Joomla-Beiträge: alles ist Content

Links oben im Joomla-Kontrollzentrum kann man einen Block von Einträgen sehen, die einem gleich bekannt vorkommen: es geht um Beiträge und Kategorien. Also klickt man mal auf „Neuer Beitrag“ – und landet im bekannten Editor, das ist der TinyMCE, mit ein bißchen erweiterter Funktionalität. Aber gemach, gemach, bevor wir da loslegen ist zuerst ein bisschen Theorie vonnöten.

Beitrag oder Seite – alles ist Content

Im Gegensatz zu WordPress unterscheidet Joomla nicht zwischen Blog-Beiträgen und Seiten, es wird jede Art von Webseiteninhalt unter der Bezeichnung Beitrag verfaßt. In der Datenbank landet das auch alles in der selben Tabelle, nämlich der (prefix)_content, aber dazu später mehr. Das kommt einem zunächst ein bißchen strange vor, aber wir werden nachher beim Aufbau unseres ersten Menüs sehen, dass es völlig wurst ist, dass da alles unter dem selben Etikett Beitrag abgelegt wird. Man muss nämlich erstmal einen Blick auf das Joomla-Kategorienmodell werfen, das wollen wir hiermit tun, denn hier lauert die erste Stolperfalle für alte WordPressler.

Ein Beitrag = eine Kategorie

Wenn man im Kontrollzentrum den Menüpunkt Kategorien anklickt, landet man in einem übersichtlichen Editor, in dem Kategorien angelegt und verwaltet werden können. Joomla bietet auch die Möglichkeit der Verschachtelung von Kategorien, aber dazu später mehr. wie lassen es fürs erste mal bei Kategorien ohne übergeordnete Kategorie. Der Knackpunkt ist nämlich: in Joomla ist pro Beitrag genau eine Kategorie zuzuordnen, (oder der Beitrag bleibt in der Default-Kategorie „Uncategorised“).  Die Kategorien in Joomla dienen nicht der thematischen Unterteilung der Beiträge, sondern der Zusammenfassung von Beiträgen gleichen Typs. Ich mach mal ein Beispiel, dann wirds gleich klarer.

Verschiedene Beitragskategorien erlauben mehrere Blogseiten

Im Inselfisch-Kochbuch habe ich zuallererst mal die Rezepte, die sind die Seele des Blogs. Um dies in Joomla abzubilden, lege ich eine Kategorie Rezepte an. Wenn ich dann einen neuen Beitrag für ein Rezept erstelle, ordne ich ihm logo die Kategorie Rezept zu. Ich habe aber auch noch andere Inhalte, wo mehrere Entitäten des gleichen Typs vorliegen: die Kochbücher zum Beispiel, und die Zutaten. Dafür erstelle ich mir in Joomla flugs die passenden Kategorien „Kochbücher“ und „Zutaten“, und warum das so praktisch ist sieht man gleich. Man hat nämlich die Möglichkeit, mithilfe der Kategorien pro Beitragstyp eine Blogseite anzulegen. Das habe ich mir in WordPress schon oft gewünscht! Und es wäre jetzt besonders hier im schwarzen Pinguin verdammt praktisch, dann könnte ich die Joomla-Serie in einen eigenen Blog packen, und es wäre wesentlich übersichtlicher. Aber das nur am Rande vermerkt.

Legen sie sich zunächst mal einige Testbeiträge und zwei oder drei sinnvolle Kategorien an und ordnen sie diese entsprechend zu, dabei kann man sich schon mal mit dem Beitragseditor ein bißchen näher anfreunden.

Was fehlt noch? Die statischen Seiten!

Keine Bange, auch die sind nur Beiträge, and man kann sie für den Anfang ruhig auf „Uncategorized“ lassen. Ich brauche am Anfang nur wenige statische Seiten, einmal die Startseite unter dem Titel „Willkommen“ und die Infoseite „Über den Inselfisch“, und das Impressum nehmen wir auch gleich noch mit. Das wars fürs erste.

Und wo bleiben die Rezeptkategorien aus WordPress?

Da hab ich mir eine einfache Lösung ausgeguckt, die realisiere ich über die Schlagwörter. Da ich mit einer kleinen Ausnahme (dem Backwerk) in WordPress keine geschachtelten Beitragskategorien verwende, kann ich die Struktur so gut wie 1:1 abbilden. Schlagwörter verwalten kann man im Kontrollzentrum unter Komponenten-> Schlagwörter, und ich hab hier einfach ein paar der Kategoriebezeichnungen aus dem Inselfisch-Kochbuch übernommen:

schlagwoerter

schlagwoerter

Man kann einem Beitrag mehrere Schlagwörter zuordnen, und damit kriege ich die Abbildung der WordPress-Kategorien locker hin. Wie gesagt, ich verwende keine geschachtelten Kategorien in WordPress, deswegen klappt das hier.

Aber genug der Vorarbeit, wie wollen unsere Inhalte jetzt auch Online sehen! Dafür brauchen wir ein Menü, und dazu gibt es einen neuen Beitrag.

 

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