            foreach ($results as $rec){

                $url = JRoute::_('index.php?option=com_content&view=article&id='.
                $rec->id);
                echo "<li><a href = '".$url."'>".$rec->title." (".$rec->hits.")</a></li>";

            }
        echo "</ul>";
        
    }

Und das war auch schon alles! Der Benutzer kriegt bei der Modulerstellung ein Eingabefeld für die Anzahl:

modul_eingabe

modul_eingabe

… und die z.B. 5 beliebtesten Beiträge werden als Liste mit Links ausgegeben:

5beliebteste

5beliebteste

That’s all, mehr ist nicht dran.

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Der Rezeptecounter bei Joomla: fast alles schon da

Joomla hat schon einen eingebauten Hit-Counter, der per default bei jedem Beitrag angezeigt wird. Und es gibt ein konfigurierbares Modul Beiträge-beliebte, das einem die Beiträge mit den meisten Hits anzeigt, die Anzahl der angezeigten Beiträge und die Kategorien kann man einstellen. Was ich allerdings bislang nicht gefunden habe: eine Möglichkeit, auch die Anzahl der Hits zu jedem Beitrag auszugeben. Dabei bunkert Joomla die Hits zu jedem Beitrag in der Tabelle #__content, es wäre also ein leichtes, die mit auszugeben.

Ich hab mir dafür eine Mini-Lösung mit dem Sourcerer gebastelt, eine eigene Modul-Lösung ist mir für das bisschen Code zuviel Aufwand. Eigentlich braucht es dazu nur die ensprechend formulierte SQL-Query. Ich setze mal den Where auf die Kategorie Rezepte, die anderen interessieren mich eigentlich nicht.

$db = JFactory::getDBO();
$query = "SELECT * FROM #__content where catid = 8 and state = 1 order by hits desc limit 10";
$db->setQuery($query);
$results = $db->loadObjectList();

echo "<ul>";

foreach ($results as $rec){

echo "<li>".$rec->title." (".$rec->hits.")</li>";

}
echo "</ul>";

Das wars schon! Bittesehr, die Top Ten Rezepte mit Anzahl der Hits, (inclusive aller Tippfehler und Testbeiträge in der Testumgebung):

top_ten

top_ten

Nachtrag: die Links zu den Rezepten

Die wollen wir natürlich auch noch haben. Da ich in Joomla leider kein Äquivalent zu get_the_permalink() gefunden habe, gehts anders, da kommt JROUTE ins Spiel, das wird mit der ID des Artikels bedient. Ich leg mir die URL auf eine Variable, damits nicht so unübersichtlich wird. Die Ausgabe innerhalb des Foreach sieht dann so aus:

$url = JRoute::_('index.php?option=com_content&view=article&id='.$rec->id);
echo "<li><a href = '".$url."'>".$rec->title." (".$rec->hits.")</a></li>";

Damit erzeugen wir die Links zu den Rezepten, und das ist jetzt hübsch genug, dabei lass ich es.

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Gehts auch in Joomla? Bewertungsformular mit Ajax

Was in WordPress und Drupal so reibungslos geklappt hat, sollte doch euch in Joomla zu realisieren sein: ein kleines Bewertungsformular mit Notenvergabe am Ende jedes Artikels, das sich beim Abschicken einer neuen Benotung automatisch aktualisiert. Aussehen soll das Ganze in etwa so:

bewertungformular1

bewertungformular1

Wie kriegt man so etwas ans Ende jedes Artikels?

Mit einem Override, und der ist in Joomla 3 nicht weiter schwierig zu erstellen. Man geht zu Erweiterungen/Templates/Templates und klickt beim aktiven Template auf Details und Dateien, dann auf den Reiter Overrides erstellen. Unter Komponenten/com_content article anklicken, dann sollte eine solche Nachricht erscheinen:

Nachricht

Es wurde ein Override erstellt in \templates\protostar\html\com_content\article
Ein neuer Override wurde erstellt.

Man kann den Override jetzt direkt im eingebauten Editor bearbeiten, ich nehme lieber den Notepad++. Um die richtige Position für das Formular zu ermitteln, sucht man nach folgender Div und klemmt danach einen Platzhalter rein:

<div itemprop="articleBody">
 <?php echo $this->item->text; ?>
 </div>
<h1>Hier kommt das Formular hin</h1>

Dann sollte in jedem Artikel so etwas auftauchen:

override_formularposition

override_formularposition

OK, die richtige Position hätten wir jetzt. Aber was genau soll da hin? Das einzig senkrechte wäre natürlich ein eigenes Modul, das die gesamte Logik für die Benotung enthält, und dafür müssen wir ein bisschen ausholen.

Wie man ein einfaches Joomla-Modul erstellt

habe ich in diesem Artikel ausführlich beschrieben, da halten wir uns mal dran und basteln ein eigenes Modul mit Namen mod_el_bewertung. Das soll erstmal nichts machen ausser einen Platzhaltertext ausgeben, dafür sieht die helper.php anfangs so aus:

<?php
/**
 * Helper class for EL Bewertung! module
 * 
 * @package Joomla.Tutorials
 * @subpackage Modules
 * @link http://docs.joomla.org/J3.x:Creating_a_simple_module/Developing_a_Basic_Module
 * @license GNU/GPL, see LICENSE.php
 * mod_helloworld is free software. This version may have been modified pursuant
 * to the GNU General Public License, and as distributed it includes or
 * is derivative of works licensed under the GNU General Public License or
 * other free or open source software licenses.
 */
class ModHelloWorldHelper
{
 /**

 * Retrieves the hello message
 *
 * @param array $params An object containing the module parameters
 *
 * @access public
 */ 
 public static function getHello($params)
 {
 return 'Hier soll das Formular hin!';
 
 }

Wenn alles geklappt hat, kann man das neue Modul jetzt aktivieren. Dazu unter Erweiterungen/Verwalten/überprüfen das richtige Modul suchen und installieren, dann unter Erweiterungen/Module/neu den eigenen Modultyp anwählen und einen Titel vergeben.

Modul im Override platzieren

 Dafür fügt man im Override der default.php folgende Zeile ein:

<?php echo JHtml::_('content.prepare', '{loadposition bewertungsformular}'); ?>

Nochmal zurück ins neuerstellte Modul, bei Modulposition bewertungsformular eingeben, Schreibweise beachten! Jetzt sollte die Modulüberschrift und der Platzhaltertext am Ende jedes Artikels auftauchen:

platzhalter

platzhalter

So, das waren mal die Vorarbeiten. Jetzt gehts zur Sache.

Der Code für das Formular

kommt in die helper.php in die public static function getHello() (ich war hier bloß zu faul um die Funktions- und Klassenbezeichnungen anzupassen). Wichtig ist am Anfang, dass wir uns die ID des aktuellen Beitrags holen und in die Div mit der ID ‚beitragsid‘ packen.

public static function getHello($params)
 {
 //ID des aktuellen Artikels bestimmen';
 $id = JRequest::getVar('id');
 echo 'ID dieses Beitrags: <span id = "beitragsid">'.$id.'</span>';
 
 echo '<div style="border:1px dotted #000; text-align:center; padding:10px;">';
 echo '<h4>Dir gefällt dieser Beitrag?</h4>';
 echo '<p>Dann bewerte ihn!</p>';
 echo '</div>';
 
 echo " <form action = '' method='post'>";
 
 echo "<fieldset>
 <div id = 'noten' class = 'noten' style = 'border:2px solid blue; padding :4px;'>
 <input type='radio' name='note' value='1'>sehr gut
 <input type='radio' name='note' value='2'>gut
 <input type='radio' name='note' value='3'>befriedigend<br>
 <input type='radio' name='note' value='4'>ausreichend
 <input type='radio' name='note' value='5'>mangelhaft
 <input type='radio' name='note' value='6'>ungenügend
 
 <input type ='button' name = 'absenden' class = 'bew-button' value = 'abschicken' onclick='el_bew_ajax()'/>
 
 </div>
 </fieldset>";
 echo "</form>";
 
 
 }

Das Javascript für den onclick-Aufruf packen wir der Einfachheit halber an den Anfang der  helper.php in Script-Tags, dazu gleich mehr. Jetzt brauchen wir erst noch die Tabelle für die Bewertungen, die sieht genauso aus wie in WordPress oder Drupal und hat genau drei Felder:

bewertungentabelle

bewertungentabelle

id ist Autowert, beitragsid und note schreiben wir dann gleich rein. Jetzt lesen wir erst einmal die schon vorhandenen Benotungen aus.

Bereits vorhandene Anzahl Bewertungen und Durchschnitt ermitteln

Dabei kommt uns JDatabase zu Hilfe, das geht so:

//Bereits vorhandene Benotungen abholen
 $db = JFactory::getDBO();
 $query = "SELECT * FROM bewertungen where beitragsid = ".$id."";
 $db->setQuery($query);
 $result = $db->execute();
 $anzahl = $db->getNumRows();
 //echo $anzahl." Bewertungen gefunden";
 
 $results = $db->loadObjectList();
 $durchschnitt = 0;
 foreach ($results as $zeile) :
 $durchschnitt = $durchschnitt+ intval($zeile->note);
 endforeach;
 
 if ($anzahl != 0){ 
 $durchschnitt = $durchschnitt / $anzahl;
 }
 echo "<span id = 'ausgabe'>".$anzahl." Bewertungen gefunden, Durchschnitt: ".$durchschnitt."<span>";

Wichtig ist hier, dass man sich mit dem $db->loadObjectList(); die Ergebnisliste der SQL-Abfrage holt, über die kann man dann mit dem Foreach iterieren. So, aber jetzt endlich:

Das Javascript

Das kann man nahezu unverändert aus der WordPress-Lösung übernehmen, man stellt es einfach an den Anfang der helper.php, zunächst mal nur mit Debug-Ausgabe von Beitragsid und Note:

<script>
 function el_bew_ajax(){
 
 
 //Beitragsid aus span holen
 var akt_id = document.getElementById("beitragsid").innerHTML;
 
 //Note aus den Radiobuttons holen
 var akt_note = jQuery("input:radio[name=note]:checked").val();
 
 Debug-Ausgabe
 alert(akt_note + ' ' + akt_id);
 
 //Check ob keine Note angewählt, Abbruch
 if (typeof akt_note === 'undefined'){
 alert('Bitte eine Note wählen!');
 return;}
 
 //***********************Hier kommt der ajax-call hin
 
</script>

Die Callback-Funktion

Für den Ajax brauchen wir natürlich erstmal die Callback-Funktion, die stecken wir in eine separate PHP-Datei.

<?php

$id = '';
if ( isset($_GET['id']) )
{
  $id = $_GET['id'];
}
$note = '';
if ( isset($_GET['note']) )
{
  $note = $_GET['note'];
}

$pdo = new PDO('mysql:host=localhost;dbname=joomla', '*****', '*******');

//neue Note erstmal einfügen
$sql = "INSERT INTO bewertungen (beitragsid, note) VALUES (".$id.",".$note.")";
$neu = $pdo->query($sql);

//Suche nach aktueller id
$sql = "SELECT * FROM bewertungen where beitragsid = ".$id."";
$records = $pdo->query($sql);
$gefunden = $records->rowcount();

$durchschnitt = 0;
foreach ($records as $row) {
        
        $durchschnitt = $durchschnitt + $row['note'];
    }
if ($gefunden != 0){        
    $durchschnitt = $durchschnitt / $gefunden;
    }
echo $gefunden." Bewertungen vorhanden, Durchschnittsnote = ".$durchschnitt;

?>

Das ist genau das selbe straighte PHP, das ich auch in der Drupal-Lösung schon verwendet habe, man muss nur die Login-Informationen im PDO anpassen. Jetzt fehlt nur noch:

Das Script mit dem Ajax-Call

Ich hab mir dafür noch den Pfad zum Modulverzeichnis in eine versteckte Span geschrieben, das passiert in der helper.php vor dem Formular:

//Pfad zum Modulverzeichnis abholen
        $pfad = JURI::base().'modules/'.'mod_el_bewertung/';
        echo '<span id = "pfad" style = "display:none;">'.$pfad.'</span>';

Dann kann unser Script marschieren:

<script>
 function el_bew_ajax(){
            
            //Pfad zum Modulverzeichnis abholen
            var modulpfad = document.getElementById("pfad").innerHTML;
            
            //Beitragsid holen
            var akt_id = document.getElementById("beitragsid").innerHTML;
                        
            //Note aus den Radiobuttons holen
            var akt_note = jQuery("input:radio[name=note]:checked").val();
            
            //Debug-Ausgabe
            //alert(akt_note + ' ' + akt_id);
                        
            //Check ob keine Note angewählt, Abbruch
            if (typeof akt_note === 'undefined'){
            alert('Bitte eine Note wählen!');
            return;}
            
            //***********************ajax-call
            if (window.XMLHttpRequest)
             {
              // AJAX nutzen mit IE7+, Chrome, Firefox, Safari, Opera
              xmlhttp=new XMLHttpRequest();
             }
             else
             {
              // AJAX mit IE6, IE5
              xmlhttp=new ActiveXObject("Microsoft.XMLHTTP");
             }
             xmlhttp.onreadystatechange=function()
             {
              if (xmlhttp.readyState==4 && xmlhttp.status==200)
              {
               document.getElementById("ausgabe").innerHTML = xmlhttp.responseText;
               //alert(xmlhttp.responseText);
              }
             }
             xmlhttp.open("GET",""+modulpfad+"callback_ajax_el.php?id="+akt_id+"&note="+akt_note,true);
             
             xmlhttp.send();
            
            
            
            //**********************end ajax call
}//end function el_bew_ajax

</script>

Fertig! Der Call ist scharfgeschaltet, beim abschicken einer neuen Bewertung aktualisiert sich die Anzeige.

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Fazit

In Joomla eine einfaches Modul zu erstellen ist erstmal gewöhnungsbedürftig, aber wenn man die Logik einmal überrissen hat, kann man viel damit machen. Was mir nicht besonders gefällt, ist dass ich noch keine einfache Möglichkeit gefunden habe, einen Override nur für eine bestimmte Kategorie anzulegen, ich hätte zum Beispiel das Bewertungsformular gerne nur in der Kategorie ‚Rezepte‘. Ich hab mir da schonmal damit beholfen, in die Override-Datei eine Datenbankabfrage einzubauen, die zur aktuellen Beitragsid die Kategorie abholt, die ging so:

<?php
    $db=JFactory::getDbo();
    $article_id = JFactory::getApplication()->input->get(‚id‘);
    echo „aktuelle Artikelid= „.$article_id;
    
    $db->setQuery(’select catid from #__content where id= ‚.$article_id.“);
    $catid=$db->loadResult();
    echo „aktuelle catid= „.$catid;
    
    if ($catid == 8){
        echo JHtml::_(‚content.prepare‘, ‚{loadposition bewertungsformular}‘);
    }
    else {
        echo „Dies ist kein Rezept, Kategorie: „.$catid;
        }
    ?>

Aber das ist meiner Ansicht nach eine ziemliche Krücke. Ich muss mal ein bisschen forschen, ob das nicht eleganter geht.

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Autocomplete mit AJAX in Joomla

Was mit WordPress und mit Drupal geht, das sollte sich doch auch mit Joomla hinkriegen lassen: eine Artikelsuche mit Autovervollständigen per AJAX. Ich habe dafür mal die Joomla 3 Standard-SampleSite genommen, die kann man bei der Installation als Option anwählen und sie hat schön viel Content.

Mein Arbeitspferd: die PHP-Bridge

Die geniale PHP-Bridge von Henry Schorradt ist wie immer mein Mittel der Wahl, wenn es darum geht Joomla eigenen PHP-Code unterzuschieben. Erster Schritt also: einen eigenen Menüeintrag erstellen, bei Modulzuweisung die PHP-Bridge auswählen und entsprechend anpassen. Doku hierzu im obigen Link auf Henrys Seite.

Was wir alles brauchen:

  • das Formular für die Texteingabe
  • das JavaScript für das Handling des AJAX-Requests mit den aus dem Formular übergebenen Daten
  • die PHP-Datei, die uns die Ergebnisse des Calls zurückliefert

Das Formular und das JavaScript stecken wir beide in die PHP-Datei, die mit unserer PHP-Bridge verknüpft ist. Das Formular steht dann innerhalb der Switch und sieht zum Beispiel so aus:

<?php
//$mode = Scripthandler

switch($mode){ case 'autocom':

echo     "<h1>Beispiel Artikelsuche mit AJAX in Joomla</h1>";
echo "<form action='#' method='post'>";
echo "<input type='text' size='80' name = 'ausgesucht' value='' autocomplete='off'
 onkeyup='rezepte_suche(this.value)' list = 'suchliste'>";

echo "<datalist id='suchliste'>";
 
 echo "<div id =liste>";
 echo "</div>";

 echo "</datalist>";

echo "</form>";

break;}//switch
?>

Eigentlich ein ganz normales Formular mit einem Eingabefeld vom Typ Text. Aber hier passieren noch vier eminent wichtige Dinge:

  1. onkeyup = ruft die js-Funktion rezepte_suche() auf, die steckt in der rezepte_suche.js, die wir nachher noch laden. Die Funktion kriegt als Parameter this.value mit, also den aktuellen Wert des Textfeldes. Onkeyup feuert, wenn der Benutzer eine Taste gedrückt und wieder losgelassen hat.
  2. Der Parameter list = ‚suchliste‚ des Textfeldes definiert, aus welchem HTML-Element die Datenliste für das Dropdownfeld genommen werden soll, nämlich aus der Datalist mit der id = „suchliste“
  3. Innerhalb der Datalist steckt eine Div mit der id= ‚liste‘, in die schreibt nachher unser AJAX-Call sein Ergebnis, dazu gleich mehr.
  4. Wichtige Ergänzung: das Texteingabefeld sollte unbedingt den Parameter autocomplete = ‚off‘ mitkriegen,  sonst pfuscht der Browser mit Einträgen hinein, die er aus anderen Formularen gecached hat.

Das Formular sollte jetzt in etwa so aussehen:

joomla_form

joomla_form

Das JavaScript

…packen wir mit in die PHP-Datei der Bridge, das kommt vor den Switch und sieht so aus:

<script type="text/javascript">


function rezepte_suche(inhalt)
{
 if (inhalt=="")
 {
  //Hinweis wenn der Feldinhalt leer ist;
  //document.getElementById("ausgabe").innerHTML="keine Eingabe";
  return;
 }
 if (window.XMLHttpRequest)
 {
  // AJAX nutzen mit IE7+, Chrome, Firefox, Safari, Opera
  xmlhttp=new XMLHttpRequest();
 }
 else
 {
  // AJAX mit IE6, IE5
  xmlhttp=new ActiveXObject("Microsoft.XMLHTTP");
 }
 xmlhttp.onreadystatechange=function()
 {
  if (xmlhttp.readyState==4 && xmlhttp.status==200)
  {
   
   document.getElementById("liste").innerHTML=xmlhttp.responseText;
  
  }
 }

 xmlhttp.open("GET","http://localhost/joomla30/templates/protostar/php/rezeptesuche.php?q="+inhalt,true);
 xmlhttp.send();
}
</script>

Die ist nicht auf meinem Mist gewachsen, das ist eine Standardprozedur für einen AJAX-Call die ich mir zusammengegooglet und nach meinen Bedürfnissen angepaßt habe. Sie enthält genau eine Funktion, nämlich die rezepte_suche mit dem Parameter inhalt, in dem steckt der vom Benutzer eingegebene Inhalt des Textfeldes aus dem Formular.

Was passiert hier? Zuerst wird abgefragt, ob inhalt leer ist und in dem Fall nur ein return ausgelöst.

Wenn inhalt nicht leer ist, greifen zwei IF-Abfragen, die Browserabhängig die Variable xmlhttp unterschiedlich belegen. Wir schauen mal nur den ersten Zweig an:

xmlhttp=new XMLHttpRequest();

Hier wird ein neues Objekt vom Typ XMLHttpRequest angelegt, das wird im Folgenden weiterverarbeitet. Wer dazu Genaueres wissen möchte dem sei diese Seite der wikibooks empfohlen.

Wenn sich am Status des Formularfeldes etwas ändert, feuert folgende Funktion:

xmlhttp.onreadystatechange=function()
 {
  if (xmlhttp.readyState==4 && xmlhttp.status==200)
  {
   
   document.getElementById("liste").innerHTML=xmlhttp.responseText;
  }
 }

Die div mit der id liste kriegt einen neuen Inhalt, nämlich den Rückgabewert des Requests. Wir der aussieht, wird in unserer PHP-Datei geregelt, dazu gleich mehr.

Wichtig ist jetzt noch der open-Aufruf:

 xmlhttp.open("GET","http://localhost/joomla30/templates/protostar/php/rezeptesuche.php?q="+inhalt,true);

Ich hab hier den Pfad zur PHP-Datei  fest verdrahtet, das läßt sich sicher auch eleganter lösen, aber für Testzwecke tuts das. Die PHP-Datei kriegt als Parameter unseren inhalt mit, das ist immer noch der Inhalt des Formularfeldes so wie ihn der Benutzer eingegeben hat. Fehlt nur noch der Auslöser:

xmlhttp.send();

Und Schuß! Das setzt den Request ab.

Die aufgrufene PHP-Datei

Die benimmt sich nicht anders, als wenn sie von einem Formular aus aufgerufen würde, und sie übernimmt den Parameter inhalt in der Variablen q. Ansonsten ist sie recht übersichtlich:

<?php

$rezept = '';
if ( isset($_GET['q']) )
{
  $rezept = $_GET['q'];
}

$pdo = new PDO('mysql:host=localhost;dbname=joomla', '*******', '******');

//Suche nach enthaltenem String %suchstring%
$sql = "SELECT * FROM rrzol_content where title like '%".$rezept."%' order by title";
$records = $pdo->query($sql);

foreach ($records as $row) {
        
        echo "<option>".$row['title']." #".$row['id']."</option><br>";
        
    }


?>

Ich hole mir erstmal den Inhalt von q auf die Variable $rezept. Dann verbinde ich mich mit der Joomla-Datenbank und hole mir aus der content-Tabelle mit dem Select alle Datensätze die den Inhalt von $rezept im Titel enthalten. Innerhalb der Foreach-Schleife wirds dann nochmal interessant, ich klemme vor und nach dem Titel des Beitrags die <option>-Tags dran, die brauchen wir nachher im Formular für die Datalist. Ausserdem nehme ich noch die id mit, die brauchen wir dann für die Ausgabe des Beitrags. Das wars dann aber auch schon.

Das Formular ist jetzt scharfgeschaltet

Wenn der Benutzer jetzt zum Beispiel con in das Textfeld eingibt, erhält er eine Liste aller Beitragstitel, in denen der String con vorkommt:

auswahl_con

auswahl_con

Jetzt muss nur noch etwas passieren, wenn er einen der Einträge auswählt und auf Return drückt. Ich hab das so gelöst: in der PHP Bridge kommt nach dem Formular noch folgender Code:

if (isset($_POST['ausgesucht'])){
    
    $suchtitel = substr($_POST['ausgesucht'], 0, strpos($_POST['ausgesucht'], '#', 0));
    //echo $suchtitel;
    echo "Vielen Dank! Ihre Auswahl: <h2>".$suchtitel."</h2><br>";

    $text = strstr($_POST['ausgesucht'], '#');
    $text=substr($text,1);
        
    $url = JRoute::_('index.php?option=com_content&view=article&id='.$text);
    
    echo "<h2><a href = '".$url."'>Link zum Artikel</a></h2>";
    
    
} //ende von if isset

Ich zerlege zunächst einmal die Eingabe aus dem Textfeld und klemme für die Ausgabe des Titels alles vor dem # ab. Dann hole ich mir die Zahl nach dem #, das ist die ID des Beitrags. Zu dem hole ich mir mit dem JRoute::… die URL, aus der bastle ich mir den Link zum Beitrag. Fertig!

contacts

contacts

Das Ganze hat natürlich noch Optimierungspotential, zum Beispiel hält niemand den Benutzer davon ab, einfach irgendeinen String einzugeben und dann auf Return zu drücken, dann läuft natürlich der Link auf einen häßlichen Fehler. Aber das sind Details, die man noch verfeinern kann wenn man möchte, das sollte nicht allzu schwierig sein. Viel Spaß jedenfalls beim Nachbauen!

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Joomla Modul mit SQL-Formfield

Da ich keinen vorgefertigten Formularfeldtyp gefunden habe, der mir die Tags (Schlagwörter) ausgibt, hab ichs mal über den Typ SQL form field type probiert, mal sehen wie weit wir damit kommen. Aber erst noch mal ein paar Gedanken zu den Anforderungen:

Ich schraubs mal ein bisschen runter

Im vorigen Artikel hatte ich ja für den Anwender die Möglichkeit geschaffen, eine bestimmte Beitragskategorie auszuwählen. Das hat ganz hübsch funktioniert, aber eigentlich ist es für meinen Zweck nicht ganz das Richtige. Ich brauche ja auch noch mein zweites Auswahlkriterium, nämlich die Tags=Schlagwörter. Kurze Erinnerung, was ausgegeben werden soll:

X Rezepte insgesamt

davon Y mit dem Tag Z

Ich habe aber in meinem Joomla-Kochbuch die Einschränkung gemacht, dass Tags nur für die Kategeorie Rezepte verwendet werden, in den anderen Kategorien (Kochbücher etc.) hab ich sie schlicht und ergreifend nicht eingesetzt. Das heisst aber, unsere Tagauswahl macht nur Sinn, wenn die Beitragskategorie 8 für Rezept ist, und dann kann ich es auch gleich fest verdrahten. Sonst dürfte ich die Tag-Auswahl nur anzeigen, wenn der Anwender die Kategorie Rezepte gewählt hat, und das geht mir dann doch ein bisschen zu weit.

Der Formularfeldtyp SQL

Ist wahrscheinlich am leichtesten zu verstehen, wenn man es am konkreten Beispiel sieht. Die Felddefinition in meiner XML-Datei sieht so aus:

<field
            name="title"
            type="sql"
            default="10"
            label="Einen Tag auswählen"
            query="SELECT id AS value, title FROM #__tags where title not like 'ROOT'"
            />

Dabei ist der Alias „AS value“ wichtig, da über diesen der Rückgabewert des Feldes definiert wird. Den Select hab ich gleich ein bisschen angepasst, wir gehen in die tabelle #_tags und schliessen hier den Systemeintrag ROOT aus, weil der in der Auswahlliste gar nicht auftauchen darf.

Zum Aufbau der Query zitiere ich mal die Joomla-Doku:

  • query (mandatory if not using the sql_* attributes) is the SQL query which will provide the data for the drop-down list. The query must return two columns; one called ‚value‘ (unless overridden by the key_field attribute) which will hold the values of the list items; the other called the same as the value of the name attribute (unless overridden by the value_field attribute) containing the text to be shown in the drop-down list.

Also, mal ganz langsam.

  • die query liefert die Daten für unser Dropdown-Feld
  • die query muss zwei Spalten zurückgeben
  • die erste Spalte der Rückgabe muss value heissen, das passiert hier mit dem Alias, und liefert die Rückgabewerte für das Formularfeld (in unserem Fall die numerische ID des Tags)
  • die zweite Spalte muss genauso heissen wie das Feld in der XML-Datei, ich bin hier bei title geblieben. Die zweite Spalte liefert die Einträge für das Dropdown-Feld.

Alles klar? Jedenfalls funktionierts, und mein Dropdownfeld sieht schon mal ganz gut aus:

dropdown_tags

dropdown_tags

Den Wert, den der Benutzer ausgewählt hat, holen wir uns in der mod_helloworld.php wie gehabt über den Namen des Feldes:

$titel = $params->get('title');

Wir erweitern unser Standardobjekt für die Parameterübergabe an die Helper-Klasse entsprechend:

$data = new stdClass();
//Objekt füllen
$data->kat = $kat;
$data->variable = $variable;
$data->titel = $titel;

Und können jetzt in der helper.php damit weiterarbeiten, da haben wir jetzt die numerische ID des gewählten Tags auf der Variablen $params->titel.

Jetzt müssen wir nur noch zählen, wieviele Rezepte dem gewählten Tag zugeordnet sind, und dafür brauchen wir die Tabelle #__content_item_tag_map, da schauen wir einfach nach, wie oft die aktuelle Tag-ID auftaucht.

//Anzahl der Tags zur TagID holen
        $db = JFactory::getDbo();
        $db->setQuery("SELECT * FROM #__contentitem_tag_map WHERE tag_id = ".$params->titel.""); 
        $db->execute();
        $my_count = $db->getNumRows();
        echo $my_count;

Schlußendlich fehlt uns noch der Name des Tags für die Ausgabe, den holen wir uns mit der ID aus der Tabelle #__tags:

//Name des Tags zur Tag-ID holen
        $db = JFactory::getDBO();
        $db->setQuery("SELECT title FROM #__tags WHERE id=".$params->titel);
        $db->execute();
        $tagName = $db->loadResult();

Das wars, fehlt nur noch die Ausgabe:

echo $my_count." davon zum Thema ".$tagName;

 Bingo, das hat hingehauen! Meine Ausgabe sieht so aus:

tag_kat_ausgabe

tag_kat_ausgabe

Passt einwandfrei. Man könnte es jetzt noch perfektionieren und einen Join auf die #__content über die Kategorie-ID einbauen, damit man nur die Tags angezeigt bekommt, die auch zu Rezepten zugeordnet sind, aber ich wills mal nicht übertreiben. Die Vorgabe war ja, dass Tags nur in der Kategorie Rezepte verwendet werden, das muss reichen.

Fazit

Ich finde, die Formularfelddefinition ist über die XML-Datei übersichtlich und komfortabel gelöst, und die vordefinierten Formularfeldtypen nehmen einem in vielen Fällen einen Haufen Arbeit ab. Das macht es wieder wett, dass die Modulerstellung am Anfang ein bisschen schwer zu durchblicken ist, aber wenn man einmal ein Basic Modul geschrieben hat, geht auch das leicht von der Hand. Modulbasteln in Joomla macht Spaß!

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Joomla-Modul ein bisschen aufgebohrt – mit Benutzereingaben

Ich hab ja in diesem Artikel ein WordPress-Widget erstellt, das die Gesamtzahl der veröffentlichten Rezepte sowie die Anzahl der Rezepte einer frei wählbaren Kategorie anzeigt. So nach dem Muster:

312 Rezepte insgesamt

46 davon Vegetarisch

Ob das mit unserem Joomla-Modul auch hinzukriegen ist?

Anzahl der Beiträge der Kategorie Rezepte

Meine Rezeptkategorie hat die ID 8, das kann man in der Tabelle #__categories nachschauen. Dazu hab ich folgendes Code Snippet gefunden:

$model = JModelLegacy::getInstance('Articles', 'ContentModel');
        $model->setState('filter.category_id', 8); // Set category ID here
        $articles = $model->getItems();

        $num_articles = count($articles); // Returns the number of articles in category

Kommt mir ein bisschen arg umständlich vor, aber wenns funktioniert…

Ich möchte jetzt aber natürlich auswählen können, zu welcher Kategorie die Gesamtzahl der Beiträge ausgegeben werden soll, weil ich in Joomla so schöne Möglichkeiten habe, über die Kategorisierung meine Ausgabe auf der Webseite zu strukturieren. Das heißt aber, wir brauchen ein Eingabefeld (Dropdown), in dem der Benutzer anwählen kann, welche Kategorie ausgegeben werden soll.

Eingabefelder für eigene Module in Joomla

Sind nicht arg schwer zu realisieren, die Joomla-Doku zu dem Thema ist schon mal recht gut, schaut mal hier rein:

https://docs.joomla.org/J3.x:Creating_a_simple_module/Adding_Form_Fields

Ich machs aber hier nochmal step by step, damit man es auch nachvollziehen kann. Wir setzen auf unser Hallo-Welt Modul aus dem vorigen Beitrag auf und erweitern die mod_helloworld.xml, in der kann man ein einfaches Texteingabefeld so erstellen:

 <config>
    <fields name="params">
        <fieldset name="basic">
            <field name="param1" type="text" default="" label="Bitte Titel eingeben" description=""></field>
           </fieldset>
    </fields>
    </config>

Die Felddefinition muss innerhalb der config-Tags stehen. Wenn man sich jetzt mal das Modul aschaut, müsste das Feld eigentlich schon da sein:

texteingabefeld

texteingabefeld

Wie kommt man jetzt an den Inhalt des Feldes ran, den unser Benutzer eiingegeben hat? Das passiert in der mod_helloworld.php, und zwar so:

$variable = $params->get('param1');

Die $variable kann man jetzt an die helper-Klasse übergeben:

$hello = modHelloWorldHelper::getHello($variable);

Und da kann man dann damit weiterarbeiten. Bevor ich da noch weiter darauf eingehe, erstmal:

Die Anforderungen

Den Titel des Moduls kann der Anwender beim Erstellen unter Erweiterungen->Module->neu->Mein Hallo-Welt Modul selber eingeben, den fragen wir nicht nochmal extra ab. Dafür brauchen wir aber ein Dropdown-Feld, in dem die Kategorie (z.B. „Rezepte“) ausgewählt werden kann, für die die Gesamtzahl der Beiträge ausgegeben soll. Und wir brauchen noch ein zweites Dropdownfeld für das „featured tag“ (z.B. „Vegetarisch“, aber dazu kommen wir später. Jetzt werfen wir erstmal einen Blick auf:

Die vordefinierten Form Field Types

Da bietet Joomla etwas wirklich praktisches an, es gibt eine ganz Latte von vordefinierten Formularfeldern, hier die Doku dazu: https://docs.joomla.org/Standard_form_field_types

Da klemmen wir uns gleich mal den Formularfeldtyp „Kategorie„, der macht nämlich genau das was wir brauchen. In der XML-Datei sieht das so aus:

<field name="mycategory" type="category" extension="com_content" label="Eine Kategorie auswählen" description="" />

In der mod_helloworld.php holen wir uns den Inhalt mit:

$kat = $params->get('mycategory');

Und im Modul-Backend kriegen wir unsere Dropdown-Liste mit den Kategorien:

dropdown_kategorien

dropdown_kategorien

In der übergebenen Variablen steckt übrigens die numerische ID der Kategorie Rezepte, die können wir gleich direkt weiterverwerten, und zwar in der helper.php:

public static function getHello($params)
    {
        $model = JModelLegacy::getInstance('Articles', 'ContentModel');
        $model->setState('filter.category_id', $params); // Set category ID here
        $articles = $model->getItems();

        $num_articles = count($articles); // Returns the number of articles in category
        
        echo "Insgesamt ".$num_articles." Rezepte<br>";    
        
        
        
    }

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass wir sie in der mod_helloworld.php auch als Parameter an die Helper-Klasse übergeben haben, aber dazu gleich mehr, zuerst schauen wir uns mal die Ausgabe an:

insgesamt_rezepte

insgesamt_rezepte

Das paßt soweit, jetzt müssen wir nur noch den Ausgabetext dynamisch anpassen, es kann ja auch jemand die Kategorie „Kochbücher“ angewählt haben, dann darf da nicht „Rezepte“ stehen. Das machen wir so:

//Name der Kategorie zur ID holen
        $db = JFactory::getDbo();
        $db->setQuery("SELECT cat.title FROM #__categories cat WHERE cat.id='".$params->kat."'"); 
        $category_title = $db->loadResult();
        
        echo "Insgesamt ".$num_articles." ".$category_title."<br>";

Nicht dran stören dass hier „.$params->kat.“ steht, das kommt daher, dass ich ein Array von Parametern übergeben habe, mehr dazu gleich. Jedenfalls wird jetzt auch der richtige Kategoriename angezeigt:

2kochbuecher

2kochbuecher

Mehr als ein Formularfeld, mehrere Parameter zum Übergeben

Wir brauchen aber noch ein zweites Formularfeld für die Tags, und dazu werfen wir einen kurzen Blick darauf, wie wir mehr als eine Variable an die Helper-Klasse übergeben können. Kurze Erinnerung, wie die zwei Felddefinitionen in der XML-Datei aussehen:

<fields name="params">
        <fieldset name="basic">
            <field name="param1" type="text" default="" label="Bitte Text eingeben" description=""></field>
            
                
            <field name="mycategory" type="category" extension="com_content" label="Eine Kategorie auswählen" description="" />
            
           </fieldset>
    </fields>

Die Inhalte der Felder holen wir uns in der mod_helloworld.php über die Feldnamen:

$kat = $params->get('mycategory');
$variable = $params->get('param1');

Dann packen wir sie in ein Standardobjekt und übergeben dieses an die Helper-Klasse:

$data = new stdClass();
//Objekt füllen
$data->kat = $kat;
$data->variable = $variable;

        
$hello = modHelloWorldHelper::getHello($data);

In der helper.php holen wir uns die übergebenen Variablen, die ja in unserem Objekt stecken, mit ihrem Namen, also z.B. $params->kat. Das $params stammt aus der Funktionsdefinition der public static function getHello($params)) wer da etwas anderes stehen hat, muss das entsprechend anpassen. Hier nochmal die komplette function:

public static function getHello($params)
    {
        //Anzahl der Artikel zur übergebenen Kategorie-ID holen
        $model = JModelLegacy::getInstance('Articles', 'ContentModel');
        $model->setState('filter.category_id', $params->kat); // Set category ID here
        $articles = $model->getItems();

        $num_articles = count($articles); // Returns the number of articles in category
        
        //Name der Kategorie zur ID holen
        $db = JFactory::getDbo();
        $db->setQuery("SELECT cat.title FROM #__categories cat WHERE cat.id='".$params->kat."'"); 
        $category_title = $db->loadResult();
            
        echo "Insgesamt ".$num_articles." ".$category_title."<br>";
        
        
    }

Das sieht jetzt schon ziemlich gut aus. Leider habe ich für die Tags keinen vordefinierten Formularfeldtyp gefunden, da müssen wir was basteln, aber dazu gibt es einen neuen Beitrag.

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Joomla: ein einfaches Modul erstellen

Was für WordPress die Widgets (und zum Teil auch die Plugins), das sind für Joomla die Module. Und sogar noch ein bisschen mehr, denn man kann Module an jede beliebige Template-Position laden und ist nicht an eine oder mehrere widgetfähige Sidebar gebunden. Die Joomla-Doku zum Thema Ein einfaches Modul erstellen ist recht gut, es fehlt allerdings die Anleitung, wie man sein Modul dann auch tatsächlich in Joomla einbindet. Deswegen erkläre ich es hier mal Step by Step.

Wohin kommt das Ganze?

Um die Installation zu vereinfachen, geht man gleich in den Ordner [joomla]\modules und legt dort einen neuen Unterordner an, der den Namen mod_[meinmodul] bekommt, in meinem Fall ist das mod_helloworld.

modulordner

modulordner

Unterhalb sieht es so aus:

unterordner_modul

unterordner_modul

Im Ordner tmpl liegen noch zwei Dateien:

ordner_tmpl

ordner_tmpl

Woher kriegen wir die Dateien?

Aus der Joomla-Doku, die sind hier https://docs.joomla.org/J3.x:Creating_a_simple_module/Developing_a_Basic_Module/de fertig zum Rauskopieren angeboten.

Wer macht hier was?

Gehen wir es mal der Reihe nach durch.

Die index.html tut in beiden Fällen nichts anderes als eine leere Seite ausgeben und soll einen direkten böswilligen Zugriff auf das Verzeichnis verhindern.

Die default.php steuert die Ausgabe unseres Moduls, die sieht so aus:

<?php 
// No direct access
defined('_JEXEC') or die; ?>
<?php echo $hello; ?>

Die Variable $hello wurde in der Datei mod_helloworld.php definiert, das sieht so aus:

$hello = modHelloWorldHelper::getHello($params);

Dies wiederum ist der Aufruf der Funktion getHello() aus der Klasse modHelloWorldHelper aus der Helper-Datei, die wurde dort so definiert:

class ModHelloWorldHelper
{
    /**
     * Retrieves the hello message
     *
     * @param   array  $params An object containing the module parameters
     *
     * @access public
     */    
    public static function getHello($params)
    {
        return 'Hello, World!';
    }
}

That’s where the Action is!  Zugegeben, es ist ein bisschen von hinten durch die Brust ins Auge, aber so gehts. Es ist auch vorgesehen, dass man der Funktion getHello() Parameter mitgibt, das kann in der mod_helloworld.php z.B. so aussehen:

$hello = modHelloWorldHelper::getHello("Evi Silvia");

Dann müssen wir nur noch die Ausgabe in der helper.php modifizieren:

public static function getHello($params)
    {
        return 'Hallo, liebe '.$params."!";
    }

Was kommt dabei heraus? Nicht weiter überraschend: Hallo, liebe Evi Silvia! Aber ich greife vor.

Wie man Joomla das neue Modul jetzt bekannt macht

Über Erweiterungen->Verwalten->Überprüfen sollte das neue Modul jetzt gefunden werden, und wenn man die Dateien richtig zusammenkopiert hat, kann man es auch installieren.

Dann läßt sich unter Erweiterungen->Module->Neu das neue Hello World Modul auswählen:

helloworld_auswaehlen

helloworld_auswaehlen

Wie gewohnt Titel vergeben und Modulposition auswählen, und schon sollte die Ausgabe an der gewählten Position zu sehen sein:

modul_anzeige

modul_anzeige

Ich hoffe, ich konnte damit etwas Klarheit in die Sache bringen, bei der Vorlage aus der Joomla-Doku fehlte einfach noch der Teil mit der Installation. Aber so sollte es jeder hinkriegen!

 

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WordPress, Joomla und Drupal: Theme-Erstellung im Vergleich

Also, ich hab ja kürzlich das Anlegen eigener Templates/Themes in allen drei CMS ein bisschen angerissen und die Basics zusammengeschrieben. Da bietet es sich an ein Resumee zu ziehen, was ich hiermit versuche. Mein völlig subjektiver Winner ist:

Joomla – so einfach kann es sein

Sobald man den Zusammenhang der definierenden XML-Datei templateDetails.xml und den Modulpositionen in der index.php überrissen hat, kann man schon richtig loslegen. Kein Gewühle in unverständlichem PHP-Code, kein umständliches Einbinden externer Skripte. Dadurch, dass man in Joomla über die Kategorien und Module im Backend nahezu unendliche Konfigurationsmöglichkeiten hat, ist es gar nicht notwendig tiefer in die Template-Logik einzusteigen, man kann fast alles über die Administrationsoberfläche einstellen. Dabei kann man sich allerdings auch ganz schön verzetteln – eine gute Doku ist hier wirklich unabdingbar, sonst kann man nie nachvollziehen warum, wie und weshalb wer an welchen Schräubchen gedreht hat.

Was ein bisschen übersichtlicher sein könnte: die Modulzuordnung in der Admin-Oberfläche. Da fehlt eine Möglichkeit, sich nur die Modulpositionen eines bestimmten Templates anzeigen zu lassen (oder ich hab sie nicht gefunden). So wie es ist muss man sich bei der Modulpositionierung durch eine fusselige Liste aller Templates mit allen Modulpositionen durchscrollen, da sind Fehlklicks vorprogrammiert.

Das wird allerdings beinahe ausgeglichen durch die hervorragende Möglichkeit, sich die Modulpositionen auf der Webseite anzeigen zu lassen. Das geht, indem man im Browser an die URL den Parameter ?tp=1 anhängt, das sieht dann z. B. so aus: http://localhost/jsite/?tp=1, damit kriegt man einen anschaulichen Überblick, wo man auch gleich erkennt wenn am css noch was nicht stimmt.

joomla_tp

joomla_tp

Alles in allem ist die Erstellung eines eigenen Templates in Joomla ein recht vergnüglicher Prozess, das Positionieren der benötigten Module geht recht flott von der Hand und die Feineinstellungsmöglichkeiten über die Adminoberfläche sind sehr weitreichend, ohne dass man in den Templatecode eingreifen muss. Ich kann auch jedem die kurze und knackige Joomla-Dokumentation zum Thema ein einfaches Template erstellen empfehlen, damit geht echt ein Schnellstart!

Ein guter zweiter Platz: Drupal mit Views

Ohne Views geht nämlich nahezu gar nichts, wenn man seine Inhalte auch übersichtlich ausgeben möchte. A propos Inhalte: die selbstdefinierten Inhaltstypen sind eine der grossen Stärken von Drupal, wenn man die vernünftig nutzt spart man sich einen Haufen Template-Gefiddel. Ein eigenes Template anzulegen ist jetzt eigentlich auch nicht weiter schwierig, wenn man als Vorlage die generische page.tpl.php nutzt und keine Scheu davor hat, darin Elemente herumzuschubsen und umzugruppieren. Auch in Drupal kommt einem eine Vorschau der Template-Elemente zu Hilfe, unter Struktur->Blöcke->Blockregionen veranschaulichen kann man schnell überprüfen ob das Layout passt:

blockregionen

blockregionen

Da man alle Views auch als Blöcke definieren und ins Layout einpassen kann, ist man in der Ausgabe der gewünschten Daten nahezu unendlich flexibel, da bleibt so gut wie kein Wunsch offen. Besonders die Multiblog-Funktionalität über die unterschiedlichen Inhaltstypen und Taxonomien ist easy in der Realisierung und macht es einem leicht, die Seite sauber zu strukturieren.

Ich hätte mir höchstens eine einfachere Möglichkeit des Seitendesigns gewünscht als die page.tpl.php anzupassen, die ist doch ein bisschen unübersichtlich und tendiert zum div-Wildwuchs. Und noch etwas, was wirklich nervt: man kommt bei der Template-Entwicklung nicht darum herum, ständig den Cache zu leeren, weil man seine Änderungen sonst im Zweifelsfall erstmal nicht sieht. Das kostet Zeit und nervt, da wäre es wünschenswert, wenn man eine Möglichkeit hätte so etwas wie einen Entwicklermodus einzuschalten, in dem das Caching abgeschaltet werden kann.

Das gute alte WordPress auf Rang drei

Da merkt man halt schon, dass die Software etwas in die Jahre gekommen ist. Mit einem einfachen Seitenaufbau mit einem Kopfbereich, einer Inhaltszone mit ein paar statischen Seiten, einem Blog und einer Sidebar ist man recht schnell dabei, aber wenn man mehr will, gehts gleich ans Eingemachte. Entweder man arbeitet sich selber in die WordPress-API ein (und die ist eine Wissenschaft für sich) oder man verläßt sich auf die Funktionalitäten zusätzlicher Plugins. Von denen gibt es zwar unzählige für jeden Zweck und Geschmack, aber ich kauf nicht so gern die Katze im Sack, und die meisten Plugins sind grottenschlecht bis gar nicht dokumentiert. Da hat man leicht mal eins installiert, das einem die ganze Site lahmlegt oder unerklärliche Fehlfunktionen auslöst, und dann hat man das Gfrett herauszufinden wer denn jetzt wirklich der schwarze Peter war.

Auch eine komfortable Datenbank-Abfragemöglichkeit wie Drupals Views oder eine fein differenzierte Einstellmöglichkeit nahezu aller Parameter für die Anzeige wie in Joomla sucht man vergebens, man muss sich im Zweifelsfall selber in die vorhandenen Theme-Dateien einarbeiten und sie nach eigenem Bedarf anpassen, und eigene Plugins und Widgets entwickeln. Das war vor ein paar Jahren noch akzeptabel, jetzt aber laufen die beiden jüngeren CMS dem alten WordPress da um Längen den Rang ab.

Nur einen nicht so leicht zu schlagenden Vorteil hat WordPress: für kleinere, einfachere Webseiten ist es immer noch das Anwenderfreundlichste, am Leichtesten zu bedienende CMS auf dem Markt. Start Blogging – das ist kein leerer Werbespruch, das ist nach wie vor WordPress‘ grosse Stärke! Für den Einzelunternehmer, Handwerker, Arzt oder Anwalt, der seine Firma mit einer Visitenkarte im Web vorstellen möchte, ist WordPress nach wie vor die ideale Lösung. Auch für mittlere Benutzergruppen wie Vereine, kleinere Behörden und soziale Dienstleister ist es ideal, weil kostengünstig in der Realisierung und leicht zu pflegen. Der Markt für WordPress als „kleine“ Lösung für den Webauftritt ist riesengross und wird es aller Voraussicht nach noch lange bleiben.

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Von Joomla nach WordPress umziehen – der Vollständigkeit halber

Ich habe drüben im Drupal-Blog ausführlich beschrieben, wie man Inhalte aus Drupal in WordPress-Beiträge überführt, nachzulesen hier. Das selbe machen wir jetzt noch mit Joomla, und zwar möchte ich die Beiträge aus einer bestimmten Kategorie nach WordPress exportieren. Meine ausgewählte Kategorie sind natürlich die Rezepte, mit der Kategorie-ID 8 (im Zweifelsfall nachschlagen in der Tabelle #__categories).

Wie kommen wir an Titel und Inhalt der Rezepte?

Aus der Tabelle #__content. Die holen wir uns nach Access rüber und schauen sie mal näher an.

content

content

Die id und den title nehmen wir mit, den alias lassen wir aus. Dann brauchen wir noch den introtext und den fulltext (beide!), weil Joomla den Beitragstext in diese beiden Felder aufteilt, sobald man einen Weiterlesen-Tag eingefügt hat. Das sieht man hier im Screenshot oben bei den ids 4 bis 8, so sieht das dann aus.

Den state müssen wir filtern, -2 bedeutet „marked for deletion“, 1 ist veröffentlicht, wir nehmen nur die 1er. Und die catid filtern wir auch, auf die 8 für Rezepte. (Bei mir ist noch ein Haufen Schrott vom Testen mit drin, ich nehm mal noch die Datensätze 9-47 raus). Übrig bleibt die folgende Tabelle:

content_gefiltert

content_gefiltert

Die specken wir noch ab, die Felder introtext und fulltext werden zu einem Feld namens bodytext zusammengefügt, die catid und der state fliegen raus.

Jetzt fehlen noch die Tags für die Kategorien

Kleine Erinnerung: ich hatte die Rezeptkategorien aus WordPress auf Joomla-Tags ohne Schachtelung abgebildet. Die holen wir uns jetzt wieder zurück, und zwar aus der Tabelle #__tags.

tags

tags

Der erste Eintrag für root fliegt raus, vom Rest übernehmen wir id und title. Parent_id ist überall leer, weil nicht geschachtelt, published = 1 passt auch. Um jetzt die Tags den Rezepten (hier in der Tabelle id_title_bodytext) zuzuordnen, verknüpfen wir über die Tabelle contentitem_tag_map. Beim Importieren nach Access darauf achten, dass content_item_id und tag_id als Integer rüberkommen! Das sieht dann so aus:

tags_beziehungen

tags_beziehungen

Darüber basteln wir uns eine Abfrage, in der zunächst mal jedes Rezept so oft vorkommt, wie es Tags zugeordnet hat:

abfrage_tags

abfrage_tags

Kurzer Blick über die Tabelle: ich habe zu keinem Rezept mehr als 2 Tags zugeordnet, aber das passt schon, ist korrekt.

Zuordnen der Tags zu WordPress-Kategorien

Dafür zieht man sich alle gültigen Tags aus der #–tags ab und importiert sie als Kategorien nach WordPress, wie das geht habe ich in diesem Artikel unter Schritt 1: Anlegen der Kategorien in WordPress im Drupal-Blog ausführlich beschrieben.

Dann habe ich mir die entstandene Tabelle wp_terms nach Access rübergeholt:

wp_terms

wp_terms

Hier kann ich jetzt über den name des Terms auf den title des tags verknüpfen, weil die Schreibweise identisch ist:

join_term_name

join_term_name

Damit bekomme ich die WordPress-Kategorie-IDs zu den Rezepten.

term_id

term_id

Das hatten wir so ähnlich schonmal, jedes Rezept taucht jetzt so oft auf, wie es Kategorien/Tags hat. Jetzt Gruppieren wir noch, und nehmen den ersten und letzten Wert der Term-ID. Diese sind bei den Datensätzen gleich, die nur eine Kategorie zugeordnet haben, das ist schon richtig so.

ersterwert_letzterwert

ersterwert_letzterwert

So, das wars. Diese Tabelle kann man nach WordPress importieren, und zwar genau so wie ich es in diesem Artikel beschrieben habe:

DRUPAL NACH WORDPRESS: BEITRÄGE MIT KATEGORIEN ERZEUGEN

Dabei muss man wahrscheinlich noch eine kleine Abfrage einbauen, was passieren soll wenn erster und letzte Wert der term_id gleich sind, aber prinzipiell funktioniert die Sache so einwandfrei, die Beiträge werden in WordPress angelegt und mit Kategorien versehen.

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Nachtrag: mehr als 2 Kategorien in der Export-Datei

Ich hab ja ganz lässig behauptet, wenn man mehr als zwei Kategorien pro Rezept  in die Export-Datei schreiben will, braucht man in Access eine Kreuztabelle. Jetzt bin ich gefragt worden, wie man das anstellt, und ich muss zugeben die ist sehr, sehr haarig zu konfigurieren. Ich hab da mal den „kleinen Dienstweg“ über ein Excel-Makro genommen, funktioniert auch und ist wesentlich leichter nachzuvollziehen.

Die Ausgangsbasis

Wir schubsen unsere Ausgangstabelle in Excel rein, die dürfte ja inzwischen bekannt sein. Jeder Datensatz taucht so oft auf, wie er Kategorien hat, und wir haben die Joomla-ID dazugemappt:

excel_startdaten

excel_startdaten

Post_id, post_title, term_id und name kommen aus WordPress, das was hier joomla_map.id heißt ist die Joomla-Tag-ID aus unserer mapping-Tabelle.

So soll es dann aussehen

Das Arbeitsblatt mit den Ausgangsdaten habe ich „start“ genannt, das Output-Arbeitsblatt heisst „ziel“ und sieht in leerem Zustand so aus:

excel_ziel_leer

excel_ziel_leer

Wir übernehmen nur die id und den titel, und verteilen die Tags auf die entsprechenden Felder tag1…tagn. Der Clou dabei ist, dass man unbegrenzt viele Tags pro Datensatz übernehmen und einsortieren kann. Den Content hab ich mir hier gespart, kann man sich später über die id wieder dazumappen.

So wirds gemacht

Der VBA-Code dazu sieht so aus:

Sheets("start").Select
        
    i = 2
    j = 2
    k = 0
    akt_id = Cells(2, 1).Value
        
    While akt_id <> ""
        
                Sheets("start").Select
                akt_id = Cells(i, 1).Value
                akt_titel = Cells(i, 2).Value
                akt_kat = Cells(i, 4).Value
                akt_tag = Cells(i, 5).Value
                    
                    
                Sheets("ziel").Select
                Cells(j, 1).Value = akt_id
                Cells(j, 2).Value = akt_titel
                Cells(j, 3 + k).Value = akt_tag
                
                
                i = i + 1
                If Worksheets("start").Cells(i, 1) <> akt_id Then
                    j = j + 1
                    k = 0
                Else
                k = k + 1
                End If
        Wend

Was hab ich gemacht? Ich steppe mit dem i durch die start-Tabelle und schreibe so lange in die selbe Zeile j der ziel-Tabelle, wie ich in start auf die selbe id treffe. Das k zählt die Spalte für das tag1..n hoch. Treffe ich auf eine neue id in der Zieltabelle, wird j um 1 erhöht und k wieder auf 0 gesetzt, und das ganze so lange bis ich auf das erste leere Feld id in der start-Tabelle treffe.

Das Ergebnis sieht dann so aus:

excel_zieldaten

excel_zieldaten

In der Praxis wird man sicher die Anzahl der zu importierenden tags auf ein handliches Mass  beschränken, das muss sich jeder selber überlegen, was da bei seinen Bestandsdaten Sinn macht. Aber so bekommt man alle Kategorien aus WordPress auf Joomla-Tags gemappt, mit dieser Export-Tabelle kann man weiterarbeiten.

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